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Giuseppe Verdi: NABUCCO

Musikalische Leitung: Asher Fisch

Nabucco: Gabriele Viviani
Abigaile: Anastasia Bartoli
Zaccaria: Simon Lim
Fenena: Emilia Rukavina
Ismaele: Giorgio Berrugi
Gran Sacerdote: Lukas Enoch Lemcke
Anna: Caterina Marchesini
Abdallo: Emanuele Pellegrini

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Konzertante Oper hat bei den Tiroler Festspielen schon Traditionsstatus erreicht. Um dem Rechen-schaft zu tragen, erweitern die Festspiele das Programm ihrer Wintersaison und spielen bereits Mitte Dezember Verdis Nabucco. Mit dieser frühen Oper gelang Giuseppe Verdi der internationale Durchbruch; zugleich wurde sie zu einem musika-lischen Symbol des italienischen Risorgimento.

Für die Aufführung versammeln die Festspiele eine hochkarätige Besetzung rund um Anastasia Bartoli, die in Kennerkreisen als eine der heraus-ragenden Interpretinnen der anspruchsvollen Partie der Abigaille gilt. So steht der Auftakt der Wintersaison ganz im Zeichen von „Viva Verdi" - jenem berühmten Ruf, der einst gleichermaßen für den Komponisten wie für die Hoffnung auf ein geeintes Italien stand.

Team

Asher Fisch Musikalische Leitung

Asher Fisch ist einer der führenden international tätigen Opern- und Konzertdirigenten. Seit Saisonbeginn 2024/25 ist er Musikdirektor der Tiroler Festspiele Erl und seit 2014 Chefdirigent des West Australian Symphony Orchestra. Opernengagements führten ihn an die großen Opernhäuser, u. a. nach Wien, Mailand, München, Paris, Madrid, Chicago und Los Angeles. Als Wagner-Spezialist hat er zwei komplette Ring-Zyklen sowie Tristan und Isolde aufgenommen. Seine intensive Beschäftigung mit dem italienischen Repertoire mündete u. a. in ein Puccini-Album mit Jonas Kaufmann. Als Konzertdirigent leitete er namhafteste Orchester wie das New York Philharmonic, das Chicago Symphony, das San Francisco Symphony, das Cleveland Orchestra, das Philadelphia Orchestra, die Berliner Philharmoniker, die Münchner Philharmoniker, das Orchestre National de France und das London Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist er ein gefragter Pianist.

Gabriele Viviani Nabucco
Anastasia Bartoli Abigaile
Simon Lim Zaccaria
Emilia Rukavina Fenena

Die Mezzosopranistin Emilia Rukavina wurde 1995 in Rijeka geboren. Sie absolvierte ein Sologesangsstudium an der Musikakademie in Zagreb bei Martina Gojčeta Silić. 2021 wurde sie in das Opernstudio Giorgio Surian des Kroatischen Nationaltheaters in ihrer Heimatstadt aufgenommen, wo sie seither zahlreiche Partien verkörperte. Darüberhinaus stand sie vielfach im Kroatischen Nationaltheater Zagreb auf der Bühne und gastierte u. a. in Ljubljana und Triest. Zu ihrem Repertoire gehören u. a. die Partien Mercedes und Carmen (Carmen), Lola (Cavalleria rusticana), Flora (La traviata), Suzuki (Madama Butterfly), Dorabella (Così fan tutte), Orfeo (Glucks Orfeo ed Euridice), Maddalena (Rigoletto), Orlofsky (Die Fledermaus), Angelina (La Cenerentola), Fenena (Nabucco), Olga (Eugen Onegin) und Charlotte (Werther). 2024 gab sie ihr Debüt als Suzuki am Teatro Lirico di Cagliari. Neben ihren Opernauftritten ist sie auch als Konzertsängerin und Liedinterpretin aktiv.

Giorgio Berrugi Ismaele
Lukas Enoch Lemcke Gran Sacerdote

Der Bass Lukas Enoch Lemcke stammt aus Regensburg und erhielt seine Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen, bei Brent Lee Damkier sowie bei Manfred Equiluz an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. 2022 begann er ein Masterstudium bei Karlheinz Hanser an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und debütierte an der Wiener Staatsoper. 2023 gab er als Sarastro (Die Zauberflöte) sein Hausdebüt am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Seit der Spielzeit 2023/24 ist er Ensemblemitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München, wo er Partien wie Sarastro, Alidoro (La Cenerentola) und Leporello (Don Giovanni) interpretierte. Bei den Tiroler Festspielen Erl 2024/25 war er in Parsifal sowie in konzertanten Aufführungen von La traviata und Rigoletto zu erleben. Auf dem Konzertpodium war er u. a. in Pietro Mascagnis Messa di Gloria und Schuberts Messe B-Dur zu hören sowie wiederum in Erl in Bachs Weihnachtsoratorium und Matthäus-Passion.

Caterina Marchesini Anna
Emanuele Pellegrini Abdallo
Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor steht dem Festspiel-Orchester als ebenbürtiger musikalischen Partner zur Seite. Der Fokus liegt dabei auf einer sorgfältigen Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden mit den Sängerinnen und Sängern vielseitige Projekte von a-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weitere Schwerpunkt im Repertoire den Werken des Belcantos und den Opern Verdis.

Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk, dem Staatlichen Akademischen Chor der Republik Belarus, hat. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponisten zur Aufgabe gemacht.

Der Chor zeichnet sich durch hohe Intonationssicherheit, Harmonie, Vielfalt und dynamischen Klang aus – Basis für zahlreiche Tourneen durch ganz Europa in den vergangenen Jahren. Das Repertoire umfasst Requien, Messen, Kantaten und geistliche Werke ebenso wie Opern. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach ihrem Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.