Gaetano Donizetti

Don Pasquale

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musikalische Leitung James Hendry

Don Pasquale Donato di Stefano

Norina Florina Ilie

Ernesto Francisco Brito

Dottor Malatesta Danylo Matviienko

Notar Nicolas Legoux


Don Pasquale, ein schrulliger und unverheirateter Alter, dem Geld über alles geht – eine junge Frau hätte er im letzten Frühling seiner Gefühle trotzdem gern an seiner Seite. Ein junges Liebespaar, Ernesto und Norina, das aus Geldnot nicht heiraten kann. Sie sind auf die Hilfe von Pasquales Arzt und Vertrautem Doktor Malatesta angewiesen, der als Ideengeber und Spielmacher Intrigen strickt. Nur vier Protagonisten braucht es für diese Opera buffa, bis am Ende der Oper Don Pasquale vom Egoismus kuriert ist und einsam zurückbleibt.

 

Gemeinsam mit Giovanni Ruffini arbeitete Gaetano Donizetti in größter Zeitnot am Libretto des Don Pasquale, Briefe zeugen von der Schwierigkeit des Schreibprozesses. Während der Librettist sich auf die Glanzzeit der Buffa berufen und an alten Mustern und Formen festhalten wollte, wünschte der Komponist voller Ungeduld Neuerungen – den Wandel von der klassischen musikalischen Form zu einer neuen Buffa mit einem Personal voller Glaubwürdigkeit.

Deborah Einspieler

Sa 03. Apr
19:00 Uhr → Festspielhaus

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

James Hendry

Musikalische Leitung

Donato di Stefano

Don Pasquale

Florina Ilie

Norina

Francisco Brito

Ernesto

Danylo Matviienko

Dottor Malatesta

Nicolas Legoux

Notar


Orchester der Tiroler Festspiele Erl


James
Hendry

British conductor James Hendry joined the Jette Parker Young Artists Programme at the Royal Opera House from the start of the 2016/17 Season. Engagements in his first Season included conducting Handel’s Oreste and the Young Artists’ Summer Performance, in addition to joining the music staff for Der Rosenkavalier, Adriana Lecouvreur, Madama Butterfly, Otello and Turandot for The Royal Opera and Les Enfants Terribles for The Royal Ballet. In the 2017/18 Season he conducted La Tragédie de Carmen in addition to joining the music staff on La Boheme, Tosca, Rigoletto, Macbeth and also conducting Beethoven’s Ninth Symphony with the Southbank Sinfonia.

Hendry grew up in Kingston upon Hull. He was one of the first students to be accepted onto the Yorkshire Young Musicians programme, where he studied piano with Robert Markham in addition to studies in chamber music, accompaniment, musicianship and composition. He went on to study piano with Helen Krizos at the Royal Northern College of Music and as a répétiteur with Kevin Thraves at the RNCM’s Vocal Studies department. His awards include the National Award medal at the British Education Awards. He has worked regularly with the Hallé choral team, engagements including working as Assistant Director of the Hallé Youth Choir and working as Vocal Coach and Accompanist for the Hallé Choir Academy. He is Musical Director of the National Gilbert and Sullivan Opera Company, for which he has conducted numerous national tours across the UK conducting the entire G&S cannon.

So far in the 2018/19 season, James was invited to return to the music staff of the Royal Opera House to assist on productions of Hansel und Gretel, La Traviata, Faust, La Forza del Destino, Andrea Chenier and Le Nozze di Figaro. He also made his conducting debut with English National Opera, conducting Donizetti’s Lucia di Lammermoor. Future engagements include working with Opera North and Scottish opera.


Donato
di Stefano

Mit Donato Di Stefano freuen wir uns auf einen international gefragten Buffobass in Erl. Der gebürtige Italiener war im Laufe seiner Karriere an der Metropolitan Opera in New York, an der Mailänder Scala, bei den Salzburger Festspielen, an den Opernhäusern in Paris, Brüssel, Amsterdam, Toronto, Hamburg, Tokio und Washington u.a. zu Gast. In Frankfurt war er bereits in seinen Paraderollen als Gianni Schicchi und Bartolo (Il barbiere di Siviglia)sowie als Fra Melitone in La forza del destino (konzertant) zu erleben. Zu seinen aktuellen Engagements gehören seine Rückkehr als Bartolo an die Staatsoper Berlin, Il matrimonio segreto und La Bohème an der Oper Köln, La Bohème an der Canadian Opera Company in Toronto, Il trittico an der Bayerischen Staatsoper sowie Gianni Schicchibeim Saito Kinen Festival in Japan. Außerdem ist er dem Innsbrucker Festival für Alte Musik verbunden. Zu seinem umfangreichen Repertoire zählen auch Don Magnifico (La Cenerentola), Don Pasquale (u.a. beim Donizetti Opera Festival in Bergamo), Dulcamara (L'elisir d'amore) und Falstaff. Seit seinem Debüt in Rom 1989 hat Donato Di Stefano mit wichtigen Dirigenten zusammengearbeitet, darunter Gian- andrea Gavazzeni, James Levine, Seiji Ozawa, Riccardo Muti, Zubin Mehta, Nikolaus Harnoncourt, Salvatore Accardo und Riccardo Chailly.


Florina
Ilie

Die Sopranistin Florina Ilie gehört ab der Saison 2018/19 zum Opernstudio der Oper Frankfurt. Die ersten Partien der gebürtigen Rumänin sind Erste Waldelfe (Rusalka), Eine italienische Sängerin (Capriccio), Najade (Ariadne auf Naxos), Taumännchen (Hänsel und Gretel), Valencienne (Die lustige Witwe) und Barbarina (Le nozze di Figaro). An der Nationaloper ihrer Heimatstadt Bukarest trat sie bereits als Adina (L'elisir d'amore) auf sowie als Pamina, Susanna, Donna Elvira und Despina mehrfach als Mozartinterpretin in Erscheinung. In Produktionen der Jungen Oper Österreich sang sie u.a. Humperdincks Gretel und Serpetta (La finta giardiniera), beim Festival Oper Klosterneuburg war sie als Annina (La traviata) und Alice (Rossinis Le comte Ory) zu erleben. Jüngst debütierte sie als Anna (Nabucco) in Nizza und Toulon. Mehrfach wurde Florina Ilie bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, u.a. mit Ersten Preisen beim Paul Constantinescu Wettbewerb, beim Ada Burlui Liedwettbewerb, beim Sabin Dragoi Wettbewerb sowie mit dem Förderpreis Otto Edelmann des Opernstudios OperAvenir am Theater Basel. Nach ihrer Gesangsausbildung an der Universität für Musik in Bukarest vervollständigte sie ihre Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Karlheinz Hanser.


Francisco
Brito

Francisco Brito, Tenor, wurde 1986 in Argentinien geboren. Von 2011 bis 2013 war er Stipendiat der arteMusica-Stiftung. Sein Studium begann er in seinem Heimatland und setzte es anschließend in Italien an der Accademia d’Arte Lirica di Osimo sowie an der Scuola dell’Opera Italiana di Bologna fort, wo er sich auf das Rossini-Repertoire spezialisierte. Sein Operndebüt machte er 2006 als Il Conte di Libenskof in Il viaggio a Reims beim Rossini Opera Festival in Pesaro. Anschließend Gastengagements am Teatro Comunale Mario del Monaco di Treviso (Lindoro in L’Italiana in Algeri), in La scala di seta an der Opera Lombardia sowie am Teatro Argentino de La Plata in Buenos Aires. 2011-2013 war Brito Mitglied des Opernstudios an der Oper Frankfurt. 2011 gab er in Anna Bolena sein Hausdebüt an der Semperoper Dresden. Zu seinen jüngsten Auftritten zählen u.a. Il Conte di Libenskof am Opernhaus Zürich, Lindoro am Teatro Comunale di Treviso und di Ferrara und Florville (Il signor Bruschino) am Teatro La Fenice in Venedig. 


Danylo
Matviienko

Danylo Matviienko ist seit der Spielzeit 2019/20 Mitglied des Frankfurter Opernstudios. Im Rahmen der Soiree »Warschau – Frankfurt – Transit« trat das ehemalige Mitglied der Opernakademie des Teatr Wielki Warschau bereits 2017 an der Oper Frankfurt auf. In dieser Spielzeit war der Bariton bereits in Křeneks „Schwergewicht“ zu sehen und verkörperte Partien in Faurés „Pénélope“ und „Don Carlo“. Neben seinem Debüt Zweiter Nazarener / Cappadozier in „Salome“ wirkte er in Rossinis „La gazzetta“ mit. Sein Debüt als Masetto („Don Giovanni“) musste bedingt durch die Corona-Krise entfallen. Der gebürtige Ukrainer absolvierte ebenfalls die Opernstudios der Nationalen Musikakademie in Kiew und der Opéra national de Paris, wo er zuletzt in Boesmans „Reigen“ und der „Kurt Weill Story“ sowie als Dr. Falke („Die Fledermaus“) und Jäger („Rusalka“) auftrat. Mit Partien wie Graf Danilo („Die lustige Witwe“), Tschaikowskis Eugen Onegin, Figaro („Il barbiere di Siviglia“), Rossinis Macrobio („Pietra del paragone“) und Germano („La scala di seta“) oder Donizettis Gasparo („Rita et Germano“) war der Bariton u.a. an der Nationalen Musikakademie sowie am Nationalen Operettentheater in Kiew und an der Donbass Opera in Donezk zu erleben. Neben seiner musikalischen Ausbildung in Donezk schloss Danylo Matviienko ein Mathematikstudium an der dortigen Universität ab.


Nicolas
Legoux

Nicolas Legoux stammt aus Nantes (Frankreich). Er begann seine Gesangsausbildung in Paris und beendete seine Studien an den Musikhochschulen von Graz und Wien. Zu seinen wichtigsten Lehrern zählen Marjana Lipovsek und Eliane Coelho. In Meisterklassen arbeitete er mit unter anderem Thomas Hampson, Régine Crespin und Graham Johnson. 2006 interpretierte Nicolas Legoux die Partie des Dr. Bartolo in "Le Nozze di Figaro" auf einer Japan-Tournee in 20 verschiedenen Städten, u. a. in Tokyo, Kyoto und Osaka. 2007 sang er in Spanien den Angelotti in Puccinis "Tosca" und in Deutschland Comissario und Yamadori in einer Produktion von "Madama Butterfly". Im September 2007 kehrte er nach Japan zurück, diesmal für die Partie des Marchese d'Obigny in Verdis "La Traviata". Im April 2008 sang er den Nanni in Haydns "L'infedeltà delusa" in Strasbourg; im folgenden Sommer stand er als Gaudenzio in Rossinis "Il Signor Bruschino" auf der Bühne.
Nicolas Legoux singt weltweit die Bass- und Bariton-Soli in Messen und Oratorien von Brahms, Charpentier, Haydn, Mozart, Fauré, Saint-Saens, Schubert u. a. In den letzten Jahren sang er die Basspartien in Mozarts Requiem und der c-Moll-Messe in der Karlskirche und in Haydns "Die sieben letzen Worte unseres Erlösers am Kreuze" im Stephansdom sowie das Bariton-Solo in Brahms "Ein deutsches Requiem".
Im November 2009 debütierte Nicolas Legoux im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins mit der Hauptpartie in Gerhard Tracks Oratorium Abraham und Isaac. Seine erste CD-Aufnahme, die Ersteinspielung von Johann Strauß Operette "Die Göttin" der Vernunft, folgte im Dezember 2009. Tourneen führten ihn 2011/12 und 2012/13 mit dem Wiener Strauß Orchester nach China. Im Februar 2013 gab der Bassist sein Debüt als Ferrando in Verdis "Il trovatore", im Mai folgte Biterolf in Wagners "Tannhäuser" im Rahmen des Richard Wagner Festivals in Wels. Im Sommer 2013 trat er in Bizets "Carmen" beim Winslow Hall Opera Festival auf. 2014 stand Legoux als Angelotti in "Tosca" beim Longborough Festival und als Brabantischer Edler in "Lohengrin" bei den Wagner-Festspielen in Wels auf der Bühne. Auftritte im Jahr 2015 umfassen unter anderem Biterolf in "Tannhäuser" sowie Steuermann in "Tristan und Isolde" bei den Welser Wagner-Festspielen, sein erster König Marke in "Tristan und Isolde" sowie Ceprano in "Rigoletto" beim Longborough Festival.