Gaetano Donizetti

Don Pasquale

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Musikalische Leitung Simone di Felice

Regie Caterina Panti Liberovici

Bühne Sergio Mariotti

Kostüme Raphaela Rose

Dramaturgie Deborah Einspieler

Licht Frank Keller


Don Pasquale (27. Dez.) Simon Bailey

Norina Simone Osborne

Don Pasquale (2. & 5. Jan.) Donato di Stefano

Ernesto Francisco Brito

Dottor Malatesta Liviu Holender

Notar Nicolas Legoux

Unübersehbar sind Donizettis Referenzen an Carlo Goldonis Figuren der Commedia dell’arte – vier Figuren, die menschliches Miteinander karikieren: Dem alternden Don Pasquale, eine echte Pantalone-Figur, schrullig und unverheiratet, geht das Geld über alles. Eine Frau hätte er im letzten Frühling seiner Gefühle trotzdem gern an seiner Seite. Daneben können Ernesto und Norina aus Geldnot nicht zusammenkommen und sind auf die Hilfe von Pasquales Vertrautem Doktor Malatesta angewiesen, der als Ideengeber und Spielmacher seine Intrigen strickt. Turbulente Ensembles und Gefühlsausbrüche werden auf der Bühne von einem Herrenchor flankiert, bis Don Pasquale schließlich einsam zurückbleibt. Vom Egoismus kuriert, belächelt er, Falstaff nicht unähnlich, mit guter Miene das böse Spiel der Jüngeren. 

Gemeinsam mit Giovanni Ruffini arbeitete Gaetano Donizetti in größter Zeitnot und in einem mitunter schwierigen Prozess am Textbuch des Don Pasquale. Während sich der Librettist auf die Glanzzeit der Opera buffa berufen und an alten Mustern und Formen festhalten wollte, drängte der Komponist nach Neuerungen und vollzieht mit diesem Werk den Wandel von der klassischen musikalischen Form zu einer neuartigen Buffa, deren Personen sich überaus glaubwürdig begegnen.

Deborah Einspieler

So 27. Dez
18:00 Uhr → Festspielhaus
Mi 30. Dez
18:00 Uhr → Festspielhaus
Di 05. Jan
18:00 Uhr → Festspielhaus

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Simone di Felice

Musikalische Leitung

Caterina Panti Liberovici

Regie

Sergio Mariotti

Bühne

Raphaela Rose

Kostüme

Simon Bailey

Don Pasquale (27. Dez.)

Simone Osborne

Norina

Donato di Stefano

Don Pasquale (2. & 5. Jan.)

Francisco Brito

Ernesto

Liviu Holender

Dottor Malatesta

Nicolas Legoux

Notar

Deborah Einspieler

Dramaturgie

Frank Keller

Licht


Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl


Simone
di Felice

Der italienische Dirigent Simone Di Felice ist als Kapellmeister an der Oper Frankfurt engagiert. 2014 leitete er die erfolgreiche Neuproduktion Monteverdis «L’incoronazione di Poppea». Es folgten eine Neuproduktion Händels «Radamisto und die Wiederaufnahme von Glucks «Ezio», sowie Vorstellungen in der Premierenserie Verdis «Rigoletto» und Repertoire-Vorstellungen von Rossinis «La gazza ladra». 2017 war eine sehr erfolgreiche Händel Neuproduktion «Rinaldo», mit dem Countertenor Jakub Józef Orliński in der Titelrolle, zu erleben. 2018 stand Simone Di Felice wieder für Repertoire-Vorstellungen von Verdis «Rigoletto» am Pult der Oper Frankfurt. In der Saison 2018/2019 dirigierte Simone di Felice die Wiederaufnahmen «Die Zauberflöte» und «Rinaldo» sowie die Neuproduktion «Satyricon» von Bruno Maderna. Im August 2019 eröffnet die Wiederaufnahme von Händels «Radamisto» die neue Spielzeit der Oper Frankfurt. In der Spielzeit 2019/2020 sind ein Sinfoniekonzert mit Werken von Britten und Williams mit dem Tonkünstler Orchester sowie eine Neuproduktion von Rossinis «La gazzetta» an der Oper Frankfurt geplant. Nachdem er bereits in Rossinis «La Cenerentola» (R: Antonio Latella) zu erleben war, kehrt Simone di Felice für Nachdirigate von Rossinis «Il barbiere di Siviglia» ans Theater Basel zurück.


Caterina Panti
Liberovici

Italian opera director Caterina Panti Liberovici’s affinity for music began as a teenager, when she studied clarinet, singing and choral singing at the Conservatory Giuseppe Verdi of Turin. 

Soon after she attended the School of Drama (Scuola del Teatro Stabile, Turin) where she excelled in her training as an actress. 

From here the progression to opera was a natural one, and her aptitude for music theatre was soon nurtured and rewarded when she was award a scholarship at Teatro alla Scala, Milan in 1994. 

Subsequently she worked regularly as an assistant to Luca Ronconi, and from 1994-2006 gained valuable experience as a staff director at alla Scala. 

During this period, she also worked as a freelance director in her own right in Italian and European theatres. 

Since 2010, she has been a staff director at Oper Frankfurt, where she also recently celebrated great personal success with her staging of Fioravanti’s ‘Cantatrici Villane’ at the Bockenheimer Depot. 

During her engagements at Teatro alla Scala and Oper Frankfurt she has assisted visiting directors such as David Alden, Keith Warner, Vincent Boussard, Jürgen Flimm, Franco Zeffirelli, Graham Vick 

and Hugo de Ana. 

As a guest assistant she has worked at theatres such as Teatrro Regio di Parma, Teatro Regio di Torino, La Fenice di Venezia, l’Arena di Verona, Teatro Massimo di Palermo.

Recent opera projects as director have taken her to the Cantiere Internazionale d'arte in Montepulciano (L'impresario in angustie -2018 e La Finta Semplice - 2015),  Serbian National Theatre in Novi Sad  (Simone Boccanegra - 2013),  Festival della Valle d’Itria in Martinafranca  (L’ambizione delusa - 2013), Stanislawski Theater in Moscow (Luci miei traditrici - 2012),  Schlosstheater Potsdam (La scala di seta - 2008),  Teatro Carlo Felice in Genoa (The little sweep – 2007), Croatian National Theatre in Zagreb (Le convenienze e inconvenienze teatrali – 2003). 

Alongside her work as a director and assistant director, she works passionately in the areas of education, devising stagings of opera for younger audiences, and in coaching, working with young singers in the Opera Studio at Oper Frankfurt. 

She has been responsible for several hugely successful Kinderoper at Oper Frankfurt, including an award-winning staging of a children’s version of Il barbiere di Siviglia (2013).


Sergio
Mariotti

Sergio Mariotti studierte Bühnenbild an der Accademia di Belle Arti in Brera und schloss ein weiteres Studium an der Accademia di Teatro alla Scala ab. Den italienischen Bühnenbildner verbindet seit 2007 eine langjährige Zusammenarbeit mit Caterina Panti Liberovici. Gemeinsam entstanden unter anderem 2015 La finta semplice in Montepulciano, Simon Boccanegra und La Bohème am Serbischen Nationaltheater Novi Sad. Beim Festival della Valle d’Itria brachten sie L’ambizione delusa gemeinsam zur Aufführung, in Montepulciano L’occasione fa il ladro und Paisiellos Il barbiere di Siviglia sowie im Schlosstheater Potsdam Rossinis La scala di seta. 2016 folgte für die Oper Frankfurt Le Cantatrici Villane von Valentino Fioravanti und darauf in 2018 La Favola di Natale für das Teatro Regio di Torino und Impresario in Angustie für das Cantiere d’Arte di Montepulciano. Sergio Mariotti leitet die Theaterwerkstätten der Scala in Mailand.


Raphaela
Rose

Raphaela Rose geboren 1987 in Frankfurt, assistierte nach ihrem Abitur im Bereich Mode und Set Design in New York. An der Fachhochschule Trier absolvierte sie von 2008 bis 2013 ein Modedesignstudium. 2011 nahm sie als Gewinnerin des Hessischen Preises für Nachhaltigkeit an der Ethical Fashionshow in Paris teil. Nach dem Studium absolvierte sie die Gesellenprüfung zur Maßschneiderin für Damen, stellte ihre Bachelorarbeit im Rahmen der Berlin Fashionweek im Edged Showroom aus und war als Kostümbildnerin der Jungen Oper Rhein-Main tätig. Eines ihrer ersten Engagements führte sie an die Stadsschouwburg Amsterdam, wo sie Thomas Ostermeier bei seiner Inszenierung von Ibsens Gespenster assistierte. Von 2012 bis 2015 war sie als feste Kostümassistentin am Schauspiel Frankfurt engagiert. Hier entwickelte sie ihre ersten eigenen Kostüme unter anderem für Sebastien Jacobi, Florian Fiedler, Alexander Eisenach und den kanadischen Choreographen Dave St. Pierre.

Seit 2015 arbeitet Raphaela freiberuflich mit Regisseuren wie Christian Franke, Ersan Mondtag und Oliver Reese, u.a. am Berliner Ensemble, Schauspiel Frankfurt und am Staatstheater Wiesbaden.

Vor zwei Jahren gab Raphaela Rose mit der Erfolgsproduktion von Händels Rinaldo unter der Regie von Ted Huffman ihr Operndebüt.


Simon
Bailey

Simon Bailey ist in England geboren und hat in Cambridge und am Royal Northern College studiert, bevor er mit einem Zweijahresvertrag an der Akademie der Mailänder Scala aufge-nommen wurde. Dort übernahm er unterschiedlichste Rollen wie Schaunard (»La Bohème«) oder Hobson (»Peter Grimes«) und gewann 1999 den ersten Preis der Akademie. Im Jahr 2005 errang er in Rom den ersten Preis des »Musica Sacra« Wettbewerbs und wurde zuletzt mit dem Wales Theatre Award 2018 für seine Rolle als Šiškov in Janáčeks »Aus einem Totenhaus«.

Simon Bailey war von 2002 bis 2015 Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt, wo er u.a. Rol-len wie Leporello (»Don Giovanni«), Gonzalo (»The Tempest«), Don Alfonso (»Così fan tutte«) und Blaubart in Originalsprache (»Herzog Blaubarts Burg«) gesungen hat. Weitere wichtige Partien in Frankfurt waren Nick Shadow (»The Rake’ Progress«), Don Magnifico / Alidoro (»La Cenerentola«), Dulcamara (»L’elisir d’amore«), Claudio (»Agrippina«), Basilio (»Il barbiere di Siviglia«), Klingsor (»Parsifal«), Lord Sidney / Don Profondo (»Die Reise nach Reims«), Don Inigo Gomez (»Die spanische Stunde«), Tierbändiger / Athlet (»Lulu«), Peter (»Hänsel und Gretel«), Orest (»Elektra«), Créon in Charpentiers »Médée«, Mozarts »Figaro«, »Don Giovanni« und Papageno sowie Méphistophélès (»Fausts Verdammnis«), den er 2012 an der Vlaamse Opera Antwerpen sang und 2013/14 auch am Staatstheater Stuttgart.

Als Gastinterpret hatte Simon Bailey u.a. Auftritte an dem Teatro alla Scala Mailand (Mozarts »Figaro«, Bartolo in »Il barbiere di Siviglia«), dem Theater an der Wien (Publio in »La clemenza di Tito«), am Staatstheater Stuttgart als Kaspar (»Der Freischütz«) und an der Opéra de Lille (Uraufführung von Michael Levinas »Die Verwandlung«). Im Wagner-Jahr 2013 gastierte er zudem als Gurnemanz (»Parsifal«) in Wiesbaden und Bad Homburg. Sein Debut an der Royal Oper House Covent Garden fand im Sommer 2015 als Leporello statt.

Neben der Oper singt Simon Bailey auch zahlreiche Konzerte. So war er mit Berlioz »L'enfance du Christ« in Cambridge, sang Haydns »Schöpfung« in Lima und Dublin, »Missa Solemnis« in Tampere, Finnland und an der Alten Oper Frankfurt, Beethovens 9. Symphonie in Frankfurt sowie Mozarts »Requiem« in Bordeaux und Talinn, Händels »Saul« in der Kölner Philharmonie unter der Leitung von Thomas Neuhoff, »Messiah« in London in der Royal Albert Hall, Dvorak Stabat Mater in Bad Homburg, Bachs »Matthäus-Passion« und Händels »Susanna« in Karls-ruhe, Händels »Jeptha« und Mendelssohns »Paulus« in Maulbronn. CD-Einspielungen von und mit Simon Bailey umfassen unter anderem Wagners »Parsifal« (Gurnemanz), Puccinis »La Fanciulla del West« (Sonora) und Stainers »Crucifixion« für Naxos Records.


Simone
Osborne

Die kanadische Sopranistin Simone Osborne war eine der jüngsten Gewinnerinnen der Metropolitan Opera National Council Auditions und begann ihre Karriere als Young Artist im Ensemble Studio der Canadian Opera Company in Toronto, wo sie seither mehr als ein Dutzend Rollen gesungen hat, unter anderem Pamina, Gilda, Musetta, Lauretta, Ilia, Oscar, Nanetta, Micaela und zuletzt Adina. Sie kehrt 2020 nach Toronto zurück um dort Gretel in Humperdinks Hänsel und Gretel zu singen.

Zuletzt feierte Simone Osborne große Erfolge als Marguerite in Faust an der Vancouver Opera sowie als Marguerite Riel in der Oper Louis Riel des kanadischen Komponisten Harry Somers. Das Werk über den kontroversiellen Métis Leader Louis Riel wurde zum 150. Jahrestag der kanadischen Konföderation an der Canadian Opera Company, dem National Arts Centre und der Opéra de Québec gezeigt. Weitere Highlights ihrer Opern-Karriere waren Auftritte an der Vancouver Opera als Juliette, Pamina und Gilda sowie Lucia an der Edmont Opera und Pamina an der Pacific Opera Victoria.

Auf der Konzertbühne debütierte Simone Osborne als Marguerite in Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher im Rahmen des Saito Kinen Festivals unter Seiji Ozawa. Diese Rolle wiederholte sie mit dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse und dem Orchestre de Paris, alle unter Kazuki Yamada sowie mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Alan Gilbert. Ebenfalls zu Beginn ihrer Karriere debütierte sie als Barbarina in Le nozze di Figaro mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra unter Gustavo Dudamel sowie mit dem Chicago Symphony Orchestra unter James Conlon.

Zuletzt sang Simone Osborne zahlreiche Konzerte in den USA im Rahmen der Metropolitan Opera Rising Stars Serie und debütierte mit Utah Symphony in Mozarts Exsultate Jubilate und Barbers Knoxville: Summer of 1915. Auch mit dem Toronto Symphony Orchestra verbindet sie eine rege Zusammenarbeit, zuletzt in Mahlers Vierter Sinfonie, Villa-Lobos’ Bachianas Brasilieras No. 5 und Mozarts Requiem. Weitere Konzert-Highlights waren Berlioz’ Les nuits d’été mit dem Berkeley Symphony Orchestra, Beethovens Neunte Sinfonie, ausgewählte Strauss Lieder sowie Händels Messiah, alle mit Vancouver Symphony, Bachianas Brasilieras No. 5 beim Luminato Festival Toronto und Bachs Kantate Jauchzet Gott in allen Landen mit Edmonton Symphony. Weiters tourte sie durch Kanada mit Debut Atlantic und Jeunesses Musicales Canada. Ihr Liederabend-Debüt gab Simone Osborne im Rahmen der „On Wings of Song“ Serie der Marilyn Horne Foundation an der Music Academy of the West und sang weitere Liederabende beim Hong Kong Arts Festival sowie an der Carnegie Hall mit Warren Jones.

Neben den Metropolitan Opera National Council Auditions (2008), gewann Simone Osborne Preise bei zahlreichen anderen Wettbewerben, wie zuletzt den Sullivan Foundation Award (2016), den Sylva Gelber Foundation Award (2009), den Ersten Preis der Marilyn Horne Foundation an der Music Academy of the West (2008), den Encouragement Award der George London Foundation Competition (2008), den Ersten Preis der International Czech and Slovak Opera Competition (2007), ein Stipendium der Jaqueline Desmarais Foundation (2007) sowie den Zweiten Preis der Palm Beach Opera Competition (2007).


Donato
di Stefano

Mit Donato Di Stefano freuen wir uns auf einen international gefragten Buffobass in Erl. Der gebürtige Italiener war im Laufe seiner Karriere an der Metropolitan Opera in New York, an der Mailänder Scala, bei den Salzburger Festspielen, an den Opernhäusern in Paris, Brüssel, Amsterdam, Toronto, Hamburg, Tokio und Washington u.a. zu Gast. In Frankfurt war er bereits in seinen Paraderollen als Gianni Schicchi und Bartolo (Il barbiere di Siviglia)sowie als Fra Melitone in La forza del destino (konzertant) zu erleben. Zu seinen aktuellen Engagements gehören seine Rückkehr als Bartolo an die Staatsoper Berlin, Il matrimonio segreto und La Bohème an der Oper Köln, La Bohème an der Canadian Opera Company in Toronto, Il trittico an der Bayerischen Staatsoper sowie Gianni Schicchibeim Saito Kinen Festival in Japan. Außerdem ist er dem Innsbrucker Festival für Alte Musik verbunden. Zu seinem umfangreichen Repertoire zählen auch Don Magnifico (La Cenerentola), Don Pasquale (u.a. beim Donizetti Opera Festival in Bergamo), Dulcamara (L'elisir d'amore) und Falstaff. Seit seinem Debüt in Rom 1989 hat Donato Di Stefano mit wichtigen Dirigenten zusammengearbeitet, darunter Gian- andrea Gavazzeni, James Levine, Seiji Ozawa, Riccardo Muti, Zubin Mehta, Nikolaus Harnoncourt, Salvatore Accardo und Riccardo Chailly.


Francisco
Brito

Francisco Brito, Tenor, wurde 1986 in Argentinien geboren. Von 2011 bis 2013 war er Stipendiat der arteMusica-Stiftung. Sein Studium begann er in seinem Heimatland und setzte es anschließend in Italien an der Accademia d’Arte Lirica di Osimo sowie an der Scuola dell’Opera Italiana di Bologna fort, wo er sich auf das Rossini-Repertoire spezialisierte. Sein Operndebüt machte er 2006 als Il Conte di Libenskof in Il viaggio a Reims beim Rossini Opera Festival in Pesaro. Anschließend Gastengagements am Teatro Comunale Mario del Monaco di Treviso (Lindoro in L’Italiana in Algeri), in La scala di seta an der Opera Lombardia sowie am Teatro Argentino de La Plata in Buenos Aires. 2011-2013 war Brito Mitglied des Opernstudios an der Oper Frankfurt. 2011 gab er in Anna Bolena sein Hausdebüt an der Semperoper Dresden. Zu seinen jüngsten Auftritten zählen u.a. Il Conte di Libenskof am Opernhaus Zürich, Lindoro am Teatro Comunale di Treviso und di Ferrara und Florville (Il signor Bruschino) am Teatro La Fenice in Venedig. 


Liviu
Holender

Liviu Holender ist Ensemblemitglied der Oper Frankfurt. Zu den ersten Partien des Baritons gehören Leone (Tamerlano), Ein Steuermann (Tristan und Isolde), Moralès / Dancaïro (Carmen), Masetto (Don Giovanni) und Marullo (Rigoletto). Der Österreicher war für zwei Jahre Ensemblemitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München. Dort sang er u.a. Guglielmo (Così fan tutte), Papageno (Die Zauberflöte), Schaunard (La Bohème), Oberjustizrat Hasentreffer (Henzes Der junge Lord) sowie Hans Scholl in Zimmermanns Die Weiße Rose. Als Teilnehmer des Young Singers Project der Salzburger Festspiele 2018 sang er Papageno in Die Zauberflöte für Kinder. Weiterhin gastierte Liviu Holender als Silvio (Pagliacci) und Graf Almaviva (Le nozze di Figaro) an der Nationaloper Bukarest, als Dr. Falke (Die Fledermaus) und Papageno am Theater Chemnitz sowie in My Fair Lady an der Volksoper Wien. In Liederabenden stellte er sich bei den Niederösterreichischen Serenadenkonzerten,  beim Internationalen Theaterfest in Sibiu, Rumänien sowie in der Philharmonie Sofia vor. Der an der Opernschule der Wiener Staatsoper sowie an der Wiener Musikuniversität ausgebildete Sänger debütiert im Sommer als Marullo bei den Bregenzer Festspielen. 


Nicolas
Legoux

Nicolas Legoux stammt aus Nantes (Frankreich). Er begann seine Gesangsausbildung in Paris und beendete seine Studien an den Musikhochschulen von Graz und Wien. Zu seinen wichtigsten Lehrern zählen Marjana Lipovsek und Eliane Coelho. In Meisterklassen arbeitete er mit unter anderem Thomas Hampson, Régine Crespin und Graham Johnson. 2006 interpretierte Nicolas Legoux die Partie des Dr. Bartolo in "Le Nozze di Figaro" auf einer Japan-Tournee in 20 verschiedenen Städten, u. a. in Tokyo, Kyoto und Osaka. 2007 sang er in Spanien den Angelotti in Puccinis "Tosca" und in Deutschland Comissario und Yamadori in einer Produktion von "Madama Butterfly". Im September 2007 kehrte er nach Japan zurück, diesmal für die Partie des Marchese d'Obigny in Verdis "La Traviata". Im April 2008 sang er den Nanni in Haydns "L'infedeltà delusa" in Strasbourg; im folgenden Sommer stand er als Gaudenzio in Rossinis "Il Signor Bruschino" auf der Bühne.
Nicolas Legoux singt weltweit die Bass- und Bariton-Soli in Messen und Oratorien von Brahms, Charpentier, Haydn, Mozart, Fauré, Saint-Saens, Schubert u. a. In den letzten Jahren sang er die Basspartien in Mozarts Requiem und der c-Moll-Messe in der Karlskirche und in Haydns "Die sieben letzen Worte unseres Erlösers am Kreuze" im Stephansdom sowie das Bariton-Solo in Brahms "Ein deutsches Requiem".
Im November 2009 debütierte Nicolas Legoux im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins mit der Hauptpartie in Gerhard Tracks Oratorium Abraham und Isaac. Seine erste CD-Aufnahme, die Ersteinspielung von Johann Strauß Operette "Die Göttin" der Vernunft, folgte im Dezember 2009. Tourneen führten ihn 2011/12 und 2012/13 mit dem Wiener Strauß Orchester nach China. Im Februar 2013 gab der Bassist sein Debüt als Ferrando in Verdis "Il trovatore", im Mai folgte Biterolf in Wagners "Tannhäuser" im Rahmen des Richard Wagner Festivals in Wels. Im Sommer 2013 trat er in Bizets "Carmen" beim Winslow Hall Opera Festival auf. 2014 stand Legoux als Angelotti in "Tosca" beim Longborough Festival und als Brabantischer Edler in "Lohengrin" bei den Wagner-Festspielen in Wels auf der Bühne. Auftritte im Jahr 2015 umfassen unter anderem Biterolf in "Tannhäuser" sowie Steuermann in "Tristan und Isolde" bei den Welser Wagner-Festspielen, sein erster König Marke in "Tristan und Isolde" sowie Ceprano in "Rigoletto" beim Longborough Festival.


Deborah
Einspieler

Deborah Einspieler arbeitet seit 1999 als Dramaturgin an der Oper Frankfurt, wo sie auch das Education-Programm JETZT! (gründete und) leitet. Ihre Opern für Kinder, die regelmäßig in Schulen des Rhein-Main-Gebiets gastieren, führten sie bereits zu den Salzburger Festspielen, zu den Schlosskonzerten in Weilburg, zum Mozartfest Würzburg, an das Stadttheater Gießen und 2020 an das Stadttheater Aschaffenburg. Deborah Einspieler schrieb Kinderbücher und engagiert sich seit 2007 als Schirmherrin für die JungeMedienJury der Stadtbücherei Frankfurt. Im Juni 2013 gewann ihre Oper für Kinder zu Rossinis Der Barbier von Sevilla den Publikumspreis der Hessischen Theatertage. Die gebürtige Italienerin studierte Germanistik und Romanistik in Frankfurt am Main sowie Theaterwissenschaften in Florenz.


Frank
Keller

Frank Keller erlangte 1996 die Qualifikation zum Beleuchtungsmeister, nachdem er eine Ausbildung zum Elektroniker absolviert hatte und seit 1989 als Beleuchter an der Oper Frankfurt tätig war. Bisherige Produktionen im Großen Haus waren u.a. Königskinder, Die verkaufte Braut, Die tote Stadt, Manon und Macbeth. Im Bockenheimer Depot gestaltete er das Licht für Mozarts La finta giardiniera, Joneleits Piero – Ende der Nacht (Koproduktion der Oper Frankfurt mit der Münchener Biennale), Five movements (Neue Werke junger Komponisten für Musiktheater), La Calisto und Händels Teseo. Für das Lichtdesign zu Arnulf Hermanns Wasser (Regie: Florentine Klepper) gastierte Frank Keller 2012 bei der Münchener Biennale.