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Giuseppe Verdi: LA TRAVIATA

Musikalische Leitung: Asher Fisch

Regie: Mariame Clément
Bühne und Kostüme: Julia Hansen
Lichtdesign: Ulrik Gad

Violetta Valéry: Julia Muzychenko
Flora Bervoix: Tatiana Kuryatnikova
Annina: Domenica Radlmaier
Alfredo Germont: Dumitru Mîțu
Giorgio Germont: Vito Priante
Gastone: Peter Kirk
Barone Douphol: Gianluca Margheri
Marchese d’Obigny: Gianluca Failla
Grenvil: Felix Pacher

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Nach dem großen Erfolg der konzertanten Aufführungen von La traviata im Sommer 2025 bringen die Tiroler Festspiele Erl Giuseppe Verdis Oper nun auch szenisch auf die Bühne. In vier Vorstellungen wird das bewegende Schicksal der Kurtisane Violetta Valéry neu erzählt.

Regie führt die international renommierte Regisseurin Mariame Clément, die zwischen Berlin und Salzburg auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken kann. Für ihre Inszenierung richtet sie den Blick nicht nur auf die tragische Liebesgeschichte zwischen Violetta und Alfredo, sondern auch auf die gesellschaftlichen Strukturen, die das Leben der Figuren prägen. Violettas Scheitern erscheint so nicht allein als private Tragödie, sondern als Spiegel einer Gesellschaft, deren Moral keinen Platz für ihre Freiheit und ihre Liebe lässt.

Team

Asher Fisch Musikalische Leitung

Asher Fisch ist einer der führenden international tätigen Opern- und Konzertdirigenten. Seit Saisonbeginn 2024/25 ist er Musikdirektor der Tiroler Festspiele Erl und seit 2014 Chefdirigent des West Australian Symphony Orchestra. Opernengagements führten ihn an die großen Opernhäuser, u. a. nach Wien, Mailand, München, Paris, Madrid, Chicago und Los Angeles. Als Wagner-Spezialist hat er zwei komplette Ring-Zyklen sowie Tristan und Isolde aufgenommen. Seine intensive Beschäftigung mit dem italienischen Repertoire mündete u. a. in ein Puccini-Album mit Jonas Kaufmann. Als Konzertdirigent leitete er namhafteste Orchester wie das New York Philharmonic, das Chicago Symphony, das San Francisco Symphony, das Cleveland Orchestra, das Philadelphia Orchestra, die Berliner Philharmoniker, die Münchner Philharmoniker, das Orchestre National de France und das London Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist er ein gefragter Pianist.

Mariame Clément Regie
Julia Hansen Bühne und Kostüme
Ulrik Gad Lichtdesign
Julia Muzychenko Violetta Valéry

Die Sopranistin Julia Muzychenko wurde 1994 geboren. Sie studierte am Konservatorium ihrer Heimatstadt St. Petersburg, an der Young Artist Vocal Academy der Houston Grand Opera und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe und verfolgt eine rege Karriere sowohl auf der Opern- als auch auf der Konzertbühne. Von 2019 bis 2021 war sie Mitglied des Jungen Ensembles der Semperoper Dresden. In der Saison 2023/24 gab sie ihr Debüt an der Deutschen Oper Berlin als Gilda (Rigoletto). Engagements führten sie u. a. mit der Partie der Violetta Valéry (La traviata) nach Busseto, Parma, Bozen, Bologna und Teneriffa. An der Opéra national de Montpellier gastierte sie mehrfach: als Gilda (Rigoletto), Nannetta (Falstaff), Norina (Don Pasquale) und Musetta (La Bohème). Als Amina (La sonnambula) war sie an den Opernhäusern von Vichy, Limoges, Clermont-Ferrand, Avignon, Metz und Reims zu erleben.

Tatiana Kuryatnikova Flora Bervoix
Domenica Radlmaier Annina
Dumitru Mîțu Alfredo Germont
Vito Priante Giorgio Germont
Peter Kirk Gastone
Zu den aktuellen Engagements von Peter Kirk gehören seine Debüts am Teatro Carlo Felice di Genove und am Royal Opera House Muscat als Lysander Midsummer Night's Dream und am Theater an der Wien als Bart- & Ziegenkerl Wo die wilden Kerle wohnen. Kürzlich kehrte er an die Opera du Rhin in Straßburg als Monostatus in Die Zauberflote, an die Opera de Lyon als Funkchen Irrelohe und zum Grange Festival als Lysander Sommernachtstraum und als Leonard Meryll The Yeomen of the Guard zurück. Peter Kir trat an der Wiener Volksoper als Charlie Cameron Brigadoon und als Tobias Ragg Sweeney Todd an der Nationaloper Bergen auf. Außerdem sang er beim Grafenegg Festival unter Maestro Yutaka Sado, in der Jubilee Hall Aldeburgh, an der Opera de Tours und der Nevill Holt Opera, als Matrose Dido und Aeneas beim Festival d'Aix-en-Provence, mit dem Wiener Tonkünstler Orchester, den Münchner Symphonikern und als Pasek Das schlaue Füchslein an der Opéra national du Rhin. Kirk debütierte an der Nederlandse Reisopera als Herr Erlanson in Eine kleine Nachtmusik, an der Opéra National de Lyon als Nereo in Mefistofele und an der Opera de Tours und der Nevill Holt Opera als Lysander in Brittens Ein Sommernachtstraum. Er sang Tamino in Die Zauberflöte mit dem Wiener Tonkünstler-Orchester und den Münchner Symphonikern unter der musikalischen Leitung von David Reilandfor und mit der Opera Up Close unter Yutaka Sado. Kirk übernahm die Rolle des Almaviva in Il Barbiere di Siviglia an der Opéra Nomade und den Matrosen in Dido and Aeneas beim Festival d'Aix-en-Provence. Sein von der Kritik gefeiertes Debüt an der Royal Opera Covent Garden gab er 2015 als Chulak in Bruce's The Firework-Maker's Daughter. Zu seinen weiteren Engagements zählen Judas Maccabeus mit der Schlesischen Philharmonie in Kattowitz, Dichterliebe am Wiltshire Music Centre, Antonio in Das Liebesverbot an der Opera National du Rhin und Lysander in A Midsummer Night's Dream am Hyogo Arts Centre, Japan. Kirk hat Lucano in L'incoronazione di Poppea für die English Touring Opera, Charlie in Mahagonny Songspiel mit dem London Philharmonic Orchestra und Congressional Page Two Boys für die English National Opera, Lysander in Brittens A Midsummer Night's Dream in der Jubilee Hall Aldeburgh, Pasek in The Cunning Little Vixen mit der l'Opéra national du Rhin gespielt.
Gianluca Margheri Barone Douphol
Gianluca Failla Marchese d’Obigny
Felix Pacher Grenvil
Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor steht dem Festspiel-Orchester als ebenbürtiger musikalischen Partner zur Seite. Der Fokus liegt dabei auf einer sorgfältigen Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden mit den Sängerinnen und Sängern vielseitige Projekte von a-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weitere Schwerpunkt im Repertoire den Werken des Belcantos und den Opern Verdis.

Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk, dem Staatlichen Akademischen Chor der Republik Belarus, hat. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponisten zur Aufgabe gemacht.

Der Chor zeichnet sich durch hohe Intonationssicherheit, Harmonie, Vielfalt und dynamischen Klang aus – Basis für zahlreiche Tourneen durch ganz Europa in den vergangenen Jahren. Das Repertoire umfasst Requien, Messen, Kantaten und geistliche Werke ebenso wie Opern. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach ihrem Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.