Chopin: von Polen in die Pariser Salons

I

Mariusz Kłubczuk
Polonaise cis-moll Op. 26 no 1
Mazurkas Op. 24 (#1, #2, #3 und #4)
Nocturne cis-moll Op. 27 no 1
Fantasie-Impromptu cis-moll Op. 66
Etudes op. 25 (#1, #2, #5, #7, #12)

 

II

Mariam Batsashvili
Frédéric Chopin
Sechs polnische Lieder op. 74 (arr. Franz Liszt)
1. Mädchens Wunsch
2. Frühling
3. Das Ringlein
4. Bacchanal
5. Meine Freuden
6. Die Heimkehr
Nocturne Nr. 1 op. 15 in f-Moll
Walzer in As-Dur, Op. 42 
Minutenwalzer (Walzer op. 64 Nr. 1)
Andante Spianato und Grande Polonaise Brillante
Es-Dur op. 22

 

III

Mélodie Zhao
Frédéric Chopin
Fantasie in F-Moll op. 49
Scherzo No. 2, op.31
Ballade No. 3
Ballade No. 4
Sonata No. 3

 

IV

Claire Huangci
Frédéric Chopin
3 Nocturnes op. 9
Ballade Nr. 1 op. 23
24 Preludes op. 28

Klavier Mariusz Kłubczuk

Klavier Mariam Batsashvili

Klavier Mélodie Zhao

Klavier Claire Huangci


„VIER KONZERTE AN EINEM TAG“...

ist das neue Format, mit dem wir die Konzepte „Crashkurs“ und „Binge-Watching“, also das heutzutage allgemein übliche Lern- und Konsumverhalten, für die klassische Musik neu interpretieren. Wir hoffen, Sie begleiten uns, wenn wir jedes Jahr einem Komponisten oder einer Komponistin solch einen Konzert-Marathon widmen.

1 Konzert: € 20 ,-
3 Konzerte: € 50 ,- // TICKETS
4 Konzerte € 60 ,- // TICKETS

I

Die Etüden waren Chopins Eintrittskarte in die Szene der Pariser Klavier-Titanen und hoch bezahlter Elite-Pädagogen. Doch als Wahrzeichen seiner geliebten polnischen Heimat, die er 1830 als 20-jähriger für immer verließ, komponierte er viele Polonaisen und Mazurken.

II

Chopin widmete seine Etuden op. 10 Franz Liszt, dessen Klavierspiel er gleichzeitig beneidete und verabscheute. Ihre musikalischen Charaktere hätten unterschiedlicher wohl kaum sein können. Wenn sie auch keine enge Freundschaft verband, so doch eine gegenseitige Anerkennung ihres Schaffens und Wirkens, welches für jeden Pianisten bis heute unausweichlich bleibt.

III

Mit der 3. und letzten seiner Sonaten stellte Chopin nicht die Gattung an sich in Frage. Das hat Beethoven mit seinen späten Sonaten, allen voran op. 111, eigentlich schon erledigt. Nein, er widmete sich dieser Großform auf ebenem Grund, vermochte es aber trotzdem z. B. mit seinem für ihn so typischen „jeu perlé“ im 2. Satz und dem atemberaubend schönen 3. Satz, der Sonate seine persönliche Prägung zu geben.

IV

Das Nocturne ist eine Form, die vor Chopin kaum Beachtung fand. Für ihn war es jedoch das ideale Vortragsstück für einen bei Kerzenschein versammelten engen Kreis, der seinen filigranen Schattierungen zwischen pianissimo und mezzoforte andächtig lauschte. Der starke musikalische Einfluss Bellinis offenbart sich nirgends deutlicher. Die 24 Preludes op. 28 sind eine klare Anlehnung an „Das Wohltemperierte Klavier“ von Bach. Wie bei Bach steht auch bei Chopin jedes der Stücke in einer der 24 Dur- und Molltonarten, wenn auch die Reihenfolge eine andere ist. Jedoch muss die Idee, jedem Prelude eine Fuge nachfolgen zu lassen, für diesen musikalischen Freigeist zu akademisch angemutet haben.

Sa 05. Okt
14:30 Uhr → Festspielhaus

I

 

Sa 05. Okt
16:00 Uhr → Festspielhaus

II

 

Sa 05. Okt
17:45 Uhr → Festspielhaus

III

 

Sa 05. Okt
20:30 Uhr → Festspielhaus

IV

 


Mariusz Kłubczuk

Klavier

Mariam Batsashvili

Klavier

Mélodie Zhao

Klavier

Claire Huangci

Klavier

Mariusz
Kłubczuk

Der junge polnische Pianist Mariusz Kłubczuk ist seit der Spielzeit 2017/18 Solorepetitor an der Oper Frankfurt. In Die lustige Witwe gab er sein szenisches Debüt auf der großen Bühne. Er studierte an der Frédéric-Chopin Musikuniversität in Warschau bei Teresa Manasterska und Krystyna Makowska-Lawrynowicz sowie als Erasmus-Student an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart bei Shoshana Rudiakov. Anschließend war er in Warschau auch als Dozent für Dirigat und Gesang tätig. Als Pianist und Coach begleitete er das Programm der Akademia Operowa am Teatr Wielki in Warschau. Mariusz Kłubczuk konzertierte als Solist, Liedbegleiter und Kammermusikpartner in ganz Europa und  wurde mehrfach bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Er war Stipendiat der Stadt Warschau für das Projekt »WawaParis2014«.


Mariam
Batsashvili

Die junge georgische Pianistin Mariam Batsashvili begeistert das Publikum rund um den Globus mit ihrer Virtuosität. Sie gilt als Expertin für Liszt und Chopin und widmete ihnen ihr im August 2019 erschienenes Debütalbum bei Warner Classics. In mehr als 30 Ländern gab sie bereits Solokonzerte, darunter China, Südkorea, Indonesien, Brasilien, Südafrika und viele europäische Länder. Seit der Saison 2017/18 ist sie ein BBC New Generation Artist. In der Saison 2016/17 konzertierte sie als "Rising Star" der European Concert Hall Organisation (ECHO) in den bedeutendsten Konzertsälen Europas. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie bereits 2014 mit einem Sieg beim 10. Franz Liszt Klavierwettbewerb in Utrecht. Schon 2011 gewann sie den Franz Liszt Wettbewerb für junge Pianisten in Weimar. Mariam Batsashvili studierte an der Evgeni Mikeladze Musikschule in Tiflis, bevor sie an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar zu Grigory Gruzman wechselte.


Bedeutende Auftritte:

  • Saint-Saëns: Piano Concert No. 2 g-moll, Op. 22 - Sumida Triphony Hall, Tokyo 2019
  • Clara Schumann: Piano Concert a-moll op. 7, Residenz Herkulessaal, München 2019
  • Lisztbiennale Weimar 2019, Musikgymnasium Schloss Belvedere, Weimar 2019

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • "Chopin: Von Polen in die Pariser Salons"

Mélodie
Zhao

Die Schweizer Pianistin und Komponistin mit chinesischen Wurzeln spielt seit Jahren eine bedeutende Rolle bei den Tiroler Festspielen Erl: Sie besitzt das absolute Gehör und beeindruckt mit ihrer überwältigenden Bühnenpräsenz und einer einwandfreien Technik. Diese wird auf den vielen Tonaufnahmen deutlich, die sie schon in jungen Jahren veröffentlichte: Im Alter von 19 Jahren legte sie das pianistische Gesamtwerk Beethovens auf CD vor. Schon mit 13 Jahren nahm die Virtuosin die 24 Etüden Chopins auf - in hervorragender Qualität. Seit ihrem dreizehnten Lebensjahr spielt Mélodie Zhao regelmäßig mit großen Orchestern, wie dem Staatlichen Symphonieorchester von China, dem Philharmonischen Orchester Shanghai, dem Kammerorchester Zürich und dem Genfer Symphonieorchester. Als Wunderkind absolvierte Sie ihr erstes Solokonzert in Genf mit zehn Jahren, ihren ersten Auftritt in Beijing mit sechs Jahren. Schon mit zwei Jahren begann das Ausnahmetalent eine Klavierausbildung.


Veröffentlichungen:

  • Tchaikovsky: "Piano Concertos No. 1 & 2" mit dem Orchestre de la Suisse Romande, Claves Records 2015
  • Beethoven: Complete Piano Sonatas, Claves Records 2014
  • Chopin: "Etudes op. 10 & op. 25", Claves Records 2013
  • Liszt: "12 Études Transcendantes", Claves Records 2013

Aktuelle Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • "Chopin: Von Polen in die Pariser Salons"

Claire
Huangci

Die junge Pianistin Claire Huangci, Gewinnerin des ersten Preises sowie des Mozartpreises beim Concours Géza Anda 2018, zieht ihr Publikum durch „glitzernde Virtuosität, gestalterische Souveränität, hellwache Interaktion und feinsinnige Klangdramaturgie“ (Salzburger Nachrichten) in den Bann. Ihre große Wandlungsfähigkeit beweist sie mit einem ungewöhnlich breiten Repertoire, in das sie auch immer wieder selten aufgeführte Werke auf­nimmt. In Solorezitalen und als Partnerin internationaler Orchester wie dem Radio-Sinfonie­orchester Stuttgart, dem Ton­halle-Orchester Zürich, dem RSO Wien, dem Mozarteumor­chester Salzburg, dem China Philharmonic Orchestra, dem Vancouver Symphony Orchestra sowie dem Tschaikowsky-Symphonieorchester des Moskauer Rundfunks konzertierte Claire Huangci in international bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, dem Wiener Konzerthaus, der Elbphilharmonie und der Suntory Hall Tokyo. Nach Claire Huangcis vielgelobten Einspielungen der Chopin Nocturnes (2017) und der Rachmaninow Préludes (2019), erschien kürzlich ihre erste Orchester-CD mit den frühen Klavierkonzerten von Paderewski und Chopin.


Veröffentlichungen:

  • "The Rachmaninov Preludes", Berlin Classics 2018
  • "Beethoven Rarities", Rondeau 2018
  • "A Chopin Diary - The Complete Nocturnes", Berlin Classics 2018
  • "Domenico Scarlatti - Piano Sonatas", Berlin Classics 2015
  • "The Sleeping Beauty - Ballet Transcriptions", Berlin Classics 2013

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • "Chopin: Von Polen in die Pariser Salons"