en it

Guglielmo Tell

Fr. 08.07.2016
18:00 Uhr
Festspielhaus Erl

Kaum ein Komponist der Musikgeschichte ist allein aufgrund der Einzigartigkeit und des Melodienreichtums seiner Ouvertüren so bekannt geworden wie Gioacchino Rossini. Im Sommer 2016 wird in Erl eine der berühmtesten seiner Ouvertüren aufgeführt – diejenige zu seiner letzten Oper „Guglielmo Tell“. Und da die Accademia di Montegral bekanntermaßen auch eine Belcanto-Akademie ist, wird die ganze Oper und somit ein facettenreicher Kosmos musikalischer Höhepunkte auch noch mitgeliefert. Von den fünf Solocelli, die die Ouvertüre beginnen, über den bekannten Marsch-Galopp bis hin zu dem großen Dankgebet am Ende der Oper entwickelt Rossini nicht ein vermeintlich schweizerisches Panorama der Natur und des Freiheitsgeistes des Titelhelden, sondern revolutioniert die Gattung Oper selbst. Jeder hartgesottene Wagnerianer wird nicht umhin können, in Rossinis letzter Oper dramatische Versatzstücke, Streicherornamente, musikalische Satzstrukturen und Szenenaufbauten zu erkennen, die Wagner in seine frühen Opern übernahm, teilweise wörtlich zitiert. Nicht Schillers Reflexionen über politische Freiheit und Rebellion interessierten Rossini dabei. Die historische Fläche des Tell-Mythos dient zur Herstellung eines dramatischen Rahmens für Gefühl und letztlich für den beseelten Gesang. Rossinis „Tell“ ist Höhepunkt der „Opera seria“ und Ausgangspunkt einer fast 100-jährigen Tradition der großen romantischen Oper. Da die Belcanto-Tradition nachweislich eine italienische ist und mit dem Duktus der italienischen Sprache einhergeht, spielen wir ganz bewusst nicht die zwanghaft als solche zu bezeichnende „Originalfassung“ in französischer Sprache – 1829 in Paris uraufgeführt. Nein, wir spielen die für uns gültige italienische Originalfassung, die – welch eigenartige Koinzidenz in Lucca, dem Sitz der Accademia di Montegral, die italienische Erstaufführung erlebte – uns und unserer Aufbauarbeit im klassischen Belcanto-Repertoire – im Winter 2015/16 begonnen mit Rossinis „Barbiere di Siviglia“ – gerecht wird.

Sängerinnen und Sänger der Accademia di Montegral

Wilhelm Tell: Martin Berner, Giulio Boschetti, James Roser
Arnold: Ferdinand von Bothmer, Iurie Ciobanu
Mathilde: Lada Kyssy, Anna Princeva
Walther Furst: Szymon Chojnacki, Adam Horvath
Melchthal: Francesco Facini, Johannes Schmidt
Gemmy: Maria Rosaria Lopalco, Bianca Tognocchi
Hedwig: Michaela Bregantin, Anna Lucia Nardi
Ein Fischer: Biao Li, Edoardo Milletti
Leuthold: Frederik Baldus, Nicola Ziccardi
Gessler: Giovanni Battista Parodi
Rodolf: Luca Granziera, Giorgio Valenta
Ein Jäger: Frederik Baldus

Orchester und Chorakademie der Tiroler Festspiele Erl
Musikalische Leitung und Regie:
Gustav Kuhn

Kostüme: Lenka Radecky
Dramaturgie: Andreas Leisner
Licht:
Gustav Kuhn

 

Kontakt

Tiroler Festspiele Erl

Betriebsgesm.b.H.
Mühlgraben 56a
A-6343 Erl
T +43 (0)53 73 / 81 000
F +43 (0)53 73 / 81 000 85
Karten: T +43 (0)53 73 / 81 000 20
karten(at)tiroler-festspiele.at

  • bmuk
  • Land Tirol
  • Erl
  • Passionsspiele Erl
  • Strabag
  • Zeppelin-Cat
  • Raiffeisen Centrobank
  • ORF1
  • Kultur Tirol
0
summer