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WAGNER GALA

Orchester der Tiroler Festspiele Erl
Musikalische Leitung: Asher Fisch
Sieglinde: Ekaterina Gubanova
Siegmund: Jonas Kaufmann
Hunding: René Pape

Die Lebensgefahr mit Wagner wegpusten. – „Was anderes ist unser Leben, als eine Reihenfolge von Präludien zu jenem unbekannten Gesang, dessen erste und feierliche Note der Tod anstimmt?“, schreibt Liszt zu seinen „Préludes“, die wir dem ersten „Walküren“- Akt voranstellen. Liszt liefert also das Vorspiel zur Geschichte von Sieglinde und Siegmund, die tödlich enden wird. – Abgesehen vom ersten Akt: In der liebesfeindlichen Welt Hundings treffen die beiden Ausgestoßenen aufeinander. Ihre heftige Verliebtheit übergießt Wagner mit satten, orchestralen Wonnenschauern. Die sprengen nicht nur jedes Maß, sondern auch wortwörtlich Hundings Haustür.

  • Franz Liszt

    Les Préludes

  • Franz Liszt

    Mazeppa

  • Richard Wagner

    „Die Walküre“ – 1. Aufzug

Team

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

Asher Fisch Musikalische Leitung

Asher Fisch ist einer der führenden international tätigen Opern- und Konzertdirigenten. Seit Saisonbeginn 2024/25 ist er Musikdirektor der Tiroler Festspiele Erl und seit 2014 Chefdirigent des West Australian Symphony Orchestra. Opernengagements führten ihn an die großen Opernhäuser, u. a. nach Wien, Mailand, München, Paris, Madrid, Chicago und Los Angeles. Als Wagner-Spezialist hat er zwei komplette Ring-Zyklen sowie Tristan und Isolde aufgenommen. Seine intensive Beschäftigung mit dem italienischen Repertoire mündete u. a. in ein Puccini-Album mit Jonas Kaufmann. Als Konzertdirigent leitete er namhafteste Orchester wie das New York Philharmonic, das Chicago Symphony, das San Francisco Symphony, das Cleveland Orchestra, das Philadelphia Orchestra, die Berliner Philharmoniker, die Münchner Philharmoniker, das Orchestre National de France und das London Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist er ein gefragter Pianist.

Ekaterina Gubanova Sieglinde

Ekaterina Gubanova, eine der renommiertesten Mezzosopranistinnen der Gegenwart, studierte am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium und an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Sie gastiert regelmäßig auf den führenden Bühnen der Welt, darunter die Metropolitan Opera in New York, das Teatro alla Scala in Mailand, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Opéra national de Paris, die Wiener Staatsoper, die Bayerische Staatsoper in München, die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, das Teatro Real in Madrid und die Bayreuther Festspiele. Ihr breites Repertoire mit einem Schwerpunkt auf Wagner und Verdi umfasst auch Partien wie Santuzza (Cavalleria rusticana), Adalgisa (Norma) und Marguerite (La damnation de Faust). In der Saison 2024/25 ist sie u.a. als Fricka (Das Rheingold) in München, Fremde Fürstin (Rusalka) in Neapel und Venus (Tannhäuser) an der Wiener Staatsoper zu erleben.

Jonas Kaufmann Siegmund
Foto: Xiomara Bender

Seit seinem Debüt an der Metropolitan Opera New York im Jahr 2006 gehört Jonas Kaufmann zu den Topstars der Klassik. Nach Engagements in Saarbrücken, Stuttgart, Frankfurt, Hamburg und Mailand ging der Tenor 2001 an die Oper in Zürich, von wo aus seine internationale Karriere mit Auftritten an der Lyric Opera Chicago, der Pariser Oper, dem Royal Opera House Covent Garden in London, dem Teatro alla Scala in Mailand, der Deutschen Oper und der Staatsoper in Berlin, der Wiener Staatsoper sowie bei den Festspielen in Salzburg und Bayreuth begann. Er ist im italienischen und französischen Repertoire international genauso gefragt wie im deutschen. Er hat Verdis Otello in London, München und Neapel gesungen, Massenets Werther in Paris, Wien und New York, Wagners Lohengrin in Bayreuth, an der Scala, in Paris und Melbourne. Von Oratorien und Operetten, Canzone napoletana bis zu Wiener Liedern beherrscht er das gesamte Spektrum des Tenor-Repertoires und legt dabei großen Wert auf Vielseitigkeit. Als „Königsklasse des Singens“ bezeichnet er den Liedgesang, den er in künstlerischer Partnerschaft mit dem Pianisten Helmut Deutsch mit großem Erfolg auf der ganzen Welt pflegt, etwa vor kurzem auf einer Asientournee.

            Seit September 2024 ist Jonas Kaufmann Intendant der Tiroler Festspiele Erl. Zum 100. Todestag von Giacomo Puccini unternahm er 2024 eine Konzert-Tournee in Europa. Weitere Höhepunkte der aktuellen Saison umfassen u.a. Pagliacci an der Wiener Staatsoper, eine Lied-Tournee mit Diana Damrau und Helmut Deutsch sowie Pagliacci an der Bayerischen Staatsoper.

Jonas Kaufmanns Aufnahmen wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Mehrmals wurde er zum „Sänger des Jahres“ gewählt, etwa von der Fachzeitschrift Opernwelt, der Klassik-Magazine Diapason und Musical America wie den Jurys der International Opera Awards und des Opus Klassik (vormals Echo Klassik). Er ist Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen, darunter der Titel Bayerischer und Österreichischer Kammersänger sowie Officier de l’ordre des Arts et des Lettres.

René Pape Hunding

René Pape ist eine der herausragenden Sängerpersönlichkeiten unserer Zeit. Seit 1988 Ensemblemitglied an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, singt der Bass dort die großen Partien seines Fachs wie Méphistophélès (Faust), Filippo II. (Don Carlo), Rocco (Fidelio), Gurnemanz (Parsifal), König Heinrich (Lohengrin) und König Marke (Tristan und Isolde). Zudem stand er u.a. als Figaro (Le nozze di Figaro), Fürst Gremin (Eugen Onegin), Leporello und Don Giovanni (Don Giovanni) sowie Wotan (Das Rheingold, Die Walküre) auf der Bühne. Gastengagements führten ihn u. a. zu den Salzburger und Bayreuther Festspielen, den Festivals in Glyndebourne, Verona, St. Petersburg und Aix-en-Provence, an das Teatro alla Scala in Mailand und die Metropolitan Opera in New York. Auf der Konzertbühne ist er als Liedinterpret und Konzertsolist gefragt. Er ist zweifacher Grammy-Preisträger sowie Berliner, Bayerischer und Österreichischer Kammersänger.