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Franui, Boesch, Habjan: DIE SCHÖNE MÜLLERIN

Musicbanda Franui
Bariton: Florian Boesch
Puppenspiel: Nikolaus Habjan
Komposition und musikalische Bearbeitung: Markus Kraler, Andreas Schett
Licht: Paul Grilj

Florian Boesch, einer der international gefragten Liedsänger unserer Zeit und die seit genau 31 Jahren in unveränderter Besetzung existierende Musicbanda Franui haben gemeinsam mit dem Puppenspieler Nikolaus Habjan in der Berliner Staatsoper Unter den Linden Schuberts Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ zu neuem Leben erweckt. Ausverkaufte Vorstellungen in der Elbphiharmonie, bei den Bregenzer Festspielen und im Theater an der Wien folgten. Nun ist die Franui’sche Müllerin erstmals in Tirol zu sehen und hören.

 

„Man verfolgt dieses hochmusikalische Spektakel atemlos und gebannt mit allen Sinnen, ohne dass sich nur einer zu Konzentration und innerer Einkehr zwingen müsste. Denn längst ist man bei sich selbst angekommen und fragt sich, ob man nicht selbst auch so eine Collage aus glutvollen Wunschträumen, Geschichten und Ängsten ist wie dieser Müllersbursch.“ (Thomas Wördehoff)

Team

Musicbanda Franui

Franui ist der Name einer Almwiese im Osttiroler Dorf Innervillgraten, in dem der Großteil der Musiker:innen der gleichnamigen Musicbanda aufgewachsen ist. Franui spielt seit 1993 in nahezu unveränderter Besetzung und ist bei vielen Festivals und Veranstaltern zu Gast, u. a. im Wiener Konzerthaus, am Burgtheater, bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, bei den Münchner Opernfestspielen, in der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie de Paris und am Schauspielhaus Zürich. Mit seinen Neuinterpretationen der Lieder von Schubert, Schumann, Brahms und Mahler wurde das Ensemble weitum bekannt. Es versteht sich als „Umspannwerk zwischen Klassik, Volksmusik, Jazz und zeitgenössischer Kammermusik“. Die Musiker:innen arbeiten häufig mit herausragenden Bühnenpartner:innen zusammen, u. a. mit dem Bassbariton Florian Boesch, dem Puppenspieler Nikolaus Habjan, dem Wienerlied-Duo Die Strottern und dem Kabarett-Duo Maschek.

Florian Boesch Bariton

Florian Boesch zählt zu den großen Liedinterpreten unserer Zeit. Er studierte an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien bei Robert Holl. Der österreichische Bariton gastiert regelmäßig bei renommierten Konzerthäusern und Festivals mit Liederabenden. Gleichermaßen ist er für symphonisches Repertoire sehr gefragt, das er mit den bedeutendsten Orchestern und Dirigenten aufführt. Auf der Opernbühne trat er u. a. in Inszenierungen von Claus Guth am Theater an der Wien (Saul und Orlando), an der Semperoper Dresden (Saul) und bei den Salzburger Festspielen (Così fan tutte) auf. In Wien war er zudem als Jonathan Peachum (Dreigroschenoper), in Purcells Fairy Queen, als Wozzeck und Almaviva (Le nozze di Figaro) zu erleben. Wozzeck sang er auch in Köln, Méphistophélès (La damnation de Faust) in Berlin. In Erl war er zuletzt vergangenen Winter mit Franui und Nikolaus Habjan mit dem Schubert-Projekt Die schöne Müllerin zu Gast.

Nikolaus Habjan Puppenspiel

Der gebürtige Grazer Nikolaus Habjan, Jahrgang 1987, ist einer der vielseitigsten wie meistgefragten (Musik-)Theaterregisseure seiner Generation. Er genießt außerdem auch als Schau- und Puppenspieler, Sänger und Kunstpfeifer spartenübergreifend großes Ansehen. Seit dem Alter von 15 Jahren beschäftigt er sich mit dem Puppentheater. Bei bei Neville Tranter perfektionierte er den Einsatz von Klappmaulpuppen, auf die er bis heute regelmäßig in seinen Inszenierungen zurückgreift. Nach Musiktheaterregiestudien in Wien entstanden erste Puppentheater-Produktionen im Schubert-Theater in Wien, wobei er für „F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig“ 2012 den ersten seiner drei Nestroy-Preise entgegennehmen konnte.

            Mit seinen Regiearbeiten war Nikolaus Habjan bereits zu Gast an zahlreichen renommierten Häusern wie dem Münchner Residenztheater, der Bayerischen Staatsoper in München, dem Wiener Burgtheater, dem Theater an der Josefstadt, dem Theater an der Wien und dem Schauspielhaus Zürich. 2019/20 war er Director in Residence im Theater an der Wien, wo er „Oberon“, Gounods „Faust“ und „Salome“ inszenierte. 2021 führte er im Rahmen der Bayreuther Festspiele Regie in „Das Rheingold – immer noch Loge“ von Gordon Kampe. An der Oper Dortmund war er für vier Jahre als Hausregisseur verpflichtet. In jüngerer Vergangenheit entstanden Neuinszenierungen u.a. am Theater Basel („Il barbiere di Siviglia“), am Theater an der Wien („La Périchole“ und „Wo die wilden Kerle wohnen“) und der Semperoper Dresden („L’Orfeo“) sowie von Mozarts Zauberflöte mit dem Cleveland Orchestra und Franz Welser-Möst in Cleveland.

            Nikolaus Habjan widmet sich mit Leidenschaft einer weiteren, nahezu vergessenen Kunstdisziplin: dem Kunstpfeifen. Er hat sich auf virtuose Koloraturarien spezialisiert, die er regelmäßig in großen Häusern zur Aufführung bringt.

Markus Kraler Komposition und musikalische Bearbeitung
Andreas Schett Komposition und musikalische Bearbeitung
Paul Grilj Licht