Carl Millöcker

Silvester-konzert

Operettenmelodien seiner beliebtesten Werke

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musikalische Leitung Giuliano Carella

Sopran Anna Gabler

Sopran Monika Buczkowska

Bariton Danylo Matviienko

Bass Thomas Faulkner


Der letzte Abend des Jahres wird standesgemäß eingeläutet: „Klinget, Feierglocken, klinget!“ so heißt es in einer wunderbaren Melodie aus Carl Millöckers Operette „Der Bettelstudent“ Damit schuf er 1882 ein Meisterwerk, das einen weltweiten Siegeszug antrat und sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut. Der Vater hatte für Carl eine Lehre zum Goldschmied geplant, was dem jungen Carl nicht behagte. So studierte er bereits in jungen Jahren Flöte und Musiktheorie am Konservatorium Wien, brachte sich das Klavierspielen selbst bei und studierte Komponieren bei Franz von Suppé, der den begabten Millöcker stets förderte. Zusammen mit Suppé und Johann Strauß prägte Millöcker als Jüngster dieses Trios das Goldene Zeitalter der Wiener Operette. Die Wiener Zeitung bezeichnet ihn 1899 als „klugen, erfahrenen Verwalter eines großen Talents“.  Seine Musik zeichnet sich durch Leichtigkeit, Melodienreichtum und einen Hang zum Volkstümlichen aus, seine Stärke sind zugkräftige Einzelnummern. Für ein Silvesterkonzert ist eine Auswahl aus den Werken Millöckers eine perfekte Wahl!

Sa 31. Dez
18:00 Uhr → Festspielhaus

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Giuliano Carella

Musikalische Leitung

Anna Gabler

Sopran

Monika Buczkowska

Sopran

Danylo Matviienko

Bariton

Thomas Faulkner

Bass


Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles, das sich einen Ruf als eines der besten Wagnerorchester weltweit erarbeitet und die Tiroler Festspiele Erl international bekannt gemacht hat. 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele unter der Leitung von Gustav Kuhn, inzwischen spielen Musiker*innen aus 20 Nationen zusammen. Junge Spitzentalente, Musiker*innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist*innen und Dozent*innen kommen so jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und an Ostern im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Zum Repertoire des Klangkörpers gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen. Seit der Sommersaison 2022 ist Erik Nielsen Chefdirigent des Orchesters der Tiroler Festspiele Erl.


Giuliano
Carella

Der in Mailand geborene Giuliano Carella arbeitet an den bedeutendsten Opernhäusern weltweit. In Frankfurt dirigierte er bereits "Stiffelio", "I vespri siciliani", "Anna Bolena" (konzertant) und Vorstellungen von "La traviata". Regelmäßig ist er an der Staatsoper Stuttgart zu Gast, wo er jüngst "Tosca" dirigierte, sowie an den Staatsopern in Wien, München und Berlin, der Opéra du Capitole de Toulouse, der De Nationale Opera Amsterdam sowie am Teatro Comunale Bologna, beim Rossini-Opern-Festival Pesaro und beim Puccini Festival Torre del Lago. Sein Repertoire reicht von Giovanni Paisiello bis Lorenzo Ferrero und umfasst neben den wichtigsten auch zahlreiche weniger bekannte Werke der italienischen Oper. Er leitet seit 2019 das Kammerorchester »I Solisti Veneti« und war von 1998 bis 2003 Generalmusikdirektor der Arena di Verona sowie in gleicher Position bis 2017 an der Opéra de Toulon tätig. Seine Einspielungen des Belcanto-Repertoires wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Giuliano Carella studierte Komposition am Cesare-Pollini-Konservatorium in Padua, Dirigieren am Konservatorium »Giuseppe Verdi« in Mailand und bei Franco Ferrara an der Accademia Chigiana di Siena, wo er mit einem Ehrenabschluss ausgezeichnet wurde.


Anna
Gabler

Anna Gabler studierte an der Musikhochschule München und war Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Es folgten Festengagements an die Deutsche Oper am Rhein und an das Staatstheater Nürnberg und in der Spielzeit 2017/18 ein Residenzvertrag an der Wiener Staatsoper. Zudem gastierte sie u. a. an der Staatsoper Hamburg, der Semperoper Dresden und an den Opernhäusern in Brüssel, Paris und Tokio sowie bei den Festspielen von Glyndebourne, Bayreuth und Salzburg. Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Agathe (Der Freischütz), Senta (Der fliegende Holländer), Elsa von Brabant (Lohengrin), Eva (Die Meistersinger von Nürnberg), Rosalinde (Die Fledermaus) und die Titelpartien in Arabella und Salome.


Monika
Buczkowska

Die in Polen geborene Sopranistin Monika Buczkowska gab 2019/20 in Faurés „Pénélope“ (Lydie) ihr Deutschland-Debüt an der Oper Frankfurt, wo sie seit der Spielzeit 2020/21 das Ensemble verstärkt und zunächst in Pergolesis „Stabat mater“ in Erscheinung trat. Zuvor war sie Stipendiatin im Young Talents Development Programme (Opera Academy) des Teatr Wielki in Warschau, wo sie mit Eytan Pessen, Matthias Rexroth und Izabela Kłosińska arbeitete. Jüngst war sie dort erneut als Papagena in Barrie Koskys Produktion der „Zauberflöte“ zu erleben. Als Donna Anna („Don Giovanni“) debütierte sie beim Music Festival in Nieborów und sang am Teatr Wielki Warschau Zerlina („Don Giovanni“) sowie Susanna („Le nozze di Figaro“). Monika Buczkowska trat an der Baltic Opera in Gdańsk als Eurydike („Orpheus in der Unterwelt“) sowie am Musiktheater in Lüben als Pamina („Die Zauberflöte“) auf. Unter der musikalischen Leitung von Kazushi Ōno sang sie in Prokofjews „Der feurige Engel“ am Teatr Wielki (Koproduktion mit dem Festival d’Aix-en-Provence). Darüber hinaus arbeitete sie im Konzert- und Oratorienbereich mit verschiedenen Orchestern zusammen. Unter anderem führten sie Aufführungen des „Credo“ von Krzysztof Penderecki nach Nagoya (Japan). Die Absolventin der Ignacy-Jan-Paderewski-Musikakademie in Posen wurde u.a. mit dem Ersten Preis beim Polish Vocal Festival Maria Stankowa in Olsztyn sowie mit dem Marta Eggerth und Jan Kiepura Preis der 10th International Stanisław Moniuszko Vocal Competition ausgezeichnet.


Danylo
Matviienko

Danylo Matviienko ist seit der Spielzeit 2019/20 Mitglied des Frankfurter Opernstudios. Im Rahmen der Soiree »Warschau – Frankfurt – Transit« trat das ehemalige Mitglied der Opernakademie des Teatr Wielki Warschau bereits 2017 an der Oper Frankfurt auf. In dieser Spielzeit war der Bariton bereits in Křeneks „Schwergewicht“ zu sehen und verkörperte Partien in Faurés „Pénélope“ und „Don Carlo“. Neben seinem Debüt Zweiter Nazarener / Cappadozier in „Salome“ wirkte er in Rossinis „La gazzetta“ mit. Sein Debüt als Masetto („Don Giovanni“) musste bedingt durch die Corona-Krise entfallen. Der gebürtige Ukrainer absolvierte ebenfalls die Opernstudios der Nationalen Musikakademie in Kiew und der Opéra national de Paris, wo er zuletzt in Boesmans „Reigen“ und der „Kurt Weill Story“ sowie als Dr. Falke („Die Fledermaus“) und Jäger („Rusalka“) auftrat. Mit Partien wie Graf Danilo („Die lustige Witwe“), Tschaikowskis Eugen Onegin, Figaro („Il barbiere di Siviglia“), Rossinis Macrobio („Pietra del paragone“) und Germano („La scala di seta“) oder Donizettis Gasparo („Rita et Germano“) war der Bariton u.a. an der Nationalen Musikakademie sowie am Nationalen Operettentheater in Kiew und an der Donbass Opera in Donezk zu erleben. Neben seiner musikalischen Ausbildung in Donezk schloss Danylo Matviienko ein Mathematikstudium an der dortigen Universität ab.


Thomas
Faulkner

Der Bass Thomas Faulkner begann seine Laufbahn im Opernstudio der Oper Frankfurt und gehört seit 2016/17 zum Ensemble. Hier gab er wichtige Rollendebüts, u. a. als Lodovico (Verdis „Otello“), John Claggart („Billy Budd“), Don Diego („L’Africaine“), Zuniga („Carmen“), Alidoro („La Cenerentola“) und Elmiro (Rossinis „Otello“). Daneben nahm der gebürtige Brite bereits zahlreiche Gastengagements wahr, u. a. am Théâtre des Champs-Élysée in Paris als Masetto („Don Giovanni“), den er jüngst an der Garsington Opera sang, und bei den Tiroler Festspielen in Erl als Wassermann („Rusalka“). Aufgrund der Corona-Krise konnte er sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden in London in Strauss’ „Elektra“ nicht geben. Thomas Faulkner gastierte u. a. in „Orfeo“ bei den Münchner Opernfestspielen, als Banquo („Macbeth“) bei der Scottish Opera on Tour sowie als Messenius („Cristina, regina di Svezia“) und Dulcamara („L’elisir dʼamore“) beim Wexford Festival. Außerdem konzertierte er mit dem Orchestre de Chambre von Lausanne unter Bertrand de Billy sowie mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Thomas Faulkner studierte an der Universität Cambridge und an der Royal Academy of Music London. Der promovierte Historiker war u. a. Stipendiat des Frankfurter Richard-Wagner-Verbandes.