Richard Wagner

Die Walküre

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musikalische Leistung Erik Nielsen

Regie Brigitte Fassbaender

Bühne & Kostüme Kaspar Glarner

Licht Jan Hartmann

Videoprojektionen Bibi Abel

Siegmund Clay Hilley

Wotan Simon Bailey

Sieglinde Irina Simmes

Brünnhilde Christiane Libor

Fricka Dshamilja Kaiser

Hunding Anthony Robin Schneider


"Wir schreiben in der „Walküre“, dem „ersten Tag“ der Tetralogie von Richard Wagner, die Geschichte des Unterganges der Götterwelt fort. Wotans Verzweiflung und die daraus folgende, bittere Resignation sind im „Rheingold“ zwingend vorgezeichnet, die Brückenschläge zum Geschehen im machtvollen Drama „Walküre“ unüberhörbar. Nicht nur durch Wagners abgehobene Kunstsprache, wenn am Schluss vom „Rheingold“ der Text von Wotan und Loge weit hinaus, bis zur „Götterdämmerung“ weist, sondern auch durch Wagners grandiose Leitmotivik, die in der „Walküre“ Situationen anklingen lässt, die im „Rheingold“ stattgefunden haben.

Der seit „ Rheingold“ von Wotan erträumte Held wird in der „Walküre“, zum Leben erweckt und begegnet uns als Siegmund in der leidenschaftlichen, aber unseligen Verbindung mit seiner Zwillingsschwester Sieglinde. Beide von Wotan gezeugt mit einer Frau aus dem Menschengeschlecht der Wälsungen. Dem geopferten Helden Siegmund folgt Siegfried, dessen Heldentum eher fragwürdig bleibt. Auch er verlässt die Welt des „Ringes“, ohne Wotans Traum von Freiheit und Unabhängigkeit erfüllen zu können. Von Wotans 9 Töchtern, den Walküren, ist Brünnhilde, die aus der Beziehung zu Erda entstandene, seine „Wunschmaid“, sein Alter Ego, die Titelfigur dieses ersten, tragisch sich entwickelnden Tages. Wotans Gebot missachtend, kann sie den Tod des von Wotan geopferten Helden Siegmund, ihres Halbbruders, nicht aufhalten und wird vom Göttervater, der ihr ob ihres Ungehorsams die Göttlichkeit entzieht, in die Menschenwelt verbannt, bis Siegfried sie aus der Verbannung erlöst...Und so verzahnt sich die Handlung der Tetralogie weiter und weiter, genial konzipiert von Wagner, der mit seinem „Ring“ ein bahnbrechendes, visionäres, bis in unsere Zeit gültiges Menschheits- und Endzeitdrama geschaffen hat." Brigitte Fassbaender.

 

PREISE
€ 150,- | € 120,- | € 100,- | € 70,- | € 50,- | € 30,-
 

Sa 09. Jul
17:00 Uhr → Passionsspielhaus
Fr 15. Jul
17:00 Uhr → Passionsspielhaus
So 17. Jul
15:00 Uhr → Passionsspielhaus

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Erik Nielsen

Musikalische Leistung

Brigitte Fassbaender

Regie

Kaspar Glarner

Bühne & Kostüme

Jan Hartmann

Licht

Bibi Abel

Videoprojektionen

Clay Hilley

Siegmund

Simon Bailey

Wotan

Irina Simmes

Sieglinde

Christiane Libor

Brünnhilde

Dshamilja Kaiser

Fricka

Anthony Robin Schneider

Hunding


Orchester der Tiroler Festspiele Erl


Erik
Nielsen

Erik Nielsen ist seit 2015 Chefdirigent des Sinfonieorchesters Bilbao, dessen 100. Spielzeit mit der Saison 21/22 kurz bevorsteht. Von 2016 bis 2018 war er Musikdirektor des Theaters Basel, wo er weiterhin regelmäßig als Gastdirigent des Sinfonieorchesters Basel tätig ist. Auch mit der Oper Frankfurt verbindet ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit. Bei den Tiroler Festspielen in Erl dirigiert er nach dem Eröffnungskonzert „Das Rheingold“. Zu Erik Nielsens jüngsten Engagements zählen Kreneks „Karl V.“ an der Bayerischen Staatsoper, „Oedipus Rex“, „Il prigioniero“ und „Pelléas et Mélisande“ an der Semperoper Dresden, „Peter Grimes“ und Trojahns „Orest“ am Opernhaus Zürich, „Billy Budd“ und Lachenmanns „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ an der Oper Frankfurt, Usandizagas „Mendi Mendiyan“, Bachs „Johannes-Passion“ und  „Salome“ in Bilbao sowie  „The Rake’s Progress“ in Budapest. Konzerte führten ihn u.a. nach Oslo, Manchester, Stockholm, Madrid, Straßburg, Lissaon, Basel, zum Aspen Music Festival und zum Interlochen Center for the Arts. Künftige Projekte umfassen u.a. die Uraufführung von Manfred Trojahns „Eurydice - Die Liebenden blind“ an der Dutch National Opera. Nach dem Studium von Harfe, Oboe und Dirigieren in New York und Philadelphia war Erik Nielsen als Harfenist Mitglied der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker.


Brigitte
Fassbaender

Brigitte Fassbaender zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen unserer Zeit. Bis 1994 verfolgte die gebürtige Berlinerin eine aufsehenerregende internationale Karriere als Mezzosopranistin, welche sie mit den wichtigen Partien ihres Faches an alle führenden Opernhäuser und zu den renommiertesten Festspielen der Welt führte. An die 300, vielfach ausgezeichnete Einspielungen – ein Großteil davon im Lied- und Konzertbereich – bezeugen die Bedeutung der Münchner und Wiener Kammersängerin. Seit 1994 widmet sich Brigitte Fassbaender ganz der Regie und hat inzwischen über 80 Inszenierungen im In- und Ausland auf die Bühne gebracht. Sie inszenierte etwa am Münchner Theater am Gärtnerplatz, am Theater Regensburg, am Staatstheater Braunschweig, an der Oper Frankfurt, bei den Bregenzer Festspielen, wo sie 2021 auch Rossinis „L’italiana in Algeri“ erarbeitet, sowie am Tiroler Landestheater Innsbruck, das sie von 1999 bis 2012 als Intendantin leitete. Von 2009 bis 2017 war Brigitte Fassbaender Künstlerische Leiterin des Richard-Strauss-Festivals Garmisch-Partenkirchen. Seit 2002 leitet sie das Festival „Eppaner Liedsommer“. Die Förderung junger Talente war und ist Brigitte Fassbaender ein wichtiges Anliegen: Als gefragte Gesangspädagogin unterrichtet sie weltweit in Meisterkursen. Verliehen wurde ihr neben zahlreichen weiteren Ehrungen das Bundesverdienstkreuz am Bande, das Große Verdienstkreuz mit Stern, der Orden Pour le Mérite sowie für ihr Lebenswerk der International Opera Award und der ECHO Klassik. 2019 erschienen Brigitte Fassbaenders Memoiren „Komm’ aus dem Staunen nicht heraus“.


Kaspar
Glarner

Kaspar Glarner wurde in Zürich geboren und studierte an der École nationale supérieure des Arts Décoratifs in Paris. Er entwirft seit vielen Jahren Bühnen und Kostüme für Inszenierungen von Keith Warner, darunter „Volo di Notte/Il Prigionero“, „Death in Venice“, „Falstaff“ und „Lear“ an der Oper Frankfurt sowie „Otello“ am Royal Opera House Covent Garden in London. Für Walter Sutcliffe entwarf er die Ausstattung für „Owen Wingrave“, „Die Gespenstersonate“ „Rigoletto“, „The Turn of the Screw“, „Tiefland“ und Gounods „Faust“. Auch mit Johannes Erath verbindet Kaspar Glarner eine langjährige Zusammenarbeit: „Les Contes d’Hoffmann“ in Bern, „Aida“ in Köln, „Lohengrin“ in Graz und Oslo, „I masnadieri“ an der Bayerischen Staatsoper sowie die Uraufführung von Arnulf Herrmanns „Der Mieter“ an der Oper Frankfurt. Dort erarbeitete er zuletzt mit Anselm Weber „Lady Macbeth von Mzensk“ und mit Hans Walter Richter Menottis „The Medium“. Kaspar Glarners Bühnen und Kostüme waren weiterhin u.a. in San Francisco, Tokio, Santiago de Chile, Kopenhagen, Prag, Warschau, Straßburg, Toulouse und beim Festival d’Aix-en-Provence zu sehen.


Jan
Hartmann

Jan Hartmann, der bei den Tiroler Festspielen Erl bereits das Licht für „Rusalka“ und „L’elisir d’amore“ entwarf, ist seit 1999 an der Oper Frankfurt engagiert. Dort arbeitete er 2011 zum ersten Mal als Lichtdesigner für die Produktion „Neunzehnhundert“. Es folgten u.a. „Idomeneo“ „Der goldene Drache“, „Julietta“, „Le cantatrici villane“, „Pierrot lunaire / Anna Toll“ (Uraufführung), „Rigoletto“, „L’Africaine“, „Das schlaue Füchslein“, „Dalibor“ und „The Medium/Satyricon“. In der Spielzeit 2019/20 entwarf er das Licht für „Pénélope“ und „La gazzetta“. Daneben arbeitete Jan Hartmann für verschiedene Musiktheater-, Tanz-, Schauspiel- und Filmprojekte, u.a. mit dem Balthasar-Neumann-Ensemble für das „Festa Teatrale Carneval“ in Hongkong, mit der Choreografin Deborah Hay für die Produktion „As Holy Sites Go“ sowie für „Falstaff“ am Nationaltheater Mannheim. Seit 2013 ist er als Dozent für Lichtgestaltung an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main tätig.


Bibi
Abel

Die Videokünstlerin Bibi Abel studierte an der Kölner Werkkunstschule und absolvierte eine Weiterbildung zur Multimedia Entwicklerin. Engagements führten Bibi Abel u.a. an die Oper Frankfurt, das Aalto-Musiktheater Essen und die Bayerische Staatsoper in München, an das Teatro Massimo in Palermo, das Schauspielhaus Graz, das Schauspielhaus Zürich, das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Theater Gessnerallee in Zürich, das Maxim Gorki Theater in Berlin, das Schauspielhaus Bochum und das Schauspielhaus Köln. Dabei arbeitete sie mit Regisseur*innen wie David Bösch, Jan Bosse, Vincent Boussard, Agnese Cornelio, Johannes Erath, Heike M. Götze, Tilmann Köhler, Andreas Kriegenburg, Vera Nemirova und Keith Warner zusammen.


Clay
Hilley

Celebrated by The New York Times for his “vocal heft, clarion sound and stamina” heldentenor Clay Hilley has appeared on many international stages in the most demanding operatic repertoire. At age 39 he sang the title role of Siegfried for Stefan Herheim’s new Ring Cycle at Deutsche Oper Berlin, under the baton of Sir Donald Runnicles. He repeats this performance for the Cycles in November 2021 and January 2022.

Also upcoming in 2021-2022 are appearances with Dutch National Opera as the Title Role in Zemlinsky’s Der Zwerg, and with the BJU Opera Association as Samson.

Concert appearances in 2021-2022 include Beethoven’s Missa Solemnis with the Madison Symphony Orchestra, Act III of Siegfried with Bilbao Orkestra Sinfonikoa, and Act III of Aïda with the Atlanta Symphony Orchestra, under the baton of Nicola Luisotti.

In the 2020-21 season, Clay Hilley was engaged to sing Walther von Stolzing in Die Meistersinger von Nürnberg with the Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia conducted by Sir Antonio Pappano, the title role of Siegfried at Nationaltheater Mannheim, Fidelio at Prague State Opera and Washington National Opera, Aïda at Pittsburgh Opera, the title role of Der Zwerg at San Francisco Opera, and the role of Phoebus in Schmidt’s Notre Dame for the St. Gallen Festival. Concert appearances included Mahler’s Das Lied von der Erde with the Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia conducted by Sir Antonio Pappano and the Second Act of Tristan und Isolde with Edward Gardner leading the Orchestra of the Norwegian National Opera and Ballet.

Other concert experience includes performances of Beethoven’s Fidelio with Robert Spano and the Atlanta Symphony Orchestra, Mahler’s Eighth Symphony with Marin Alsop and the Chicago Symphony Orchestra at the Ravinia Festival, with John DeMain and the Madison Symphony Orchestra, and with Leon Botstein and the American Symphony Orchestra, as well as Das Lied von der Erde with The Apollo Orchestra of Washington, D.C. Emerging as a world class Straussian tenor, he has sung Menelaus in Die ägyptische Helena with Gil Rose and Odyssey Opera and Gundelfingen in Feuersnot with Leon Botstein and the American Symphony Orchestra at Carnegie Hall.

The Wagner Society of New York presented Clay Hilley in recital, singing a program of Mahler, Janáček, Mozart, Dvořák, and Wagner following the Society’s recognition of the tenor with its Top Prize, the Robert Lauch Award, in 2015. He received his Bachelor of Music degree in Music Education at the University of Georgia, a Master of Music degree in Vocal Performance from Georgia State University, a Professional Studies Certificate from the Manhattan School of Music, and a Performer’s Certificate from the Opera Institute at Boston University.


Simon
Bailey

Der international gefragte Bassbariton Simon Bailey sang zuletzt Klingsor („Parsifal“) an der Opéra National du Rhin in Straßburg, Wotan („Die Walküre“) in Shanghai, Kutusow („Krieg und Frieden“) an der Welsh National Opera und am ROH Covent Garden in London sowie Leporello am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Der gebürtige Brite, der auch als Konzertsänger regelmäßig gastiert, war weiterhin mit Partien wie Méphistophélès („La damnation de Faust“), Siroco („L’étoile“), Nicanor / Satan (Félicien Davids „Herculanum“), Figaro, Leporello oder den vier Bösewichten in „Hoffmanns Erzählungen“ u.a. am ROH Covent Garden in London, am Teatro alla Scala in Mailand, am Theater an der Wien, an der Oper Vlaanderen, am Theater Basel sowie zum Glyndebourne und Wexford Festival eingeladen. Der Gewinner des Wales Theatre Awards 2018 war an der Oper Frankfurt, dessen Ensemble er viele Jahre angehörte, zuletzt als Budivoj („Dalibor“), Peter („Hänsel und Gretel“) sowie als Mr. Redburn („Billy Budd“), als Kurwenal („Tristan und Isolde“) und Captain Balstrode („Peter Grimes“) zu Gast. Auch als Mozarts Leporello, Don Giovanni und Figaro, als Gunther („Götterdämmerung“), Klingsor („Parsifal“), Achilla („Giulio Cesare in Egitto“), Gelone („L’Orontea“) und Don Magnifico („La Cenerentola“) sowie in der Titelpartie von Herzog „Blaubarts Burg“ feierte er dort große Erfolge.


Irina
Simmes

An der Oper Dortmund ist sie 2019/20 als Amazily (Fernand Cortez oder Die Eroberung von Mexiko), Elsa in der Uraufführung Neverland sowie Fadeya in der Uraufführung "Die Kinder des Sultans von Avner" Dorman zu erleben. Zudem interpretiert sie erneut die Rolle der Violetta Valery in einer Neuproduktion am Pfalztheater Kaiserslautern.

Die Sopranistin Irina Simmes wechselte in der Spielzeit 2018/19 in das Ensemble der Oper Dortmund, an der sie als Lisa (Das Land des Lächelns) und Max (Wo die wilden Kerle wohnen) ihren Einstand gab. In der gleichen Saison debütierte sie als Königin der Nacht (Die Zauberflöte) am Theater Bielefeld, wo sie ebenso in einer Neuproduktion von "La traviata" als Violetta Valery zu hören war.

An der Oper Frankfurt debütierte sie 2017 als Konstanze (Die Entführung aus dem Serail) in der Inszenierung von Christof Loy unter der musikalischen Leitung von Sebastian Weigle. 2019 war sie dort erneut als Gerhilde (Die Walküre) zu hören.

Am Theater Heidelberg (2012–2018) reüssierte sie in Mozart-Partien wie Konstanze (Die Entführung aus dem Serail), Pamina (Die Zauberflöte), Gräfin (Le nozze di Figaro), Fiordiligi (Così fan tutte) und Donna Anna (Don Giovanni). Am Badischen Staatstheater in Karlsruhe gastierte Irina Simmes als Isolde in "Avner Dormans Wahnfried" (2017) sowie in Mozarts "Lucio Silla" (2017/18).

Zu ihrem Repertoire gehören neben Partien wie Laura (Der Ring des Polykrates), Musetta (La Bohème), Rosalinde (Die Fledermaus) und Micaëla (Carmen) ebenso Raritäten des Barock (u. a. Pilade in Traettas Ifigenia in Tauride) sowie Werke des zeitgenössischen Musiktheaters (u a. Josts "Rumor", Harneits "Abends am Fluss").

2015 widmete ihr die Fachzeitschrift Die Deutsche Bühne in der Februar-Ausgabe einen Coverartikel. Irina Simmes absolvierte ihre Gesangsausbildung an der Folkwang Universität der Künste Essen und war in der Spielzeit 2011/12 Mitglied des Opernstudios am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen. 


Christiane
Libor

Christiane Libor wurde in Berlin geboren und studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Anneliese Fried, in der Liedinterpretationsklasse von Dietrich Fischer-Dieskau und bei Julia Varady und Brigitte Fassbaender. Engagements führten sie u. a. an die Hamburgische Staatsoper, die Semperoper Dresden, die Opera du Rhin de Strasbourg, die Opera de Nice sowie in die Opernhäuser in Paris, Seattle, Washington, Berlin, Stuttgart, Karlsruhe und Graz. Zu ihrem Repertoire gehören u. a. Leonore (Fidelio), Donna Anna (Don Giovanni), Pamina (Die Zauberflöte), Ada (Die Feen), Senta (Der fliegende Holländer), Isolde (Tristan und Isolde), Brünnhilde (Der Ring des Nibelungen) und Agathe (Der Freischütz) sowie die Titelpartien in Ariadne auf Naxos und Jenůfa.


Dshamilja
Kaiser

Die Mezzosopranistin Dshamilja Kaiser ist seit 2017 Ensemblemitglied am Theater Bonn, wo sie große Erfolge als Carmen, als Schoecks Penthesilea, Ortrud in „Lohengrin“ sowie als Santuzza in „Cavalleria rusticana“ feierte. In der vergangenen Spielzeit gab sie bei den Tiroler Festspielen Erl ihr Rollendebüt als Fremde Fürstin in Dvořáks „Rusalka“. 2021 singt sie hier Wagners Fricka und Ortrud. An der Oper Frankfurt debütierte Dshamilja Kaiser 2019 als Adalgisa in „Norma“, womit sie zuvor bereits an Den Norske Opera in Oslo gastiert hatte, und verkörperte 2020 Madame Flora (Menottis „The Medium“). Als Roßweiße in „Die Walküre“ unter der Leitung von Daniel Barenboim war sie an der Berliner Staatsoper zu erleben. Engagements der Spielzeit 2020/21 führten sie u.a. als Lisa in Weinbergs „Die Passagierin“ an die Oper Graz und als Lady Macbeth in der Deutschen Erstaufführung von Pascal Dusapins „Macbeth Underworld“ an das Staatstheater Saarbrücken. Dshamilja Kaiser, die auch zweimal bei den Bregenzer Festspielen gastierte, ist Preisträgerin des Österreichischen Musiktheaterpreises 2015 in der Kategorie „Beste Nachwuchssängerin“. Zahlreiche Konzerte im In- und Ausland ergänzen ihr künstlerisches Schaffen und führten sie u.a. in den Wiener Musikverein. Nach ihrem Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Detmold war Dshamilja Kaiser zunächst am Theater Bielefeld, anschließend von 2009 bis 2017 fest an der Oper Graz engagiert.


Rollen:

  • Ortrud in "Lohengrin", Theater Bonn 2018
  • Adalgisa in "Norma", Den Norske Oper Oslo 2018
  • Lucrezia in "Beatrice Cenci", Bregenzer Festspiele 2018
  • La Regina Gertrude in "Amleto", Bregenzer Festspiele 2016
  • Dorabella in "Cosí fan tutte", Volksoper Wien 2014

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • Antonín Dvořák & Jaroslav Kvapil: "Rusalka"

Anthony Robin
Schneider

Der österreichisch-neuseeländische Bass Anthony Robin Schneider, ausgebildet an der Academy of Vocal Arts in Philadelphia, begann seine Laufbahn im Opernstudio der Houston Grand Opera. Er debütierte 2018/19 als der Wirt in „Der ferne Klang“ an der Oper Frankfurt, dessen Ensemble er seit 2019/20 angehört. Als Ensemblemitglied sang er die Partien Bartolo („Le nozze di Figaro“) und Verwalter/Sergeant („Lady Macbeth von Mzensk“), Ein Mönch/Großinquisitor („Don Carlo“) und Sparafucile („Rigoletto“). Zu seinen Gastengagements zählten Der Schatten Hectors („Les Troyens“) an der Wiener Staatsoper, Truffaldin („Ariadne auf Naxos“) an der Santa Fe Opera und mit dem Cleveland Orchestra, Baron/Großinquisitor („Candide“) ebenfalls in Santa Fe sowie Mesner („Tosca“), Fabrizio (Rossinis „La pietra del paragone“), Der Tod („Der Kaiser von Atlantis“) und Duc de Hoël („Le vin herbé“) an der Wolf Trap Opera. Anthony Robin Schneider ist Stipendiat der Kiri te Kanawa Foundation.