Felix Mendelssohn Bartholdy

Ein Sommernachtstraum

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Chor Damenchor der Oper Frankfurt

Dirigent Renato Balsadonna

Chorleitung Tilman Michael

Szenische Einrichtung und Textfassung Carolin Pienkos

Video-Content Sophie Lux

Sprecher Cornelius Obonya

Sopran Karolina Bengtsson

Mezzosopran Karolina Makuła


Der „Hochzeitsmarsch“ aus Mendelssohns Feder zählt zu den „Hits“ der klassischen Musik und ist doch nur ein kurzer Moment seiner Schauspielmusik „Ein Sommernachtstraum“. Der Komponist übersetzt die Atmosphäre von Shakespeares poetisch-komischer Märchenwelt zwischen Nacht und Wald kongenial in Musik. Unter der Leitung von Renato Balsadonna, einem der angesehensten Chordirektoren weltweit, ist dieses musikalische Juwel in einer Inszenierung von Carolin Pienkos mit dem Burgschauspieler Cornelius Obonya, den beiden Sängerinnen Karolina Bengtsson und Karolina Makuła sowie dem Damenchor der Oper Frankfurt zu erleben. 
 

Sa 09. Okt
19:00 Uhr → Festspielhaus

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Damenchor der Oper Frankfurt

Chor

Renato Balsadonna

Dirigent

Tilman Michael

Chorleitung

Carolin Pienkos

Szenische Einrichtung und Textfassung

Sophie Lux

Video-Content

Cornelius Obonya

Sprecher

Karolina Bengtsson

Sopran

Karolina Makuła

Mezzosopran


Orchester der Tiroler Festspiele Erl



Damenchor der Oper Frankfurt


Der Chor der Oper Frankfurt gehört zu den größten Opernchören in Deutschland. Zur Zeit des so genannten Stagione-Systems im Jahr 1993 wurde der Chor vorübergehend verkleinert, im Rahmen der Konsolidierung der Oper Frankfurt und damit der Rückkehr zum Repertoire-System jedoch wieder aufgestockt. Seitdem können die größten Chorpartien der Opernliteratur vom Chor der Oper Frankfurt wieder aus eigenen Kräften bzw. mit Hilfe des Extra-Chores erfolgreich bewältigt werden.

Dem Frankfurter Opernchor, mit Beginn der Saison 2014/2015 unter der Leitung von Tilman Michael, werden herausragende Leistungen bescheinigt, vom Opernpublikum ebenso wie von den Kritikern. Bei der "Opernwelt"-Umfrage 2005 wurde der Frankfurter Opernchor direkt hinter dem Chor der Staatsoper Stuttgart als "Opernchor des Jahres" genannt.

Oft sind Chorpartien regelrechte "Hauptrollen" und für den Chor ebenso schwierig zu interpretieren wie große Solopartien. Man denke nur an die großen russischen Opern wie "Chowanschtschina" von Modest P. Mussorgski oder an die Opern von Giuseppe Verdi.

Vielen Chorsängerinnen und -sängern der Oper Frankfurt werden immer wieder auch Solopartien anvertraut. Das bedeutet, dass die Stimme eines Chorsängers im großen Opernhaus ebenso "tragen" muss wie eine Solostimme und schon deshalb der solistischen Ausbildung bedarf. Sie genießen die gleiche Ausbildung (ein Gesangsstudium) wie Solisten und müssen, wenn nicht ohnehin eine Opernvorstellung auf dem Programm steht, täglich ihre Stimme trainieren. Fast alle Chorsänger arbeiten zusätzlich an ihrer künstlerischen Weiterentwicklung, sei es durch Gesangsunterricht oder durch die genannten solistischen Aufgaben auf der Opernbühne oder im Konzert.

Beeindruckend ist die Internationalität des Opernchors - es finden sich darin Mitglieder aus den USA, Russland, China, Korea, Japan, Chile, der Ukraine, Litauen, der Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Serbien, Albanien und natürlich aus Deutschland. Dieses babylonische Sprachengewirr reduziert sich spätestens bei den Operntexten auf jeweils eine gemeinsame Sprache: Es werden Opern in Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch, Russisch und Tschechisch gesungen. Dabei ist besonders bemerkenswert, dass alle Opern hinsichtlich Melodie und Sprache auswendig gesungen werden müssen.


Renato
Balsadonna

Born in Venice, Balsadonna enjoyed a long working relationship with Sir Antonio Pappano, who appointed him Chorus Director at Théâtre Royal de la Monnaie in 1997. Balsadonna later joined Pappano at the Royal Opera House Covent Garden in London, where he was their celebrated Chorus Director from 2004-2016. He also appeared as gust conductor with Frankfurt Opera, Teatro Verdi in Trieste, BBC Singers, the Accademia Nazionale of Santa Cecilia Chorus and Grant park Festival Chorus in Chicago. Maestro Balsadonna has further participated in numerous recording for EMI, Deutsche Grammophon, Warner Classics, Opera Rara, Chandos.


Tilman
Michael


Tilman Michael ist seit der Spielzeit 2014/15 Chordirektor der Oper Frankfurt. Vorher hatte er diese Position am Nationaltheater Mannheim inne, wo der Chor unter seiner Leitung von der Zeitschrift Opernwelt die Auszeichnung »Opernchor des Jahres« erhielt. Zugleich wurde er als »Dirigent des Jahres« nominiert. Direkt nach dem Studium in Stuttgart und Köln wurde Tilman Michael als zweiter Chordirektor an die Hamburgische Staatsoper engagiert. Seit 2004 ist er zudem als Assistent des Chordirektors bei den Bayreuther Festspielen tätig. Er gastierte an den Opernhäusern von Amsterdam, Moskau und Stuttgart sowie beim Estnischen Philharmonischen Kammerchor und den Rundfunkchören von NDR, WDR und BR. Darüber hinaus konzertierte er mit verschiedenen Vokalensembles in Europa, Asien und Südamerika. Tilman Michael arbeitet zudem als Herausgeber für den Bärenreiter Verlag, ist als Dozent und Juror beim Dirigentenforum (Deutscher Musikrat) tätig und lehrt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.


Carolin
Pienkos


Carolin Pienkos wurde in Osnabrück geboren und studierte Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Kulturwissenschaft in Bremen. Schon während des Studiums sammelte sie viele Theatererfahrungen als Assistentin in Regie und Dramaturgie an verschiedenen Theatern (Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Bremer Theater, Oldenburgisches Staatstheater, bremer shakespeare company) und verarbeitete diese in wissenschaftlichen Studien. Nach dem Studium begann sie als Assistentin am Wiener Burgtheater, wo sie u.a. mit Dimiter Gotscheff, Dieter Giesing, Nicolas Stemann, aber vor allem mit Andrea Breth arbeitete.

Zeitgleich inszenierte sie ab 2002 im Kasino und Vestibül des Burgtheaters diverse Stücke (u.a. "Lantana" (A. Bovell) / "Die Zoogeschichte" (E.Albee)/ "lieber weit weg" (G.Murphy)/ "Sieben Sekunden" (F.Richter)). Für ihre Uraufführung des Stückes "lieber weit weg" im Vestibül des Wiener Burgtheaters wurde sie 2005 für den „Nestroy-Preis“ in der Kategorie „Bester Nachwuchs/Regie“ nominiert. Seither inszenierte sie u.a. in Hamburg, Bremen und vor allem in Wien (u.a. "Romeo und Julia" / "Wie es euch gefällt" (W.Shakespeare)/ "Revanche" (A.Shaffer)/ "Der Vorname" (de la Pattelière/Delaporte)/ "c(r)ash" (R.Henning)). Von 2012 bis 2014 arbeitete sie als Spielleiterin im stadtTheater walfischgasse in Wien. Von September 2016 an lief ihre Inszenierung CORIOLAN von W.Shakespeare im Wiener Akademietheater. Sie ist verheiratet mit dem Schauspieler Cornelius Obonya, mit dem sie einen gemeinsamen Sohn hat.


Sophie
Lux

Sophie Lux studierte an der Universität für angewandte Kunst Wien in der Klasse für Bühnen- und Filmgestaltung bei Univ.-Prof. Mag. art. Bernhard Kleber. Ihre künstlerischen Arbeiten liegen an der Schnittstelle von Film, Video und Theater und führten sie u. a. nach Wien, Berlin, München und Kassel.


Cornelius
Obonya


Cornelius Obonya wurde am 29. März 1969 in Wien, Österreich geboren.
Seine Eltern sind Elisabeth Orth-Obonya und Hanns Obonya (gest. 1978), seine Großeltern mütterlicherseits waren Paula Wessely und Attila Hörbiger, väterlicherseits Marianne und Alois Obonya.

Die Volksschule absolvierte er in Wien, Hietzing und das Gymnasium im Schottenstift, im Kollegium Kalksburg und im BORG III. Nach erreichen der "Mittleren Reife" ging er mit 17 Jahren ans Max-Reinhardt-Seminar um Schauspiel zu studieren, verließ es aber nach einem Jahr und lernte bei dem Kabarettisten Gerhard Bronner. Bronner gehörte zu den wichtigen Begegnungen in seinem Beruf ebenso wie Emmy Werner, die ehemalige Direktorin des Volkstheater Wien und Andrea Breth, mit der er viele Jahre an der Schaubühne Berlin und auch am Burgtheater Wien gearbeitet hat. Sein weiterer Weg führte Ihn zu den Salzburger Festspielen und zu Film und Fernsehen. Cornelius Obonya ist verheiratet mit der Regiesseurin Carolin Pienkos und Vater des gemeinsamen Sohnes Attila.


Karolina
Bengtsson


Karolina wurde 1997 in Schweden geboren und lebt derzeit in Österreich. Sie absolvierte bei Prof. Barbara Bonney und Prof. Wolfgang Holzmair an der Royal Danish Academy of Music in Kopenhagen ihren Master-Abschluss in Gesang. Mitgewirkt hat sie bereits bei Stücken wie First Lady Draft, Titanic, Vestergård, Fiordiligi und Cosi fan Tutte. Als Alter Ego in „Abstract Love“ und als Mathilda in „The Danish Benefit For The Refugees Show“ war sie auch Teil zeitgenössischer Musikdramen. 2018 performte sie zusammen mit dem Violinist Malin Broman und dem Musica Vitae Kammerorchester in der Premiere von „The Death and Juliet“.


Karolina
Makuła


Seit Beginn der Saison 2019/20 ist die polnische Mezzosopranistin Karolina Makuła Stipendiatin des Opernstudios der Oper Frankfurt. Hier debütierte sie als Desdemona in Rossinis Otello und war in Rigoletto, als Enrichetta di Francia (I puritani) und jüngst als Francesca in der Uraufführung von Lucia Ronchettis Inferno im Bockenheimer Depot zu erleben – der zugehörige Opernfilm feierte am 11. Juli in Frankfurt sowie beim Festival die Due Mondi in Spoleto Premiere. In der aktuellen Spielzeit übernimmt sie die Partien Mercédès (Carmen), Gräfin von Ceprano (Rigoletto), Pippo (La gazza ladra), Kate Pinkerton (Madama Butterfly) und Second Witch (Dido and Aeneas). Ihr professionelles Debüt gab sie an der Opera Nova in Bydgoszcz als Cherubino (Le nozze di Figaro). Die Absolventin der Feliks Nowowiejski Musikakademie in Bydgoszcz war ab 2017 Mitglied der Akademia Operowa des Teatr Wielki in Warschau und trat an der polnischen Nationaloper u.a. in Prokofiews Der feurige Engel auf; mit dieser Produktion gastierte sie auch beim Festival in Aix-en-Provence. Zu ihren weiteren Partien zählen Olga (Eugen Onegin), Zweite Dame (Die Zauberflöte) und Fricka (Das Rheingold). Karolina Makuła ist u.a. Preisträgerin des Nationalen Gesangswettbewerbs in Drezdenko, des J. E. J. Reszke Wettbewerbs 2017 in Czestochowa sowie des Gesangs- und Kammermusikwettbewerbs 2017 in Bydgoszcz.