RICHARD STRAUSS
Manche denken bei Also sprach Zarathustra sofort an Stanley Kubrick und seinen Film 2001: A Space Odyssey. Andere erinnern sich an die Schriften von Friedrich Nietzsche. Für Richard Strauss wurde Nietzsches Sprachgewalt zum Ausgangspunkt einer seiner faszinierendsten Tondichtungen: Also sprach Zarathustra. Sein Opus 30 zeigt den jungen Strauss als klangmächtigen Erneuerer, dessen Orchesterfantasie weit über das Bild des „gemütlichen Bayern" hinausweist. Die Partitur ist wie geschaffen für die klangliche Virtuosität des Festspielorchesters in Erl.
Ergänzt wird das Programm durch The Midnight Hour (2015) der australischen Komponistin Anna Clyne, die sich damit erstmals in Erl vorstellt. Gerade in ihrer leuchtenden lnstrumentationskunst und der Lust am orchestralen Klangrausch bildet Clynes Werk eine überraschend schlüssige Brücke zu den sinfonischen Klangwelten von Strauss.
Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend im Passionsspielhaus: Pretty Yende erweitert ihr Repertoire mit den Vier letzten Liedern von Richard Strauss - ein Abend für alle klangsinnigen Schwärmer.
Richard Strauss (1864-1949)
Vier letzte Lieder
Anna Clyne (*1980)
This Midnight Hour für Orchester
Richard Strauss
Also sprach Zarathustra. Sinfonische Dichtung op. 30