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Johann Sebastian Bach: MATTHÄUS-PASSION

Musikalischer Leiter: Martijn Dendievel
Evangelist: Mark Milhofer
Jesus: Andrew Hamilton
Sopran: Anna-Lena Elbert
Alt: Rachael Wilson
Tenor: Lunga Eric Hallam
Bass: Michael Nagl
Orchester der Tiroler Festspiele Erl
Chor der Tiroler Festspiele Erl

Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion, eines der bewegendsten Werke der Musikgeschichte, steht erneut im Zentrum des Osterprogramms der Tiroler Festspiele Erl - traditionsgemäß am Karfreitag Nachmittag. Die Verbindung aus theologischer Reflexion, kompositorischer Meisterschaft und dramatischer Erzählkraft macht dieses Werk zu einem Fixpunkt der Osterzeit in Erl.

Die Aufführungszeit ist dabei nicht zufällig gewählt: In der christlichen Überlieferung gilt die „neunte Stunde", also etwa 15:00 Uhr, als Zeitpunkt des Todes Jesu am Kreuz und verleiht der Aufführung eine geradezu liturgische Dimension. Am Pult steht der belgische Dirigent Martijn Dendievel, Gewinner des Deutschen Dirigentenpreises 2021, der bereits mit Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, dem WDR Sinfonieorchester und dem Orchestre National de Lille gearbeitet hat. Erfahrungen mit großformatigen Chor-Orchesterwerken - darunter auch Werke Johann Sebastian Bachs - prägen seine internationale Tätigkeit.

Team

Martijn Dendievel Musikalischer Leiter
Mark Milhofer Evangelist
Andrew Hamilton Jesus

Andrew Hamilton, geboren in Peterborough (England), studierte an der University of Southampton und der Guildhall School of Music and Drama. Von 2020 bis 2022 war der Bariton Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper in München und anschließend in deren Ensemble. Dort sang er Partien wie Ping (Turandot), Silvano (Un ballo in maschera), Lesbo (Agrippina), Ottokar (Der Freischütz), Ned Keene (Peter Grimes), Schaunard (La Bohème), Aeneas (Dido und Aeneas), Morales (Carmen) und Ruffiack (Le Grand Macabre). 2024 gab er sein Debüt am Theater an der Wien als Pâris (Gounods Roméo et Juliette) und in der vergangenen Saison sein Rollendebüt als Valentin (Gounods Faust) am Teatro Massimo in Palermo. Mit der Spielzeit 2025/26 wird er an die Staatsoper Hamburg wechseln. In München konzertierte mit dem Bournemouth Symphony Orchestra und dem Münchner Rundfunkorchester. Als Liedinterpret arbeitet er eng mit dem Pianisten Michael Pandya zusammen.

Anna-Lena Elbert Sopran
Rachael Wilson Alt
Lunga Eric Hallam Tenor
Michael Nagl Bass
Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Im Sommer 1999 begann eine Erfolgsgeschichte: Das Orchester der Tiroler Festspiele Erl formierte sich zum ersten Mal. Mittlerweile vereint es Musiker:innen aus 20 Nationen jedes Jahr im Winter, zu Ostern und im Sommer in Erl: Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, junge Spitzentalente, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Klangkörper, seinen Ruf als eines der besten Wagner-Orchester der Welt zu festigen. Neben Wagner zählen Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini, die Symphonien Beethovens sowie weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock über die Romantik bis hin zu Kompositionen der Gegenwart zu seinem Repertoire. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor der Tiroler Festspiele Erl legt einen Fokus auf die sorgfältige Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden vielseitige Projekte von A-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weiterer Schwerpunkt den Werken des Belcanto und den Opern Verdis. Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk pflegt. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponist:innen zur Aufgabe gemacht. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach deren Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.