KEVIN CHEN
Mit einem außerordentlich vielseitigen Programm debütiert der "Rising Star" Kevin Chen bei den Tiroler Festspielen Erl. Das Programm ist als vielschichtige Studie über Variation, Verwandlung und klangliche Imagination gestaltet. Von Ludwig van Beethovens Bearbeitung eines russischen Volkslieds (Schöne Minka) bis zu den radikalen 32 Variationen in c-Moll zeigt sich das Prinzip der stetigen Metamorphose. Dieses setzt sich bei Felix Mendelssohn Bartholdy fort, dessen Variations serieuses die Form ins Romantische erweitern, während Franz Liszts Sicht auf Beethovens An die ferne Geliebte in eine neue klangliche Dimension überführt und gleichzeitig die Brücke zu Beginn des Konzerts schlägt.
Nach der Pause öffnet Alexander Skrjabin mit seinen visionären Klangwelten den Raum ins Transzendentale, bevor Liszts Jeux d'eaux und die Fassung der Les Preludes für Klavier solo (arrangiert vom jungen Pianisten selbst) Natur, Wasser und schillernde Klangbilder und pianistisches Feuerwerk kombinieren. So verbindet sich alles zu einer Reise von der Variation zur Vision.
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
aus Zehn Variationen über Volkslieder op. 107 Nr. 7: Air russe Schöne Minka
32 Variationen über eine eigenes Thema c-Moll WoO80
Ludwig van Beethoven/Franz Liszt (1811-1886)
An die ferne Geliebte S. 469
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Variations serieuses op. 54
Alexander Skrjabin (1872-1915)
aus 24 Präludien op. 11, Nr. 11 H-Dur
Fantasie h-Moll op. 28
Vers Ja flamme op. 72
Franz Liszt
aus Annees de pelerinage, Troisieme annee
S. 163, Nr. 4 Les jeux d'eaux a Ja Villa d'Este
Les Preludes (Poeme symphonique) S. 97 (Arr.: Kevin Chen)