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SILVESTERKONZERT

Musikalische Leitung: Michele Gamba

Sopran: Marina Rebeka

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Am Silvesterabend blicken wir hoffentlich alle auf ein erfolgreiches Jahr zurück – ein Jahr voller Herausforderungen, Spannungen und überwundener Schwierigkeiten in Gesellschaft und privatem Alltag. Es gibt sicher für jeden von uns Grund zu feiern und sich selbst sowie seinen Liebsten zum Jahresausklang ein besonderes Geschenk zu machen. Die Tiroler Festspiele erhalten ein solches Geschenk in Form eines glanzvollen Besuchs: Sopranstar Marina Rebeka gestaltet ein festliches Programm mit den schönsten und bedeutendsten Arien Ihres Repertoires. An ihrer Seite steht der gefeierte Dirigent Michele Gamba, der das Orchester der Tiroler Festspiele leitet. Gemeinsam beschenken sie uns alle mit einem prickelnden musikalischen Programm voller Eleganz, Leidenschaft und Schwung.

Richard Wagner
aus Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
II. Akt: Einzug der Gäste „Freudig begrüßen wir die edle Halle“

Giuseppe Verdi
aus I vespri siciliani
V. Akt: Bolero der Elena „Mercè, dilette amiche“

Vincenzo Bellini
aus Norma
I. Akt: Cavatina der Norma „Casta diva“

Giuseppe Verdi
aus I vespri siciliani
Sinfonia
aus La forza del destino
II. Akt, Finale: „La vergine degli angeli“
aus Otello
I. Akt: Chor „Fuoco di gioia“

Charles Gounod
aus Faust
III. Akt: Szene und Arie der Marguerite „Il était un roi de Thulé“ – „Ah! Je ris de me voir“

Pause

Peter I. Tschaikowski
aus Eugen Onegin
I. Akt: Briefszene der Tatjana „Und wär’s mein Untergang“

Richard Wagner
aus Lohengrin
Vorspiel zum III. Akt
III. Akt, erste Szene: Brautlied „Treulich geführt“

Alfredo Catalani
aus La Wally
I. Akt: Arie der Wally „Ebben? Ne andrò lontana“

Giacomo Puccini
aus Suor Angelica
Intermezzo sinfonico
aus Tosca
II. Akt: Arie der Tosca „Vissi d’arte“
aus Madama Butterfly
II. Akt: Coro a bocca chiusa
II. Akt: Arie der Cio-Cio-San „Un bel dì, vedremo“

Team

Michele Gamba Musikalische Leitung

Michele Gamba gilt als einer der vielseitigsten Dirigenten seiner Generation. Nach Studien von Klavier, Komposition und Philosophie in Mailand und Fiesole setzte er seine Ausbildung an der Royal Academy of Music in London fort. 2012 gab er sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden mit Mozarts Bastien und Bastienne und Berios Folk Songs. Seitdem ist er an bedeutenden Opernhäusern und bei Festivals aufgetreten, darunter die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, die Semperoper Dresden, das Teatro alla Scala in Mailand, der Maggio Musicale Fiorentino, die Hamburgische Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin und die Washington National Opera. An der Metropolitan Opera in New York debütierte er 2023 mit L’elisir d’amore. Zu seinen Opernengagements der aktuellen Saison zählen Turandot in Cagliari und La traviata in Mailand. Auch im symphonischen Bereich sehr aktiv, hat er als leidenschaftlicher Verfechter zeitgenössischer Musik zahlreiche Uraufführungen dirigiert.

Marina Rebeka Sopran

Marina Rebeka, geboren 1980 in Riga, ist eine der führenden Sopranistinnen unserer Zeit. Sie absolvierte ihr Studium am Conservatorio di Musica Santa Cecilia in Rom und ergänzte ihre Ausbildung an der Internationalen Sommerakademie der Universität Mozarteum Salzburg sowie an der Accademia Rossiniana in Pesaro. Seit ihrem internationalen Durchbruch bei den Salzburger Festspielen 2009 ist sie an den bedeutendsten Opernhäusern und Konzertsälen zu erleben, darunter die Metropolitan Opera und die Carnegie Hall in New York, das Teatro alla Scala in Mailand, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Opéra national de Paris sowie die Staatsopern von Wien und Berlin. Zunächst vor allem für ihre Interpretationen von Mozart und Rossini sowie ihre Darstellung der Violetta Valéry (La traviata) gefeiert, bildet nun das dramatischere Belcanto- und Verdi-Fach den Kern ihres Opernrepertoires. Auf dem Konzertpodium ist sie als Solistin mit Orchester und Liedinterpretin gefragt.

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor steht dem Festspiel-Orchester als ebenbürtiger musikalischen Partner zur Seite. Der Fokus liegt dabei auf einer sorgfältigen Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden mit den Sängerinnen und Sängern vielseitige Projekte von a-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weitere Schwerpunkt im Repertoire den Werken des Belcantos und den Opern Verdis.

Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk, dem Staatlichen Akademischen Chor der Republik Belarus, hat. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponisten zur Aufgabe gemacht.

Der Chor zeichnet sich durch hohe Intonationssicherheit, Harmonie, Vielfalt und dynamischen Klang aus – Basis für zahlreiche Tourneen durch ganz Europa in den vergangenen Jahren. Das Repertoire umfasst Requien, Messen, Kantaten und geistliche Werke ebenso wie Opern. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach ihrem Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.