Mariko Hara-Haselsteiner

Eröffnungskonzert Kleiner Saal

Violine: Johannes Fleischmann, Antonia Rankersberger
Viola: Razvan Popovici, Mariko Hara-Haselsteiner,
Cello: Sebastian Bru, Andreas Brantelid
 


Mariko Hara-Haselsteiner

GROSSE KAMMERMUSIK FÜR EINEN INTIMEN RAHMEN

 

Um das zentrale Werk „Verklärte Nacht“ von Arnold Schönberg, dem die gleichnamige Dichtung Richard Dehmels zugrunde liegt, reihen sich mit dem Sextett aus der Oper „Capriccio“ von Richard Strauss und dem „Langsamen Satz“ von Anton Webern zwei wichtige Kammermusikwerke der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. „Capriccio“, ein Rückblick in eine heile Vergangenheit entrückt aus den Ereignissen um die Umstände zu seiner Uraufführung im Jahr 1942 lässt noch einmal die Tonsprache der alten Welt aufleben. Hingegen aus der musikalischen Blütezeit des 20. Jahrhunderts in Wien stammen die Werke von Arnold Schönberg und seinem Schüler Anton Webern, die 1899 geschriebene „Verklärte Nacht“ umschreibt ein für damals progressives Gespräch zwischen zwei Liebenden. Das Werk wurde erst 1905 verlegt, im selben Jahr, als Anton Webern mit seinem „Langsamen Satz“ eine aufsehenerregende Talentprobe lieferte. Die drei Werke im Kontext schlagen einen spannenden musikalischen Bogen und stellen zwei junge, aufstrebende Komponisten einem Richard Strauss am Ende seines Weges gegenüber.

 

Mo 26. Jul
19:00 Uhr → Festspielhaus / Kleiner Saal

Mariko Hara-Haselsteiner

Mariko
Hara-Haselsteiner

Mariko Hara wurde 1984 in Tokio geboren, wo sie im Alter von fünf Jahren ersten Geigenunterricht an der Toho Musikschule erhielt. 2005 wechselte Mariko zur Viola, nachdem sie die Bratscherin Nobuko Imai kennenlernte. Bei ihr, sowie bei Antoine Tamestit und Steven Isserlis vervollkommnete sie ihre Ausbildung.

Als Solistin konzertierte Mariko unter anderem mit dem Japan Philharmonic Orchestra und den Duisburger Philharmoniker. Recitals führten sie in renommierte Konzertsäle in Tokio, Genf, London, Verona und Washington. Sie erhielt Einladungen von Internationalen Musikfestivals wie zum Beispiel Verbier, Kuhmo, IMS Prussia Cove oder Luzern.

Mariko Hara ist eine begeisterte Kammermusikerin und musizierte zum Beispiel mit Philippe Graffin, Martti Rousi, Steven Isserlis oder dem Tokyo Quartett.

Von 2004 bis 2010 war sie Mitglied des Jupiter Quartet Ein Dokumentarfilm des Japanischen Fernsehens, in der das Quartett drei Jahre lang bei seinen Aktivitäten begleitet wurde, gewann den renommierten „Galaxy Award“ in Japan.

Mariko Hara erhielt verschieden Stipendien und Förderungen, so zum Beispiel von der „Hugo de Senger Foundation”, der „Rohm Music Foundation”, der „Mozart Gesellschaft Dortmund” und der „Dr. Carl Dörken Stiftung”.

Im März 2013 erschien Mariko Haras Debüt-SACD „Fantasie” beim Label ARS Produktion. Zahlreiche Rundfunkanstalten sendeten die neue Aufnahme mit begeisterten Kommentaren, und die internationale Fachpresse überschlug sich mit Superlativen – wie zum Beispiel im deutschsprachigen Raum: „Brilliante Bratsche: Egal, ob Schumann, Brahms oder Hindemith, alles, da: Emotionen, Klangfarben, Wille zu Ausdruck und Gestaltung" schrieb beispielsweise das Schweizer Magazin „Musik & Theater“ im Juni 2013. „Absolut bemerkenswert!”, resümmierte die Wiener Zeitung am 4. Juli 2013 und bereits im Mai 2013 beendete die Zeitschrift AUDIO eine hervorragende Rezension mit den Worten: „Mariko Hara: ein vielversprechendes Talent."