Zum Hauptinhalt springen

Richard Wagner: PARSIFAL

Musikalische Leitung: Asher Fisch

Regie: Philipp M. Krenn
Bühnenbild: Heike Vollmer
Kostüme: Regine Standfuss
Licht: Stefan Schlagbauer
Video: Thomas Achitz

Amfortas: Gerald Finley
Titurel: Martin Snell
Gurnemanz: John Relyea
Parsifal: Jonas Kaufmann
Kundry: Irene Roberts

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Die 2025 mit großem Erfolg herausgebrachte Neuinszenierung des Parsifal von Philipp M. Krenn kehrt auch 2027 wieder. Die Titelrolle verkörpert wie im ersten Jahr der Produktion der Intendant höchstpersönlich, Jonas Kaufmann, begleitet er-neut von einer beeindruckenden Kundry, die be-reits 2025 zu den großen künstlerischen Höhe-punkten der Festspiele zählte: lrene Roberts. Die Mezzosopranistin wird im Sommer 2027 noch eine weitere wichtige Partie übernehmen, nämlich jene der lsolde. Ein weiteres Wiedersehen in Parsifal gibt es auch mit dem gefeierten Klingsor von 2025, Georg Nigl.

Team

Asher Fisch Musikalische Leitung

Asher Fisch ist einer der führenden international tätigen Opern- und Konzertdirigenten. Seit Saisonbeginn 2024/25 ist er Musikdirektor der Tiroler Festspiele Erl und seit 2014 Chefdirigent des West Australian Symphony Orchestra. Opernengagements führten ihn an die großen Opernhäuser, u. a. nach Wien, Mailand, München, Paris, Madrid, Chicago und Los Angeles. Als Wagner-Spezialist hat er zwei komplette Ring-Zyklen sowie Tristan und Isolde aufgenommen. Seine intensive Beschäftigung mit dem italienischen Repertoire mündete u. a. in ein Puccini-Album mit Jonas Kaufmann. Als Konzertdirigent leitete er namhafteste Orchester wie das New York Philharmonic, das Chicago Symphony, das San Francisco Symphony, das Cleveland Orchestra, das Philadelphia Orchestra, die Berliner Philharmoniker, die Münchner Philharmoniker, das Orchestre National de France und das London Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist er ein gefragter Pianist.

Philipp M. Krenn Regie
Philipp M. Krenn_Foto_Andreas J. Hirsch

Philipp M. Krenn stammt aus Wien. Er studierte Schauspiel am damaligen Konservatorium Wien und erlernte das Regiehandwerk als Assistent von Regisseur:innen wie Robert Carsen, Christine Mielitz, Sven Eric Bechtolf, Simon Stone, Alvis Hermanis und Damiano Michieletto an Institutionen wie den Salzburger Festspielen, der Semperoper Dresden, der Bayerischen Staatsoper in München, dem Gran Teatro La Fenice in Venedig, der Wiener Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden in Berlin u. a. Mit Philipp Stölzl arbeitete er mehrfach zusammen. Eigene Regiearbeiten umfassen u. a. Le nozze di Figaro am Staatstheater Meiningen, die deutschsprachige Erstaufführung von Eötvös’ Schlaflos an der Oper Graz und Der fliegende Holländer in der Oper im Steinbruch in St. Margarethen.

Heike Vollmer Bühnenbild

Heike Vollmer studierte Bühnenbild an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Als Assistentin am Berliner Ensemble arbeitete sie u. a. mit Claus Peymann, George Tabori, Achim Freyer, Karl-Ernst Herrmann, Ulrike Ottinger und Jörg Immendorff zusammen. Gemeinsam mit dem Regisseur Philipp Stölzl entstanden Produktionen wie Frankenstein (Theater Basel, Staatsoper Hamburg), Cavalleria Rusticana/Pagliacci (Osterfestspiele Salzburg, Semperoper Dresden), Gounods Faust (Deutsche Oper Berlin, Aalto Musiktheater in Essen), Andrea Chénier (Bayerische Staatsoper in München), Rigoletto (Bregenzer Festspiele) und Rusalka (Niederländische Nationaloper in Amsterdam). Mit Philipp M. Krenn brachte sie 2024 Peter Eötvös’ Schlaflos an der Oper Graz auf die Bühne.

Regine Standfuss Kostüme
Foto: Luca Jacobs

Regine Standfuss studierte Bühnen- und Kostümbild an der Universität der Künste in Berlin. Sie arbeitete als Assistentin an der Schaubühne Berlin, am Teatro alla Scala in Mailand und bei den Salzburger Festspielen. Seit 1996 ist sie als freischaffende Kostümbildnerin an internationalen Bühnen tätig, u. a. am Theater Basel, Schauspielhaus Zürich, A.R.T. in Boston, an der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam, am Schauspiel Frankfurt, Staatstheater Stuttgart, Theater Bremen und der Oper Graz. Im Schauspiel- und Opernbereich arbeitet sie mit Regisseur:innen wie Ola Mafaalani, Martin G. Berger, Thomas Dannemann, Michael Talke, Frank Hilbrich, Claudia Meyer und Christiane Pohle zusammen. Mit Philipp M. Krenn verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit.

Stefan Schlagbauer Licht

Stefan Schlagbauer kommt aus Neuburg an der Donau. Nach seiner Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik wurde er Stellwerksbeleuchter am Theater an der Wien. Anschließend ging er an die Staatsoper Unter den Linden nach Berlin, wo er seit der Spielzeit 2020/21 als Beleuchtungsmeister beschäftigt ist. Er zeichnete dort für das Lichtdesign der Musiktheaterproduktion Abstract Pieces von Manos Tsangaris und jenes für die Kammeroper Thomas von Georg Friedrich Haas in der Regie von Barbora Horáková verantwortlich. An der Oper Graz gestaltete er 2024 das Licht für die österreichische Erstaufführung der Oper Schlaflos von Peter Eötvös in der Regie von Philipp M. Krenn und in der aktuellen Spielzeit jenes für Rigoletto in der Regie von Ute M. Engelhardt.

Thomas Achitz Video

Thomas Achitz studierte in München und an der Kunstuniversität Linz. Seit 2012 ist er bei den Salzburger Festspielen in der Abteilung Medientechnik als Mitglied des Videoteams beschäftigt. Seit 2019 arbeitete er als Live-Kameramann, Cutter und Videodesigner mit dem Video- und Film-Duo rocafilm zusammen, u. a. für Inszenierungen von Robert Carsen, Damiano Michieletto, Claus Guth und Rolando Villazón in Salzburg, Wien, Venedig, Barcelona und Palermo. Bei den Salzburger Festspielen Pfingsten 2024 zeichnete er für die Videogestaltung zu La clemenza di Tito verantwortlich. Mit Philipp M. Krenn arbeitete er für Peter Eötvös’ Oper Schlaflos an der Oper Graz zusammen. Weitere Projekte führten ihn u. a. an das Schauspielhaus Graz und das Landestheater Linz.

Gerald Finley Amfortas
Martin Snell Titurel
John Relyea Gurnemanz
Jonas Kaufmann Parsifal
Foto: Xiomara Bender

Seit seinem Debüt an der Metropolitan Opera New York im Jahr 2006 gehört Jonas Kaufmann zu den Topstars der Klassik. Nach Engagements in Saarbrücken, Stuttgart, Frankfurt, Hamburg und Mailand ging der Tenor 2001 an die Oper in Zürich, von wo aus seine internationale Karriere mit Auftritten an der Lyric Opera Chicago, der Pariser Oper, dem Royal Opera House Covent Garden in London, dem Teatro alla Scala in Mailand, der Deutschen Oper und der Staatsoper in Berlin, der Wiener Staatsoper sowie bei den Festspielen in Salzburg und Bayreuth begann. Er ist im italienischen und französischen Repertoire international genauso gefragt wie im deutschen. Er hat Verdis Otello in London, München und Neapel gesungen, Massenets Werther in Paris, Wien und New York, Wagners Lohengrin in Bayreuth, an der Scala, in Paris und Melbourne. Von Oratorien und Operetten, Canzone napoletana bis zu Wiener Liedern beherrscht er das gesamte Spektrum des Tenor-Repertoires und legt dabei großen Wert auf Vielseitigkeit. Als „Königsklasse des Singens“ bezeichnet er den Liedgesang, den er in künstlerischer Partnerschaft mit dem Pianisten Helmut Deutsch mit großem Erfolg auf der ganzen Welt pflegt, etwa vor kurzem auf einer Asientournee.

            Seit September 2024 ist Jonas Kaufmann Intendant der Tiroler Festspiele Erl. Zum 100. Todestag von Giacomo Puccini unternahm er 2024 eine Konzert-Tournee in Europa. Weitere Höhepunkte der aktuellen Saison umfassen u.a. Pagliacci an der Wiener Staatsoper, eine Lied-Tournee mit Diana Damrau und Helmut Deutsch sowie Pagliacci an der Bayerischen Staatsoper.

Jonas Kaufmanns Aufnahmen wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Mehrmals wurde er zum „Sänger des Jahres“ gewählt, etwa von der Fachzeitschrift Opernwelt, der Klassik-Magazine Diapason und Musical America wie den Jurys der International Opera Awards und des Opus Klassik (vormals Echo Klassik). Er ist Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen, darunter der Titel Bayerischer und Österreichischer Kammersänger sowie Officier de l’ordre des Arts et des Lettres.

Irene Roberts Kundry
Foto: Anne Wilk

Irene Roberts wurde in Sacramento (California, USA) geboren und studierte Gesang an der University of the Pacific und am Cleveland Institute of Music. Von 2015 bis 2024 war die Mezzosopranistin Mitglied des Opernensembles an der Deutschen Oper Berlin wo sie u.a. in Partien wie Marguerite (La damnation de Faust), Nicklausse (Les contes d’Hoffmann), Suzuki (Madama Butterfly), Cherubino (Le nozze di Figaro), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Brangäne (Tristan und Isolde) und als Carmen zu erleben war.

An der Metropolitan Opera in New York debütierte Irene Roberts 2012 in Le nozze di Figaro. Gastspiele führten sie in den letzten Spielzeiten u.a. nach Tokyo, Nandy, Dijon, Amsterdam, Venedig und Macerata. Sie pflegt eine enge Beziehung zur San Francisco Opera, wo sie 2013 in Les contes d’Hoffmann ihr Debüt gab. Als Venus (Tannhäuser) debütierte sie 2024 mit großem Erfolg bei den Bayreuther Festspielen. Als Brangäne sowie mit ihrem Rollendebüt als Eboli (Don Carlo) steht sie in der aktuellen Saison an der Deutschen Oper Berlin auf der Bühne. Die Partie der Kundry verkörperte sie bereits an der Staatsoper Hannover, der Bayerischen Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin zu erleben. Neben ihrer regen Operntätigkeit ist die Mezzosopranistin als Konzertsängerin sehr gefragt.

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor steht dem Festspiel-Orchester als ebenbürtiger musikalischen Partner zur Seite. Der Fokus liegt dabei auf einer sorgfältigen Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden mit den Sängerinnen und Sängern vielseitige Projekte von a-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weitere Schwerpunkt im Repertoire den Werken des Belcantos und den Opern Verdis.

Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk, dem Staatlichen Akademischen Chor der Republik Belarus, hat. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponisten zur Aufgabe gemacht.

Der Chor zeichnet sich durch hohe Intonationssicherheit, Harmonie, Vielfalt und dynamischen Klang aus – Basis für zahlreiche Tourneen durch ganz Europa in den vergangenen Jahren. Das Repertoire umfasst Requien, Messen, Kantaten und geistliche Werke ebenso wie Opern. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach ihrem Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.