Familienkonzert

Die Fledermaus im Festspielhaus

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Musikalische Leitung Beomseok Yi


Regie Max Koch

Kammerorchester Version von Beomseok Yi

 

Das Meisterwerk von Johann Strauss , 1874 in Wien uraufgeführt, gilt als die hinreißendste aller Wiener Operetten. Sie zählt zu den wenigen, die sich bis heute im Repertoire der Opernhäuser gehalten haben. Bunt geht es zu: Man schwindelt und verkleidet sich, es kommt zu Verwechslungen und Liebeleien im Walzertakt, Schadenfreude ist mit im Spiel - und an allem ist nur der Champagner schuld.

 

Dr. Falke ist eine der Hauptpersonen, er sinnt auf Rache: Sein Freund Gabriel von Eisenstein machte ihn nach einem feuchtfröhlichen Maskenfests zum Gespött der Leute, indem er ihn in einem Fledermauskostüm seinen Rausch auf einer öffentlichen Parkbank ausschlafen ließ. Nun lockt Falke Eisensteins Gemahlin Rosalinde und das Stubenmädel Adele auf den Ball des mondänen Prinzen Orlofsky, außerdem verhindert er, dass Eisenstein eine siebentägige Arreststrafe antritt und sich stattdessen ebenfalls bei Orlofsky amüsiert. Alle drei tanzen einander auf der Nase herum. Im Finale treffen sich alle im Gefängnis wieder, das Verwechselspiel klärt sich auf. „Glücklich ist, wer vergisst“, lautet einmal mehr die Devise

 

Das Familienkonzert der Tiroler Festspiele Erl präsentiert unter der musikalischen Leitung ihres Kapellmeisters Beomseok Yi passend zum Jahreswechsel, dem klassischen Aufführungstag dieser Operette, eine Auswahl der wunderbaren Kompositionen. Die ganze Geschichte wird familiengerecht vermittelt, und so darf man sich auf 75 schwungvolle Minuten im Walzertakt freuen.

Do 29. Dez
18:00 Uhr → Festspielhaus

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Beomseok Yi

Musikalische Leitung

Max Koch

Regie


Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles, das sich einen Ruf als eines der besten Wagnerorchester weltweit erarbeitet und die Tiroler Festspiele Erl international bekannt gemacht hat. 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele unter der Leitung von Gustav Kuhn, inzwischen spielen Musiker*innen aus 20 Nationen zusammen. Junge Spitzentalente, Musiker*innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist*innen und Dozent*innen kommen so jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und an Ostern im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Zum Repertoire des Klangkörpers gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen. Seit der Sommersaison 2022 ist Erik Nielsen Chefdirigent des Orchesters der Tiroler Festspiele Erl.


Beomseok
Yi

Beomseok Yi arbeitet als Dirigent, Komponist, Arrangeur und Liedbegleiter. Zunächst studierte er in seiner Heimatstadt Seoul Geschichte und Archäologie, bevor er mit dem Dirigierstudium begann, das ihn auch an die Kunstuniversität Graz führte. Hier absolvierte er das Fach Orchesterdirigieren bei Professor Martin Sieghart mit Auszeichnung und studierte Korrepetition bei Professor Günter Fruhmann. Auch arbeitete er dort bereits während seines Studiums als Chor-Korrepetitor bei Professor Johannes Prinz und als Gast-Korrepetitor und Bühnenmusikdirigent am Grazer Opernhaus (2014-2016). 2015 erhielt er ein Begabten-Stipendium der Stadt Graz.

Neben seinem Studium besuchte Beomseok Yi Meisterkurse bei Peter Eötvös, Ulrich Windfuhr und Klaus Arp und dirigierte Orchester wie die Hamburger Symphoniker, das Rumänische Rundfunk Symphonieorchester, das Savaria Symphonieorchester, das Ljubljaner Festival Orchester und das Israel Kammerorchester.

2016 kam er als musikalischer Referent von Gustav Kuhn zu den Tiroler Festspielen Erl, 2017 wurde  er Leiter der Musikabteilung und trägt seither maßgeblich als Dirigent und musikalischer Assistent zum Gelingen der Festspiele bei. Im Rahmen dieser Tätigkeit dirigierte und assistierte er bei verschiedenen Opern, darunter Wolfgang Amadeus Mozarts „Il Re Pastore“, „Die Zauberflöte“, „Zaide (Fragmente)“ Gioachino Rossinis „L‘italiana in Algeri“, „Semiramide“, „Guglielmo Tell“, „Ermione“, Giacomo Puccinis "La Bohème", Vincenzo Bellini „La Sonnambula“, Richard Wagners „Tannhäuser“, „Lohengrin“, „Parsifal“ sowie „Der Ring des Nibelungen“ unter Gustav Kuhn, Lothar Zagrosek, Friedrich Haider und Paolo Carignani. Zur Eröffnung der Sommerfestspiele Erl 2017 dirigierte Beomseok Yi die Uraufführung seiner Komposition "Lux aeterna" mit dem Festspielorchester und Festspielchor. Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war ihm bei den Winterfestspielen 2018/19 beschieden, als das von ihm, gemeinsam mit Stefano Teani, komponierte  Werk „Maximilian“ zum Beginn des Maximilian-Jahres 2019 ebenfalls zur Uraufführung kam. Dieses Auftragswerk der Tiroler Festspiele Erl erweis sich als erfolgreich sowohl beim Publikum als auch bei den Medien.

Darüber hinaus leitete Beomseok Yi das Erler Silvesterkonzert 2018 sowie im Sommer 2019 „Fragmente“ – die besten Stücke aus Mozarts fragmentarischen Opern – und das Abschlusskonzert. Seine Engagements führen ihn inzwischen auch ins Ausland. So dirigierte er im Januar 2020 das Konzert „ Yellow Starts“ zum internationalen Holocaust-Gedenktag an der belarussischen Philharmonie Minsk.


Max
Koch

Max Koch studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie Musiktheaterwissenschaft an der Universität Bayreuth. Im Rahmen dieser Studien besuchte er Workshops und Meisterkurse bei Willy Decker, Alexander Meier-Dörzenbach, Francis Hüsers und Les Ballets C de la B. Hospitanzen und Assistenzen führten ihn unter anderem an die Bayerische Staatsoper in München, die Hamburgische Staatsoper, an das Staatstheater Augsburg, zu den Bregenzer Festspielen, den Tiroler Festspielen Erl sowie zu den Bad Hersfelder Festspielen. Max Koch nahm am Campustriennale-Programm der Ruhrtriennale teil und war Stipendiat des Richard-Wagner-Verband Bayreuth sowie des Mozartfest Würzburg. 

 

Zu seinen Inszenierungen zählen unter anderem DAS HINTERHAUS nach der Monooper Das Tagebuch der Anne Frank im Theaterquartier Hamburg, die Stückentwicklung LIEBESTOD beim 67. Festival junger Künstler Bayreuth, die szenische Umsetzung von Karl Jenkins THE ARMED MAN in der Bayreuther Stadtkirche sowie die Stückentwicklung BIRKENAU 18/10  
am Staatstheater Nürnberg. Im Herbst 2018 inszenierte er mit großem Erfolg die Deutsche Erstaufführung von Moritz Eggerts Kammeroper CALIBAN, welche im Sommer 2019 auch bei den Tiroler Festspielen Erl gezeigt wurde. Als Spielleiter bei den Schlossfestspielen Ettlingen war er von 2019 bis 2020 für die Organisation aller künstlerischen Prozesse und Veranstaltungen zuständig und inszenierte dort außerdem die Musiktheater-Performance DAS GEISTERSCHLOSS – gemeinsam mit Studierenden der Hochschule für Musik Karlsruhe.

 

In der Spielzeit 2020/2021 arbeitete er als freischaffender Regisseur für die renommierte Lautten Compagney BERLIN am Goethe Theater Bad Lauchstädt sowie am Stadttheater Aschaffenburg, als künstlerischer Mitarbeiter für Nico and the Navigators sowie als Lehrbeauftragter an der Universität Bayreuth. Mit seinem Verein Kulturradius e.V. engagiert er sich seit Frühjahr 2021 für die kulturelle Vernetzung und Sichtbarmachung von Künstler:innen im ländlichen Raum. 

 

Seit der Spielzeit 2021/2022 ist Max Koch als Spielleiter an der Bayerischen Staatsoper engagiert und arbeitet dort unter anderem mit Stefan Herheim, Simon Stone und Anna-Sophie Mahler zusammen. Neben dem szenischen Liederabend SCHWANENGESANG inszenierte er in diesem Sommer LA TRAVIATA mit der Jungen Oper Baden-Württemberg am Burghof Lörrach sowie am Schlosstheater Schwetzingen. Max Koch ist Stipendiat der Akademie Musiktheater Heute der Deutschen Bank Stiftung in der Sparte Regie.