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Richard Wagner: TRISTAN UND ISOLDE

Musikalische Leitung: Asher Fisch

Regie: Johannes Erath
Bühnenbild: Heike Scheele
Kostüme: Gesine Völlm
Lichtdesign: Andreas Grüter
Dramaturgie: Gerald Maria Bauer

Tristan: John Matthew Myers
Isolde: Irene Roberts
König Marke: René Pape
Brangäne: Kristina Stanek
Kurwenal: Christoph Pohl
Melot: Sean Michael Plumb
Ein junger Seemann / ein Hirt: Matthew Newlin
Steuermann: Lukas Enoch Lemcke

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

,,Ertrinken, versinken, unbewusst, höchste Lust" - mit diesen Worten endet der ekstatische Klang-rausch von Tristan und /so/de. Mit dieser „Handlung in drei Aufzügen", wie Richard Wagner sein Werk nannte, setzen die Tiroler Festspiele Erl ihren Wagner-Zyklus im Passionsspielhaus fort. Die Neuinszenierung von Johannes Erath befragt das radikale Liebesdrama zwischen metaphysischer Sehnsucht und gesellschaftlicher Ordnung und spürt der Todessehnsucht der Protagonisten nach. Die Titelpartien übernehmen John Matthew Myers und lrene Roberts; die in Erl als Kundry bejubelte Mezzosopranistin gibt die in dieser Produktion ihr Rollendebüt als lsolde.

Dass dieses Werk überhaupt entstehen konnte, verdanken wir nicht zuletzt der Contenance von Mathilde Wesendonck, dem Ziel von Wagners eben unerfüllter Leidenschaft - einer Leidenschaft, die sich in eines der revolutionärsten Musikdramen der Opernwelt und zu Sprengstoff für die harmonischen Gesetzmäßigkeiten der Musikgeschichte verwandelte.

Team

Asher Fisch Musikalische Leitung

Asher Fisch ist einer der führenden international tätigen Opern- und Konzertdirigenten. Seit Saisonbeginn 2024/25 ist er Musikdirektor der Tiroler Festspiele Erl und seit 2014 Chefdirigent des West Australian Symphony Orchestra. Opernengagements führten ihn an die großen Opernhäuser, u. a. nach Wien, Mailand, München, Paris, Madrid, Chicago und Los Angeles. Als Wagner-Spezialist hat er zwei komplette Ring-Zyklen sowie Tristan und Isolde aufgenommen. Seine intensive Beschäftigung mit dem italienischen Repertoire mündete u. a. in ein Puccini-Album mit Jonas Kaufmann. Als Konzertdirigent leitete er namhafteste Orchester wie das New York Philharmonic, das Chicago Symphony, das San Francisco Symphony, das Cleveland Orchestra, das Philadelphia Orchestra, die Berliner Philharmoniker, die Münchner Philharmoniker, das Orchestre National de France und das London Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist er ein gefragter Pianist.

Johannes Erath Regie
Heike Scheele Bühnenbild
Gesine Völlm Kostüme
Andreas Grüter Lichtdesign
Gerald Maria Bauer Dramaturgie
John Matthew Myers Tristan
Irene Roberts Isolde
Foto: Anne Wilk

Irene Roberts wurde in Sacramento (California, USA) geboren und studierte Gesang an der University of the Pacific und am Cleveland Institute of Music. Von 2015 bis 2024 war die Mezzosopranistin Mitglied des Opernensembles an der Deutschen Oper Berlin wo sie u.a. in Partien wie Marguerite (La damnation de Faust), Nicklausse (Les contes d’Hoffmann), Suzuki (Madama Butterfly), Cherubino (Le nozze di Figaro), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Brangäne (Tristan und Isolde) und als Carmen zu erleben war.

An der Metropolitan Opera in New York debütierte Irene Roberts 2012 in Le nozze di Figaro. Gastspiele führten sie in den letzten Spielzeiten u.a. nach Tokyo, Nandy, Dijon, Amsterdam, Venedig und Macerata. Sie pflegt eine enge Beziehung zur San Francisco Opera, wo sie 2013 in Les contes d’Hoffmann ihr Debüt gab. Als Venus (Tannhäuser) debütierte sie 2024 mit großem Erfolg bei den Bayreuther Festspielen. Als Brangäne sowie mit ihrem Rollendebüt als Eboli (Don Carlo) steht sie in der aktuellen Saison an der Deutschen Oper Berlin auf der Bühne. Die Partie der Kundry verkörperte sie bereits an der Staatsoper Hannover, der Bayerischen Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin zu erleben. Neben ihrer regen Operntätigkeit ist die Mezzosopranistin als Konzertsängerin sehr gefragt.

René Pape König Marke

René Pape ist eine der herausragenden Sängerpersönlichkeiten unserer Zeit. Seit 1988 Ensemblemitglied an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, singt der Bass dort die großen Partien seines Fachs wie Méphistophélès (Faust), Filippo II. (Don Carlo), Rocco (Fidelio), Gurnemanz (Parsifal), König Heinrich (Lohengrin) und König Marke (Tristan und Isolde). Zudem stand er u.a. als Figaro (Le nozze di Figaro), Fürst Gremin (Eugen Onegin), Leporello und Don Giovanni (Don Giovanni) sowie Wotan (Das Rheingold, Die Walküre) auf der Bühne. Gastengagements führten ihn u. a. zu den Salzburger und Bayreuther Festspielen, den Festivals in Glyndebourne, Verona, St. Petersburg und Aix-en-Provence, an das Teatro alla Scala in Mailand und die Metropolitan Opera in New York. Auf der Konzertbühne ist er als Liedinterpret und Konzertsolist gefragt. Er ist zweifacher Grammy-Preisträger sowie Berliner, Bayerischer und Österreichischer Kammersänger.

Kristina Stanek Brangäne
Christoph Pohl Kurwenal
Sean Michael Plumb Melot
Matthew Newlin Ein junger Seemann / ein Hirt
Lukas Enoch Lemcke Steuermann

Der Bass Lukas Enoch Lemcke stammt aus Regensburg und erhielt seine Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen, bei Brent Lee Damkier sowie bei Manfred Equiluz an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. 2022 begann er ein Masterstudium bei Karlheinz Hanser an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und debütierte an der Wiener Staatsoper. 2023 gab er als Sarastro (Die Zauberflöte) sein Hausdebüt am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Seit der Spielzeit 2023/24 ist er Ensemblemitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München, wo er Partien wie Sarastro, Alidoro (La Cenerentola) und Leporello (Don Giovanni) interpretierte. Bei den Tiroler Festspielen Erl 2024/25 war er in Parsifal sowie in konzertanten Aufführungen von La traviata und Rigoletto zu erleben. Auf dem Konzertpodium war er u. a. in Pietro Mascagnis Messa di Gloria und Schuberts Messe B-Dur zu hören sowie wiederum in Erl in Bachs Weihnachtsoratorium und Matthäus-Passion.

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor steht dem Festspiel-Orchester als ebenbürtiger musikalischen Partner zur Seite. Der Fokus liegt dabei auf einer sorgfältigen Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden mit den Sängerinnen und Sängern vielseitige Projekte von a-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weitere Schwerpunkt im Repertoire den Werken des Belcantos und den Opern Verdis.

Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk, dem Staatlichen Akademischen Chor der Republik Belarus, hat. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponisten zur Aufgabe gemacht.

Der Chor zeichnet sich durch hohe Intonationssicherheit, Harmonie, Vielfalt und dynamischen Klang aus – Basis für zahlreiche Tourneen durch ganz Europa in den vergangenen Jahren. Das Repertoire umfasst Requien, Messen, Kantaten und geistliche Werke ebenso wie Opern. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach ihrem Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.