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Vincenzo Bellini: LA SONNAMBULA (konzertant)

Musikalische Leitung: Giacomo Sagripanti
Amina: Jessica Pratt
Elvino: Levy Sekgapane
Lisa: Sarah Dufresne
Rodolfo: Adolfo Corrado
Alessio: Paweł Horodyski
Teresa: Valentina Pernozzoli

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Mit La sonnambula feiert der Belcanto in Erl einmal mehr seine ganze Ausdruckspalette. Vincenzo Bellinis Oper überzeugt vielleicht weniger durch dramatische Wendungen als eben durch eine Fülle berückender, einzigartiger Melodien – ein Paradebeispiel für die Kunst des Operngesangs und seiner melodiösen Großzügigkeit. Nach ihrem gefeierten Auftritt in I Puritani kehrt Jessica Pratt mit einer ihrer Glanzrollen zurück nach Erl. An ihrer Seite: Levy Sekgapane, der nach der erkrankungsbedingten Absage von Francesco Demuro die Partie übernommen hat, und der in Erl auch kein Unbekannter ist: Pratt und Levy sorgten gemeinsam als "Traumpaar" im vorigen WInter in Erl für Begeisterunsstürme. Bellinis Schlafwandlerin ist ein Werk voll zerbrechlicher Anmut und ausserordentlich tiefer Empfindung – eine Einladung zum Träumen und ein Fest für alle Opernliebhaber.

Team

Giacomo Sagripanti Musikalische Leitung

Giacomo Sagripanti, geboren 1982, studierte in Pesaro und Bologna. Er gilt als einer der interessantesten Dirigenten seiner Generation. Als Gewinner der International Opera Awards 2016 (Bester junger Dirigent) debütierte er im selben Jahr an der Opéra national de Paris. Es folgten Debüts an der Bayerischen Staatsoper in München, der Wiener Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden in London, am Teatro Real in Madrid und an der Metropolitan Opera in New York. Zudem gastierte er an renommierten Opernhäusern wie der Semperoper Dresden, dem Gran Teatro La Fenice in Venedig, dem Opernhaus Zürich, dem Bolschoi-Theater in Moskau, dem Teatro de la Maestranza in Sevilla, der Oper Frankfurt, der Deutschen Oper Berlin, der Hamburgischen Staatsoper, dem Théâtre des Champs-Elysées in Paris und dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Daneben widmet er sich dem symphonischen Repertoire, u. a. mit dem Orchestre de chambre de Paris, dem Seattle Symphony und dem Orchestra RAI.

Jessica Pratt Amina

Jessica Pratt gilt als eine der führenden Interpretinnen des Belcanto-Repertoires. Aufgewachsen in Australien, studierte sie Gesang in ihrem Heimatland sowie in Rom. Seit ihrem Europa-Debüt 2007 in der Titelpartie von Lucia di Lammermoor gastiert die gefragte Sopranistin weltweit an Opernhäusern und bei Festivals wie der Arena di Verona, dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona, der Opera Australia, dem Royal Opera House Covent Garden in London, der Hamburgischen Staatsoper, dem Teatro Real in Madrid, dem Teatro di San Carlo in Neapel, dem Teatro alla Scala in Mailand, der Metropolitan Opera in New York und dem Théâtre des Champs-Elysées. Sie arbeitete mit erstrangigen Dirigenten wie Daniele Gatti, Gustavo Dudamel, Kent Nagano, Marc Minkowski, Colin Davis und Zubin Mehta zusammen. Besonders häufig war sie als Lucia, als Amina (La sonnambula) und als Elvira (I puritani) zu erleben; in letztgenannter Partie wurde sie vorigen Winter als Einspringerin in Erl bejubelt.

Levy Sekgapane Elvino

Levy Sekgapane wurde in Kroonstad (Südafrika) geboren und studierte am South African College of Music der Universität Kapstadt. 2015 wurde er Mitglied im Jungen Ensemble der Semperoper Dresden. Zwei Partien haben sich zu seinen „Paraderollen“ entwickelt: Als Conte Almaviva (Il barbiere di Siviglia) war er beim Glyndebourne Festival, an der Opéra national de Paris, an der Deutschen Oper Berlin, an der Opéra national de Bordeaux und an der Wiener Staatsoper zu erleben; Don Ramiro (La Cenerentola) sang er u. a. an der Bayerischen Staatsoper in München, der Hamburgischen Staatsoper, der Los Angeles Opera, am Opernhaus Zürich, an der Semperoper Dresden, am Théâtre des Champs-Élysées und am Théâtre du Capitole in Toulouse. Engagements führten den gefragten Tenor an weitere renommierte Opernhäuser und Konzertbühnen. Bei den Salzburger Festspielen 2019 stand er als Arbace (Idomeneo) auf der Bühne. Vorigen Winter begeisterte er in Erl als Lord Arturo Talbo (I puritani).

Sarah Dufresne Lisa

Die Sopranistin Sarah Dufresne stammt aus Kanada. Sie studierte an der Wilfrid Laurier University in Ontario und der McGill University in Montreal. Von 2020 bis 2022 war sie Mitglied des Opernstudios der Opéra de Montréal, ehe sie von 2022 bis 2024 das Jette Parker Artists Programme am Royal Opera House Covent Garden in London absolvierte. 2022 gewann sie den Zweiten Preis beim Concours musical international de Montréal in der Kategorie Arie. In der Saison 2024/25 gab sie ihr Debüt bei den BBC Proms und beim Edinburgh International Festival als Suor Genovieffa (Suor Angelica). Sie trat als Ophélie (Hamlet) an der Opéra de Montréal auf, als Barbarina (Le nozze di Figaro) und Semele (Die Liebe der Danae) an der Bayerischen Staatsoper in München und als Gilda (Rigoletto) an der Pacific Opera Victoria. Zu ihren aktuellen Engagements zählen die Partie Waldvogel (Siegfried) am Royal Opera House sowie ihr Debüt am Teatro alla Scala in Mailand als Frasquita (Carmen).

Adolfo Corrado Rodolfo

Der italienische Bass Adolfo Corrado wurde 1994 in Scorrano (Lecce) geboren. Nach einer Schauspielausbildung absolvierte er ein Gesangsstudium am Conservatorio Tito Schipa in Lecce und setzte seine Ausbildung als Mitglied der Accademia del Teatro del Maggio Musicale Fiorentino fort. 2023 gewann er den Hauptpreis beim Wettbewerb BBC Cardiff Singer of the World. Engagements führten ihn u. a. an die Arena di Verona, das Gran Teatro La Fenice in Venedig, das Teatro Regio di Torino, zu den Salzburger Festspielen, an den Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia, das Teatro alla Scala in Mailand, das Teatro Comunale in Bologna, das Donizetti Opera Festival in Bergamo, das Teatro di San Carlo in Neapel, die Opéra national du Capitole in Toulouse, die Opéra Royal de Wallonie in Lüttich und das Teatro di Pisa. Dabei stand er u. a. als Doktor Grenvil (La traviata), Angelotti (Tosca), Don Basilio (Il barbiere di Siviglia) und Leporello (Don Giovanni) auf der Bühne.

Paweł Horodyski Alessio

Paweł Horodyski stammt aus Polen und studierte Gesang an der Karol-Lipiński-Musikakademie in Breslau. 2019 trat der Bass in die Akademie des Teatr Wielki in Warschau ein und 2021 dem Jungen Ensemble der Oper Breslau bei, bevor er im Folgejahr an der Polnischen Nationaloper in Warschau debütierte. 2023 war er Teilnehmer des Young Singers Project der Salzburger Festspiele und ab der Saison 2023/24 Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper in München, wo er u. a. Yakusidé (Madama Butterfly), Ein Gefängniswärter (Tosca), Erscheinung 1 (Macbeth) und Sergente (Manon Lescaut) sang. Mit der aktuellen Spielzeit wechselte er an das dortige Ensemble, wo er u. a. Partien wie Truffaldin (Ariadne auf Naxos, konzertant) und Baron Douphol (La traviata) interpretiert. Im Winter 2024/25 war er bei den Tiroler Festspielen Erl als Lord Gualtiero Walton (I puritani, konzertant) zu erleben und im Sommer 2025 als Masetto (Don Giovanni) beim Festival d’Aix-en-Provence.

Valentina Pernozzoli Teresa

Valentina Pernozzoli wurde 1996 in Neapel geboren und absolvierte dort ihr Studium am Conservatorio di Musica San Pietro a Majella. Seit 2022 setzt die Mezzosopranistin ihre Ausbildung bei Donata D’Annunzio Lombardi fort. Im selben Jahr besuchte sie die Accademia Pucciniana in Torre del Lago. 2024 nahm sie an der Mascagni Academy am Teatro Goldoni in Livorno teil und debütierte als Gewinnerin des Wettbewerbs Cuore d’Oro der Fondazione Luciano Pavarotti  als Santuzza (Cavalleria rusticana) und Zita (Gianni Schicchi) beim Festival Internazionale di Mezza Estate in Tagliacozzo. Zudem gab sie als Erste Preisträgerin des Wettbewerbs Cantiere all’Opera in Padua ihr Debüt als Suzuki (Madama Butterfly) am Nationaltheater für Oper und Ballett von Albanien. Zu ihren weiteren Engagements zählen Zita am Teatro Politeama Greco Lecce sowie am Teatro del Maggio Musicale Fiorentino und Mistress Quickly (Falstaff) am Teatro Goldoni in Livorno sowie beim Glyndebourne Festival.

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor steht dem Festspiel-Orchester als ebenbürtiger musikalischen Partner zur Seite. Der Fokus liegt dabei auf einer sorgfältigen Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden mit den Sängerinnen und Sängern vielseitige Projekte von a-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weitere Schwerpunkt im Repertoire den Werken des Belcantos und den Opern Verdis.

Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk, dem Staatlichen Akademischen Chor der Republik Belarus, hat. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponisten zur Aufgabe gemacht.

Der Chor zeichnet sich durch hohe Intonationssicherheit, Harmonie, Vielfalt und dynamischen Klang aus – Basis für zahlreiche Tourneen durch ganz Europa in den vergangenen Jahren. Das Repertoire umfasst Requien, Messen, Kantaten und geistliche Werke ebenso wie Opern. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach ihrem Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.