,,Bei Bruckner handelt es sich gar nicht um Werke, sondern um einen Schwindel, der in ein bis zwei Jahren tot und vergessen sein wird." Mit diesem Verdikt lag Johannes Brahms bekanntlich gründlich daneben. Gerade die Vierte Symphonie von Anton Bruckner, die „Romantische", zählt heute zu den beliebtesten Werken des symphonischen Repertoires. Bruckner selbst verband mit ihr starke Naturbilder, für manche Ohren mittelalterlich anmutende Szenerien und eine geradezu epische Klangwelt. Die monumentalen Steigerungen, die scharf konturierten Bläsersätze und die überwältigende Terrassendynamik wirken bis in die Filmmusik unserer Zeit nach und erzeugen ein intensives „Kopfkino". Einen anderen „Film" hören wir mit Benjamin Brittens Four Sea lnterludes, die mit schillernden Orchesterfarben das Meer in all seinen Facetten hörbar machen. Asher Fisch präsentiert die Stücke erstmals in Erl und setzt damit die Erler Repertoire-Erweiterung konsequent fort.
Benjamin Britten (1913-1976)
Four Sea lnterludes aus der Oper Peter Grimes
op.33a
Anton Bruckner (1824-1896)
Symphonie Nr. 4 Es-Dur „Romantische"