Richard Wagner

Das Rheingold

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musikalische Leitung Erik Nielsen

Regie Brigitte Fassbaender

Bühnenbild & Kostüme Kaspar Glarner

Licht Jan Hartmann

Video Design Bibi Abel

Dramaturgie Mareike Wink

Wotan Simon Bailey

Loge Ian Koziara

Alberich Craig Colclough

Mime George Vincent Humphrey

Fricka Dshamilja Kaiser

Erda Judita Nagyová

Fasolt Thomas Faulkner

Fafner Anthony Robin Schneider

Donner Manuel Walser

Froh Brian Michael Moore

Freia Monika Buczkowska

Woglinde Ilia Staple

Wellgunde Florence Losseau

Floßhilde Katharina Magiera


Was ist ein Ring? Ein Ring ist ein Schmuckstück aus Edelmetall, das man am Finger trägt ... Auch der Ring in Wagners Tetralogie ist ein Schmuckstück, aus Raubgold geschmiedet von einer Kreatur, die Wagner „Alberich“ nennt und die sich damit endlose, heillose Macht verschafft, bis Wotan, der Göttervater – von Loges Teufelei geritten – ihm Ring und Macht mit mehr als unlauteren Mitteln abnimmt. Der Ring bleibt Raubgold, noch dazu mit einem wüsten Fluch behaftet, und weitet sich metaphorisch zur Arena, in deren Rund sich überwiegend Geschwisterpaare tummeln, die einander teilweise lieben, teilweise umbringen. Der Obergott all der göttlichen und weniger göttlichen Kontrahenten wird dadurch bis zum Burn-out getrieben. Die ihm verbliebene, ringlose Macht gibt er resignierend dahin, in der Hoffnung auf einen Helden, souverän und frei von jeglichen Zwängen. Der Erwählte ist Siegfried, Wotans Enkel und Frucht eines inzestuösen Liebesrausches. Weit davon entfernt, das intrigante und mörderische Geschehen um sich herum rational zu erfassen, bleibt Siegfried Spielball und Opfer der finsteren Mächte, die sich mit Wotan um die Vorherrschaft in Wagners „Der Ring des Nibelungen“ bemühen. „Vorabend“ nennt Wagner das „Rheingold“ – eine Kriminalkomödie, die den Auftakt zum dreitägigen Bühnenfestspiel bildet. Das Ganze hat das Potential zu bester, aber düsterer Unterhaltung. Eine rauschhafte musikalische Sprache trifft auf ein wortreiches emotionales Geschehen, welches sich an vielfältigen, bildgewaltigen Tatorten ereignet. Wagners Phantasie hat den perfekten Fantasy-Film Hollywoods vorausgeahnt. Wenn es uns gelänge, „Unterhaltung“ auf höchstem Niveau zu bieten, wäre das ein Schmuckstück in der gewaltigen Rezeptionsgeschichte des „Ringes“ … Brigitte Fassbaender

 

€ 150,– | € 120,– | € 100,– | € 70,– | € 50,– | € 30,–

 

10. Juli & 16. Juli
Beginn: 19:00 Uhr
Keine Pause
Ende: 21:35 Uhr
 

18. Juli
Beginn: 15:00 Uhr
Keine Pause
Ende: 17:35 Uhr

Sa 10. Jul
19:00 Uhr → Passionsspielhaus
Fr 16. Jul
19:00 Uhr → Passionsspielhaus
So 18. Jul
15:00 Uhr → Passionsspielhaus

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Erik Nielsen

Musikalische Leitung

Brigitte Fassbaender

Regie

Kaspar Glarner

Bühnenbild & Kostüme

Jan Hartmann

Licht

Bibi Abel

Video Design

Mareike Wink

Dramaturgie

Simon Bailey

Wotan

Ian Koziara

Loge

Craig Colclough

Alberich

George Vincent Humphrey

Mime

Dshamilja Kaiser

Fricka

Judita Nagyová

Erda

Thomas Faulkner

Fasolt

Anthony Robin Schneider

Fafner

Manuel Walser

Donner

Brian Michael Moore

Froh

Monika Buczkowska

Freia

Ilia Staple

Woglinde

Florence Losseau

Wellgunde

Katharina Magiera

Floßhilde


Orchester der Tiroler Festspiele Erl


Erik
Nielsen

Erik Nielsen ist seit 2015 Chefdirigent des Sinfonieorchesters Bilbao, dessen 100. Spielzeit mit der Saison 21/22 kurz bevorsteht. Von 2016 bis 2018 war er Musikdirektor des Theaters Basel, wo er weiterhin regelmäßig als Gastdirigent des Sinfonieorchesters Basel tätig ist. Auch mit der Oper Frankfurt verbindet ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit. Bei den Tiroler Festspielen in Erl dirigiert er nach dem Eröffnungskonzert „Das Rheingold“. Zu Erik Nielsens jüngsten Engagements zählen Kreneks „Karl V.“ an der Bayerischen Staatsoper, „Oedipus Rex“, „Il prigioniero“ und „Pelléas et Mélisande“ an der Semperoper Dresden, „Peter Grimes“ und Trojahns „Orest“ am Opernhaus Zürich, „Billy Budd“ und Lachenmanns „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ an der Oper Frankfurt, Usandizagas „Mendi Mendiyan“, Bachs „Johannes-Passion“ und  „Salome“ in Bilbao sowie  „The Rake’s Progress“ in Budapest. Konzerte führten ihn u.a. nach Oslo, Manchester, Stockholm, Madrid, Straßburg, Lissaon, Basel, zum Aspen Music Festival und zum Interlochen Center for the Arts. Künftige Projekte umfassen u.a. die Uraufführung von Manfred Trojahns „Eurydice - Die Liebenden blind“ an der Dutch National Opera. Nach dem Studium von Harfe, Oboe und Dirigieren in New York und Philadelphia war Erik Nielsen als Harfenist Mitglied der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker.


Brigitte
Fassbaender

Brigitte Fassbaender zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen unserer Zeit. Bis 1994 verfolgte die gebürtige Berlinerin eine aufsehenerregende internationale Karriere als Mezzosopranistin, welche sie mit den wichtigen Partien ihres Faches an alle führenden Opernhäuser und zu den renommiertesten Festspielen der Welt führte. An die 300, vielfach ausgezeichnete Einspielungen – ein Großteil davon im Lied- und Konzertbereich – bezeugen die Bedeutung der Münchner und Wiener Kammersängerin. Seit 1994 widmet sich Brigitte Fassbaender ganz der Regie und hat inzwischen über 80 Inszenierungen im In- und Ausland auf die Bühne gebracht. Sie inszenierte etwa am Münchner Theater am Gärtnerplatz, am Theater Regensburg, am Staatstheater Braunschweig, an der Oper Frankfurt, bei den Bregenzer Festspielen, wo sie 2021 auch Rossinis „L’italiana in Algeri“ erarbeitet, sowie am Tiroler Landestheater Innsbruck, das sie von 1999 bis 2012 als Intendantin leitete. Von 2009 bis 2017 war Brigitte Fassbaender Künstlerische Leiterin des Richard-Strauss-Festivals Garmisch-Partenkirchen. Seit 2002 leitet sie das Festival „Eppaner Liedsommer“. Die Förderung junger Talente war und ist Brigitte Fassbaender ein wichtiges Anliegen: Als gefragte Gesangspädagogin unterrichtet sie weltweit in Meisterkursen. Verliehen wurde ihr neben zahlreichen weiteren Ehrungen das Bundesverdienstkreuz am Bande, das Große Verdienstkreuz mit Stern, der Orden Pour le Mérite sowie für ihr Lebenswerk der International Opera Award und der ECHO Klassik. 2019 erschienen Brigitte Fassbaenders Memoiren „Komm’ aus dem Staunen nicht heraus“.


Kaspar
Glarner

Kaspar Glarner wurde in Zürich geboren und studierte an der École nationale supérieure des Arts Décoratifs in Paris. Er entwirft seit vielen Jahren Bühnen und Kostüme für Inszenierungen von Keith Warner, darunter „Volo di Notte/Il Prigionero“, „Death in Venice“, „Falstaff“ und „Lear“ an der Oper Frankfurt sowie „Otello“ am Royal Opera House Covent Garden in London. Für Walter Sutcliffe entwarf er die Ausstattung für „Owen Wingrave“, „Die Gespenstersonate“ „Rigoletto“, „The Turn of the Screw“, „Tiefland“ und Gounods „Faust“. Auch mit Johannes Erath verbindet Kaspar Glarner eine langjährige Zusammenarbeit: „Les Contes d’Hoffmann“ in Bern, „Aida“ in Köln, „Lohengrin“ in Graz und Oslo, „I masnadieri“ an der Bayerischen Staatsoper sowie die Uraufführung von Arnulf Herrmanns „Der Mieter“ an der Oper Frankfurt. Dort erarbeitete er zuletzt mit Anselm Weber „Lady Macbeth von Mzensk“ und mit Hans Walter Richter Menottis „The Medium“. Kaspar Glarners Bühnen und Kostüme waren weiterhin u.a. in San Francisco, Tokio, Santiago de Chile, Kopenhagen, Prag, Warschau, Straßburg, Toulouse und beim Festival d’Aix-en-Provence zu sehen.


Jan
Hartmann

Jan Hartmann, der bei den Tiroler Festspielen Erl bereits das Licht für „Rusalka“ und „L’elisir d’amore“ entwarf, ist seit 1999 an der Oper Frankfurt engagiert. Dort arbeitete er 2011 zum ersten Mal als Lichtdesigner für die Produktion „Neunzehnhundert“. Es folgten u.a. „Idomeneo“ „Der goldene Drache“, „Julietta“, „Le cantatrici villane“, „Pierrot lunaire / Anna Toll“ (Uraufführung), „Rigoletto“, „L’Africaine“, „Das schlaue Füchslein“, „Dalibor“ und „The Medium/Satyricon“. In der Spielzeit 2019/20 entwarf er das Licht für „Pénélope“ und „La gazzetta“. Daneben arbeitete Jan Hartmann für verschiedene Musiktheater-, Tanz-, Schauspiel- und Filmprojekte, u.a. mit dem Balthasar-Neumann-Ensemble für das „Festa Teatrale Carneval“ in Hongkong, mit der Choreografin Deborah Hay für die Produktion „As Holy Sites Go“ sowie für „Falstaff“ am Nationaltheater Mannheim. Seit 2013 ist er als Dozent für Lichtgestaltung an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main tätig.


Bibi
Abel

Die Videokünstlerin Bibi Abel studierte an der Kölner Werkkunstschule und absolvierte eine Weiterbildung zur Multimedia Entwicklerin. Engagements führten Bibi Abel u.a. an die Oper Frankfurt, das Aalto-Musiktheater Essen und die Bayerische Staatsoper in München, an das Teatro Massimo in Palermo, das Schauspielhaus Graz, das Schauspielhaus Zürich, das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Theater Gessnerallee in Zürich, das Maxim Gorki Theater in Berlin, das Schauspielhaus Bochum und das Schauspielhaus Köln. Dabei arbeitete sie mit Regisseur*innen wie David Bösch, Jan Bosse, Vincent Boussard, Agnese Cornelio, Johannes Erath, Heike M. Götze, Tilmann Köhler, Andreas Kriegenburg, Vera Nemirova und Keith Warner zusammen.


Mareike
Wink

Mareike Wink ist seit 2013 als Dramaturgin an der Oper Frankfurt engagiert, wo sie mit Brigitte Fassbaender bereits „Ariadne auf Naxos“, Brittens „Paul Bunyan“ und Strauss’ „Capriccio“ erarbeitete. Bei den Tiroler Festspielen in Erl war sie erstmals 2019 für Dvořáks „Rusalka“ engagiert (Regie: Florentine Klepper). Zu den Regisseur*innen, mit denen die Dramaturgin zusammenarbeitet, zählen weiterhin Jens-Daniel Herzog („Der Prinz von Homburg“), Dorothea Kirschbaum (Eötvös’ „Tri sestri“), Tina Lanik, Benedikt von Peter („Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“), Hans Walter Richter (Menottis „The Medium“), R. B. Schlather (Händels „Tamerlano“), Lydia Steier („Oedipus Rex / Iolanta“), Katharina Thoma („Tristan und Isolde“) und Keith Warner. Die von Mareike Wink begleitete Inszenierung von Janáčeks „Das schlaue Füchslein“ (Regie: Ute M. Engelhardt) wurde mit dem Götz-Friedrich-Preis 2016 ausgezeichnet, die Frankfurter Erstaufführung dreier Einakter von Ernst Křenek (Musikalische Leitung: Lothar Zagrosek, Regie: David Hermann) als „Wiederentdeckung des Jahres 2018“ bei den International Opera Awards gefeiert. Als Gastdramaturgin ist sie u.a. für die Internationale Bachakademie Stuttgart tätig. Mareike Wink studierte Musik-, Theater- und Medienwissenschaften sowie Germanistik in Frankfurt und Rom, und war Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Frankfurt.


Simon
Bailey

Der international gefragte Bassbariton Simon Bailey sang zuletzt Klingsor („Parsifal“) an der Opéra National du Rhin in Straßburg, Wotan („Die Walküre“) in Shanghai, Kutusow („Krieg und Frieden“) an der Welsh National Opera und am ROH Covent Garden in London sowie Leporello am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Der gebürtige Brite, der auch als Konzertsänger regelmäßig gastiert, war weiterhin mit Partien wie Méphistophélès („La damnation de Faust“), Siroco („L’étoile“), Nicanor / Satan (Félicien Davids „Herculanum“), Figaro, Leporello oder den vier Bösewichten in „Hoffmanns Erzählungen“ u.a. am ROH Covent Garden in London, am Teatro alla Scala in Mailand, am Theater an der Wien, an der Oper Vlaanderen, am Theater Basel sowie zum Glyndebourne und Wexford Festival eingeladen. Der Gewinner des Wales Theatre Awards 2018 war an der Oper Frankfurt, dessen Ensemble er viele Jahre angehörte, zuletzt als Budivoj („Dalibor“), Peter („Hänsel und Gretel“) sowie als Mr. Redburn („Billy Budd“), als Kurwenal („Tristan und Isolde“) und Captain Balstrode („Peter Grimes“) zu Gast. Auch als Mozarts Leporello, Don Giovanni und Figaro, als Gunther („Götterdämmerung“), Klingsor („Parsifal“), Achilla („Giulio Cesare in Egitto“), Gelone („L’Orontea“) und Don Magnifico („La Cenerentola“) sowie in der Titelpartie von Herzog „Blaubarts Burg“ feierte er dort große Erfolge.


Ian
Koziara

Der aus Chicago stammende Ian Koziara war drei Jahre lang Mitglied im Opernstudio der Metropolitan Opera und arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Yannick Nezet-Séguin, Bertrand de Billy und Marco Armiliato zusammen. Dort debütierte der Tenor als Enrique in Thomas Adès’ „The Exterminating Angel“. Es folgten Auftritte in „Parsifal“, Nico Muhlys „Marnie“, in „Die Zauberflöte“ und Puccinis „La Fanciulla del West“. An der Oper Frankfurt feierte Ian Koziara ein fulminantes Debüt als Fritz in Franz Schrekers „Der ferne Klang“. Regelmäßig ist er auch in Konzerten zu erleben. Ian Koziaras Repertoire reicht u.a. von Honeggers „Le Roi David“, Händels „Messiah“, Edward Elgars „The Dream of Gerontius“ bis zu Brittens „Serenade für Tenor, Horn und Streicher“. Auftritte beim Glimmerglass Festival sind geplant.


Craig
Colclough


Der amerikanische Bassbariton Craig Colclough begann seine Karriere an der Los Angeles Opera, wo er nach wie vor regelmäßig zu Gast ist, zuletzt als Peter („Hänsel und Gretel“) und Monterone („Rigoletto“). Wichtige internationale Engagements umfassen Macbeth an der Metropolitan Opera in New York, Telramund („Lohengrin“), Macbeth und Falstaff an der Opera Vlaanderen, Pistola („Falstaff“) am ROH Covent Garden in London, Scarpia („Tosca“) an der Canadian Opera Company in Toronto, Doristo („L’arbore di Diana“) an der Minnesota Opera, Falstaff und Donner („Das Rheingold“) an der Arizona Opera, Kurwenal („Tristan und Isolde“) und Scarpia an der English National Opera in London sowie Fra Melitone („La forza del destino“) an der Oper Frankfurt. Auf dem Konzertpodium war Craig Colclough u.a. als Timur („Turandot“) mit dem Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela unter Gustavo Dudamel, als Dottore Grenvil („La traviata“) mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, in Beethovens 9. Sinfonie mit der Orange County Philharmonic Society sowie mit dem Israeli Symphony und California Philharmonic Orchestra zu erleben. Wichtige Dirigenten und Regisseure, mit denen er zusammen arbeitete, sind u.a. James Conlon, Edward Gardner, Ramon Tebar, Richard Jones, Woody Allen und Daniel Kramer. Craig Colclough war Nachwuchskünstler an der Florida Grand Opera und Filene Young Artist an der Wolf Trap Opera.


George Vincent
Humphrey

Der Tenor George Vincent Humphrey absolvierte seinen Master of Music an der University of Northern Colorado sowie einen Master of Education in Chorleitung am Vandercook College of Music in Chicago und ist Preisträger wichtiger amerikanischer Wettbewerbe. In den USA stand er u.a. an den Opernhäusern von Denver, CO, Midland-Odessa, TX, Ft. Collins, CO, Durham, NC, Boulder, CO, und in Austin, TX, auf der Bühne. In Europa setzte er seine Studien mit bekannten Sängern wie Sir Donald McIntyre fort. Darüber hinaus debütierte er an der Bayerischen Staatsoper in der Titelpartie von Benjamin Fleischmanns Oper „Rothschilds Geige“. Sein weites Repertoire umfasst Partien wie Andrea Chénier, Calaf, Cavaradossi, Radames, Manrico und Canio; ebenso wie Wagner-Partien, darunter Erik, Tristan oder Siegfried (in „Siegfried“ und der „Götterdämmerung“). George Vincent Humphrey pflegt auch eine rege Konzerttätigkeit und ist in Liederabenden und Oratorien zu hören. In den Jahren 2021 und 2023 wird George als Mime in „Rheingold“ und „Siegfried“ in Erl in der Regie von Brigitte Fassbaender auftreten.


Dshamilja
Kaiser

Die Mezzosopranistin Dshamilja Kaiser ist seit 2017 Ensemblemitglied am Theater Bonn, wo sie große Erfolge als Carmen, als Schoecks Penthesilea, Ortrud in „Lohengrin“ sowie als Santuzza in „Cavalleria rusticana“ feierte. In der vergangenen Spielzeit gab sie bei den Tiroler Festspielen Erl ihr Rollendebüt als Fremde Fürstin in Dvořáks „Rusalka“. 2021 singt sie hier Wagners Fricka und Ortrud. An der Oper Frankfurt debütierte Dshamilja Kaiser 2019 als Adalgisa in „Norma“, womit sie zuvor bereits an Den Norske Opera in Oslo gastiert hatte, und verkörperte 2020 Madame Flora (Menottis „The Medium“). Als Roßweiße in „Die Walküre“ unter der Leitung von Daniel Barenboim war sie an der Berliner Staatsoper zu erleben. Engagements der Spielzeit 2020/21 führten sie u.a. als Lisa in Weinbergs „Die Passagierin“ an die Oper Graz und als Lady Macbeth in der Deutschen Erstaufführung von Pascal Dusapins „Macbeth Underworld“ an das Staatstheater Saarbrücken. Dshamilja Kaiser, die auch zweimal bei den Bregenzer Festspielen gastierte, ist Preisträgerin des Österreichischen Musiktheaterpreises 2015 in der Kategorie „Beste Nachwuchssängerin“. Zahlreiche Konzerte im In- und Ausland ergänzen ihr künstlerisches Schaffen und führten sie u.a. in den Wiener Musikverein. Nach ihrem Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Detmold war Dshamilja Kaiser zunächst am Theater Bielefeld, anschließend von 2009 bis 2017 fest an der Oper Graz engagiert.


Rollen:

  • Ortrud in "Lohengrin", Theater Bonn 2018
  • Adalgisa in "Norma", Den Norske Oper Oslo 2018
  • Lucrezia in "Beatrice Cenci", Bregenzer Festspiele 2018
  • La Regina Gertrude in "Amleto", Bregenzer Festspiele 2016
  • Dorabella in "Cosí fan tutte", Volksoper Wien 2014

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • Antonín Dvořák & Jaroslav Kvapil: "Rusalka"

Judita
Nagyová

Die gebürtige Slowakin Judita Nagyová begeisterte 2019 als Ježibaba („Rusalka“) bei den Tiroler Festspielen in Erl. Im Ensemble der Oper Frankfurt hat sie sich u. a. mit Martha („Iolanta“), Wellgunde („Das Rheingold“), Roßweiße („Die Walküre“), Hannah („Die Passagierin“), Anna („Les Troyens“), Geneviève („Pelléas et Mélisande“), Cherubino („Le nozze di Figaro“), Pippo („La gazza ladra“), Alte Dame/Alte Frau („Julietta“), Mercédès („Carmen“), Kristina („Die Sache Makropulos“) und Tisbe („La Cenerentola“) sowie jüngst mit ihrem Debüt als Maddalena („Rigoletto“) ein vielfältiges Repertoire angeeignet. Auch in der erfolgreichen Uraufführung von Arnulf Herrmanns „Der Mieter“ war sie zu erleben. Judita Nagyová gastierte bei den Wiener Festwochen, am Aalto-Musiktheater Essen, am Teatro La Fenice in Venedig, am Concertgebouw Amsterdam sowie beim Wexford Opera Festival. Bereits zwei Jahre in Folge war sie als Mercédès bei den Bregenzer Festspielen engagiert. Die in Bratislava ausgebildete Sängerin begann ihre Laufbahn im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein und wechselte anschließend ins Ensemble des Staatstheaters Nürnberg.


Thomas
Faulkner

Der Bass Thomas Faulkner begann seine Laufbahn im Opernstudio der Oper Frankfurt und gehört seit 2016/17 zum Ensemble. Hier gab er wichtige Rollendebüts, u. a. als Lodovico (Verdis „Otello“), John Claggart („Billy Budd“), Don Diego („L’Africaine“), Zuniga („Carmen“), Alidoro („La Cenerentola“) und Elmiro (Rossinis „Otello“). Daneben nahm der gebürtige Brite bereits zahlreiche Gastengagements wahr, u. a. am Théâtre des Champs-Élysée in Paris als Masetto („Don Giovanni“), den er jüngst an der Garsington Opera sang, und bei den Tiroler Festspielen in Erl als Wassermann („Rusalka“). Aufgrund der Corona-Krise konnte er sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden in London in Strauss’ „Elektra“ nicht geben. Thomas Faulkner gastierte u. a. in „Orfeo“ bei den Münchner Opernfestspielen, als Banquo („Macbeth“) bei der Scottish Opera on Tour sowie als Messenius („Cristina, regina di Svezia“) und Dulcamara („L’elisir dʼamore“) beim Wexford Festival. Außerdem konzertierte er mit dem Orchestre de Chambre von Lausanne unter Bertrand de Billy sowie mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Thomas Faulkner studierte an der Universität Cambridge und an der Royal Academy of Music London. Der promovierte Historiker war u. a. Stipendiat des Frankfurter Richard-Wagner-Verbandes.


Anthony Robin
Schneider

Der österreichisch-neuseeländische Bass Anthony Robin Schneider, ausgebildet an der Academy of Vocal Arts in Philadelphia, begann seine Laufbahn im Opernstudio der Houston Grand Opera. Er debütierte 2018/19 als der Wirt in „Der ferne Klang“ an der Oper Frankfurt, dessen Ensemble er seit 2019/20 angehört. Als Ensemblemitglied sang er die Partien Bartolo („Le nozze di Figaro“) und Verwalter/Sergeant („Lady Macbeth von Mzensk“), Ein Mönch/Großinquisitor („Don Carlo“) und Sparafucile („Rigoletto“). Zu seinen Gastengagements zählten Der Schatten Hectors („Les Troyens“) an der Wiener Staatsoper, Truffaldin („Ariadne auf Naxos“) an der Santa Fe Opera und mit dem Cleveland Orchestra, Baron/Großinquisitor („Candide“) ebenfalls in Santa Fe sowie Mesner („Tosca“), Fabrizio (Rossinis „La pietra del paragone“), Der Tod („Der Kaiser von Atlantis“) und Duc de Hoël („Le vin herbé“) an der Wolf Trap Opera. Anthony Robin Schneider ist Stipendiat der Kiri te Kanawa Foundation.


Manuel
Walser

Der Schweizer Bariton Manuel Walser studierte Gesang bei Thomas Quasthoff an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und schloss sein Studium mit Auszeichnung ab. Beim internationalen Wettbewerb „Das Lied“ in Berlin wurde er 2013 mit dem 1. Preis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. Manuel Walser war bis 2019 für fünf Spielzeiten festes Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Im Januar 2018 gab er sein Debüt an der Berliner Staatsoper Unter den Linden als Harlekin in Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“. Manuel Walser geht seit langem einer regen Konzerttätigkeit nach. Er arbeitete bislang mit so renommierten Orchestern wie dem Concertgebouw Orkest, den Wiener Symphonikern, der Staatskapelle Dresden, dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich, dem Orchestre de la Suisse Romande, der J. S. Bach-Stiftung, dem Concentus Musicus Wien, dem Ensemble Pygmalion unter Dirigenten wie Anja Bihlmaier, Alfred Eschwé, Stefan Gottfried, Manfred Honeck, Ton Koopman, Jonathan Nott, Raphaël Pichon und Andreas Spering. Manuel Walser widmet sich mit besonderer Leidenschaft der Gattung Lied. Liederabende führten ihn nach Barcelona, Paris, in die Londoner Wigmore Hall und zur Schubertíada Vilabertran in den Pierre-Boulez Saal, ins Konzerthaus Berlin, zu den Salzburger Festspielen, in den Wiener Musikverein, nach München, Zürich und zur Schubertiade Schwarzenberg. Das Wiener Konzerthaus präsentierte Manuel Walser in der Saison 2019-2020 als "Great Talent" mit unterschiedlichen Konzerten, wodurch er seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen konnte.


Brian Michael
Moore

Der aus Cincinnati in Ohio stammende Tenor Brian Michael Moore ist im Ensemble der Oper Frankfurt. Er absolvierte seinen Bachelor und Master of Music an der Manhattan School of Music. Seit 2018/19 war er Mitglied des Lindemann Young Artist Development Program an der Metropolitan Opera New York, wo er sein Debüt in „Il tabarro“ gab, gefolgt von Partien in „Die Zauberflöte“ und „La traviata“. Als Teilnehmer des Young Artists Program an der Los Angeles Opera war er in  Produktionen wie „Salome“ (Jude), „Tosca“ (Spoletta), „Carmen“ (Remendado) und „Candide“ (Der Gouverneur) zu erleben. An der Los Angeles Opera sang er zudem Nathanael in Offenbachs „Les contes d’Hoffmann“ unter der Leitung von Placido Domingo. Brian Michael Moore verkörperte Herzog von Mantua (Rigoletto) bei der Asheville Lyric Opera und beim Brevard Music Festival und trat in Luke Bedfords Oper Seven Angels beim Aspen Music Festival sowie als Don Ottavio (Don Giovanni) beim Festival dei Due Mondi in Spoleto und am Teatro Coccia di Novara auf. Konzerte führten ihn mit dem Los Angeles Philharmonic, dem Cincinnati Symphony Orchestra, dem Cincinnati Pops Orchestra und dem Rochester Philharmonic Orchestra zusammen. Brian Michael Moore gewann u.a. die Classical Singer Competition sowie das 2018 Sara Tucker Stipendium und wurde 2017 auch im Rahmen des Festival dei Due Mondi in Spoleto ausgezeichnet.


Monika
Buczkowska

Die in Polen geborene Sopranistin Monika Buczkowska gab 2019/20 in Faurés „Pénélope“ (Lydie) ihr Deutschland-Debüt an der Oper Frankfurt, wo sie seit der Spielzeit 2020/21 das Ensemble verstärkt und zunächst in Pergolesis „Stabat mater“ in Erscheinung trat. Zuvor war sie Stipendiatin im Young Talents Development Programme (Opera Academy) des Teatr Wielki in Warschau, wo sie mit Eytan Pessen, Matthias Rexroth und Izabela Kłosińska arbeitete. Jüngst war sie dort erneut als Papagena in Barrie Koskys Produktion der „Zauberflöte“ zu erleben. Als Donna Anna („Don Giovanni“) debütierte sie beim Music Festival in Nieborów und sang am Teatr Wielki Warschau Zerlina („Don Giovanni“) sowie Susanna („Le nozze di Figaro“). Monika Buczkowska trat an der Baltic Opera in Gdańsk als Eurydike („Orpheus in der Unterwelt“) sowie am Musiktheater in Lüben als Pamina („Die Zauberflöte“) auf. Unter der musikalischen Leitung von Kazushi Ōno sang sie in Prokofjews „Der feurige Engel“ am Teatr Wielki (Koproduktion mit dem Festival d’Aix-en-Provence). Darüber hinaus arbeitete sie im Konzert- und Oratorienbereich mit verschiedenen Orchestern zusammen. Unter anderem führten sie Aufführungen des „Credo“ von Krzysztof Penderecki nach Nagoya (Japan). Die Absolventin der Ignacy-Jan-Paderewski-Musikakademie in Posen wurde u.a. mit dem Ersten Preis beim Polish Vocal Festival Maria Stankowa in Olsztyn sowie mit dem Marta Eggerth und Jan Kiepura Preis der 10th International Stanisław Moniuszko Vocal Competition ausgezeichnet.


Ilia
Staple

Ilia Staple erhielt ihre Gesangsausbildung zuerst privat bei ihrer Mutter, später an der Anton-Bruckner-Privatuniversität in Linz bei Katerina Beranova. Erste Engagements führten die junge Sopranistin als Gwendolen („Mein Freund Bunbury“) an die Oper Leipzig und als Papagena („Die Zauberflöte“) an die Oper Chemnitz. Von 2016 bis 2018 war Ilia Staple Mitglied des Oberösterreichischen Opernstudios am Landestheaters Linz und sang dort u. a. Despina („Così fan tutte“), Sandmännchen und Taumännchen („Hänsel und Gretel“), Klärchen Hinzelmann („Im weißen Rössl“), Ciboletta („Eine Nacht in Venedig“), Rosetta (in Erich Zeisls „Leonce und Lena“) und Flaminia („Il mondo della luna“). Sie gastierte bei den Musicalfestwochen Bad Leonfelden als Christine („Das Phantom der Oper“) und als Maria („West Side Story“). Beim internationalen Brucknerfest Linz verkörperte sie die Rollen Frau Herberstorff in der Uraufführung von Michael Hazods „Alea“, Bubikopf („Der Kaiser von Atlantis“) und Blonde („Die Entführung aus dem Serail“). Auch beim Lehár-Festival in Bad Ischl war sie zu erleben. An der Bühne Baden verkörperte sie Eurydike („Orpheus in der Unterwelt“) sowie Bronislawa („Der Bettelstudent“). Auch auf der Konzertbühne ist die Sopranistin regelmäßig solistisch präsent, u.a. mit Werken von Bach, Händel, Haydn und Schwertsik.


Florence
Losseau

Florence Losseau sang seit ihrem neunten Lebensjahr im Kinderchor des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Sie studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München, belegte im Anschluss den Masterstudiengang Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und baute darauf im Fach Liedgestaltung auf. Ihr Operndebüt gab sie 2011 als Annina in Verdis „La traviata“. Seitdem interpretierte sie Rollen wie u. a. Mozarts Zweiter Dame aus der „Zauberflöte“, Abuela aus der spanischen Oper „La vida breve“ von Manuel de Falla, Hänsel aus „Hänsel und Gretel“, Dido aus „Dido and Aeneas“ und Mercédès aus „Carmen“. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Michael Brandstätter, Paolo Carignani, Karsten Januschke, Nicholas Kok, Alexander Liebreich oder Ulf Schirmer zusammen und besuchte Meisterkurse bei Axel Bauni, Helmut Deutsch, Angelika Kirchschlager, Dorothee Mields und Christopher Robson. Neben ihrer Tätigkeit als Opernsängerin ist Florence Losseau auch als Lied– und Oratoriensängerin aktiv. Sie war in der „LiederWerkstatt“ des Kissinger Sommers zu hören und ist Mitglied des Oberösterreichischen Opernstudios am Landestheater Linz. In Berlin gewann die Stipendiatin der „Christl und Klaus Haack Stiftung“ 2017 den zweiten Preis des Paula Salomon Lindberg Wettbewerbs an der Universität der Künste in Berlin.


Katharina
Magiera

Katharina Magiera ist im Sommer 2021 auch als Hexe („Königskinder“) bei den Tiroler Festspielen Erl zu erleben. Als Dritte Dame („Zauberflöte“) gastierte die Altistin an der Opéra National in Paris, am Theater an der Wien und beim Glyndebourne Festival, als Hänsel („Hänsel und Gretel“) an der Bayerischen Staatsoper in München sowie als Schwertleite („Die Walküre“) an der Semperoper Dresden, der Opéra du Rhin in Strasbourg, der Opéra National in Paris und beim Beijing Music Festival. Seit 2009/10 zählt die mehrfach ausgezeichnete Sängerin zum Ensemble der Oper Frankfurt, wo sie alle wichtigen Partien ihrer Stimmlage interpretierte, darunter Alisa („Lucia di Lammermoor“), Tisbe („La Cenerentola“), Nancy („Martha“), Maddalena („Rigoletto“), Erda („Rheingold“), „Floßhilde“ / „Schwertleite“ (Ring), 3. Dame („Zauberflöte“), Hexe („Rusalka“), Margret („Wozzeck“), Marcellina („Le nozze di Figaro“), Annina („Der Rosenkavalier“), Eduige („Rodelinda“) und Amastre („Xerxes“). Ihr breit gefächertes Konzertrepertoire umfasst die Passionen und zahlreiche Kantaten J. S. Bachs sowie Requien und Oratorien. Konzertengagements führten sie zu den Münchener Philharmonikern, dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks, dem Richard-Strauss Festival, dem MDR Symphonieorchester, den Salzburger Festspielen, der NDR Radiophilharmonie und dem DSO Berlin.