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Hector Berlioz: CLÉOPÂTRE | Giacomo Puccini: SUOR ANGELICA

Musikalische Leitung: Edward Gardner

Regie: Deborah Warner
Bühnenbild und Kostüme: Antony McDonald
Licht: Urs Schönebaum

Cléopâtre: Véronique Gens
Schwester Angelica: Corinne Winters
Die Fürstin: Alice Coote
Die Äbtissin: Elena Zilio
Schwester Eiferin: Enkelejda Shkoza
Die Lehrmeisterin: Marta Pluda
Schwester Genoveva: Christina Gansch
Schwester Osmina: Maria Knihnytska
Schwester Dolcina: Anna Cavaliero
Schwester Pflegerin: Sayumi Kaneko
1. Almosensucherin: Marianna Mappa
2. Almosensucherin: Antonia Salzano
1. Novizin: Chiara Polese
1. Laienschwester: Tamar Otanadze
2. Laienschwester: Vera Maria Bitter

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl
Schule für Chorkunst München

Cléopâtre ist eine Kantate des 26-jährigen Hector Berlioz, die dieser zum Wettbewerb Prix de Rome einreichte. Sie erzählt in Form eines Monologs Kleopatras die letzten Minuten, die der Ägyptischen Königin nach ihrer Einnahme des tödlichen Gifts verbleiben. Die Szene ist eine der eindrucksvollsten Kompositionen von Berlioz. Ähnlich Suor Angelica ist sie von einer lichten Durchlässigkeit geprägt. 

Suor Angelica ist eine der weniger bekannten Opern von Giacomo Puccini und Teil des Trittico, zu dem weiters Il tabarro und Gianni Schicchi gehören. Die Handlung spielt in einem toskanischen Kloster im 17. Jahrhundert und erzählt die Geschichte der Ordensschwester Angelica, die, von der Oberin erpresst und gegängelt, vom Tod ihres Kindes erfährt und sich aus Kummer vergiftet. Die Musik ist für Puccini untypisch transparent und luftig.

Team

Edward Gardner Musikalische Leitung

Edward Gardner zählt zu den herausragenden Dirigenten unserer Zeit. 1974 in Gloucester geboren, studierte er in Cambridge sowie an der Royal Academy of Music in London und begann seine Karriere beim Hallé Orchestra und der Glyndebourne Touring Opera. Von 2007 bis 2015 war er Musikdirektor der English National Opera und von 2015 bis 2024 Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters Bergen. Seit 2021 ist er Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra und seit 2024 Musikdirektor der Norwegischen Nationaloper in Oslo. Als Operndirigent gastierte er u. a. an der Metropolitan Opera New York, am Teatro alla Scala in Mailand, an der Chicago Lyric Opera, der Opéra national de Paris und am Royal Opera House Covent Garden in London. Auch im Konzertbereich sehr gefragt, stand er am Pult zahlreicher renommierter Klangkörper, u. a. des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, des Gewandhausorchesters Leipzig, der Wiener Symphoniker und des New York Philharmonic.

Deborah Warner Regie

Die international gefragte Theater- und Opernregisseurin Deborah Warner wurde 1959 in Oxford geboren. Sie studierte am Royal Central School of Speech and Drama in London und gründete mit 21 Jahren ihre eigene Kompanie. Seither entwickelte sie Regiearbeiten für renommierte Opernhäuser, Theater und Festivals, u. a. The Turn of the Screw (Royal Opera House im Barbican, London), Fidelio (Teatro alla Scala in Mailand), La voix humaine (Opera North), Don Giovanni und Fidelio (Glyndebourne Festival), Billy Budd sowie Peter Grimes (Teatro Real in Madrid) und Wozzeck (Royal Opera House Covent Garden). Bei den Salzburger Festspielen waren ihre Inszenierungen der Shakespeare-Stücke Coriolan, Richard II. und Der Sturm zu sehen und bei den Wiener Festwochen jene der Opern Dido and Aeneas und La traviata. Eine langjährige künstlerische Partnerschaft verbindet sie mit der Schauspielerin Fiona Shaw. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Laurence Olivier Award.

Antony McDonald Bühnenbild und Kostüme
Urs Schönebaum Licht

Freischaffender Lichtgestalter für Theater, Oper, Tanz, Ausstellungen, Performances und Installationen. Seine Arbeit umfasst mehr als 200 Produktionen an Bühnen wie die Opera Bastille, Garnier, Le Chatelet, Paris; Metropolitan Opera, New York; Festivals d‘Avignon und Aix en Provence; Salzburger Festspiele und Bayreuther Festspiele; Schaubühne Berlin; Teatro Real, Madrid; Sydney Opera House; La Scala , Mailand, Claus Guth,Bayerisches Staatsschauspiel und an der Bayerischen Staataoper.

Er arbeitet mit Regisseuren wie Thomas Ostermeier, Michael Haneke, La Fura dels Baus, Pierre Audi, Sidi Larbi Cherkaoui, Damien Jalet, Laurnet Pelly, Sasha Waltz und William Kentrigde. Mit Robert Wilson verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Ausserdem entwickelte er das Lichtdesign für Kunstprojekte von Vanessa, Beecroft, Anselm Kiefer, Dan Graham, Soundwalk Collective, Taryn Simon und Marina Abramović.

Seit 2012 arbeitet er auch als Bühnenbildner und Regisseur. 2012 und 2014 inszenierte und gestaltete er die Opern „Jetzt“/ „What Next?“ und „Happy Happy“ von Mathis Nitschke an der Opera National de Montpellier, 2022 an der Staatsoper Stuttgart für das Walküre Projekt den 2.Akt. Er entwarf Bühnenbilder und Licht für die Opern „Bomarzo“ am Teatro Real in Madrid, den Openzyklus „Aus Licht“ für das Holland Festival, „Apocalypse Arabe“  am Festival d’Aix en Provence, die „Klangwolke 22“ in Linz, „Bastarda“ für Opera La Monnaie in Brüssel und „La Regenta“ am Matadero in Madrid.

 

Véronique Gens Cléopâtre
Corinne Winters Schwester Angelica
Alice Coote Die Fürstin
Elena Zilio Die Äbtissin
Enkelejda Shkoza Schwester Eiferin
Marta Pluda Die Lehrmeisterin
Christina Gansch Schwester Genoveva
Maria Knihnytska Schwester Osmina
Anna Cavaliero Schwester Dolcina
Sayumi Kaneko Schwester Pflegerin
Marianna Mappa 1. Almosensucherin
Antonia Salzano 2. Almosensucherin
Chiara Polese 1. Novizin
Tamar Otanadze 1. Laienschwester
Vera Maria Bitter 2. Laienschwester
Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor steht dem Festspiel-Orchester als ebenbürtiger musikalischen Partner zur Seite. Der Fokus liegt dabei auf einer sorgfältigen Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden mit den Sängerinnen und Sängern vielseitige Projekte von a-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weitere Schwerpunkt im Repertoire den Werken des Belcantos und den Opern Verdis.

Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk, dem Staatlichen Akademischen Chor der Republik Belarus, hat. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponisten zur Aufgabe gemacht.

Der Chor zeichnet sich durch hohe Intonationssicherheit, Harmonie, Vielfalt und dynamischen Klang aus – Basis für zahlreiche Tourneen durch ganz Europa in den vergangenen Jahren. Das Repertoire umfasst Requien, Messen, Kantaten und geistliche Werke ebenso wie Opern. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach ihrem Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.

Schule für Chorkunst München
Von Anfang an wurde besonders viel Wert auf eine ganzheitliche musikalische Ausbildung gelegt: Stimmbildungsstunden, zwei Chorproben in der Woche, Gehörbildungsunterricht und Notenlehre – all dies gehört standardmäßig zum Lehrstoff der Schule für Chorkunst München. Ebenfalls eine große Bedeutung wurde stets folgenden Aspekten beigemessen: Die Förderung des musikalischen Gedächtnisses, eine große Vielfalt musikalischer Werke, die Entwicklung der Beweglichkeit der Stimme sowie die Erweiterung des Stimmumfangs und ständige Weiterentwicklung des mehrstimmigen und polyphonen Gesangs. Seit der Gründung der Schule für Chorkunst wirken junge Sängerinnen und Sänger regelmäßig bei öffentlichen Konzerten, Festivals, Choreisen und anderen Projekten mit. So nahm der Konzertchor der Chorschule 2018 an dem internationalen „World Peace Choral Festival“ in Wien mit sehr großem Erfolg teil und trat zusammen mit dem weltberühmten Chor der Wiener Sängerknaben auf. 2021 wirkten Kinder der Schule für Chorkunst München bei den Tiroler Festspielen mit – bei Humperdincks Oper „Königskinder“. Ein weiteres größeres Projekt, bereits zum zweiten Mal mit der Bayerischen Staatsoper, war die Kinderoper „Spring doch!“, die am 9. Dezember 2022 uraufgeführt wurde; sieben Aufführungen folgten nach der erfolgreichen Prämiere. Im November 2022 nahmen die Sängerinnen und Sänger der Schule für Chorkunst München an dem Bayerischen Chorwettbewerb teil – mit sehr großem Erfolg – und erlangten eine Weiterleitung zum Deutschlandweiten Chorwettbewerb.