Zum Hauptinhalt springen

EIN BAUER NAMENS VERDI

Musikalische Leitung: Asher Fisch
Inszenierung: Andreas Weirich
Erzähler: Drummond Walker
Orchester der Tiroler Festspiele Erl
Chor der Tiroler Festspiele Erl

Ein Bauer namens Verdi? Haben die Tiroler Festspiele etwa die Musikgeschichte durcheinandergebracht? War Giuseppe Verdi nicht der große - ja vielleicht größte - italienische Operkomponist? Im Familienkonzert wird dieses Rätsel auf unterhaltsame Weise gelüftet. Spielerisch und lebendig erzählt, begegnen wir dem jungen Verdi aus dem Dorf Le Roncole in der Poebene ebenso wie den prägenden Weggefährten seines Lebens, darunter die Sängerin Giuseppina Strepponi und der Verleger Giulio Ricordi. Mit viel Musik und überraschenden Einblicken in die bewegte Geschichte eines jungen Manns entsteht ein farbenreiches Porträt, das Jung und Alt gleicher-maßen in das Italien des 19. Jahrhunderts und die Welt der italienischen Oper entführt.

Ein szenisches Portrait über Giuseppe Verdi für ein Orchester, einen Dirigenten und vier Darsteller

Konzertdauer: circa eine Stunde ohne Pause
Preise: €35| für Jungendliche € 17,50| frei für Kinder bis 10 Jahre

Team

Asher Fisch Musikalische Leitung

Asher Fisch ist einer der führenden international tätigen Opern- und Konzertdirigenten. Seit der Spielzeit 2024/25 ist er Musikdirektor der Tiroler Festspiele Erl und seit 2014 Chefdirigent des West Australian Symphony Orchestra. Opernengagements führten ihn u. a. nach Wien, Mailand, München, Paris, Madrid, Chicago und Los Angeles. Als Wagner-Spezialist hat er zwei komplette Ring-Zyklen sowie Tristan und Isolde aufgenommen. Seine intensive Beschäftigung mit dem italienischen Repertoire mündete u. a. in ein Puccini-Album mit Jonas Kaufmann. Als Konzertdirigent stand er u. a. am Pult des New York Philharmonic, Chicago Symphony, San Francisco Symphony, Cleveland Orchestra, Philadelphia Orchestra, der Berliner Philharmoniker, der Münchner Philharmoniker, des Orchestre National de France und des London Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist er ein gefragter Pianist.

Andreas Weirich Inszenierung

Andreas Weirich ist Spielleiter an der Bayerischen Staatsoper und arbeitet als freier Regisseur. Ihn verbindet eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Barrie Kosky, Christof Loy, Dmitri Tcherniakov, Tobias Kratzer und Andreas Kriegenburg. Gastengagements führen ihn immer wieder an Opernhäuser in Tokyo, Paris, Lyon, Valencia, Barcelona, zu den Salzburger und Bregenzer Festspielen.

2010 inszenierte er an der Bayerischen Staatsoper Nepomuks Nacht, 2013 folgte seine Inszenierung von Peter Maxwell Davies’ Eight Songs for a Mad King im Cuvilliéstheater, 2015 Selma Ježková bei den Münchner Opernfestspielen. In der Spielzeit 2015/16 führte er Regie bei der Neueinstudierung von Die Fledermaus sowie 2017/18 bei Der zerbrochene Krug (Opernstudio). 2019 bis 2021 entwickelte und inszenierte er für die Bayerische Staatsoper neue Opern- und Streaming-Formate, unter anderem 6 Monologe von Jedermann von Frank Martin und eine Adaption von Eight Songs for a Mad King. Weitere eigene Arbeiten zeigte Andreas Weirich 2019 mit der Uraufführung von Marius Felix Langes Der Gesang der Zauberinsel bei den Salzburger Festspielen und 2021 mit einem Debüt an der Nationalen Oper in Lviv / Ukraine für den Doppelabend Sokol/ Alcide. November 2022 führte er dort erneut Regie für die Uraufführung Die schreckliche Rache. Diese während des Krieges gegen die Ukraine entstandene Produktion war bei den International Opera Awards 2023 nominiert.

Es folgten 2023 die Inszenierung der Oper Schattenkind und ein selbst konzipiertes Operetten-Opern-Pasticcio 2025 am Theater an der Rott/ Eggenfelden, eine Uraufführung im Rahmen der Ausseer Barocktage 2024, die Produktion Sunset Boulevard am Musiktheater Vorarlberg.

Zuletzt übernahm er die Neueinstudierung der Produktion Die Passagierin (Inszenierung: Tobias Kratzer) an der Nationale Opera & Ballet Amsterdam und führte Regie bei der Produktion Brundibár unter der musikalischen Leitung von Vladimir Jurowski.

Weitere Produktionen an der Bayerischen Staatsoper und Gastengagements in Barcelona sind in Planung.

Drummond Walker Erzähler
Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Im Sommer 1999 begann eine Erfolgsgeschichte: Das Orchester der Tiroler Festspiele Erl formierte sich zum ersten Mal. Mittlerweile vereint es Musiker:innen aus 20 Nationen jedes Jahr im Winter, zu Ostern und im Sommer in Erl: Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, junge Spitzentalente, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Klangkörper, seinen Ruf als eines der besten Wagner-Orchester der Welt zu festigen. Neben Wagner zählen Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini, die Symphonien Beethovens sowie weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock über die Romantik bis hin zu Kompositionen der Gegenwart zu seinem Repertoire. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor der Tiroler Festspiele Erl legt einen Fokus auf die sorgfältige Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden vielseitige Projekte von A-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weiterer Schwerpunkt den Werken des Belcanto und den Opern Verdis. Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk pflegt. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponist:innen zur Aufgabe gemacht. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach deren Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.