Am 2. Oktober laden die Tiroler Festspiele Erl gemeinsam mit dem Leonkoro Quartett zu einem Late-Night-Konzert in außergewöhnlicher Atmosphäre. Statt klassischer Reihenbestuhlung im Zuschauerraum werden lediglich 130 Plätze direkt auf der Bühne des Festspielhauses eingerichtet. Das Publikum sitzt damit unmittelbar bei den Musiker und erlebt das Quartett aus einer Nähe, die im normalen Konzertbetrieb kaum möglich ist.
Und auch beim Wein darf es an diesem Abend etwas entspannter zugehen: Ein ausgewählter Rotwein ist bereits im Ticketpreis enthalten und darf mit an den Platz genommen werden.
Musikalisch steht Franz Schuberts Streichquartett Nr. 13 a-Moll D 804 „Rosamunde“ im Zentrum des Abends. Das Werk zählt zu den persönlichsten und eindringlichsten Quartetten Schuberts. Zwischen zarter Schönheit, leiser Melancholie und Momenten von großer emotionaler Spannung entfaltet sich eine Musik, die gerade in unmittelbarer Nähe ihre Wirkung besonders intensiv entfalten kann.
Berühmt ist vor allem der langsame Satz: Schubert greift darin auf seine eigene Musik zu Rosamunde zurück. Eine vertraute Melodie taucht auf, scheint sich zu erinnern – und verwandelt sich im Verlauf des Satzes immer weiter. Vergangenheit und Gegenwart, Nähe und Ferne liegen plötzlich dicht beieinander.
Rund 35 Minuten Schubert, gespielt auf höchstem Niveau, 130 Menschen auf der Bühne und ein Glas Wein in der Hand: Das Late-Night-Konzert mit dem Leonkoro Quartett ist ein bewusst kleines, unmittelbares und exklusives Format innerhalb von Ausklang.
Die Zahl der Plätze ist auf 130 Gäste begrenzt. Wer Schubert einmal aus dieser besonderen Perspektive erleben möchte, sollte sich daher rechtzeitig sein Ticket sichern.