J.S. Bach

Das Weihnachts-oratorium (I - VI)

Haydn Orchester von Bozen und Trient

Chor Chor der KlangVerwaltung

Musikalische Leitung Roland Böer

Sopran Simone Osborne

Alt Katharina Magiera

Tenor Brian Michael Moore

Bass Frederic Jost


Eine wunderbare Tradition – für Erl, Tirol und mittlerweile auch für viele Menschen weit über die Landesgrenzen hinaus – und eine einzigartige Einstimmung auf das Weihnachtsfest am 3. Advent im Festspielhaus. Die musikalische Leitung aller sechs Teile des Weihnachtsoratoriums wird hierbei der Dirigent Roland Böer übernehmen, der bereits vergangenes Jahr das Weihnachtsoratorium gestaltete. Mit dem Haydn Orchester von Bozen und Trient sowie dem Chor der KlangVerwaltung, dessen Einstudierung Teil einer wachsenden Zusammenarbeit mit dem Mozarteum Salzburg unter der Leitung von Prof. Jörn Andresen ist, dürfen wir dieses Jahr zwei Gast-Ensemble in Erl begrüßen.

Sat 12. Dec
16:00 h → Festspielhaus

Haydn Orchester von Bozen und Trient

Chor der KlangVerwaltung

Chor

Roland Böer

Musikalische Leitung

Simone Osborne

Sopran

Katharina Magiera

Alt

Brian Michael Moore

Tenor

Frederic Jost

Bass


Haydn Orchester von Bozen und Trient

Seit mehr als einem halben Jahrhundert prägt das Haydn Orchester von Bozen und Trient die heimische Musiklandschaft. 1960 von den Gemeinden bzw. Provinzen Bozen und Trient gegründet, hat sich das Haydn Orchester zum musikalischen Aushängeschild der Region entwickelt. Das Repertoire reicht vom Barock bis hin zur zeitgenössischen klassischen Musik. Die zentralen Spielstätten des Haydn Orchesters sind das Konzerthaus in Bozen und das Auditorium von Trient. Auch auf internationalen Bühnen ist das Haydn Orchester ein gerne gesehener Gast: Tourneen führten u. a. nach Bregenz, Erl, Salzburg, Wien, Japan, in die Niederlande und die USA. Als Chefdirigent gibt Arvo Volmer seit 2012 den Takt an. Vor ihm formten Antonio Pedrotti, Hermann Michael, Alun Francis, Christian Mandeal und Ola Rudner den Klang des Orchesters. Künstlerische Impulse erhält das Orchester auch von seinen namhaften Gastdirigenten, darunter Claudio Abbado, Riccardo Muti oder Sir Neville Marriner. Künstlerischer Leiter ist seit 2013 der Florentiner Daniele Spini. In zahlreichen CD-Einspielungen konnte das Haydn Orchester seine künstlerische Vielfalt und Qualität unter Beweis stellen.



Chor der KlangVerwaltung

Der Chor der KlangVerwaltung wurde im Jahr 2000 von Enoch zu Guttenberg gegründet und setzt sich aus professionellen, erfahrenen, jungen Sänger/Innen zusammen. Darunter Mitglieder des Philharmonischen Chors München, des Chors des Bayerischen Rundfunks, des CollegiumVocaleGent und anderer renommierter Vokalensembles.

Ergänzend zum hochvirtuosen Orchester der KlangVerwaltung entstand damit ein adäquates Sängerensemble, mit welchem sich Werke für Chor- und Orchesterbesetzungen exemplarisch und stilsicher erarbeiten und aufführen lassen.

Bereits die ersten Aufführungen beim Bachfest im Jahr 2000 auf Herrenchiemsee bestätigten die in das neue Ensemble gesetzten Erwartungen, wie hohes Lob der Presse dokumentiert.

Seit 2001 tritt der Chor regelmäßig unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg bei den Herrenchiemsee Festspielen auf. Dort reiht er Erfolg an Erfolg, wie umjubelte Konzerte mit der Messe in e-Moll von A. Bruckner, J. Brahms` „Fest- und Gedenksprüche“, Beethovens „Chorfantasie“, von J. S. Bach die „h-Moll Messe“ und die „6 Motetten“ dokumentieren.

Aber nicht nur bei den Herrenchiemsee Festspielen macht sich der Chor der KlangVerwaltung einen Namen. Der Live-Mitschnitt von Beethovens „Missa solemnis“ im Herkulessaal München ist als CD erschienen. Mit diesem Werk gastierte das Ensemble auch beim Rheingau Musikfestival in Kloster Eberbach. Mit der Aufführung des Weihnachtsoratoriums in Stuttgart, aber insbesondere mit Beethovens 9. Symphonie in den renommiertesten Konzertsälen Deutschlands feierte der Chor der KlangVerwaltung große Erfolge.

Mit Bachs Matthäuspassion konnte das Ensemble 2018 zunächst in Madrid begeistern, und rief geradezu euphorische Reaktionen bei Publikum und Presse beim Konzert in Moskau in „The Grand Hall of the Moscow Conservatory“ hervor.

Zwei Konzerte in der Elbphilharmonie in Hamburg setzten den Erfolgskurs fort.


Roland
Böer

Der international gefragte Opern- und Konzertdirigent Roland Böer ist seit der Spielzeit 2018/19 der erste Gastdirigent des Mikhailovsky-Theaters in Sankt Petersburg. Mit der Oper Frankfurt, der Opéra de Nice und dem Teatro dell'Opera di Firenze verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit. Seit 2015 ist er sowohl der musikalische als auch der künstlerische Leiter des "Cantiere Internazionale d’Arte di Montepulciano" und erhielt in dieser Rolle den „Grifo Poliziano“ und die Ehrenbürgerschaft der Stadt verliehen. Als Konzertdirigent leitete Roland Böer die Filarmonica della Scala, das London Symphony Orchestra, das Oslo Philharmonic Orchestra, das HR-Sinfonieorchester Frankfurt und das BR-Symphonieorchester München, die Deutsche Radio Philharmonie, sowie das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und das Orchestre Philharmonique de Luxembourg. Sein symphonisches Repertoire umfasst Werke von Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Bruckner, Mahler und Strauss.


Dirigate:

  •  "Le nozze die Figaro", Mikhailovsky Theatre Sant Petersburg 2019
  • "Die Zauberflöte", New National Theatre Tokyo 2018
  • "Death in Venice", Landestheater Linz Musiktheater 2018
  • "Enrico", Oper Frankfurt 2018
  • "L'Élixir d'amour", Opéra Nice Côte d'Azur 2017

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • J. S. Bach: "Das Weihnachtsoratorium (I-VI)"

Simone
Osborne

Die kanadische Sopranistin Simone Osborne war eine der jüngsten Gewinnerinnen der Metropolitan Opera National Council Auditions und begann ihre Karriere als Young Artist im Ensemble Studio der Canadian Opera Company in Toronto, wo sie seither mehr als ein Dutzend Rollen gesungen hat, unter anderem Pamina, Gilda, Musetta, Lauretta, Ilia, Oscar, Nanetta, Micaela und zuletzt Adina. Sie kehrt 2020 nach Toronto zurück um dort Gretel in Humperdinks Hänsel und Gretel zu singen.

Zuletzt feierte Simone Osborne große Erfolge als Marguerite in Faust an der Vancouver Opera sowie als Marguerite Riel in der Oper Louis Riel des kanadischen Komponisten Harry Somers. Das Werk über den kontroversiellen Métis Leader Louis Riel wurde zum 150. Jahrestag der kanadischen Konföderation an der Canadian Opera Company, dem National Arts Centre und der Opéra de Québec gezeigt. Weitere Highlights ihrer Opern-Karriere waren Auftritte an der Vancouver Opera als Juliette, Pamina und Gilda sowie Lucia an der Edmont Opera und Pamina an der Pacific Opera Victoria.

Auf der Konzertbühne debütierte Simone Osborne als Marguerite in Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher im Rahmen des Saito Kinen Festivals unter Seiji Ozawa. Diese Rolle wiederholte sie mit dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse und dem Orchestre de Paris, alle unter Kazuki Yamada sowie mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Alan Gilbert. Ebenfalls zu Beginn ihrer Karriere debütierte sie als Barbarina in Le nozze di Figaro mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra unter Gustavo Dudamel sowie mit dem Chicago Symphony Orchestra unter James Conlon.

Zuletzt sang Simone Osborne zahlreiche Konzerte in den USA im Rahmen der Metropolitan Opera Rising Stars Serie und debütierte mit Utah Symphony in Mozarts Exsultate Jubilate und Barbers Knoxville: Summer of 1915. Auch mit dem Toronto Symphony Orchestra verbindet sie eine rege Zusammenarbeit, zuletzt in Mahlers Vierter Sinfonie, Villa-Lobos’ Bachianas Brasilieras No. 5 und Mozarts Requiem. Weitere Konzert-Highlights waren Berlioz’ Les nuits d’été mit dem Berkeley Symphony Orchestra, Beethovens Neunte Sinfonie, ausgewählte Strauss Lieder sowie Händels Messiah, alle mit Vancouver Symphony, Bachianas Brasilieras No. 5 beim Luminato Festival Toronto und Bachs Kantate Jauchzet Gott in allen Landen mit Edmonton Symphony. Weiters tourte sie durch Kanada mit Debut Atlantic und Jeunesses Musicales Canada. Ihr Liederabend-Debüt gab Simone Osborne im Rahmen der „On Wings of Song“ Serie der Marilyn Horne Foundation an der Music Academy of the West und sang weitere Liederabende beim Hong Kong Arts Festival sowie an der Carnegie Hall mit Warren Jones.

Neben den Metropolitan Opera National Council Auditions (2008), gewann Simone Osborne Preise bei zahlreichen anderen Wettbewerben, wie zuletzt den Sullivan Foundation Award (2016), den Sylva Gelber Foundation Award (2009), den Ersten Preis der Marilyn Horne Foundation an der Music Academy of the West (2008), den Encouragement Award der George London Foundation Competition (2008), den Ersten Preis der International Czech and Slovak Opera Competition (2007), ein Stipendium der Jaqueline Desmarais Foundation (2007) sowie den Zweiten Preis der Palm Beach Opera Competition (2007).


Katharina
Magiera

Katharina Magiera studierte zunächst Schulmusik mit Hauptfach Klavier, dem ein Studium bei Prof. Hedwig Fassbender in Frankfurt am Main und das Konzertexamen bei Prof. Rudolf Piernay in Mannheim folgten.

Sie war Stipendiatin der Villa Musica des Landes Rheinland-Pfalz, der Yehudi Menuhin-Stiftung Live music now, der Studienstiftung des deutschen Volkes und 1. Preisträgerin des Mendelssohn-Wettbewerbs.

Ihr breit gefächertes Konzertrepertoire umfasst die Passionen und zahlreiche Kantaten J. S. Bachs, die Requien von Mozart, Verdi, Duruflé, Dvořák, Schnittke und die Oratorien von Händel, Mendelssohn, Honegger und Szymanowski. Sie arbeitete unter anderem mit Dirigenten wie Paolo Carignani, Helmuth Rilling, Gabriel Garrido, Marko Letonja, Hans-Christoph Rademann, Alexander Liebreich, Kristjan Järvi, Constantinos Carydis, Ivor Bolton, Constantin Trinks, Sebastian Weigle, Ádám Fischer, Christian Thielemann, Jaap van Zweden, Andrés Orozco-Estrada, Leo Hussain, René Jacobs, Henrik Nánási, Sylvain Cambreling, Krzysztof Urbański, Teodor Currentzis und Robin Ticciati zusammen.
Als Liedinterpretin stellte sie 2016 bei OehmsClassics ein von der Presse gelobtes Soloalbum in Gitarrenbegleitung von Prof. Christopher Brandt vor.  Die Einspielung umfasst Goethe Vertonungen von F. Mendelssohn, H. Wolf, F. Hensel, J. Kinkel, J. Lang und R. Schumann in eigener Bearbeitung für Gesang und Gitarre.

Konzertengagements führten Katharina Magiera zu den Münchener Philharmonikern, dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks, dem Richard-Strauss Festival, dem MDR Symphonieorchester, den Salzburger Festspielen, der NDR Radiophilharmonie und dem DSO Berlin. Als Dritte Dame (Zauberflöte) gastierte sie an der Opéra National in Paris und am Theater an der Wien, als Hänsel (Hänsel und Gretel) an der Bayerischen Staatsoper in München, als Schwertleite (Die Walküre) an der Semperoper Dresden, der Opéra du Rhin in Strasbourg, beim Beijing Music Festival und den Salzburger Osterfestspielen.

Katharina Magiera gehört seit der Spielzeit 2009/10 dem Ensemble der Oper Frankfurt an, wo sie Partien der Alisa (Lucia di Lammermoor), Tisbe (La Cenerentola), Lisa (Die Passagierin), Maddalena (Rigoletto), Erda (Rheingold), Flosshilde / Schwertleite (Ring), Die Erzählerin / Heilige Katharina (La damoiselle élue / Jeanne D’Arc au bûcher), Nancy (Martha /CD bei OehmsClassics), Margret (Wozzeck), Marcellina (Le nozze di Figaro), Dritte Dame (Die Zauberflöte), Annina (Der Rosenkavalier), Altpartie in Händels Messiah, Hänsel (Hänsel und Gretel), Filosofia (LʼOrontea), Ježibaba (Rusalka), Cornelia (Giulio Cesare in Egitto), Dryade (Ariadne auf Naxos),Wanja (Iwan Sussanin) und Emilia (Otello) verkörperte. In 2018/ 19 wird sie mit drei Händel Partien debütieren: Amastre (Xerxes), Irene (Theodora) und Eduige (Rodelinda), sowie als Dritte Dame (Die Zauberflöte) beim Glyndebourne Festival zu hören sein.


Brian Michael
Moore

Der aus Cincinnati in Ohio stammende Tenor Brian Michael Moore ist Ensemblemitglied der Oper Frankfurt. Er absolvierte seinen Bachelor und Master of Music an der Manhattan School of Music, wo er bei Mark Oswald studierte. Seit 2018/19 war er Mitglied des Lindemann Young Artist Development Program an der Metropolitan Opera New York, wo er sein Debüt in Il tabarro gab, gefolgt von Partien in Die Zauberflöte und La traviata. Als Teilnehmer des Young Artists Program an der Los Angeles Opera war er in  Produktionen wie Salome (Jude), Tosca (Spoletta), Carmen (Remendado) und Candide (Der Gouverneur) zu erleben. An der Los Angeles Opera sang er zudem Nathanael in Offenbachs Les contes d'Hoffmann unter der Leitung von Placido Domingo. Mit dem Los Angeles Philharmonic trat er konzertant in Die Zauberflöte auf. Brian Michael Moore hat seine Karriere als Solist beim Cincinnati Symphony Orchestra und dem Cincinnati Pops Orchestra begonnen. Er war Finalist der Eastern Region Metropolitan Opera National Council Auditions 2014 und gewann den Classical Singer Competition 2014. Er verkörperte Herzog von Mantua (Rigoletto) bei der Asheville Lyric Opera und beim Brevard Music Festival im Sommer 2015. Bedeutende Engagements waren weiterhin 2017 für Luke Bedfords Oper Seven Angels beim Aspen Music Festival sowie als Don Ottavio (Don Giovanni) beim Festival dei Due Mondi in Spoleto. Zuletzt genannte Partie führte ihn zudem erneut an das Teatro Coccia di Novara. Im Mai 2018 trat er in Carmen mit dem Rochester Philharmonic Orchestra auf. Brian Michael Moore ist Gewinner des Sara Tucker Stipendiums 2018 und wurde im Rahmen des Festival dei Due Mondi in Spoleto 2017 ausgezeichnet. Bedingt durch die Corona-Krise mussten seine jüngsten Engagements als Tamino (Die Zauberflöte) am Teatro Municipal in Santiago de Chile sowie als Lensky (Eugen Onegin) an der Wolf Trap Opera in Virgina entfallen.


Frederic
Jost

Seit der Spielzeit 2019/2020 ist Frederic Jost an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin gebunden. 2019 gastierte der Münchner Bass an der Oper Frankfurt als Erster Handwerksbursche in Bergs Wozzeck, nachdem er sich dort 2018 als Ordulfo in der Erstaufführung von Trojahns Enrico vorstellte. Der ehemalige Solist des Tölzer Knabenchors gastiert seit 2014 regelmäßig an der Bayerischen Staatsoper: als Zweiter Hauptmann in Zimmermanns Die Soldaten [Dirigent Kirill Petrenko], in Magals Jephta’s Daughter, 2016 kreierte er `Achills tiefer Schatten´ in Berheides Uraufführung Mauerschau, gestaltete Assan in Menottis The Consul und war 2019 in Glucks Alceste als Coryphée zu erleben. 2020 gastiert er als Truffaldin in Strauss‘ Ariadne auf Naxos mit der Bayerischen Staatsoper in Hongkong. 2016 debutierte Frederic Jost beim Davos Festival - in der Hauptrolle Richard Boll in Weils Die Schweizer Familie -, 2018 bei den Bregenzer Festspielen. 2014 sang der Bass den Pilatus in Bachs Johannes-Passion unter der Leitung des Bach-Spezialisten Hansjörg Albrecht in Italien und erarbeitete sich seither ein breitgefächertes Konzertrepertoire. Intensiv widmet sich Frederic Jost zudem dem Liedgesang.