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Francesco Filidei: ACCABADORA (ÖEA)

Musikalische Leitung: Lucie Leguay

Regie, Bühne: Valentina Carrasco
Bühne: Mariangela Mazzeo
Kostüm: Mauro Tinti
Licht: Antonio Castro

Tzia Bonaria Urrai (L’Accabadora): Noa Frenkel
Maria: Rachel Masclet
Nicola Bastiu: Lodovico Filippo Ravizza
Andria Bastiu: Hugo Brady
Maestra Luciana/Giannina Bastiu/Una Voce: Victoire Bunel
Santino Littorra/Antonio Vargiu/Dottor Mastinu: Francesco Leone

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Sardinien in den 1950er-Jahren: ein Dorf, das noch ganz von archaischen Traditionen geprägt ist. Maria, das jüngste Kind einer kinderreichen Familie, wird – wie es der Brauch verlangt – von der kinderlosen Tzia Bonaria aufgenommen. Gefürchtet und respektiert zugleich ist sie eine „Accabadora“: tagsüber Näherin, nachts eine Frau, die das Leiden Sterbender beendet und so gleichsam den Faden des Lebens durchtrennt.

Wird Maria die Rolle als Tochter dieser „letzten Mutter“ annehmen können? Der eindringliche Roman von Michela Murgia inspirierte Francesco Filidei zu seiner neuen Oper. In der Inszenierung von Valentina Carrasco wird eine Welt lebendig, in der uralte Rituale, Landschaft und menschliche Schicksale untrennbar miteinander verwoben sind.

Die Tiroler Festspiele präsentieren als Koproduzenten der Uraufführung in Aix-en-Provence die österreichische Erstaufführung.

Auftragswerk des Festival D’Aix-en-Provence (Uraufführung: 4. Juli 2026) Koproduktion mit Opéra National de Lyon, Théâtres de la Ville de Luxembourg, Opéra de Dijon und Teatro Comunale di Bologna Österreichische Erstaufführung

Team

Lucie Leguay Musikalische Leitung
Valentina Carrasco Regie, Bühne
Mariangela Mazzeo Bühne
Mauro Tinti Kostüm
Antonio Castro Licht
Noa Frenkel Tzia Bonaria Urrai (L’Accabadora)
Rachel Masclet Maria
Lodovico Filippo Ravizza Nicola Bastiu

Lodovico Filippo Ravizza wurde 1995 in Mailand geboren und studierte bei Giuseppe Nicodemo sowie am Conservatorio Giuseppe Verdi in Mailand. 2022 war der Bariton Preisträger des Wettbewerbs AsLiCo (Associazione Lirica e Concertistica) in der Kategorie Aufstrebende Stimmen. Engagements führten ihn an renommierte Häuser und Festivals, u. a. zum Maggio Musicale Fiorentino, an das Teatro alla Scala in Mailand, das Gran Teatro La Fenice in Venedig, das Teatro Regio di Parma und zum Donizetti Opera Festival in Bergamo. Kürzlich stand er in der Semperoper Dresden als Ford (Falstaff) auf der Bühne. Zu seinen Partien zählen u. a. Alidoro (La Cenerentola), Lorenzo (I Capuleti e i Montecchi), Belcore (L’elisir d’amore), Moralès (Carmen), Ping (Turandot) und Giorgio Germont (La traviata). Er arbeitete mit Dirigenten wie Daniele Gatti, Riccardo Frizza, Zubin Mehta und Nicola Luisotti zusammen. Als Enrico Ashton gibt er sein Rollendebüt bei den Tiroler Festspielen Erl.

 

Hugo Brady Andria Bastiu
Victoire Bunel Maestra Luciana/Giannina Bastiu/Una Voce
Francesco Leone Santino Littorra/Antonio Vargiu/Dottor Mastinu
Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.