J.S. Bach

Das Weihnachts-oratorium (I-VI)

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Musikalische Leitung Tilman Michael


Sopran Simone Osborne

Mezzosopran Corinna Scheurle

Bass Frederic Jost

Sun 11. Dec
11:00 h → Festspielhaus

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Tilman Michael

Musikalische Leitung

Simone Osborne

Sopran

Corinna Scheurle

Mezzosopran

Frederic Jost

Bass


Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles, das sich einen Ruf als eines der besten Wagnerorchester weltweit erarbeitet und die Tiroler Festspiele Erl international bekannt gemacht hat. 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele unter der Leitung von Gustav Kuhn, inzwischen spielen Musiker*innen aus 20 Nationen zusammen. Junge Spitzentalente, Musiker*innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist*innen und Dozent*innen kommen so jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und an Ostern im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Zum Repertoire des Klangkörpers gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen. Seit der Sommersaison 2022 ist Erik Nielsen Chefdirigent des Orchesters der Tiroler Festspiele Erl.


Tilman
Michael


Tilman Michael ist seit der Spielzeit 2014/15 Chordirektor der Oper Frankfurt. Zuvor hatte er diese Position am Nationaltheater Mannheim inne, wo der Chor unter seiner Leitung von der Zeitschrift Opernwelt die Auszeichnung »Opernchor des Jahres« erhielt. Zugleich wurde er als »Dirigent des Jahres« nominiert. Direkt nach dem Studium in Stuttgart und Köln wurde Tilman Michael als zweiter Chordirektor an die Hamburgische Staatsoper engagiert. Seit 2004 ist er zudem als Assistent des Chordirektors bei den Bayreuther Festspielen tätig. Er gastierte an den Opernhäusern von Amsterdam, Moskau und Stuttgart sowie beim Estnischen Philharmonischen Kammerchor und den Rundfunkchören von NDR, WDR und BR. Darüber hinaus konzertierte er mit verschiedenen Vokalensembles in Europa, Asien und Südamerika. Tilman Michael arbeitet zudem als Herausgeber für den Bärenreiter Verlag, ist als Dozent und Juror beim Dirigentenforum (DeutscherMusikrat) tätig und lehrt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.


Simone
Osborne

Die kanadische Sopranistin Simone Osborne war eine der jüngsten Gewinnerinnen der Metropolitan Opera National Council Auditions und begann ihre Karriere als Young Artist im Ensemble Studio der Canadian Opera Company in Toronto, wo sie seither mehr als ein Dutzend Rollen gesungen hat, unter anderem Pamina, Gilda, Musetta, Lauretta, Ilia, Oscar, Nanetta, Micaela und zuletzt Adina. Sie kehrt 2020 nach Toronto zurück um dort Gretel in Humperdinks Hänsel und Gretel zu singen.

Zuletzt feierte Simone Osborne große Erfolge als Marguerite in Faust an der Vancouver Opera sowie als Marguerite Riel in der Oper Louis Riel des kanadischen Komponisten Harry Somers. Das Werk über den kontroversiellen Métis Leader Louis Riel wurde zum 150. Jahrestag der kanadischen Konföderation an der Canadian Opera Company, dem National Arts Centre und der Opéra de Québec gezeigt. Weitere Highlights ihrer Opern-Karriere waren Auftritte an der Vancouver Opera als Juliette, Pamina und Gilda sowie Lucia an der Edmont Opera und Pamina an der Pacific Opera Victoria.

Auf der Konzertbühne debütierte Simone Osborne als Marguerite in Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher im Rahmen des Saito Kinen Festivals unter Seiji Ozawa. Diese Rolle wiederholte sie mit dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse und dem Orchestre de Paris, alle unter Kazuki Yamada sowie mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Alan Gilbert. Ebenfalls zu Beginn ihrer Karriere debütierte sie als Barbarina in Le nozze di Figaro mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra unter Gustavo Dudamel sowie mit dem Chicago Symphony Orchestra unter James Conlon.

Zuletzt sang Simone Osborne zahlreiche Konzerte in den USA im Rahmen der Metropolitan Opera Rising Stars Serie und debütierte mit Utah Symphony in Mozarts Exsultate Jubilate und Barbers Knoxville: Summer of 1915. Auch mit dem Toronto Symphony Orchestra verbindet sie eine rege Zusammenarbeit, zuletzt in Mahlers Vierter Sinfonie, Villa-Lobos’ Bachianas Brasilieras No. 5 und Mozarts Requiem. Weitere Konzert-Highlights waren Berlioz’ Les nuits d’été mit dem Berkeley Symphony Orchestra, Beethovens Neunte Sinfonie, ausgewählte Strauss Lieder sowie Händels Messiah, alle mit Vancouver Symphony, Bachianas Brasilieras No. 5 beim Luminato Festival Toronto und Bachs Kantate Jauchzet Gott in allen Landen mit Edmonton Symphony. Weiters tourte sie durch Kanada mit Debut Atlantic und Jeunesses Musicales Canada. Ihr Liederabend-Debüt gab Simone Osborne im Rahmen der „On Wings of Song“ Serie der Marilyn Horne Foundation an der Music Academy of the West und sang weitere Liederabende beim Hong Kong Arts Festival sowie an der Carnegie Hall mit Warren Jones.

Neben den Metropolitan Opera National Council Auditions (2008), gewann Simone Osborne Preise bei zahlreichen anderen Wettbewerben, wie zuletzt den Sullivan Foundation Award (2016), den Sylva Gelber Foundation Award (2009), den Ersten Preis der Marilyn Horne Foundation an der Music Academy of the West (2008), den Encouragement Award der George London Foundation Competition (2008), den Ersten Preis der International Czech and Slovak Opera Competition (2007), ein Stipendium der Jaqueline Desmarais Foundation (2007) sowie den Zweiten Preis der Palm Beach Opera Competition (2007).


Corinna
Scheurle

Die deutsch-ungarische Mezzosopranistin Corinna Scheurle, die ihr Debüt als Waltraute gibt, ist seit 2021/22 Ensemblemitglied des Staatstheaters Nürnberg. Ihre aktuellen Rollen dort umfassen Carmen und Mercédès sowie ihr Debüt als Octavian im „Rosenkavalier“. Gastengagements führten sie 2021/22 u.a. nach Budapest und Aix-en-Provence („Weihnachtsoratorium“) sowie als Carmen nach Aachen, zum Salzburger Landestheater und nach Alexandria in Ägypten. An der Bayerischen Staatsoper München, deren Ensemble sie zuvor angehörte, sang Corinna Scheurle u.a. Lucienne („Die tote Stadt“), Tisbe („La Cenerentola“) und Annina („La Traviata“). An der Berliner Staatsoper, zu deren Opernstudio sie nach ihrem Studium an der Theaterakademie August Everding bei Christiane Iven zählte, trat sie u.a. als Dryade („Ariadne auf Naxos“) unter Thomas Guggeis, als Cherubino in „Le nozze di Figaro“ unter Daniel Barenboim und als Marcellina in „Le nozze di Figaro“ auf, die sie auch bei den Bregenzer Festspielen interpretierte. Im Festspielhaus Baden-Baden sang Corinna Scheurle unter Yannick Nézet-Séguin als Mozarts Zweite Dame (CD bei Deutsche Grammophon). Als Liedinterpretin war die mehrfach ausgezeichnete Mezzosopranistin u.a. am Konzerthaus Berlin und an der Opéra de Lille zu erleben. Bei den Tiroler Festspielen Erl gastierte sie als Küchenjunge in „Rusalka“ sowie für Mozarts „Requiem“ und das „Weihnachtsoratorium“.


 

 


Frederic
Jost

Seit der Spielzeit 2019/2020 ist Frederic Jost an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin gebunden. 2019 gastierte der Münchner Bass an der Oper Frankfurt als Erster Handwerksbursche in Bergs Wozzeck, nachdem er sich dort 2018 als Ordulfo in der Erstaufführung von Trojahns Enrico vorstellte. Der ehemalige Solist des Tölzer Knabenchors gastiert seit 2014 regelmäßig an der Bayerischen Staatsoper: als Zweiter Hauptmann in Zimmermanns Die Soldaten [Dirigent Kirill Petrenko], in Magals Jephta’s Daughter, 2016 kreierte er `Achills tiefer Schatten´ in Berheides Uraufführung Mauerschau, gestaltete Assan in Menottis The Consul und war 2019 in Glucks Alceste als Coryphée zu erleben. 2020 gastiert er als Truffaldin in Strauss‘ Ariadne auf Naxos mit der Bayerischen Staatsoper in Hongkong. 2016 debutierte Frederic Jost beim Davos Festival - in der Hauptrolle Richard Boll in Weils Die Schweizer Familie -, 2018 bei den Bregenzer Festspielen. 2014 sang der Bass den Pilatus in Bachs Johannes-Passion unter der Leitung des Bach-Spezialisten Hansjörg Albrecht in Italien und erarbeitete sich seither ein breitgefächertes Konzertrepertoire. Intensiv widmet sich Frederic Jost zudem dem Liedgesang.