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Vincenzo Bellini: LA SONNAMBULA (konzertant)

Conductor: Giacomo Sagripanti

Amina: Jessica Pratt
Elvino: Francesco Demuro
Lisa: Sarah Dufresne
Rodolfo: Adolfo Corrado
Alessio: Pawel Horodyski
Teresa: Valentina Pernozzoli

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Four years before Gaetano Donizetti's Lucia di Lammermoor came Vincenzo Bellini's La sonnambula to the stage. The formula for success is the same: great love, jealousy and beautiful music. However, this is a semi-serious subject matter. Even though the situation seems hopelessly complicated at the end (the title heroine gets caught during nocturnal escapades), madness and death as the end of the plot are therefore out of the question. For in truth everything is quite harmless, and the lovers are united on earth and not only in heaven.

Team

Giacomo Sagripanti Conductor

Giacomo Sagripanti, geboren 1982, studierte in Pesaro und Bologna. Er gilt als einer der interessantesten Dirigenten seiner Generation. Als Gewinner der International Opera Awards 2016 (Bester junger Dirigent) debütierte er im selben Jahr an der Opéra national de Paris. Es folgten Debüts an der Bayerischen Staatsoper in München, der Wiener Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden in London, am Teatro Real in Madrid und an der Metropolitan Opera in New York. Zudem gastierte er an renommierten Opernhäusern wie der Semperoper Dresden, dem Gran Teatro La Fenice in Venedig, dem Opernhaus Zürich, dem Bolschoi-Theater in Moskau, dem Teatro de la Maestranza in Sevilla, der Oper Frankfurt, der Deutschen Oper Berlin, der Hamburgischen Staatsoper, dem Théâtre des Champs-Elysées in Paris und dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Daneben widmet er sich dem symphonischen Repertoire, u. a. mit dem Orchestre de chambre de Paris, dem Seattle Symphony und dem Orchestra RAI.

Jessica Pratt Amina

Jessica Pratt gilt als eine der führenden Interpretinnen des Belcanto-Repertoires. Aufgewachsen in Australien, studierte sie Gesang in ihrem Heimatland sowie in Rom. Seit ihrem Europa-Debüt 2007 in der Titelpartie von Lucia di Lammermoor gastiert die gefragte Sopranistin weltweit an Opernhäusern und bei Festivals wie der Arena di Verona, dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona, der Opera Australia, dem Royal Opera House Covent Garden in London, der Hamburgischen Staatsoper, dem Teatro Real in Madrid, dem Teatro di San Carlo in Neapel, dem Teatro alla Scala in Mailand, der Metropolitan Opera in New York und dem Théâtre des Champs-Elysées. Sie arbeitete mit erstrangigen Dirigenten wie Daniele Gatti, Gustavo Dudamel, Kent Nagano, Marc Minkowski, Colin Davis und Zubin Mehta zusammen. Besonders häufig war sie als Lucia, als Amina (La sonnambula) und als Elvira (I puritani) zu erleben; in letztgenannter Partie wurde sie vorigen Winter als Einspringerin in Erl bejubelt.

Francesco Demuro Elvino

Der Tenor Francesco Demuro wurde 1978 in Sardinien geboren. Er studierte Gesang an den Konservatorien von Sassari und Cagliari. Seit seinem Debüt 2007 in Parma wurde er an die bedeutendsten Opernhäuser verpflichtet, u. a. das Royal Opera House Covent Garden in London, die Metropolitan Opera in New York, das Gran Teatro La Fenice in Venedig, das Teatro alla Scala in Mailand, das Teatro di San Carlo in Neapel, das Teatro Real in Madrid, das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, die Opéra national de Paris, die Wiener Staatsoper, die Oper Frankfurt, die Bayerische Staatsoper in München, die Hamburgische Staatsoper, die Semperoper Dresden sowie die Deutsche Oper und die Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Zu seinem breiten Repertoire zählen u. a. die Partien Alfredo Germont (La traviata), Rodolfo (La Bohème), Edgardo (Lucia di Lammermoor), Arturo (I puritani), Fenton (Falstaff), Ernesto (Don Pasquale), Il Duca di Mantova (Rigoletto) und Roméo (Roméo et Juliette).

Sarah Dufresne Lisa

Die Sopranistin Sarah Dufresne stammt aus Kanada. Sie studierte an der Wilfrid Laurier University in Ontario und der McGill University in Montreal. Von 2020 bis 2022 war sie Mitglied des Opernstudios der Opéra de Montréal, ehe sie von 2022 bis 2024 das Jette Parker Artists Programme am Royal Opera House Covent Garden in London absolvierte. 2022 gewann sie den Zweiten Preis beim Concours musical international de Montréal in der Kategorie Arie. In der Saison 2024/25 gab sie ihr Debüt bei den BBC Proms und beim Edinburgh International Festival als Suor Genovieffa (Suor Angelica). Sie trat als Ophélie (Hamlet) an der Opéra de Montréal auf, als Barbarina (Le nozze di Figaro) und Semele (Die Liebe der Danae) an der Bayerischen Staatsoper in München und als Gilda (Rigoletto) an der Pacific Opera Victoria. Zu ihren aktuellen Engagements zählen die Partie Waldvogel (Siegfried) am Royal Opera House sowie ihr Debüt am Teatro alla Scala in Mailand als Frasquita (Carmen).

Adolfo Corrado Rodolfo

Der italienische Bass Adolfo Corrado wurde 1994 in Scorrano (Lecce) geboren. Nach einer Schauspielausbildung absolvierte er ein Gesangsstudium am Conservatorio Tito Schipa in Lecce und setzte seine Ausbildung als Mitglied der Accademia del Teatro del Maggio Musicale Fiorentino fort. 2023 gewann er den Hauptpreis beim Wettbewerb BBC Cardiff Singer of the World. Engagements führten ihn u. a. an die Arena di Verona, das Gran Teatro La Fenice in Venedig, das Teatro Regio di Torino, zu den Salzburger Festspielen, an den Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia, das Teatro alla Scala in Mailand, das Teatro Comunale in Bologna, das Donizetti Opera Festival in Bergamo, das Teatro di San Carlo in Neapel, die Opéra national du Capitole in Toulouse, die Opéra Royal de Wallonie in Lüttich und das Teatro di Pisa. Dabei stand er u. a. als Doktor Grenvil (La traviata), Angelotti (Tosca), Don Basilio (Il barbiere di Siviglia) und Leporello (Don Giovanni) auf der Bühne.

Pawel Horodyski Alessio

Paweł Horodyski stammt aus Polen und absolvierte seine Gesangsausbildung an der Karol-Lipinski-Musikakademie in Breslau. 2019 trat er in die Akademie des Teatr Wielki in Warschau ein, und 2021 wurde er in die Junge Oper der Oper Breslau aufgenommen. 2022 debütierte der Bass an der Polnischen Nationaloper in Warschau als Zbigniew in Stanisław Moniuszkos Gespensterschloss. Seit der Spielzeit 2023/24 ist er Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, wo er seither u.a. als Yakusidé („Madama Butterfly“) und Hirt („Pelléas et Mélisande“) auf der Bühne stand. Seine Rollen in der aktuellen Saison umfassen Partien wie Gefängniswärter („Tosca“), Erscheinung („Macbeth“), Sergente („Manon Lescaut“) und Mönch (Toshio Hosokawas „Matsukaze“). 2023 war Pawel Horodyski Teilnehmer des Young Singers Project der Salzburger Festspiele, wo er in Ravels „Das Kind und die Zauberdinge“ sowie in einem Konzert mit dem Mozarteumorchester Salzburg mitwirkte.

Auf der Konzertbühne war der Bass u.a. mit Bachs h-Moll-Messe mit dem Bayerischen Staatsorchester unter der Leitung von Vladimir Jurowski im Münchner Dom zu hören sowie in Breslau mit Mozarts Requiem, Bachs Weihnachtsoratorium, Bachs Johannespassion und Bachs Lutherischen Messen.

Valentina Pernozzoli Teresa

Valentina Pernozzoli wurde 1996 in Neapel geboren und absolvierte dort ihr Studium am Conservatorio di Musica San Pietro a Majella. Seit 2022 setzt die Mezzosopranistin ihre Ausbildung bei Donata D’Annunzio Lombardi fort. Im selben Jahr besuchte sie die Accademia Pucciniana in Torre del Lago. 2024 nahm sie an der Mascagni Academy am Teatro Goldoni in Livorno teil und debütierte als Gewinnerin des Wettbewerbs Cuore d’Oro der Fondazione Luciano Pavarotti  als Santuzza (Cavalleria rusticana) und Zita (Gianni Schicchi) beim Festival Internazionale di Mezza Estate in Tagliacozzo. Zudem gab sie als Erste Preisträgerin des Wettbewerbs Cantiere all’Opera in Padua ihr Debüt als Suzuki (Madama Butterfly) am Nationaltheater für Oper und Ballett von Albanien. Zu ihren weiteren Engagements zählen Zita am Teatro Politeama Greco Lecce sowie am Teatro del Maggio Musicale Fiorentino und Mistress Quickly (Falstaff) am Teatro Goldoni in Livorno sowie beim Glyndebourne Festival.

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor steht dem Festspiel-Orchester als ebenbürtiger musikalischen Partner zur Seite. Der Fokus liegt dabei auf einer sorgfältigen Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden mit den Sängerinnen und Sängern vielseitige Projekte von a-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weitere Schwerpunkt im Repertoire den Werken des Belcantos und den Opern Verdis.

Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk, dem Staatlichen Akademischen Chor der Republik Belarus, hat. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponisten zur Aufgabe gemacht.

Der Chor zeichnet sich durch hohe Intonationssicherheit, Harmonie, Vielfalt und dynamischen Klang aus – Basis für zahlreiche Tourneen durch ganz Europa in den vergangenen Jahren. Das Repertoire umfasst Requien, Messen, Kantaten und geistliche Werke ebenso wie Opern. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach ihrem Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.