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Ausklang, das Herbstfestival der Tiroler Festspiele Erl, mit dem seit 2024 jede Spielzeit eröffnet wird, geht 2026 in seine dritte Ausgabe. Kurator Andreas Schett vereint auch heuer wiederum Künstler:innen unterschiedlichster Musikrichtungen für den Ausklang in Erl miteinander: Klassik trifft auf Volksmusik, Jazz, Pop, Weltmusik und mehr. Dabei entstehende Überraschungsmomente durch unerwartete musikalische Abfolgen sind beabsichtigt.

Am dritten Tag ist der Sänger, Songwriter und Akkordeonspieler Maxi Pongratz mit einem neuen Trio zu erleben; er ist u.a. als ehemaliger Frontmann der bayerischen Kult-Gruppe Kofelgschroa bekannt. In Partnerschaft auf der Bühne mit dem finnische Mundharmonika-Quartett Sväng ist Hochspannendes zu erwarten. Auch die Sopranistin Anna Prohaska, die auf den großen Bühnen der Welt zuhause ist, kommt nach Erl. Und die preisgekrönte Jazzformation Shake Stew von Bassist Lukas Kranzelbinder beschließt das Festival als Septett in Volksmusik-Disposition: zwei Bässe und zwei Schlagwerke als Fundament, darüber Dreistimmigkeit von Trompete und zwei Saxophonen.

Immer mit dabei im Zusammenspiel ist die Musicbanda Franui. Die „Local heroes“ nehmen gemeinsam mit ihrem kreativen Kopf Andreas Schett erneut die musikalische Gastgeberrolle ein.

Team

Maxi Pongratz Trio

Bekannt geworden mit seiner Band Kofelgschroa, seinen hintersinnigen Texten und seinem ganz ureigenen Akkordeon-Stil, ist Maxi Pongratz heute aus der deutschen Kleinkunst-Szene nicht mehr wegzudenken. Der gelernte Gärtner zog mit seinem Akkordeon von Wirtshaus zu Wirtshaus, später von Bühne zu Bühne – und wurde schließlich doch noch Musiker. Mit Kofelgschroa veröffentlichte Maxi Pongratz drei Alben. 2025 gewann er den ersten Platz sowie den Publikumspreis des renommierten Passauer Scharfrichterbeils. In seinem vierten Solo-Album rum&num geht er großen Fragen nach: Wie wird man, wer man sein will? Was hat Volksmusik mit Heimat zu tun? Und was ist das überhaupt: Heimat? Zum Ausklang nach Erl kommt Maxi Pongratz mit einer neuen Trio-Formation.

Sväng

Das 2003 gegründete Ensemble Sväng hat mit seinem Repertoire in großer stilistischer Bandbreite sowie durch seinen eigenwilligen Umgang mit den Instrumenten neue Maßstäbe in der Mundharmonika-Musik gesetzt. Obwohl drei seiner Mitglieder Absolventen der Sibelius-Akademie sind, ist Sväng alles andere als ein akademisches Ensemble. In seiner Musik verschmilzt künstlerischer Anspruch mit schrägem Humor à la Kaurismäki. Die Eigenkompositionen des Quartetts – das von Eero Grundström, Eero Turkka, Jouko Kyhälä und Tapani Varis gebildet wird – überzeugen durch Virtuosität und Unterhaltsamkeit. Slawische Melancholie wird von einem mitreißenden Groove unterlegt, der die Liebe der Band zu Musik aller Art offenbart. Sväng arbeitet auch regelmäßig mit anderen Musiker:innen zusammen, u. a. mit dem Akkordeonisten Otto Lechner. Abgesehen von Auftritten in seinem Heimatland konzertierte Sväng bereits bei renommierten Festivals sowie in Konzert- und Opernhäusern, u. a. in Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Japan, China, Österreich, Italien und der Türkei.

Anna Prohaska

Die österreichisch-englische Sopranistin Anna Prohaska gab ihr Debüt im Alter von 18 Jahren an der Komischen Oper Berlin. Mit 23 Jahren wurde sie Ensemblemitglied an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Ihre außergewöhnliche Karriere führte sie seither an die bedeutendsten Opernhäuser und zu herausragenden Orchestern. Sie gastierte u. a. am Teatro alla Scala in Mailand, am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Opéra national de Paris, an der Hamburgischen Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper in München, am Theater an der Wien, beim Festival d’Aix-en-Provence sowie bei den Salzburger Festspielen, wo sie u. a. als Vitellia (La clemenza di Tito), Zerlina (Don Giovanni), Despina (Così fan tutte), Susanna (Le nozze di Figaro) und Cordelia (Reimanns Lear) zu erleben war. Als Konzertsolistin trat sie u. a. mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem London Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Los Angeles Philharmonic auf.

Musicbanda Franui

Franui ist der Name einer Almwiese im Osttiroler Dorf Innervillgraten, in dem der Großteil der Musiker:innen der gleichnamigen Musicbanda aufgewachsen ist. Franui spielt seit 1993 in nahezu unveränderter Besetzung und ist bei vielen Festivals und Veranstaltern zu Gast, u. a. im Wiener Konzerthaus, am Burgtheater, bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, bei den Münchner Opernfestspielen, in der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie de Paris und am Schauspielhaus Zürich. Mit seinen Neuinterpretationen der Lieder von Schubert, Schumann, Brahms und Mahler wurde das Ensemble weitum bekannt. Es versteht sich als „Umspannwerk zwischen Klassik, Volksmusik, Jazz und zeitgenössischer Kammermusik“. Die Musiker:innen arbeiten häufig mit herausragenden Bühnenpartner:innen zusammen, u. a. mit dem Bassbariton Florian Boesch, dem Puppenspieler Nikolaus Habjan, dem Wienerlied-Duo Die Strottern und dem Kabarett-Duo Maschek.

Shake Stew

Die österreichische Band Shake Stew feiert seit ihrem Auftritt beim Jazzfestival Saalfelden 2016 und ihrem anschließenden Debütalbum The Golden Fang mit ihrer energiegeladenen Mischung aus hypnotischen Klanglandschaften und Kraut-Jazz-Grooves in ganz Europa große Erfolge. Angeführt vom Bassisten Lukas Kranzelbinder entwickelte sich die Band rasch zu einem der meistgefragten Live-Acts der Szene. Sie unternahm eine Tournee durch Kanada, Mexiko und Marokko und gastierte bei renommierten Festivals, u. a. in Montreal, Rochester und Rotterdam. Shake Stew begeistert mit ungewöhnlicher Besetzung – zwei Schlagzeuger, zwei Bassisten und drei Bläser – Publikum jeden Alters in unterschiedlichsten Locations, vom Club bis zum klassischen Konzertsaal. Das dritte Studioalbum der Band, Gris Gris, wurde 2020 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. 2021 wurde Shake Stew mit dem Deutschen Jazzpreis in der Kategorie „Band des Jahres international“ ausgezeichnet und 2023 mit dem Amadeus Austrian Music Award.