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Kolonovits: DIE ERLER PASSIONSMUSIK

Passionsensemble
Musikalische Leitung: Anton Pfisterer
Moderation: Martin Leutgeb

In Erl erzählt ein ganzes Dorf seit Jahrhunderten auf der Bühne des Passionsspielhauses das Leiden und Sterben Jesu, mit allen Mitteln der Theaterkunst. Es ist seit jeher eine mutige und neugierige Dorfgemeinschaft, die für die Premiere der Passionsspiele 2025 etwas besonders in Auftrag gegeben hat: eine neue Passionsmusik aus der Feder des österreichischen Komponisten Christian Kolonovits! Was während der Aufführungen ab Mai mit einem kleineren Ensemble jedes Wochenende bis Oktober die Vorstellung begleiten wird, kommt im Festspielhaus in großer Orchesterbesetzung schon im April zur Uraufführung, umrahmt von Texten des bekannten Schauspielers Martin Leutgeb. So können unsere Gäste von Nah und Fern die langjährige enge Partnerschaft zwischen den Passions- und den Festspielen leibhaftig erleben und sich am Osterwochenende schon gemeinsam mit den Erlern auf die Passionsspiele einstimmen.

In Zusammenarbeit mit dem Passionsspielverein Erl.

Team

Passionsensemble

Musik spielt in der Erler Passion seit jeher eine tragende Rolle. Bereits bei der ersten nachweisbaren Erwähnung der Passionsspiele Erl 1613 ist begleitende Musik erwähnt, und in jeder seither aufgeführten Passion wirkte ein musikalisches Ensemble in einer der Zeit angepassten Form mit. Namhafte Komponisten wie Cesar Bresgen und Wolfram Wagner schrieben bereits für unterschiedlichste Besetzungen Musik für die Passionsspiele.

            Das aktuelle Passionsensemble wurde von Anton Pfisterer zusammengestellt und wird von ihm geleitet. Es besteht aus dem Passionsorchester, dem Passionschor und dem Passionskinderchor.

Der Passionschor, dessen Grundstock die beiden Erler Klangkörper Chorvereinigung Erl und Andreaschor bilden, besteht aus etwa 50 engagierten und motivierten Laien und singt seit 2022 jährlich die Festmesse zu Mariä Himmelfahrt am 15. August. Das etwa 40 Mitglieder umfassende Passionsorchester besteht seit 2024 und probt seit November für die Passionsspiele. 2025 gehört erstmals auch eine Band mit elektronisch verstärkten und rein elektronischen Instrumenten zum Orchester. In Chor und Orchester singen und spielen hauptsächlich Erler:innen, die durch Musiker:innen aus der Umgebung ergänzt werden. Der Kinderchor wurde im Februar 2025 aus 20 Erler Kindern im Alter von 8 bis 14 Jahren gebildet – ein starkes Zeichen dafür, dass auch die jungen Erler die Tradition mit Freude und Hingabe fortführen.

Anton Pfisterer Musikalische Leitung
Foto: Mario Wimmer

Anton Pfisterer wurde 1994 geboren und ist in Erl aufgewachsen. Er kam bereits früh in Kontakt mit Musik: Sein Vater Anton Pfisterer Senior (der im Passionsorchester zurzeit die erste Trompete spielt) war Obmann der Musikkapelle Erl und brachte seinen Sohn schon im Alter von sechs Jahren als „Tafelträger“ zur Musikkapelle. Anton Pfisterer jun. ist seitdem selbst Mitglied und leitet die Musikkapelle seit 2022 als Kapellmeister.

            Seine musikalische Ausbildung erhielt Anton Pfisterer in der Landesmusikschule Untere Schranne, im Musikgymnasium in Innsbruck, an der Universität Mozarteum Salzburg und am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck unter Michael Cede, bei dem er Flöte studierte. Meisterkurse bei Paolo Taballione und Daniela Koch vervollständigten seine Ausbildung.

Seit 2014 ist Anton Pfisterer im Orchester der Tiroler Festspiele Erl als Flötist tätig. Darüber hinaus spielt er regelmäßig in unterschiedlichsten Ensembles, u.a. im Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, im Ensemble Windkraft, bei WirkWerk/WirkFabrik und an der Hermann-Levi-Akademie in München. Zudem unterrichtet er an der Musikschule Wattens. Seit 2022 leitet er das Passionsensemble und bereitet die Musiker:innen auf die Passionsspiele Erl 2025 vor.

Martin Leutgeb Moderation
Foto: Ulrik Hölzel

Martin Leutgeb wurde in Stans bei Schwaz geboren. Nach einer Schauspielausbildung führten ihn Engagements an das Tiroler Landestheater nach Innsbruck, das Salzburger Landestheater, das Saarländische Staatstheater Saarbrücken und das Staatstheater Stuttgart, wo er auch als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst tätig war. Seit 2023 unterrichtet er an der Landesmusikschule Schwaz Darstellendes Spiel.

Aus Liebe zum Musiktheater nahm Martin Leutgeb auch Gesangsunterricht. Er trat in Musicals wie der Rocky Horror Show und Les Misérables sowie der Operette Orpheus in der Unterwelt auf.

Neun Jahre lang war er künstlerischer Leiter eines Musicalprojekts in Neunkirchen. Seit 2012 ist er vermehrt als Schauspieler vor der Kamera aktiv und wirkt bei zahlreichen TV-Produktionen wie CopStories, Tatort, Soko Donau, Soko Kitzbühel, Die Bergretter, Schlawiner, Das finstere Tal, Das Geheimnis der Hebamme, Ein wilder Sommer und Der Club der singenden Metzger mit.

Als Regisseur und Autor zeichnet Martin Leutgeb für zahlreiche erfolgreiche Theaterabende verantwortlich, etwa am Staatstheater Saarbrücken, am Staatstheater Stuttgart und am Theater Meggenhofen. Die Passionsspiele Erl haben ihn als Autor eines neuen Textes und als Regisseur der neuen Inszenierung 2025 verpflichtet.