Richard Wagner: TRISTAN UND ISOLDE
Chor der Tiroler Festspiele Erl
,,Ertrinken, versinken, unbewusst, höchste Lust" - mit diesen Worten endet der ekstatische Klangrausch von Tristan und Isolde. Mit dieser „Handlung in drei Aufzügen", wie Richard Wagner sein Werk nannte, setzen die Tiroler Festspiele Erl ihren Wagner-Zyklus im Passionsspielhaus fort. Die Neuinszenierung von Johannes Erath befragt das radikale Liebesdrama zwischen metaphysischer Sehnsucht und gesellschaftlicher Ordnung und spürt der Todessehnsucht der Protagonisten nach. Die Titelpartien übernehmen John Matthew Myers und Irene Roberts; die in Erl als Kundry bejubelte Mezzosopranistin gibt die in dieser Produktion ihr Rollendebüt als Isolde.
Dass dieses Werk überhaupt entstehen konnte, verdanken wir nicht zuletzt der Contenance von Mathilde Wesendonck, dem Ziel von Wagners eben unerfüllter Leidenschaft - einer Leidenschaft, die sich in eines der revolutionärsten Musikdramen der Opernwelt und zu Sprengstoff für die harmonischen Gesetzmäßigkeiten der Musikgeschichte verwandelte.