Ausklang II

Quatuor Modigliani
Herbert Schuch
Maxjoseph
Julian Prégardien
Peter Rom
Pamelia Stickney
Musicbanda Franui

Das 2024 mit großem Erfolg neu eingeführte Herbst-Format Ausklang wird 2025 fortgesetzt. Das Drei-Tages-Festival zelebriert das Wechselspiel zwischen Dorf und Welt. Musikalisch übersetzt heißt das: Das Programm fokussiert auf die Grenzbezirke, Graubereiche und Schnittmengen zwischen den Genres Klassik und Volksmusik – und Popularmusik wird mit eingeschlossen. An jedem Festivaltag finden Begegnungen unterschiedlichster musikalischer Welten statt. Für die außerordentliche Qualität bürgen herausragende Künstler wie das Quatuor Modigliani, die Perkussionistin Vivi Vassileva, die Sänger Holger Falk und Julian Prégardien, der Pianist Herbert Schuch, der Lautenist David Bergmüller, die Cellistin Valerie Fritz, die Jazzpianistin Shateen Erdenebaatar, der Ziehharmonika-spieler Franz Posch, die Combo Maxjoseph und die Jazzrausch Bigband. Musikalischer Gastgeber ist die in Erl wohlbekannte Musicbanda Franui. Deren Leiter, der Trompeter und Komponist Andreas Schett, kuratiert das Festival.

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19.00 Uhr
Quatuor Modigliani
Herbert Schuch, Klavier
Maxjoseph

20.30 Uhr
Julian Prégardien, Tenor
Herbert Schuch, Klavier
Peter Rom, Gitarre
Pamelia Stickney, Theremin
Musicbanda Franui

Team

Das in Paris beheimatete Quatuor Modigliani wurde 2003 gegründet und besteht aus den Mitgliedern Amaury Coeytaux (Violine), Loïc Rio (Violine), Laurent Marfaing (Viola) und François Kieffer (Violoncello). Als eines der meistgefragten Streichquartette seiner Generation, das in namhaftesten Konzertsälen und Streichquartettreihen auf der ganzen Welt auftritt, blickt es bereits auf eine beeindruckende Karriere zurück. Seit 2020 zeichnet das Ensemble für die künstlerische Leitung des Festivals Vibre! in Bordeaux sowie des damit verbundenen internationalen Streichquartettwettbewerbs verantwortlich. 2011 gründete es das Festival Saint Paul de Vence, dessen künstlerische Leitung es ebenfalls innehat. Seit Herbst 2023 unterrichtet das Quartett als Mentor an der École Normale de Musique de Paris Alfred Cortot. Mit der Saison 2025/26 beginnt das Quatuor Modigliani eine dreijährige Phase als Ensemble in Residence bei Radio France in Paris.

Herbert Schuch wurde 1979 in Temeswar, Rumänien, geboren. Nach erstem Klavierunterricht in seiner Heimatstadt übersiedelte die Familie 1988 nach Deutschland. Seine musikalischen Studien setzte er bei Kurt Hantsch und bei Karl-Heinz Kämmerling an der Universität Mozarteum Salzburg fort. Internationales Aufsehen erregte der Pianist, als er innerhalb eines Jahres drei bedeutende Wettbewerbe gewann, darunter den Internationalen Beethoven Klavierwettbewerb Wien. Er gastiert seither bei internationalen Konzerthäusern und Festivals und arbeitet mit renommierten Dirigent:innen und Orchestern zusammen. Seine Leidenschaft für Kammermusik teilt er mit verschiedenen musikalischen Partner:innen, u. a. Nicolas Altstaedt, Julia Fischer und Maximilian Hornung. Mit seiner Ehefrau, der Pianistin Gülru Ensari, widmet er sich dem Klavierspiel zu vier Händen und an zwei Flügeln. Zahlreiche preisgekrönte Aufnahmen dokumentieren seine künstlerische Vielseitigkeit.

Maxjoseph ist eine Formation aus Bayern mit ungewöhnlicher Instrumentalbesetzung und einzigartigem Sound. Die Gruppe besteht aus dem Gitarristen Georg Unterholzner, Andreas Winkler an der Steirischen Harmonika, dem Geiger Nathanael Turban und dem Tubisten Florian Mayrhofer. Die vier jungen virtuosen Musiker haben sich auf die Fahnen geschrieben, ihre ganz eigene Vorstellung von Volksmusik zu verwirklichen. Sie weben ein dynamisches, kammermusikalisches Geflecht, das man im Zusammenhang mit Volksmusik womöglich nicht erwartet hätte. In ihren Improvisationen schimmert der Jazz durch, im makellosen Zusammenspiel die klassische Ausbildung, die alle vier erhielten, und in den mannigfaltigen Anklängen an verschiedene Stileinflüsse der weite Horizont der sich als Weltbürger verstehenden Musiker, die sich zugleich stets in ihrer Heimat verwurzelt wissen. Maxjosephs Musik ist eine Synthese von E- und U-Musik, von alt und neu, von Volksmusik und Klassik.

Julian Prégardien wurde in Frankfurt geboren. Nach Studien in Freiburg sowie im Rahmen der Akademie des Opernfestivals von Aix-en-Provence war der Tenor von 2009 bis 2013 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt und entwickelte parallel seine internationale Konzerttätigkeit. Einen besonderen Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit bilden Liederabende und Kammermusikprojekte. Als Opernsänger gastierte er u. a. beim Festival d’Aix-en-Provence, an den Staatsopern in Wien, Hamburg und München, am Teatro di San Carlo in Neapel und an der Opéra-Comique in Paris. 2018 debütierte er bei den Salzburger Festspielen, wohin er seither mehrfach zurückkehrte, etwa 2024 als Don Ottavio (Don Giovanni), für Die schöne Müllerin und Bachs Matthäus-Passion sowie 2025 für Zaide oder Der Weg des Lichts. In der Saison 2025/26 ist er als Artist in Residence im Wiener Konzerthaus zu erleben, wo er u. a. in dem von ihm kreierten Format Schubert für alle zu hören sein wird.

Pamelia Stickney gilt als Meisterin des Theremins, eines elektronischen Instruments, bei dem Tonhöhe und Lautstärke berührungslos über von Elektroden abgenommene Bewegungen gesteuert werden. Sie begegnet im Duo dem Gitarristen Peter Rom, der sowohl als Komponist wie auch als Gitarrist Synergien von Jazz und weiteren Formen zeitgenössischer Musik erkundet. 2023 feierte das Duo bei Otto Lechners Musikfestival Invention & Memories in Horn seine Premiere. Die beiden Musiker:innen loten die vielfältigen Möglichkeiten ihrer Instrumente aus und erweitern diese durch Einsatz von Elektronik. Das einzigartige Klangbild wird durch Improvisationen vervollständigt. Pamelia Stickney begann als Jazz- und Rockmusikerin. Als Theremin-Spielerin arbeitete sie weltweit mit zahlreichen renommierten Künstler:innen zusammen. Peter Rom ist seit vielen Jahren kreativer Dreh- und Angelpunkt für zahlreiche Projekte und Bands, die rund um die JazzWerkstatt Wien entstanden sind.

Franui ist der Name einer Almwiese im Osttiroler Dorf Innervillgraten, in dem der Großteil der Musiker:innen der gleichnamigen Musicbanda aufgewachsen ist. Franui spielt seit 1993 in nahezu unveränderter Besetzung und ist bei vielen Festivals und Veranstaltern zu Gast, u. a. im Wiener Konzerthaus, am Burgtheater, bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, bei den Münchner Opernfestspielen, in der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie de Paris und am Schauspielhaus Zürich. Mit seinen Neuinterpretationen der Lieder von Schubert, Schumann, Brahms und Mahler wurde das Ensemble weitum bekannt. Es versteht sich als „Umspannwerk zwischen Klassik, Volksmusik, Jazz und zeitgenössischer Kammermusik“. Die Musiker:innen arbeiten häufig mit herausragenden Bühnenpartner:innen zusammen, u. a. mit dem Bassbariton Florian Boesch, dem Puppenspieler Nikolaus Habjan, dem Wienerlied-Duo Die Strottern und dem Kabarett-Duo Maschek.