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Richard Wagner: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

Musikalische Leitung: Asher Fisch

Regie und Licht: Josef E. Köpplinger
Bühne: Rainer Sinell
Kostüme: Birte Wallbaum
Video: Raphael Kurig
Video: Christian Gasteiger
Video: Meike Ebert
Dramaturgie: Karin Bohnert

Holländer: Christopher Maltman
Daland: Gabor Bretz
Senta: Nina Bezu
Erik: Jamez McCorkle
Mary: Shannon Keegan
Steuermann: Matthew Newlin

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der in seinen Verstrickungen umherirrende, sich nach Erlösung sehnende Mann ist ein wiederkehrendes Motiv in Wagners Opern. Beim Holländer scheint das Selbstbild des Komponisten besonders eindeutig in eine Operngestalt gespiegelt. Ein zu ewigem Leben verdammter Kapitän strandet an Norwegens Küste, trifft auf Senta, die ihn durch ihren Freitod erlöst. Dem jungen Kapellmeister Wagner ging damals die Gattin fremd, also komponierte er sich als Reaktion auf die Stürme im eigenen Leben die Ikone der unbedingten Liebe.

Team

Asher Fisch Musikalische Leitung

Asher Fisch ist einer der führenden international tätigen Opern- und Konzertdirigenten. Seit der Spielzeit 2024/25 ist er Musikdirektor der Tiroler Festspiele Erl und seit 2014 Chefdirigent des West Australian Symphony Orchestra. Opernengagements führten ihn u. a. nach Wien, Mailand, München, Paris, Madrid, Chicago und Los Angeles. Als Wagner-Spezialist hat er zwei komplette Ring-Zyklen sowie Tristan und Isolde aufgenommen. Seine intensive Beschäftigung mit dem italienischen Repertoire mündete u. a. in ein Puccini-Album mit Jonas Kaufmann. Als Konzertdirigent stand er u. a. am Pult des New York Philharmonic, Chicago Symphony, San Francisco Symphony, Cleveland Orchestra, Philadelphia Orchestra, der Berliner Philharmoniker, der Münchner Philharmoniker, des Orchestre National de France und des London Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist er ein gefragter Pianist.

Josef E. Köpplinger Regie und Licht

Der international gefragte Regisseur und Theaterleiter Josef E. Köpplinger wurde 1964 in Niederösterreich geboren. Er studierte an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Sein Repertoire umfasst die Genres Schauspiel, Oper, Operette und Musical. Von 1999 bis 2003 leitete er das Musicalfestival Schloss Prugg. Von 2004 bis 2007 war er Schauspieldirektor am Theater in St. Gallen und von 2007 bis 2012 Intendant des Stadttheaters Klagenfurt. Seit 2012 ist er Staatsintendant des Gärtnerplatztheaters München, inszeniert dort eine Vielzahl von Produktionen selbst und brachte bereits zahlreiche Uraufführungen heraus. Seine Regiearbeiten waren darüber hinaus u. a. an der Oper Graz, in Wien am Volkstheater, an der Volksoper, der Staatsoper und dem Theater in der Josefstadt, an der Opéra national du Rhin, dem Aalto-Theater in Essen, der Staatsoper Hamburg, dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona, dem Staatstheater Nürnberg und der Semperoper Dresden zu sehen.

Rainer Sinell Bühne

Rainer Sinell wuchs in Berlin auf und studierte dort sowie in New York Bühnenbild und Kostüm. Engagements führten ihn u. a. an das Hessische Staatstheater Wiesbaden, die Städtischen Bühnen Augsburg, die Deutsche Oper Berlin, das Burgtheater in Wien, das Grand Théâtre de Bordeaux, die Washington Opera, die Hamburgische Staatsoper, die Oper Leipzig, die Oper Graz, die Volksoper Wien und die Wiener Staatsoper. Er ist regelmäßiger Gast beim Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Mit Josef E. Köpplinger verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Gemeinsam entstanden u. a. die Produktionen Die Fledermaus für den Maggio Musicale in Florenz sowie Les Misérables (in Koproduktion mit dem Theater St. Gallen) und La Cage aux Folles am Staatstheater am Gärtnerplatz.

Birte Wallbaum Kostüme

Birte Wallbaum, geboren in Kiel, absolvierte ihre Ausbildung zur Bühnen- und Kostümbildnerin an der Weißensee Kunsthochschule Berlin und war anschließend als Bühnenbildassistentin am Theater Basel tätig. 2019 entwarf sie am Staatsschauspiel Dresden die Kostüme für Operation Kamen, das beim Radikal jung Festival in München gezeigt wurde. Von 2019 bis 2024 war sie als Ausstatterin am Theater Nordhausen engagiert, wo sie zahlreiche Kostüm- und Bühnenbilder kreierte. Seit 2024 arbeitet sie freischaffend und ist u. a. am Gärtnerplatztheater München, am Staatstheater Cottbus, am Schleswig-Holsteinischen Landestheater und am Theater Hof tätig. Zu ihren Projekten in München gehören Der tollste Tag (Regie: Josef E. Köpplinger) und Die Piraten von Penzance (Regie: Adam Cooper).

Raphael Kurig Video

Der Video- und Lichtkünstler Raphael Kurig studierte Film und Animation in München und Los Angeles. Seit 2010 leitet er die Videoabteilung des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München. In dieser Funktion realisierte er mit seinem Team zahlreiche Videodesigns für Opern, Ballette, Operetten und Musicals, deren Gestaltung jeweils individuell auf das jeweilige Stück abgestimmt ist. Darüber hinaus arbeitete er u. a. für die Semperoper Dresden, die Oper Köln, die Carl-Orff-Festspiele Andechs sowie das Culture Square Center in Shanghai. Neben seiner Arbeit am Theater realisiert er vielfältige Video- und Lichtkunstprojekte für Bühne, Architektur und Museen mit seinem Studio WE ARE VIDEO, das er 2020 mitbegründete.

Christian Gasteiger Video

Der Medienkünstler Christian Gasteiger aus Bad Aibling begann seine Laufbahn an der Bayerischen Staatsoper in München und arbeitete als Videotechniker am Residenztheater und den Münchner Kammerspielen. Videodesigns kreierte er u. a. für die Freie Bühne München, das Landestheater Salzburg und das Pfalztheater Kaiserslautern. Seit 2017 ist er in der Videoabteilung des Staatstheaters am Gärtnerplatz tätig, wo er u. a. visuelle Effekte zum interaktiven Ballett Salome tanz, KI-generierte Landschaftswelten für die Ballettoper Amors Fest, die Rundhorizont-Projektion für Peer Gynt sowie die Videoprojektionen für Aschenbrödel gestaltete. 2020 begründete er das Studio WE ARE VIDEO mit, das Video- und Lichtkunstprojekte für Bühne, Architektur und Museen realisiert.

Meike Ebert Video

Die Videokünstlerin Meike Ebert wurde in München geboren. Nach ihrem Studium im Bereich Schnitt an der Bayerischen Akademie für Fernsehen und Digitale Medien fokussierte sie sich auf digitale Videogestaltung für Theater. Seit über zwanzig Jahren arbeitet sie Ebert für renommierte Theater im In- und Ausland. Für Schauspiel-, Opern-, Tanz- und Musicalproduktionen kreiert sie dreidimensionale und bewegte Bildwelten, die die jeweiligen Bühnenräume erweitern und das Bühnengeschehen visuell vertiefen. Ihre Designs entstehen an der Schnittstelle von Video, Licht und Raumgestaltung. Ihre künstlerische Sprache entwickelte sich von klassischen Schnitttechniken und zweidimensionaler Bildbearbeitung hin zu komplexen dreidimensionalen Modellierungen und digitalen Echtzeitwelten.

Karin Bohnert Dramaturgie

Karin Bohnert studierte in Stuttgart Germanistik und Kunstgeschichte. Von 2003 bis 2010 war sie leitende Musiktheaterdramaturgin bei den Wuppertaler Bühnen und von 2010 bis 2022 am Theater an der Wien, wo sie u. a. mit Regisseuren wie Keith Warner, Peter Konwitschny und Torsten Fischer sowie mit Dirigenten wie René Jacobs, Michael Boder und Stefan Gottfried zusammenarbeitete. 2022 bis 2024 entwickelte sie als Kuratorin das Jubiläumsjahr Johann Strauss 2025 Wien mit. In Wuppertal und Wien unterrichtete sie an den Universitäten praktische Dramaturgie. Seit der Spielzeit 2024/2025 ist sie am Staatstheater am Gärtnerplatz in München als Musiktheaterdramaturgin engagiert und arbeitet dort u. a. mit Josef E. Köpplinger, Herbert Föttinger und Karl Alfred Schreiner zusammen.

Christopher Maltman Holländer

Christopher Maltman zählt zu den führenden dramatischen Baritonen der Gegenwart. Er stammt aus England und studierte an der Royal Academy of Music in London. Der Grammy-Preisträger begeistert auf den bedeutendsten Opernbühnen der Welt, u. a. in London, New York, Mailand, Barcelona, Wien, Berlin, Frankfurt, Zürich, Amsterdam, Paris, Madrid, Washington und Los Angeles sowie bei den Festivals in Salzburg, Edinburgh und Glyndebourne. Zunächst vor allem mit Werken Mozarts und dabei insbesondere in der Titelpartie von Don Giovanni gefeiert, umfasst sein stetig wachsendes Repertoire nunmehr u. a. die Partien Jago (Otello), Wotan (Wagners Ring), Jochanaan (Salome), Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg) und Scarpia (Tosca) sowie seit kurzem Holländer und Wanderer (Siegfried).

Gabor Bretz Daland

Der ungarische Bassbariton Gábor Bretz ist seit seinem Studienabschluss an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest regelmäßig an der Ungarischen Staatsoper zu erleben. Darüberhinaus ist er international bei führenden Opernhäusern und Festivals gefragt. Er feierte u. a. große Erfolge in der Titelpartie von Don Quichotte (Opéra national de Paris, Bregenzer Festspiele), als Heinrich der Vogler (Lohengrin) an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, am Royal Opera House Covent Garden in London und an der Staatsoper Hamburg, als Jochanaan (Salome) bei den Salzburger Festspielen und beim Festival d’Aix-en-Provence sowie als Escamillo (Carmen) an der Metropolitan Opera in New York sowie in München, Hamburg, London und Tokio.

Nina Bezu Senta

Die in Berlin geborene Sopranistin Nina Bezu studierte an der Universität der Künste bei Robert Gambill und Carola Höhn. Sie ist Preisträgerin mehrerer Gesangswettbewerbe. Von 2019 bis 2021 war sie Ensemblemitglied am Theater Vorpommern. 2023 gab sie ihr Debüt am Teatro di San Carlo in Neapel als Gerhilde (Die Walküre). An der Staatsoper Hannover und am Staatstheater Cottbus war sie als Gräfin (Le nozze di Figaro) zu erleben, in der Titelpartie von Salome am Teatro Massimo di Palermo sowie an der Finnischen Nationaloper in Helsinki, wo sie auch als Elisabetta (Don Carlo) auf der Bühne stand. Engagements in der aktuellen Saison umfassen u. a. Hanna Glawari (Die lustige Witwe) am Theater Baden und die Titelpartie in Iolanta an der Finnischen Nationaloper.

Jamez McCorkle Erik

Der amerikanische Tenor Jamez McCorkle erlangte internationale Aufmerksamkeit in der Titelpartie der Oper Omar, die beim Spoleto Festival USA 2022 uraufgeführt und 2023 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Sie führte ihn an die Los Angeles Opera, die Boston Lyric Opera, die San Francisco Opera und zum Carolina Performing Arts. Zu seinen jüngsten Erfolgen zählen die Partien Bacchus (Ariadne auf Naxos) und Laca Klemeň (Jenůfa). In der aktuellen Saison ist er u. a. als Siegmund (Die Walküre) mit dem Orchestre de Paris, an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia und dem Los Angeles Philharmonic zu hören und gibt Rollendebüts als Grigorij Otrepjew (Boris Godunow) in London sowie als Parsifal und Erik (Der fliegende Holländer) bei den Tiroler Festspielen Erl.

Shannon Keegan Mary

Die Mezzosopranistin Shannon Keegan stammt aus Illinois. Sie studierte an der University of Music Cincinnati sowie an der Rice University und ist Absolventin der Young Artist Vocal Academy der Houston Grand Opera und der Internationalen Meistersinger Akademie in Neumarkt. Von 2022 bis 2024 war sie Mitglied des Opernstudios an der Staatsoper Stuttgart, wo sie u. a. als Zerlina (Don Giovanni), Cherubino (Le nozze di Figaro) und Zweite Dame (Die Zauberflöte) auftrat. An der Bayerischen Staatsoper in München stand sie als Suzuki (Madama Butterfly), Zweite Magd (Elektra), Giovanna (Rigoletto), Clotilde (Norma) und Blumenmädchen (Parsifal) auf der Bühne. Im verganenen Oktober gab sie ihr Debüt als Charlotte (Werther) an der Opéra Nacional de Chile in Santiago.

Matthew Newlin Steuermann

Der lyrische Tenor Matthew Newlin stammt aus Illinois und wurde in Edwardsville und Chicago ausgebildet. Von 2013 bis 2024 gehörte er zum Ensemble der Deutschen Oper Berlin und war dort u. a. als Don José (Carmen), Alfredo (La traviata), Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Don Ottavio (Don Giovanni), Tamino (Die Zauberflöte), Belmonte (Die Entführung aus dem Serail) und Lenski (Eugen Onegin) zu erleben. Gastspiele führten ihn u. a. an das Teatro Real in Madrid, die Semperoper Dresden, die Opéra national de Paris, die Niederländische Nationaloper in Amsterdam, das Theater an der Wien, die Bayerische Staatsoper in München, die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, das Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel sowie die Atlanta und die Santa Fe Opera.

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor steht dem Festspiel-Orchester als ebenbürtiger musikalischen Partner zur Seite. Der Fokus liegt dabei auf einer sorgfältigen Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden mit den Sängerinnen und Sängern vielseitige Projekte von a-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weitere Schwerpunkt im Repertoire den Werken des Belcantos und den Opern Verdis.

Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk, dem Staatlichen Akademischen Chor der Republik Belarus, hat. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponisten zur Aufgabe gemacht.

Der Chor zeichnet sich durch hohe Intonationssicherheit, Harmonie, Vielfalt und dynamischen Klang aus – Basis für zahlreiche Tourneen durch ganz Europa in den vergangenen Jahren. Das Repertoire umfasst Requien, Messen, Kantaten und geistliche Werke ebenso wie Opern. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach ihrem Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.