Außenministerin Beate Meinl-Reisinger eröffnete die Festspiele mit einem eindringlichen Plädoyer für ein starkes, gemeinsames Europa und unterstrich die verbindende Kraft von Kunst und Kultur über Grenzen hinweg. In die selbe Kerbe schlug Eröffnungsrednerin Maria Berger, ihres Zeichens ehemalige Abgeordnete zum Europäischen Parlament, Justizministerin und Richterin am Europäischen Gerichtshof, die ein Plädoyer für die Verteidigung des „European Way of Life“ hielt. Landeshauptmann Anton Mattle unterstrich in seinen Grußworten die Wichtigkeit der Regionen in Österreich und Europa.
Da Maria Bergers Rede von einigen unhöflichen Zwischenrufern, die sich offenbar kürzere Wortbeiträge bei der Festspieleröffnung erwartet hatten, gestört wurde, und da andererseits von einigen begeisterten Besucher:innen der Wunsch geäußert wurde, diese Eröffnungsrede nachlesen zu können, stellen wir sie hier im Wortlaut zum Herunterladen bereit.
Im musikalischen Zentrum des Abends standen Alban Bergs Drei Bruchstücke aus der Oper „Wozzeck“ mit der feinsinnigen Solistin Lidia Fridman sowie Anton Bruckners monumentale Dritte Symphonie, interpretiert vom Orchester der Tiroler Festspiele Erl unter der Leitung seines Chefdirigenten Asher Fisch. Mit großer Klangfülle und musikalischer Intensität setzte das Orchester einen eindrucksvollen Auftakt für die kommenden Festspielwochen.
Seit dem 2. Juli heißen die Tiroler Festspiele Erl nun wieder Besucher:innen aus nah und fern willkommen. Ein vielfältiges Programm aus Oper, Konzert und besonderen musikalischen Begegnungen lädt dazu ein, den Sommer 2026 in Erl gemeinsam zu erleben.