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Johann Sebastian Bach: WEIHNACHTSORATORIUM

Musikalische Leitung: Julius Zeman
Sopran: Alina Wunderlin
Alt: Anita Monserrat
Tenor: Manuel Günther
Bass: Michael Nagl
Orchester der Tiroler Festspiele Erl
Chor der Tiroler Festspiele Erl

Auch 2026 wird die beliebte Erler Tradition fortgesetzt, die Wintersaison mit Bachs Weihnachtsoratorium als Vorbote einzuläuten. Die Solist:innenbesetzung setzt sich aus jungen, die internationale Karriereleiter erklimmenden Stimmen zusammen. Am Pult steht mit Julius Zeman ein junger Dirigent, dessen Karriere derzeit so richtig Fahrt aufnimmt.

Team

Julius Zeman Musikalische Leitung

Der gebürtige Wiener Julius Zeman schloss seine Studien in Dirigieren, Klavier und Orgel an der Universität Mozarteum Salzburg mit Auszeichnung ab. Er war von 2023 bis 2026 am Saarländischen Staatstheater in Saabrücken engagiert und dirigierte dort ein breitgefächertes Repertoire, von Die Entführung aus dem Serail über Aida, Prokofjews Romeo und Julia sowie Kálmáns Herzogin von Chicago bis zu Holsts Savitri und Schönbergs Erwartung. Mit der Zauberflöte gastierte er an der Oper Bern. Anatevka drigierte er am Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg sowie am Theater im Pfalzbau in Ludwigshafen. Er konzertierte mit dem Mozarteumorchester Salzburg und leitete Uraufführungen mit dem œnm.œsterreichisches ensemble fuer neue musik sowie dem Ensemble NAMES. Regelmäßig tritt er auch als Organist, Cembalist sowie als Liedbegleiter und Kammermusiker auf.

Alina Wunderlin Sopran

Die in Frankfurt geborene Koloratursopranistin Alina Wunderlin ist auf Opern- und Konzertbühnen mit einem umfangreichen Repertoire in großer stilistischer Vielfalt zu erleben. Sie studierte Gesang und Gesangspädagogik an der Musikhochschule Mannheim bei Rudolf Piernay und Snežana Stamenković. 2025 debütierte sie am Theater an der Wien als Adele (Die Fledermaus). Sie gastierte als Königin der Nacht (Die Zauberflöte) an der Oper Oslo, der Semperoper Dresden und der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Als Dorinda (Orlando) trat sie im Théâtre des Champs-Élysées in Paris auf sowie im Palacio de Las Artes Reina Sofía in Valencia und im Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Weitere Engagements führten sie u. a. nach Glyndebourne, Hamburg, München, Berlin, Stuttgart, Baden-Baden, Wien und Zürich.

Anita Monserrat Alt

Die britische Mezzosopranistin Anita Monserrat ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe. Sie studierte an der University of Cambridge, der Royal Academy of Music in London und der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 2023 war sie Mitglied des Young Singers Project der Salzburger Festspiele, wohin sie 2026 für die Partie der Mercédès (Carmen) zurückkehrte. 2024 bis 2026 war sie Mitglied im Opernstudio der Wiener Staatsoper, wo sie u. a. Partien wie Zerlina (Don Giovanni), Lola (Cavalleria rusticana) und Kate Pinkerton (Madama Butterfly) sang. Konzert-Highlights umfassen u. a. Johannes-Passion im Barbican Centre in London, Messiah beim London Handel Festival sowie im Wiener Musikverein, Vivaldis Gloria mit der Academy of Ancient Music, die Gala Opern Air zur Eröffnung der Spielzeit 2025/26 der Wiener Staatsoper und ein Galakonzert in der Carnegie Hall in New York.

Manuel Günther Tenor

Der Tenor Manuel Günther begann seine Laufbahn im Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper und als Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper in München. Als Teilnehmer des Young Singers Project gab er 2012 sein Debüt bei den Salzburger Festspielen, wohin er 2023 als Basilio (Le nozze di Figaro) zurückkehrte. Mit seinem breit gefächerten Repertoire als Opern- und Konzertsänger gastierte er u. a. an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, an der Komischen Oper Berlin, an der Semperoper Dresden, am Théâtre des Champs-Élysées Paris, am Grand Théâtre de Genève, am Opernhaus Zürich, am Teatro Regio Torino, am Teatr Wielki Warschau, am Theater an der Wien, bei den Salzburger und den Bregenzer Festspielen, beim Glyndebourne Festival, in der Elbphilharmonie Hamburg und bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik.

Michael Nagl Bass

Der Bass Michael Nagl wurde in Wien geboren, wo er 2016 ein Gesangsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst absolvierte. Ab 2016/17 war er Mitglied im Opernstudio der Staatsoper Stuttgart, ehe er mit der Saison 2018/19 in das Ensemble aufgenommen wurde. Zu seinen dortigen Partien gehören u. a. Masetto und Leporello (Don Giovanni), Figaro (Le nozze di Figaro), Mönch (Don Carlo), Basilio in (Il barbiere di Siviglia), Ferrando (Il trovatore) und Eremit (Der Freischütz). 2022 debütierte er bei den Salzburger Festspielen als Papageno (Die Zauberflöte). Engagements führten ihn u. a. an das Theater an der Wien, zum Glyndebourne Festival, an die Semperoper Dresden, die Wiener Staatsoper, das Konzerthaus Berlin, die Niederländische Nationaloper in Amsterdam, die Opéra National de Paris, die Opéra national du Rhin in Straßburg, den Wiener Musikverein und zu den Bregenzer Festspielen.

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Im Sommer 1999 begann eine Erfolgsgeschichte: Das Orchester der Tiroler Festspiele Erl formierte sich zum ersten Mal. Mittlerweile vereint es Musiker:innen aus 20 Nationen jedes Jahr im Winter, zu Ostern und im Sommer in Erl: Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, junge Spitzentalente, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Klangkörper, seinen Ruf als eines der besten Wagner-Orchester der Welt zu festigen. Neben Wagner zählen Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini, die Symphonien Beethovens sowie weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock über die Romantik bis hin zu Kompositionen der Gegenwart zu seinem Repertoire. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor der Tiroler Festspiele Erl legt einen Fokus auf die sorgfältige Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden vielseitige Projekte von A-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weiterer Schwerpunkt den Werken des Belcanto und den Opern Verdis. Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk pflegt. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponist:innen zur Aufgabe gemacht. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach deren Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.