Gaetano Donizetti

L’Elisir d’amore

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Dirigent Sesto Quatrini

Regie Dorothea Kirschbaum

Bühnenbild Alexandre Corazzola

Kostüme Dorothee Joisten

Dramaturgie Stephanie Schulze

Licht Jan Hartmann


Adina Benedetta Torre

Dulcamara Sam Handley

Nemorino Jonathan Abernethy

Belcore Mikołaj Trąbka

Giannetta Barbara Massaro

Elisir d’amore: der Titel ist Programm. Die Liebe und ihr Katalysator, das Elixier, sind die Hauptmotive der Oper:

Nemorino liebt die allseits begehrte Adina, in Gestalt des großspurigen Offiziers Belcore tritt der Rivale auf den Plan. Adina will so recht niemanden, nimmt aber den einen als Köder für den anderen, und fertig ist das Dreiecksspiel. Gewürzt wird es durch das Auftauchen des Quacksalbers Dulcamara, der dem naiven Nemorino Wein als den „Liebestrank der Königin Isolde“ verkauft … Diese Konstellationen bieten genügend Gelegenheiten für komische Szenen, die Musik verrät noch mehr. Einzelne Takte und ganze Passagen hebeln die Komik aus und verleihen nicht nur den Hauptfiguren mehr seelische Tiefe. Sie erlauben es auch, sich ganz ernsthaft mit den verschiedenen Ideen von Liebe in dieser Oper auseinanderzusetzen und danach zu fragen, ob es „die Liebe“ überhaupt gibt, oder nur unsere Sehnsucht danach.

Beginn: 18:00 Uhr
Pause: 19:10 Uhr
Ende: ca. 20:35 Uhr

Do 02. Jan
18:00 Uhr → Festspielhaus
Sa 04. Jan
18:00 Uhr → Festspielhaus
Mo 06. Jan
18:00 Uhr → Festspielhaus

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Sesto Quatrini

Dirigent

Dorothea Kirschbaum

Regie

Alexandre Corazzola

Bühnenbild

Dorothee Joisten

Kostüme

Benedetta Torre

Adina

Sam Handley

Dulcamara

Jonathan Abernethy

Nemorino

Mikołaj Trąbka

Belcore

Barbara Massaro

Giannetta

Stephanie Schulze

Dramaturgie

Jan Hartmann

Licht


Orchester der Tiroler Festspiele Erl


Sesto
Quatrini

Hält Sesto Quatrini den Taktstock in der Hand, schwingen sich Orchester zu musikalischen Höhenflügen auf. Derzeit ist der italienische Dirigent und Komponist der künstlerische Direktor der Staatsoper in Vilnius (Litauen). In der Vergangenheit tat er sich als Gründer zweier Opernkompanien hervor: Er rief "Les Voix Concertantes" in Paris und die "Bare Opera" in New York City ins Leben. Sesto Quatrini arbeitete mit allen bedeutenden Orchestern seiner italienischen Heimat zusammen - mit dem Orchestra Sinfonica Abruzzese, dem Orchestra Verdi of Milan, dem Orchestra Filarmonica Centro d'Italia, sowie dem Orchestra Internationale d'Italia. Internationale Erfahrung sammelte er an der Metropolitan Opera in New York City und bei seinen Arbeiten mit dem dänischen und litauischen NSO, der National Philharmonic of Russia, der Symphonique de Saint-Étienne Loire und vielen anderen. Sesto Quatrini absolvierte drei Master-Studiengänge in Dirigieren, Komponieren und Trompete.


Dirigate:

  • "La gazza ladra", Teatro Nacional de São Carlos Lisboa 2019
  • "Tosca", Fondazione Teatri die Piacenza 2019
  • "La traviata", La Fenice Venezia 2019
  • "La bohème", Lithuanian National Opera and Ballet 2018
  • "Le nozze di Figaro", Fondazione Arena die Verona 2018

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • Gaetano Donizetti & Felice Romani: "L'Elisir d'amore"

Dorothea
Kirschbaum

Dorothea Kirschbaum inszenierte an der Oper Frankfurt Schönbergs Pierrot lunaire im Bockenheimer Depot und übernahm kurzfristig die Regie der aktuellen Produktion von Eugen Onegin. Seit 2013 als Regieassistentin an der Oper Frankfurt engagiert, realisierte sie mehrere Kinderopern und zeichnete außerdem verantwortlich für die Dialog- und die szenische Fassung von Der Graf von Luxemburg und Die Csárdásfürstin. Von 2010 bis 2013 war sie Regieassistentin am Landestheater Schleswig-Holstein. Erste Theatererfahrungen sammelte Dorothea Kirschbaum noch während des Studiums der Musik- und Literaturwissenschaft in Berlin, u.a. bei Sebastian Baumgarten. Engagements als Regieassistentin für Schauspiel und Musiktheater führten sie zunächst an das Theater Bonn und an die Komische Oper Berlin, als Assistentin von Keith Warner arbeitete sie u.a. am Königlichen Opernhaus Kopenhagen und an der Opéra National du Rhin in Straßburg. 2004 erhielt Dorothea Kirschbaum das Stipendium des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau für Regie und Dramaturgie, 2008 war sie Finalistin des Regiewettbewerbs ringaward in Graz. Sie ist zudem Mitbegründerin der Musiktheaterwoche klang!Festival in Bielefeld.


Alexandre
Corazzola

Alexandre Corazzola arbeitet als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner, sowohl für Opern- als auch für Sprechtheater-Inszenierungen. Oft kollaboriert er mit den Regisseuren Jan Friedrich, Markus Bothe, Kristo Sagor und Hendrik Müller. Die Arbeit führte ihn an das Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Düsseldorf, Staatsschauspiel Dresden, Nationaltheater Mannheim, Nationaltheater Weimar, Schauspielhaus Graz, die Staatsoper und das Staatsschauspiel Hannover, das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, die Opéra National du Rhin und das Théatre Athenée Paris. Zuvor assistierte er an der Schaubühne Berlin, dem Tanztheater Wuppertal, den Salzburger Festspielen, der Wiener Staatsoper und dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Er kehrte erst 2005 nach Europa zurück, nachdem er die New York University Tisch School of Arts mit einem Master of Fine Arts abschloss. Der Sohn eines Italieners und einer Deutschen war bereits mit 17 Jahren in die Vereinigten Staaten ausgewandert.


Bühnen- und/oder Kostümbilder:

  • "Der Freischütz", Theater Regensburg 2019
  • "Frühlings Erwachen", Schauburg München 2018
  • "Fidelio", Stadttheater Osnabrück 2018
  • "Faust", Nationaltheater Mannheim 2016
  • "Von Mäusen und Menschen", Schauspielhaus Hamburg 2009

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • Gaetano Donizetti & Felice Romani: "L'elisir d'amore"

Dorothee
Joisten

Die Kostümbildnerin Dorothee Joisten ist freischaffend für Oper und Schauspiel tätig. Sie arbeitet regelmäßig mit den RegisseurInnen Gustav Rueb, Jan Philipp Gloger, Jan-Christoph Gockel, Ute M. Engelhardt, Christiane Lutz, Claus Guth zusammen. Es sind Produktionen entstanden an der Oper Frankfurt, dem Schauspiel Frankfurt, Konzerttheater Bern, Staatstheater Mainz, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Salzburger Landestheater, Schauspiel Essen, Theater Aachen, Saarländisches Staatstheater, Staatstheater Darmstadt.

Zuvor war sie als Kostümassistentin an der Oper Frankfurt und dem Schauspiel Frankfurt fest engagiert. Während ihres Studiums assistierte sie an den Münchner Kammerspielen und arbeitete unter anderem mit Luk Perceval, Lars-Ole Walburg und Anna Viebrock. Ihr Studium der Theaterwissenschaft, Psychologie und Philosophie an der LMU München, sowie in Venedig und Sheffield, schloss sie mit dem Magister ab.


Kostümbilder:

  • "Così fan tutte", Theater Aachen 2019

  • "Die Besessenen", Staatstheater Nürnberg 2019

  • "Othello“, Staatstheater Darmstadt

  • "Ljod - Das Eis", Staatstheater Mainz 2019

  • „Lullaby Experience“, Ensemble Modern Frankfurt 2019

  • "Ein großer Aufbruch", Theater Essen 2018

  • "Manon", Salzburger Landestheater 2018

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • Gaetano Donizetti & Felice Romani: "L'elisir d'amore"

Benedetta
Torre

Die italienische Sopranistin Benedetta Torre überzeugt mit ihrer warmen, wohl phrasierten Stimme. Ihre jüngsten Engagements führen Sie an das Teatro Petruzzelli, das Teatro dell'Opera in Rom und zum Glyndebourne Festival, wo sie ihr Debüt als Adina in "L'elisir d'amore" gibt. Vergangene Engagements führten die junge Stimmkünstlerin zum Festival della Valle d'Itria, an die Opera die Genova, das Teatro del Giglio und die Fondazione Teatri di Piacenza. Ihre Auftritte bei den Salzburger Festspielen fanden große Zustimmung bei Presse und Publikum. Sie gewann den Jugendpreis beim 5. Internationalen Francesco Paolo Tosti Wettbewerb für SängerInnen und gab Konzerte in Tokio und Osaka. Sie trat beim 6. Internationalen Gesangswettbewerb von Renata Tebaldi auf und gewann den zweiten Preis. Benedetta Torre wurde 1994 in Genf geboren und nahm ihr Gesangsstudium schon mit dreizehn Jahren auf.


Rollen:

  • Carolina in "Il matrimonio segreto", Festival della Valle d'Itria 2019
  • Susanna in "Le nozze di Figaro", Teatro dell'Opera die Roma 2018
  • Oberpriesterin in "Aida", Salzburger Festspiele 2017
  • Adina in "L'elisir d'amore", Opera die Genova 2017
  • Mimì in "La bohème", Teatro del Giglio Lucca 2016

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • Gaetano Donizetti & Felice Romani: "L'elisir d'amore"

Sam
Handley

Der amerikanische Bassbariton Sam Handley wird für seine Stimmgewalt und die emotionale Tiefe seiner Performance gelobt. Er brilliert nicht nur in etablierten Opern, sondern auch in zeitgenössischen Werken. Eine intensive Arbeitsbeziehung verbindet ihn mit der Lyric Opera in Chicago. Vor Kurzem debütierte er in Asien am National Centre for the Performing Arts in Beijing. Gastauftritte führten den Opernsänger auf Bühnen in ganz Amerika. Er arbeitete mit der San Francisco Opera, der Dallas Opera, der Lexington Symphony, der Symphony New Hampshire und der Atlanta Opera. Konzerte gab er mit dem Cleveland Orchestra, in den Severance und Carnegie Halls, beim Houston Symphony Orchestra und beim Chicago Symphony Orchestra. Sam Handley gibt sein Wissen gerne an junge KünstlerInnen weiter und lehrt derzeit an den Universitäten North Park und DePaul in Chicago. Mit seiner Familie lebt er ebendort.


Rollen:

  • Konrad Nachtigall in "Die Meistersinger von Nürnberg", National Centre for the Performing Arts Beijing 2018
  • Diverse in "Fellow Travelers", Lyric Opera of Chicago 2018

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • Gaetano Donizetti & Felice Romani: "L'elisir d'amore"

Jonathan
Abernethy

Der mehrfach ausgezeichnete Tenor Jonathan Abernethy sang sowohl im Internationalen Opernstudio Zürich als auch an der Oper Frankfurt. Hier wird sich der Neuseeländer als Don Ottavio (Don Giovanni), Ein Sänger (Der Rosenkavalier), 4. Jude (Salome), Sali (Romeo und Julia auf dem Dorfe) sowie in Martinůs Julietta und den drei Einaktern von Křenek vorstellen. Bei den Tiroler Festpielen in Erl debütiert er als Nemorino (L’elisir d’amore). Ebenso zählt ein Konzert mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Thomas Hengelbrock zu seinen Plänen. Am Théâtre des Champs-Élysées gab er als Brighella (Ariadne auf Naxos) sein Paris-Debüt. In dieser Partie sowie als Diarte (Erismena) und mit einem Liederabend war er 2018 beim Festival d’Aix-en-Provence zu Gast. Zuvor führten ihn Auftritte u.a. als Mozarts Tamino und Don Ottavio, als Fenton (Falstaff) und Nadir (Les pêcheurs des perles) an die Opera Australia, an deren Young Artist Program er teilnahm, sowie darüber hinaus an die West Australian Opera und die New Zealand Opera. Auch als Konzertsänger ist Jonathan Abernethy gefragt und folgte Einladungen des Insula Orchestra, des Tasmanian Symphony Orchestra und des Royal Melbourne Philharmonic Orchestra. 


Mikołaj
Trąbka

Der Gewinner des Stella Maris Gesangswettbewerb 2018 und des Grand Prix der Oper Bukarest 2015 und sang die Partien Filippo (La gazzetta), Háraschta (Das schlaue Füchslein) sowie Hausknecht (Lady Macbeth von Mzensk)an der Oper Frankfurt. Bei den Tiroler Festpielen in Erl gibt er sein Rollendebüt als Belcore (L’elisir d’amore). Als Ensemblemitglied der Oper Frankfurt hat Mikołaj Trąbka bereits als Andrei (Tri sestry), Harlekin (Ariadne auf Naxos) sowie in Daphne, Wozzeck und Saytricon auf sich aufmerksam gemacht. Zuvor absolvierte der junge Bariton hier das Opernstudio und überzeugte u.a. als Graf von Ceprano / Marullo (Rigoletto), Nicholas (Vanessa) und Donald (Billy Budd). Der gebürtige Pole gehörte zuvor der Opernakademie des Teatr Wielki / Opera Narodowa in Warschau an, wo er als Papageno (Die Zauberflöte), den er auch in Südkorea sang, sowie in Jan Stefanis Cud albo Krakowiaki i Górale zu erleben war. Weitere Engagements waren Pappacoda (Eine Nacht in Venedig), Figaro (Il barbiere di Siviglia) und die Uraufführung von Włodzimierz Korcz’ Łódź Story am Teatr Wielki in Łódź, letztere auch in Bydgoszcz. Darüber hinaus gab Mikołaj Trąbka Konzerte in Warschau, Lublin, Danzig (Festival Kilar+) und Bukarest. Sein Studium absolvierte Mikołaj Trąbka in Krakau und Łódź.


Barbara
Massaro

Die Sopranistin Barbara Massaro ist eine wahre Meisterin des sanften Belcanto, die bislang vor allem auf den großen Bühnen ihrer italienischen Heimat zu hören war: Zu ihren jüngsten Engagements zählen Rollen am Teatro Lirico di Cagliari, dem Teatro Coccia in Novara und dem Teatro dell'opera Giocosa in Savone. Sie spielt wiederkehrend für den "Circuito Lirico Lombardo" - einem Verbund von Theatern der Lombardei, der aufwändige Opernproduktionen ermöglichen soll. Im Jahr 2018 übernahm sie die Rolle der Frasquita in "Carmen" in der Arena di Verona. 2016 wurde sie in die Belcanto-Akademie "Rodolfo Celletti" aufgenommen und für das Festival Valle d'Itria ausgewählt. Die gebürtige Mailänderin studierte Bratsche bei Pietro Mianiti und Gesang bei Silvana Manga am Konservatorium Guiseppe Verdi in Mailand und vertrat das Konservatorium bei der 11. Ausgabe des National Arts Awards.


Rollen:

  • Jemmy in "Guglielmo Tell", Teatro Sociale die Como 2019
  • Frasquita in "Carmen", Fondazione Arena die Verona 2018
  • Aurelia in "Le donne vendicate", Festival della Valle d'Itria 2017
  • La Principessa in "La bella addormentata nel bosco", Teatro Lirico di Cagliari 2017
  • Despina in "Così fan tutte" Teatro Sociale di Como 2016

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • Gaetano Donizetti & Felice Romani: "L'elisir d'amore"

Stephanie
Schulze

Die gebürtige Görlitzerin studierte Theaterwissenschaft sowie Neuere deutsche Literatur in Berlin und Rom. Parallel zu ihrem Studium arbeitete sie seit 2009 als freie Mitarbeiterin in der Dramaturgie der Komischen Oper Berlin, wo sie in der Spielzeit 2011/12 für die Carmen-Inszenierung von Sebastian Baumgarten als Assistentin engagiert war. Zuvor war sie u.a. Regieassistentin für Norma am Opernhaus in Amsterdam und hospitierte an der Oper Leipzig. Seit der Spielzeit 2015/16 ist Stephanie Schulze Dramaturgieassistentin an der Oper Frankfurt.


Jan
Hartmann

Jan Hartmann arbeitet seit 1999 an der Oper Frankfurt, seit 2010 als Beleuchtungsmeister. In der aktuellen Spielzeit wird er für Pénélope und La gazzetta (Bockenheimer Depot) das Licht entwerfen und bei den Tiroler Festspielen in Erl gastieren. Auch in den Produktion Das schlaue Füchslein und Rigoletto ist er für das Licht verantwortlich. Seine erste Arbeit als Lichtdesigner für die Oper Frankfurt war Neunzehnhundert; es folgten u.a. Rappresentazione di anima e di corpo, Orpheus, Der goldene Drache, An unserem Fluss, Julietta, Le cantatrici villane, L’Africaine, Dalibor und The Medium/Satyricon. Zudem gestaltete Jan Hartmann das Licht für verschiedene Opern-, Theater- und Filmprojekte, u.a. für das Balthasar-Neumann-Ensemble Festa Teatrale Carneval in Hongkong, für die Choreografin Deborah Hay As Holy Sites Go sowie für Verdis Falstaff am Nationaltheater Mannheim. Seit 2013 ist er als Dozent für Lichtgestaltung an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main tätig.