J.S. Bach

Das Weihnachts-oratorium (I-VI)

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Musikalische Leitung Tilman Michael

Sopran Sunhae Im

Mezzosopran Corinna Scheurle

Tenor Martin Mitterrutzner

Bass Thomas Faulkner


So 11. Dez
11:00 Uhr → Festspielhaus

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Tilman Michael

Musikalische Leitung

Sunhae Im

Sopran

Corinna Scheurle

Mezzosopran

Martin Mitterrutzner

Tenor

Thomas Faulkner

Bass


Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles, das sich einen Ruf als eines der besten Wagnerorchester weltweit erarbeitet und die Tiroler Festspiele Erl international bekannt gemacht hat. 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele unter der Leitung von Gustav Kuhn, inzwischen spielen Musiker*innen aus 20 Nationen zusammen. Junge Spitzentalente, Musiker*innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist*innen und Dozent*innen kommen so jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und an Ostern im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Zum Repertoire des Klangkörpers gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen. Seit der Sommersaison 2022 ist Erik Nielsen Chefdirigent des Orchesters der Tiroler Festspiele Erl.


Tilman
Michael


Tilman Michael ist seit der Spielzeit 2014/15 Chordirektor der Oper Frankfurt. Zuvor hatte er diese Position am Nationaltheater Mannheim inne, wo der Chor unter seiner Leitung von der Zeitschrift Opernwelt die Auszeichnung »Opernchor des Jahres« erhielt. Zugleich wurde er als »Dirigent des Jahres« nominiert. Direkt nach dem Studium in Stuttgart und Köln wurde Tilman Michael als zweiter Chordirektor an die Hamburgische Staatsoper engagiert. Seit 2004 ist er zudem als Assistent des Chordirektors bei den Bayreuther Festspielen tätig. Er gastierte an den Opernhäusern von Amsterdam, Moskau und Stuttgart sowie beim Estnischen Philharmonischen Kammerchor und den Rundfunkchören von NDR, WDR und BR. Darüber hinaus konzertierte er mit verschiedenen Vokalensembles in Europa, Asien und Südamerika. Tilman Michael arbeitet zudem als Herausgeber für den Bärenreiter Verlag, ist als Dozent und Juror beim Dirigentenforum (DeutscherMusikrat) tätig und lehrt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.


Sunhae
Im

Sunhae Im, „eine der großen Sängerinnen unserer Zeit!“ (FAZ), hat sich mit ihrer unverwechselbar berückenden Stimme, tiefem dramaturgischen Verständnis und außergewöhnlicher Bühnenpräsenz als eine der führenden Künstlerinnen weltweit etabliert.

Sie begeistert nicht nur im Repertoire Alter Musik mit Dirigenten wie René Jacobs, Philippe Herreweghe, Fabio Biondi, Ton Koopman und Diego Fasolis u. a. mit dem Freiburger Barockorchester, Europa Galante und der Akademie für alte Musik Berlin, sondern mit weit gefächertem Repertoire:

Sunhae Im „a splendidly bright soprano” (The New York Times) konzertierte mit Manfred Honeck, Iván Fischer, Myung-Whun Chung, Kent Nagano und Zubin Mehta u.a. beim Verbier Festival, in der Carnegie Hall, Philharmonie de Paris, der  Elbphilharmonie Hamburg. Sie engagiert sich spielfreudig in innovativen Projekten wie The Creation  mit La Fura dels Baus und La Finta Giardiniera mit der Mailänder Scala in Shanghai. In der laufenden Saison gestaltet Sunhae die Uraufführung vom inszenierten Händel- Neue Musik-Projekt Songs of Nature.

Ihre 30 Aufnahmen erhielten zahlreiche Auszeichnungen, das Solo-Album Didone Abbandonata wurde dreifach für den Opus Klassik nominiert; Orfeo[s] erhielt den Elly Ameling Prize der Académie du Disque Lyrique.


Corinna
Scheurle

Die deutsch-ungarische Mezzosopranistin Corinna Scheurle, die ihr Debüt als Waltraute gibt, ist seit 2021/22 Ensemblemitglied des Staatstheaters Nürnberg. Ihre aktuellen Rollen dort umfassen Carmen und Mercédès sowie ihr Debüt als Octavian im „Rosenkavalier“. Gastengagements führten sie 2021/22 u.a. nach Budapest und Aix-en-Provence („Weihnachtsoratorium“) sowie als Carmen nach Aachen, zum Salzburger Landestheater und nach Alexandria in Ägypten. An der Bayerischen Staatsoper München, deren Ensemble sie zuvor angehörte, sang Corinna Scheurle u.a. Lucienne („Die tote Stadt“), Tisbe („La Cenerentola“) und Annina („La Traviata“). An der Berliner Staatsoper, zu deren Opernstudio sie nach ihrem Studium an der Theaterakademie August Everding bei Christiane Iven zählte, trat sie u.a. als Dryade („Ariadne auf Naxos“) unter Thomas Guggeis, als Cherubino in „Le nozze di Figaro“ unter Daniel Barenboim und als Marcellina in „Le nozze di Figaro“ auf, die sie auch bei den Bregenzer Festspielen interpretierte. Im Festspielhaus Baden-Baden sang Corinna Scheurle unter Yannick Nézet-Séguin als Mozarts Zweite Dame (CD bei Deutsche Grammophon). Als Liedinterpretin war die mehrfach ausgezeichnete Mezzosopranistin u.a. am Konzerthaus Berlin und an der Opéra de Lille zu erleben. Bei den Tiroler Festspielen Erl gastierte sie als Küchenjunge in „Rusalka“ sowie für Mozarts „Requiem“ und das „Weihnachtsoratorium“.


 

 


Martin
Mitterrutzner

Der österreichische Tenor Martin Mitterrutzner ist seit der Spielzeit 2011/12 ein Mitglied des Ensembles der Oper Frankfurt, wo er als Andres in "Wozzeck", als Giannetto in "La gazza ladra", als Iopas in "Les Troyens" und als Belmonte in "Die Entführung aus dem Serail" zu erleben war. Gastengagements führten ihn an das Theater an der Wien, zu den Salzburger Festspielen, zum Festival Aix-en-Provence, an das Opernhaus in Zürich und die Dresdner Semperoper. Er konzertierte mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Cleveland Orchestra. Vor seinem Engagement in Frankfurt war Martin Mitterrutzner am Tiroler Landestheater tätig. Im Jahr 2007 erhielt er die Eberhard-Wächter-Medaille der Staatsoper Wien, 2004 gewann er den 1. Preis des österreichischen Bundeswettbewerbs "prima la musica". Der aus Hall in Tirol stammende Martin Mitterrutzner wurde von Brigitte Fassbaender ausgebildet.


Rollen:

  • Tenor in "Requiem (Mozart)", Festival d'Aix en Provence 2019
  • Tamino in "Die Zauberflöte", Sächsische Staatsoper Dresden 2018
  • Camille de Rosillon in "Die lustige Witwe", Oper Frankfurt 2018
  • Belmonte in "Die Entführung aus dem Serail", Sächsische Staatsoper Dresden 2017
  • Don Ottavio in "Don Giovanni", Theater an der Wien 2016

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • Neujahrskonzert: Antonín Dvořák und Bedřich Smetana

Thomas
Faulkner

Der Bass Thomas Faulkner begann seine Laufbahn im Opernstudio der Oper Frankfurt und gehört seit 2016/17 zum Ensemble. Hier gab er wichtige Rollendebüts, u. a. als Lodovico (Verdis „Otello“), John Claggart („Billy Budd“), Don Diego („L’Africaine“), Zuniga („Carmen“), Alidoro („La Cenerentola“) und Elmiro (Rossinis „Otello“). Daneben nahm der gebürtige Brite bereits zahlreiche Gastengagements wahr, u. a. am Théâtre des Champs-Élysée in Paris als Masetto („Don Giovanni“), den er jüngst an der Garsington Opera sang, und bei den Tiroler Festspielen in Erl als Wassermann („Rusalka“). Aufgrund der Corona-Krise konnte er sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden in London in Strauss’ „Elektra“ nicht geben. Thomas Faulkner gastierte u. a. in „Orfeo“ bei den Münchner Opernfestspielen, als Banquo („Macbeth“) bei der Scottish Opera on Tour sowie als Messenius („Cristina, regina di Svezia“) und Dulcamara („L’elisir dʼamore“) beim Wexford Festival. Außerdem konzertierte er mit dem Orchestre de Chambre von Lausanne unter Bertrand de Billy sowie mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Thomas Faulkner studierte an der Universität Cambridge und an der Royal Academy of Music London. Der promovierte Historiker war u. a. Stipendiat des Frankfurter Richard-Wagner-Verbandes.