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RICHARD STRAUSS

Musikalische Leitung: Asher Fisch
Sopran: Pretty Yende
Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Manche denken bei Also sprach Zarathustra sofort an Stanley Kubrick und seinen Film 2001: A Space Odyssey. Andere erinnern sich an die Schriften von Friedrich Nietzsche. Für Richard Strauss wurde Nietzsches Sprachgewalt zum Ausgangspunkt einer seiner faszinierendsten Tondichtungen: Also sprach Zarathustra. Sein Opus 30 zeigt den jungen Strauss als klangmächtigen Erneuerer, dessen Orchesterfantasie weit über das Bild des „gemütlichen Bayern" hinausweist. Die Partitur ist wie geschaffen für die klangliche Virtuosität des Festspielorchesters in Erl.

Ergänzt wird das Programm durch The Midnight Hour (2015) der australischen Komponistin Anna Clyne, die sich damit erstmals in Erl vorstellt. Gerade in ihrer leuchtenden lnstrumentationskunst und der Lust am orchestralen Klangrausch bildet Clynes Werk eine überraschend schlüssige Brücke zu den sinfonischen Klangwelten von Strauss.

Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend im Passionsspielhaus: Pretty Yende erweitert ihr Repertoire mit den Vier letzten Liedern von Richard Strauss - ein Abend für alle klangsinnigen Schwärmer.

Richard Strauss (1864-1949)
Vier letzte Lieder

Anna Clyne (*1980)
This Midnight Hour für Orchester

Richard Strauss
Also sprach Zarathustra. Sinfonische Dichtung op. 30

Team

Asher Fisch Musikalische Leitung

Asher Fisch ist einer der führenden international tätigen Opern- und Konzertdirigenten. Seit der Spielzeit 2024/25 ist er Musikdirektor der Tiroler Festspiele Erl und seit 2014 Chefdirigent des West Australian Symphony Orchestra. Opernengagements führten ihn u. a. nach Wien, Mailand, München, Paris, Madrid, Chicago und Los Angeles. Als Wagner-Spezialist hat er zwei komplette Ring-Zyklen sowie Tristan und Isolde aufgenommen. Seine intensive Beschäftigung mit dem italienischen Repertoire mündete u. a. in ein Puccini-Album mit Jonas Kaufmann. Als Konzertdirigent stand er u. a. am Pult des New York Philharmonic, Chicago Symphony, San Francisco Symphony, Cleveland Orchestra, Philadelphia Orchestra, der Berliner Philharmoniker, der Münchner Philharmoniker, des Orchestre National de France und des London Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist er ein gefragter Pianist.

Pretty Yende Sopran

Die südafrikanische Sopranistin Pretty Yende war Stipendiatin am South African College of Music in Kapstadt und absolvierte die Accademia Teatro alla Scala in Mailand. Ihre Karriere führte sie an die großen Opernbühnen der Welt, u. a. die Metropolitan Opera in New York, die Opéra national de Paris, die Wiener Staatsoper, die Bayerische Staatsoper, die Staatsoper Unter den Linden Berlin, das Royal Opera House Covent Garden in London, das Théâtre des Champs-Elysées und das Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Sie stand u. a. als Violetta (La traviata), Elvira (I puritani), Amina (La sonnambula), Pamina (Die Zauberflöte), Susanna (Le nozze di Figaro) sowie Manon und Lucia di Lammermoor auf der Bühne. Im Sommer 2026 gab sie ihr Debüt bei den Tiroler Festspielen Erl als Leonora (Il trovatore).

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Im Sommer 1999 begann eine Erfolgsgeschichte: Das Orchester der Tiroler Festspiele Erl formierte sich zum ersten Mal. Mittlerweile vereint es Musiker:innen aus 20 Nationen jedes Jahr im Winter, zu Ostern und im Sommer in Erl: Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, junge Spitzentalente, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Klangkörper, seinen Ruf als eines der besten Wagner-Orchester der Welt zu festigen. Neben Wagner zählen Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini, die Symphonien Beethovens sowie weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock über die Romantik bis hin zu Kompositionen der Gegenwart zu seinem Repertoire. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.