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Nach dem Erfolg der Serie an konzertanten Opern bringen die Tiroler Festspiele Erl im Sommer 2026 einen weiteren Titel in dieser Form heraus, und es ist einer, der selten zur Gänze als Konzertversion geboten wird: George Bizets Welterfolg Carmen.

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Team

Asher Fisch Musikalische Leitung

Asher Fisch ist einer der führenden international tätigen Opern- und Konzertdirigenten. Seit der Spielzeit 2024/25 ist er Musikdirektor der Tiroler Festspiele Erl und seit 2014 Chefdirigent des West Australian Symphony Orchestra. Opernengagements führten ihn u. a. nach Wien, Mailand, München, Paris, Madrid, Chicago und Los Angeles. Als Wagner-Spezialist hat er zwei komplette Ring-Zyklen sowie Tristan und Isolde aufgenommen. Seine intensive Beschäftigung mit dem italienischen Repertoire mündete u. a. in ein Puccini-Album mit Jonas Kaufmann. Als Konzertdirigent stand er u. a. am Pult des New York Philharmonic, Chicago Symphony, San Francisco Symphony, Cleveland Orchestra, Philadelphia Orchestra, der Berliner Philharmoniker, der Münchner Philharmoniker, des Orchestre National de France und des London Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist er ein gefragter Pianist.

Aigul Akhmetshina Carmen

Die russische Mezzosopranistin Aigul Akhmetshina studierte am Konservatorium in Ufa (Baschkortostan/Russland) sowie in Meisterklassen bei Ildar Abdrazakov, Barbara Frittoli und Delfo Menicucci. Im Alter von 21 Jahren sorgte sie als Carmen am Royal Opera House Covent Garden in London für Furore. Seither verkörperte sie Bizets Titelfigur auch u. a. an der Metropolitan Opera in New York, in der Arena di Verona, am Teatro di San Carlo in Neapel und an der Bayerischen Staatsoper in München. Engagements führten sie u. a. an die Wiener Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, die Staatsoper Hamburg, das Opernhaus Zürich, das Teatro Real in Madrid, die San Francisco Opera und die Opéra national de Paris. Bei den Salzburger Festspielen gab sie 2023 ihr Debüt in I Capuleti e I Montecchi.

Michael Fabiano Don José

Der in Montclair (New Jersey) geborene Tenor Michael Fabiano italienischer Abstammung studierte an der University of Michigan und an der Academy of Vocal Arts in Philadelphia. Seine internationale Karriere führte ihn u. a. als Calaf (Turandot) und Des Grieux (Manon) an das Gran Teatre del Liceu in Barcelona und die Wiener Staatsoper, als Pinkerton (Madama Butterfly) an die San Francisco Opera, als Don José (Carmen) an die Metropolitan Opera in New York und zur Wiener Staatsoper, als Rodolfo (Luisa Miller) an das Teatro di San Carlo in Neapel und als Manrico (Il trovatore) an das Royal Opera House Covent Garden in London. Danebe ist er Mitbegründer und Geschäftsführer der gemeinnützigen Organisation ArtSmart für kostenlosen Musikunterricht in ressourcenarmen Gemeinden in den USA.

Alexander Vinogradov Escamillo

Alexander Vinogradov stammt aus Moskau und gab im Alter von 21 Jahren sein Debüt am Bolschoi-Theater als Oroveso (Norma). Seither trat der gefragte Bass weltweit an renommierten Opernhäusern und Festivals auf, u. a. am Teatro alla Scala in Mailand, am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Opéra national de Paris, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, der Hamburgischen Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper in München, am New National Theatre in Tokio, am Teatro di San Carlo in Neapel und in der Arena di Verona. Engagements der aktuellen Spielzeit führen ihn u. a. an die Metropolitan Opera in New York als Rodolfo (La sonnambula), an die Wiener Staatsoper als Wassermann (Rusalka) und Zaccaria (Nabucco) sowie an das Teatro di San Carlo in Neapel als Timur (Turandot).

Pretty Yende Micaëla

Die südafrikanische Sopranistin Pretty Yende war Stipendiatin am South African College of Music in Kapstadt und absolvierte die Accademia Teatro alla Scala in Mailand. Ihre Karriere führte sie an die großen Opernbühnen der Welt, u. a. die Metropolitan Opera in New York, die Opéra national de Paris, die Wiener Staatsoper, die Bayerische Staatsoper, die Staatsoper Unter den Linden Berlin, das Royal Opera House Covent Garden in London, das Théâtre des Champs-Elysées und das Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Sie stand u. a. als Violetta (La traviata), Elvira (I puritani), Amina (La sonnambula), Pamina (Die Zauberflöte), Susanna (Le nozze di Figaro) sowie Manon und Lucia di Lammermoor auf der Bühne. Im Sommer 2026 gab sie ihr Debüt bei den Tiroler Festspielen Erl als Leonora (Il trovatore).

Eva Rae Martinez Frasquita

Die kolumbianisch-amerikanische Sopranistin Eva Rae Martinez studierte an der Manhattan School of Music sowie der Yale School of Music und nahm an Ausbilungsprogrammen der Georg-Solti-Accademia, des Merola-Opernprogramms, des Ravinia Steans Music Institute und des Tanglewood Music Center teil. Sie ist Preisträgerin des New England Region Encouragement Award beim Laffont Competition der Metropolitan Opera 2023. 2024 gab sie ihr Debüt in der Carnegie Hall in Carmina Burana. Seit Beginn der aktuellen Spielzeit ist Mitglied im Opernstudio der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam; eine Position, die von der New York Opera Foundation unterstützt wird. Sie gestaltete dort die Partien Stimme des Engels (Die Jungfrau von Orléans) und Elisabeth (Glass’ Les enfants terribles).

Lucy Baker Mercédès

Die Mezzosopranistin Lucy Baker studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia und am Patrick G. and Shirley W. Ryan Opera Center der Lyric Opera of Chicago. Dort gestaltete sie u. a. die Partie der Karolka (Jenůfa) und in Philadelphia u. a. die Titelpartie von Ariodante sowie Dorabella (Così fan tutte). Seit Beginn der aktuellen Saison ist sie als Stipendiatin der Opera Foundation New York Mitglied des Ensembles der Deutschen Oper Berlin. Dort übernimmt sie die Partien Mercédès (Carmen), Bersi (Andrea Chénier), Kate Pinkerton (Madama Butterfly), Smaragdi (Francesca da Rimini), Zweite Magd (Korngolds Violanta), ein Blumenmädchen (Parsifal), Hippolyta (A Midsummer Night’s Dream), Zulma (L’italiana in Algeri) und Lehrmeisterin der Novizinnen (Suor Angelica).

Vittorio De Campo Zuniga

Der Bass Vittorio De Campo stammt aus Tirano. Er studierte Operngesang bei Patrizia Fabbri und vertiefte seine Ausbildung in Meisterkursen. Er war Preisträger zahlreicher renommierter Wettbewerbe. Sein Operndebüt gab er 2017 als Sciarrone (Tosca) beim Festival Puccini Torre del Lago. Beim Ravenna Festival debütierte er 2019 als Ramfis (Aida). 2021 war er Teilnehmer der Riccardo Muti Italian Opera Academy, wo er Gran Sacerdote di Belo (Nabucco) sang. Zu seinen bisherigen Engagements gehören Auftritte als Re d’Egitto (Aida) am Gran Teatre del Liceu in Barcelona sowie als Commendatore (Don Giovanni) im Rahmen der Muti-Akademie, am Teatro Massimo in Palermo, am Teatro Bunkamura in Tokio und am Teatro Pérez Galdós auf Gran Canaria, wo er auch als Colline (La Bohème) zu hören war.

Maurizio Bove Moralès

Maurizio Bove wurde in Santa Maria Capua Vetere in der Nähe von Neapel geboren. Im Alter von 13 Jahren begann er, Gesangsunterricht zu nehmen. Er schloss ein Studium am Konservatorium „Giuseppe Martucci“ in Salerno bei Filippo Morace ab und vertiefte anschließend seine Ausbildung an der Accademia dell’Opera am Teatro San Carlo in Neapel sowie bei bei Mariella Devia und Ernesto Palacio. Er ist Gewinner und Finalist zahlreicher italienischer Opernwettbewerbe. Seit 2019 stand er am Teatro Verdi in Salerno in mehreren Partien auf der Bühne: als Sciarrone (Tosca), Bogdanowitsch (Die lustige Witwe), Un vecchio zingaro (Il trovatore) und Un doganiere (La bohème). Kürzlich gab er in der Partie des Johann (Werther) sein Debüt am Teatro di San Carlo in Neapel.

Vladislav Chizhov Dancairo

Der russische Bariton Vladislav Chizhov studierte an der Moskauer Sweschnikow-Chorschule und am Institut für zeitgenössische Kunst sowie am Galina-Vishnevskaya-Opernzentrum. Er war Solist im Sweschnikow-Chor und im Chor des Sretensky-Klosters. Seit September 2024 ist er Mitglied im Ensemble des Bolschoi-Theaters in Moskau. Im September 2024 gewann er den dritten Preis beim internationalen Wettbewerb Operalia für junge Opernsänger. In seinem Heimatland trat er bereits in zahlreichen Partien auf, u. a. als Dancairo (Carmen), Robert (Iolanta), Marcello (La Bohème), Fiorello (Il barbiere di Siviglia), Don Alvaro (Il Viaggio a Reims), Guglielmo (Così fan tutte) sowie als Eugen Onegin (Eugen Onegin), eine Partie, die er vor kurzem auch beim Grange Festival in England gestaltete.

Alberto Robert Remendado

Der Tenor Alberto Robert stammt aus Mexiko und begann sein Gesangsstudium am Konservatorium in Celaya. Weitere Ausbildungsstationen waren das Mexico Opera Studio und die Accademia Rossiniana „Alberto Zedda“ in Pesaro. Er gewann mehrere Preise, darunter den Metropolitan Opera National Council Encouragement Award. Ab 2021 war er Mitglied im Opernstudio der Staatsoper Stuttgart und wechselte 2024 in das dortige Ensemble, wo er u. a. die Partien Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Don Ramiro (La Cenerentola), Don Curzio (Le nozze di Figaro), Remendado (Carmen), Conte di Lerma (Don Carlos), Ernesto (Don Pasquale), Rodrigo (Otello) und Pang (Turandot) verkörperte. Im Theater an der Wien war er als Conte Alberto (L’occasione fa il ladro) zu erleben.

Kinderchor der Schule für Chorkunst München

Die Schule für Chorkunst in München, gegründet 2014, hat sich auf die professionelle musikalische Ausbildung von Kindern spezialisiert. Mehr als 70 Mädchen und Buben zwischen 4 und 17 Jahren entwickeln gemeinsam ihre musikalischen Fähigkeiten. Sie sind entsprechend dem Alter und den individuellen Fähigkeiten in Gruppen eingeteilt, um eine optimale Förderung zu ermöglichen, vom Basis-Chor bis hin zum Konzertchor. Das Repertoire umfasst neben Standardwerken der Chorliteratur auch traditionelle Volkslieder und zeitgenössische Werke. Der Konzertchor tritt regelmäßig bei Konzerten, Festivals, Projekten und Opernproduktionen auf, u. a. an der Bayerischen Staatsoper in München. 2024 nahm der Chor am Internationalen Chorwettbewerb Vox Lucensis in Lucca teil und gewann Gold-Diplome in den Kategorien Kinderchöre und Geistliche Musik a cappella. Die Schule steht unter der Leitung von Maksim Matsiushenkau.

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Im Sommer 1999 begann eine Erfolgsgeschichte: Das Orchester der Tiroler Festspiele Erl formierte sich zum ersten Mal. Mittlerweile vereint es Musiker:innen aus 20 Nationen jedes Jahr im Winter, zu Ostern und im Sommer in Erl: Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, junge Spitzentalente, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Klangkörper, seinen Ruf als eines der besten Wagner-Orchester der Welt zu festigen. Neben Wagner zählen Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini, die Symphonien Beethovens sowie weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock über die Romantik bis hin zu Kompositionen der Gegenwart zu seinem Repertoire. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor der Tiroler Festspiele Erl legt einen Fokus auf die sorgfältige Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden vielseitige Projekte von A-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weiterer Schwerpunkt den Werken des Belcanto und den Opern Verdis. Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk pflegt. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponist:innen zur Aufgabe gemacht. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach deren Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.