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Ausklang, das Herbstfestival der Tiroler Festspiele Erl, mit dem seit 2024 jede Spielzeit eröffnet wird, geht 2026 in seine dritte Ausgabe. Kurator Andreas Schett vereint auch heuer wiederum Künstler:innen unterschiedlichster Musikrichtungen für den Ausklang in Erl miteinander: Klassik trifft auf Volksmusik, Jazz, Pop, Weltmusik und mehr. Dabei entstehende Überraschungsmomente durch unerwartete musikalische Abfolgen sind beabsichtigt.

Tag zwei startet mit dem deutsch-amerikanisch-persischen Musiker, Sänger und Komponisten Malakoff Kowalski. Seine Musik bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen europäischer Klaviertradition, Jazz und Lyrik. Das Wiener Akustik-Duo Die Strottern kehrt nach seinem Auftritt beim ersten Ausklang 2024 zurück und bringt sein neues Projekt Sieben Zwetschken gemeinsam mit der JazzWerkstatt Wien auf die Bühne.

Immer mit dabei im Zusammenspiel ist die Musicbanda Franui. Die „Local heroes“ nehmen gemeinsam mit ihrem kreativen Kopf Andreas Schett erneut die musikalische Gastgeberrolle ein.

Team

Malakoff Kowalski

„Was ich weiß: Meine Eltern wurden in Teheran geboren, ich bin in Boston zur Welt gekommen, ich bin in Hamburg aufgewachsen, und ich lebe heute in Berlin. Ich liebe nichts so sehr wie Musik. Alles andere sind Fragezeichen, Ausrufezeichen, Gedankenstriche.” So beschreibt sich der Musiker und Komponist Malakoff Kowalski selbst. Er nennt Debussy, Skrjabin und Frederic Mompou als seine Vorbilder, wobei Jazz und psychedelische Musik der 50er- und 60er-Jahre für ihn ebenso wichtig sind. Neben Solo-Projekten wirkt er auch als Film- und Theaterkomponist. Seit Jahren arbeitet er eng mit dem Filmregisseur Klaus Lemke und der Regisseurin und Dramatikerin Angela Richter zusammen. Er schrieb Bühnenmusiken für Stefan Bachmanns Inszenierung von Parzival am Schauspiel Köln und Stephan Kimmigs Produktion Faust I am Staatstheater Stuttgart. 2009 kam sein erstes Solo-Album, Neue Deutsche Reiselieder, heraus, 2018 sein erstes Solo-Klavier-Album My First Piano. Zuletzt erschien 2025 Songs With Words, eine Aufnahme, die gemeinsam mit Igor Levit, Johanna Summer und Chilly Gonzales entstand.

Musicbanda Franui

Franui ist der Name einer Almwiese im Osttiroler Dorf Innervillgraten, in dem der Großteil der Musiker:innen der gleichnamigen Musicbanda aufgewachsen ist. Franui spielt seit 1993 in nahezu unveränderter Besetzung und ist bei vielen Festivals und Veranstaltern zu Gast, u. a. im Wiener Konzerthaus, am Burgtheater, bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, bei den Münchner Opernfestspielen, in der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie de Paris und am Schauspielhaus Zürich. Mit seinen Neuinterpretationen der Lieder von Schubert, Schumann, Brahms und Mahler wurde das Ensemble weitum bekannt. Es versteht sich als „Umspannwerk zwischen Klassik, Volksmusik, Jazz und zeitgenössischer Kammermusik“. Die Musiker:innen arbeiten häufig mit herausragenden Bühnenpartner:innen zusammen, u. a. mit dem Bassbariton Florian Boesch, dem Puppenspieler Nikolaus Habjan, dem Wienerlied-Duo Die Strottern und dem Kabarett-Duo Maschek.

Die Strottern

Das Akustik-Duo Die Strottern „entstaubt“ nach eigenem Anspruch seit über 20 Jahren das Wienerlied musikalisch und inhaltlich. Ende der 1980er-Jahre begannen begannen Klemens Lendl und David Müller miteinander zu musizieren. Als sie um die Jahrtausendwende den Poeten Peter Ahorner kennenlernten, fanden sie im Neuen Wienerlied ihre musikalische Heimat. 2003 erschien eine erste CD mit eigenen Liedern. Immer wieder suchen Die Strottern im Zusammenspiel mit Musikern aus anderen Genres nach neuen und heute gültigen Ausdrucksmitteln und Themen für das Wienerlied. So entstanden gemeinsame Programme mit der JazzWerkstatt Wien, Ensemble Mikado, Franui, Hannes Löschel, Christoph Bochdansky, Matthias Schorn, Willi Resetarits, Velvet Elevator, Ramsch & Rosen, Barbara Romen & Gunter Schneider, Zur Wachauerin, Maja Osojnik, Lukas Kranzelbinder, Matthias Loibner sowie mit ihrer „DeLuxe-Besetzung“ Die Strottern & Blech (mit Martin Eberle an Trompete/Flügelhorn und Martin Ptak an Posaune/Harmonium). Das Ensemble wurde mehrfach ausgezeichnet.

JazzWerkstatt Wien

Die JazzWerkstatt Wien ist ein unkonventionelles Künstler:innen-Kollektiv, das als Institution, Knotenpunkt, Hafen, Inspiration und Wegbegleiter vieler internationaler Bands, Musiker:innen und Komponist:innen fungiert. Bei ihrer Gründung im Jahr 2004 wurde die JazzWerkstatt Wien europaweit als radikales Vorreiter-Projekt gehandelt. Die JazzWerkstatt Wien stellt eine komplette Infrastruktur bereit, in der sich das Kollektiv selbst organisiert, um jene Bedingungen und Möglichkeiten in einer Szene zu schaffen, an denen es mangelt und die man sich als Künstler:in wünscht. Die JazzWerkstatt Wien betreibt Öffentlichkeitsarbeit, das Label JazzWerkstatt Records, veranstaltet Festivals und Konzerte, sucht in Bewerben nach der nächsten Generation und entwickelt interdisziplinäre Veranstaltungskonzepte. Den Begriff des Jazz fasst die JazzWerkstatt Wien bewusst weit. Jazz wird weniger als Genre betrachtet als in seinem gesellschaftspolitischen Kontext verstanden. Es geht nicht um eine bestimmte Art von Ästhetik, sondern um eine bestimmte Art Musik zu machen.