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Ausklang, das Herbstfestival der Tiroler Festspiele Erl, mit dem seit 2024 jede Spielzeit eröffnet wird, geht 2026 in seine dritte Ausgabe. Kurator Andreas Schett vereint auch heuer wiederum Künstler:innen unterschiedlichster Musikrichtungen für den Ausklang in Erl miteinander: Klassik trifft auf Volksmusik, Jazz, Pop, Weltmusik und mehr. Dabei entstehende Überraschungsmomente durch unerwartete musikalische Abfolgen sind beabsichtigt.

Die Riege an Spitzenverteter:innen ihrer jeweiligen Genres, die sich in Erl versammeln, eröffnet das junge und international sehr erfolgreiche Leonkoro Quartett aus Berlin. Der Vorarlberger Jazzpianist David Helbock gastiert mit seinem Projekt Random/Control, in dem eine Sängerin, Alphorn, andere Holzblasinstrumente und Improvisation am Flügel eine spannende Mischung ergeben.

Immer mit dabei im Zusammenspiel ist die Musicbanda Franui. Die „Local heroes“ nehmen gemeinsam mit ihrem kreativen Kopf Andreas Schett erneut die musikalische Gastgeberrolle ein.

Team

Leonkoro Quartett

Das Leonkoro Quartett wurde 2019 in Berlin von den Brüdern Jonathan und Lukas Schwarz mit Emiri Kakiuchi und Mayu Konoe gegründet und zählt zu den gefragtesten Ensembles der jungen Generation. Das Quartett konnte bereits mehrere erfolgreiche Debüts bei namhaften Konzerthäusern und Festivals wie den Salzburger Festspielen feiern und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Leonkoro bedeutet in Esperanto „Löwenherz“ und spielt auf Astrid Lindgrens Kinderbuch über zwei Brüder an. Neben dem Studium der Kammermusik bei Heime Müller (Artemis Quartett) an der Musikhochschule Lübeck studierte das Quartett von 2020 bis 2025 bei Günter Pichler (Alban Berg Quartett) am Kammermusikinstitut der Escuela Superior de Música Reina Sofía Madrid. Seit der Saison 2025/26 präsentiert das Leonkoro Quartett den Zyklus string. im Wiener Konzerthaus. Von September 2026 an ist das Ensemble für fünf Jahre Associate Artist in der Wigmore Hall in London.

Musicbanda Franui

Franui ist der Name einer Almwiese im Osttiroler Dorf Innervillgraten, in dem der Großteil der Musiker:innen der gleichnamigen Musicbanda aufgewachsen ist. Franui spielt seit 1993 in nahezu unveränderter Besetzung und ist bei vielen Festivals und Veranstaltern zu Gast, u. a. im Wiener Konzerthaus, am Burgtheater, bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, bei den Münchner Opernfestspielen, in der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie de Paris und am Schauspielhaus Zürich. Mit seinen Neuinterpretationen der Lieder von Schubert, Schumann, Brahms und Mahler wurde das Ensemble weitum bekannt. Es versteht sich als „Umspannwerk zwischen Klassik, Volksmusik, Jazz und zeitgenössischer Kammermusik“. Die Musiker:innen arbeiten häufig mit herausragenden Bühnenpartner:innen zusammen, u. a. mit dem Bassbariton Florian Boesch, dem Puppenspieler Nikolaus Habjan, dem Wienerlied-Duo Die Strottern und dem Kabarett-Duo Maschek.

David Helbock´s Random/Control feat. Filippa Gojo

David Helbock, 1984 in Vorarlberg geboren, absolvierte 2005 sein Konzertfachstudium Klavier am Konservatorium Feldkirch. Zusätzlich nahm er von 2000 bis 2008 Unterricht beim New Yorker Jazzpianisten Peter Madsen, mit dem er 2023 das Projekt Austrian Syndicate gründete. Weitere Ausbildung erhielt er bei Fuat Kent. 2009 gründete er die Gruppe Random/Control, eine Formation aus drei vorarlberger Musikern, die weltweit in zahlreichen Konzerten zu erleben war. Ihr Markenzeichen sind die vielen Instrumente. Andreas Schweigl ist an Klarinette, Bassklarinette, Saxophonen und Flöten sowie mit seiner Singstimme zu hören. Johannes Bär beherrscht Sousaphon, Tuba, Posaune, Trompete, Alphorn, Didgeridoo, Beatbox und Schlagzeug. Inspiriert von dieser Vielfalt an Klangmöglichkeiten hat David Helbock, der sich auf das Klavier und etwas Perkussion konzentriert, Gedichte von William Blake, Emily Dickinson und anderen vertont. Das Trio hat die vorarlberger Jazzsängerin Filippa Gojo eingeladen, diese zu interpretieren. Gojo studierte in Köln und war 2015 Gewinnerin des Neuen Deutschen Jazzpreises.