Engelbert Humperdinck

Königskinder

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Musikalische Leitung Karsten Januschke

Inszenierung Matthew Wild

Bühnenbild & Kostüme Herbert Murauer

Kostümmitarbeiter Dritan Kosovrasti

Licht Reinhard Traub

Königssohn Gerard Schneider

Gänsemagd Karen Vuong

Spielmann Iain MacNeil

Hexe Katharina Magiera

Holzhacker Thomas Gazheli

Besenbinder Jaeil Kim

Ratsältester Franz Mayer

Wirt Oskar Hillebrandt

Wirtstochter Kelsey Lauritano

Schneider Samuel Levine

Stallmagd Valerie Eickhoff


"Sechzehn Jahre nach dem Erfolg von „Hänsel und Gretel“, der seine Karriere maßgeblich prägte, kehrte Engelbert Humperdinck erfolgreich in den Zauberwald zurück – diesmal wagte er sich für das Erwachsenenmärchen „Königskinder“ in seine dunkleren Tiefen. Das gleichnamige, mystische Theaterstück von Elsa Bernstein hatte den Komponisten lange Zeit fasziniert und ihn 1897 zu seiner bahnbrechenden melodramatischen Vertonung des gesamten Stücks mit musikalisch bemerkenswerter Sprache inspiriert. Dieses musikalisch mutige Experiment schlug fehl, Humperdincks Besessenheit von diesem Thema jedoch hielt an und führte schließlich 1910 zur Vollendung der Oper. Bei der Uraufführung in der Metropolitan Opera erhielt das Werk triumphalen Beifall und wurde als „wichtigste Oper seit Parsifal“ gepriesen. Begeisterter Applaus setzte auch bei den Einzelvorhängen ein, als die Sopranistin Geraldine Farrar bei ihrer Verbeugung eine der lebenden Gänse mitbrachte, die sie persönlich für die Inszenierung trainiert hatte. Die „Königskinder“ sind zwei junge Menschen, die weit von der Gesellschaft entfernt aufgewachsen sind: Ein Gänsemädchen, das von einer Hexe im Wald erzogen wurde, und ein Prinz, der mit einem silbernen Löffel im Mund in einem unzugänglichen Palast geboren wurde. Zufällig treffen diese beiden Außenseiter aufeinander und verlieben sich. Getrennt voneinander erreichen sie die führerlose Stadt Hellabrunn im Tal, wo sie die Erfahrung machen müssen, dass die Welt außerhalb der ihnen bekannten weder stets freundlich noch weise ist. Für diese Erfahrung müssen beide einen hohen Preis bezahlen – sie lernen, dass nicht alle Märchen ein Happy End haben können. Natur und Zivilisation geraten in dieser neuen Inszenierung unter der Regie von Matthew Wild in Konflikt. Bühnen- und Kostümbildner Herbert Murauer gestaltet seine Entwürfe angelegt an Traumwelten und intensiviert auf diese Art die „skurrile Poesie“ des Textes, wie von Humperdinck liebevoll beschrieben."
Matthew Wild

 

€ 150,– | € 120,– | € 90,– | € 60,– | € 30,– 

Fr 09. Jul
18:00 Uhr → Festspielhaus
So 11. Jul
15:00 Uhr → Festspielhaus
Sa 17. Jul
18:00 Uhr → Festspielhaus

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Karsten Januschke

Musikalische Leitung

Matthew Wild

Inszenierung

Herbert Murauer

Bühnenbild & Kostüme

Dritan Kosovrasti

Kostümmitarbeiter

Reinhard Traub

Licht

Gerard Schneider

Königssohn

Karen Vuong

Gänsemagd

Iain MacNeil

Spielmann

Katharina Magiera

Hexe

Thomas Gazheli

Holzhacker

Jaeil Kim

Besenbinder

Franz Mayer

Ratsältester

Oskar Hillebrandt

Wirt

Kelsey Lauritano

Wirtstochter

Samuel Levine

Schneider

Valerie Eickhoff

Stallmagd


Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl


Karsten
Januschke

Der deutsche Dirigent Karsten Januschke gilt als großes Talent seiner Generation: Jüngste Arbeiten führten ihn an das New National Theatre Tokyo, an die Oper Frankfurt, die Volksoper Wien, sowie in den Steinbruch St. Margarethen. Er konzertierte mit dem MDR-Sinfonieorchester, der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin, dem Orchester der Budapester Philharmonie, sowie dem Ensemble Modern. Mit der Oper Frankfurt verbindet Karsten Januschke eine anhaltende Arbeitsbeziehung. Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters debütierte er 2010. Ab 2008 war er als Solorepetitor und später Kapellmeister in Frankfurt tätig. Am Beginn seiner Karriere war er Solorepetitor an der Wiener Staatsoper. Er arbeitete am Theater an der Wien und bei den Bayreuther Festspielen, wo er Christian Thielemann und Kirill Petrenko assistierte. Karsten Januschke studierte Klavier und Musikwissenschaften, bevor er am Konservatorium der Stadt Wien eine Dirigentenausbildung absolvierte.


Dirigate:

  • "Fidelio", Vorarlberger Landestheater, Bregenz 2019
  • "Lost Highway", Oper Frankfurt 2018
  • "Der Diktator", Bayrische Staatsoper München 2018
  • "Dido und Aeneas", Oper Frankfurt 2017
  • "Le nozze die Figaro", Theater St. Gallen 2016

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • Neujahrskonzert: Antonín Dvořák und Bedřich Smetana

Matthew
Wild

Matthew Wild stammt aus Südafrika und studierte an der Universität Kapstadt Schauspiel und Englische Literatur. Nach seinem Erfolg an der Cape Town Opera mit Viaggio a Reims, folgten dort Suor Angelica, Così fan tutte, Don Giovanni und The Rake’s Progress. 2015 wurde er zum Künstlerischen Leiter der Cape Town Opera ernannt und inszenierte dort auch Maria Stuarda, Der fliegende Holländer, Die Zauberflöte und Salome. Für Malmö und die Norrlands Operan zeigte er 2009 mit Boesmans Julie seine erste Opernarbeit in Europa. 2013 brachte er in Stockholm Between a Rock and a Hard Place des südafrikanischen Komponisten Philip Miller zur Aufführung. Katja Kabanowa am Hessischen Staatstheater Wiesbaden sowie Don Giovanni und La Bohème am Konzert Theater Bern waren weitere wichtige Arbeiten des Regisseurs. Er gab sein Musicaldebüt mit The Rocky Horror Show am Fugard Theater in 2013, gefolgt von Kander und Ebbs Cabaret und einer Neuinszenierung von Bernsteins West Side Story in Kapstadt und Johannesburg. 2017 folgten dann Funny Girl und 2019 Cyndi Laupers Kinky Boots. Noch während seines Studiums debütierte er mit dem selbstgeschriebenen Stück More. Für das Schauspiel setzte er Texte wie Brent Palmers Witnesses, John van der Ruits Crooked, Pieter Jacobs Dalliances, Brett Goldins Bad Apple oder Nicolas Spagnolettis Special Thanks to Guests from Afar für die Bühne um. 2012 erhielt er für seine Inszenierung von Shakespeares Die Komödie der Irrungen am Maynardville Open-Air Theater den Fleur du Cap-Preis für die beste Regie. Mit Luigi Nonos Intolleranza 1960 kehrt er zum dritten Jahr in Folge an das Konzert Theater Bern zurück.


Herbert
Murauer

Herbert Murauer studierte am Mozarteum in Salzburg. Er war u.a. Ausstattungsleiter am Staatstheater Stuttgart und ist seit 1996 freischaffend tätig. Mit Christof Loy arbeitet er regelmäßig zusammen an Häusern wie dem Théâtre de la Monnaie in Brüssel, Royal Opera House Covent Garden London, De Nationale Opera Amsterdam, Oper Göteborg, Königliches Opernhaus Kopenhagen, Hamburgische Staatsoper, Oper Frankfurt, Bayerische Staatsoper München, Münchner Kammerspiele sowie Staatstheater Stuttgart. Für die Deutsche Oper am Rhein entstand eine ganze Serie von Inszenierungen, darunter „La finta giardiniera“, „Lucio Silla“, „Lucia di Lammermoor“, „L’italiana in Algeri“, „Manon“, „La Belle Hélène“, „Don Carlos“, „Cavalleria rusticana“ / „Pagliacci“, „Les Troyens“ u.a. Zu ihren letzten gemeinsamen Projekten zählten „Medea“ (Cherubini) in Genf, „Wozzeck“ (Berg) in Frankfurt sowie „Fedora“ (Giordano) in Stockholm. Weitere Engagements führten Herbert Murauer auch mit den Regisseuren Johannes Erath, Kirsten Harms, Tina Lanik, Kerstin Maria Pöhler und Yannis Houvardas zusammen. Mit Yona Kim brachte er zuletzt am Nationaltheater Mannheim Schumanns „Genoveva“, mit Hans Neuenfels am Theater Basel Mozarts „Lucio Silla“ heraus.


Dritan
Kosovrasti


Dritan Kosovrasti arbeitete als Kostümbildner u.a. am Staatstheater Braunschweig für „Werther“ (Regie: Benjamin Prins) , am Stadttheater Klagenfurt bei „Silvester“ (Regie: Josef Ernst Köpplinger), im Museumsquartier Wien bei „Rojo Tango“ (von und mit Erwin Schrott und Sunny Meles, Regie: Benjamin Prins), an der Kammeroper Wien bei „Miss Donnithorne´s Maggott“ und „Sucktion“ (Regie: Benjamin Prins), am Luzerner Theater bei „Ansichten einer Reise“ (Regie: Benjamin Schad), am Salzburger Landestheater bei „Werther“ (Regie: Jim Lucassen) und mehreren Produktionen am Theater am Mirabellplatz.

Am Theater an der Wien war er als Produktionsleiter für Kostümbilder von Herbert Murauer und Christian Schmidt in Inszenierungen von Claus Guth (L´Orfeo) und William Friedkin (Hoffmanns Erzählungen) verantwortlich.
Außerdem war er Kostümassistent an der Oper Graz bei „Capuleti e i Montechi“ (Regie: Vincent Boussard, Kostüme: Christian Lacroix), bei „Lohengrin“ (Regie: Johannes Erath, Kostüme: Christian Lacroix), bei „ Wilhelm Tell“ (Regie: Stephen Lawless, Kostüme: Ingeborg Bernerth), bei „Tote Stadt“ (Regie: Johannes Erath, Kostüme: Herbert Murauer), bei „Nabucco“ (Regie: Jörg Koßdorf, Kostümbild: Herbert Kapplmüller), bei „Die Meistersinger von Nürnberg“ (Regie: Alexander Schulin, Kostüme: Eva Maria Dessecker), und bei „Die Csárdásfürstin“ (Regie: Peter Konwitschny, Kostüme: Johannes Leiacker), sowie an der Komischen Oper Berlin bei „Armida“ (Regie: Calixto Bieito, Kostüme: Ingo Krügler) und am Theater an der Wien bei „Mathis der Maler“ (Regie: Keith Warner, Kostüme: Emma Ryott), bei „La Finta Giardiniera“ (Regie: David Alden, Kostüme: Doey Lüthi), sowie bei TAW an der Kammeroper bei „La Cenerentola“ (Regie: Jamsin Solfaghari, Kostüme: Petra Reinhardt) Von 2007 bis 2009 zeichnete er bei der Eröffnung des Lifeballs für das Styling sowie die Koordination von Kostüm und Maske verantwortlich.
Von 2001 bis 2009 war er bei den Salzburger Festspielen und den Bregenzer Festspielen tätig.

Über mehrere Jahre war Dritan Kosovrasti als selbständiger Modedesigner tätig und entwarf Auftragskollektionen für nationale und internationale Firmen wie auch eigene Kollektionen.

Auszeichnungen: 
„Ring Award“ – Publikumspreis (Wettbewerb für Regie und Ausstattung) und
„Prix Juste au Corps“ – Jurypreis 2010 (Mode- und Theaterförderpreis des Luzerner Theater).


Reinhard
Traub

Reinhard Traub wurde als Grafik-Designer und Berufspilot ausgebildet. Von 1980 bis 1985 war er Assistent von Chenault Spence und wirkte anschließend als Lichtdesigner der Welttourneen von „Sophisticated Ladies“ und „Carmen Jones“. Von 1992 bis 2006 war er an der Oper Graz tätig, seit 2006/07 leitet er die Beleuchtungsabteilung der Staatstheater Stuttgart.

Als Lichtdesigner wirkte Traub in Amsterdam, Barcelona, Berlin, Brüssel, Hamburg, Hong Kong, London, Montreal, München, Paris, Singapur, Tokio, Zürich, am Burgtheater und bei den Festspielen von Glyndebourne und Salzburg. Von den Regisseuren, mit denen er regelmäßig zusammenarbeitet, sind besonders Christof Loy und Martin Kušej hervorzuheben. Hinzu kommen David Alden, Calixto Bieito, Peter Konwitschny, Johann Kresnik, Stephen Lawless, sowie die Choreographen Christian Spuck und Reinhild Hoffmann. Seit Herbst 2001 unterrichtet Traub an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart.


Gerard
Schneider

Für den österreichisch-australischen Tenor Gerard Schneider, seit vergangener Saison im Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, stehen 2019/20 mit Herzog von Mantua (Rigoletto), Lyonel (Martha) und Narraboth (Salome) wichtige Debüts bevor. Als Prinz (Rusalka), den er mit großem Erfolg in Frankfurt sang, ist er bei den Tiroler Festspielen in Erl zu Gast. Darüber hinaus gibt er an der Opera Omaha sein Debüt als Gounods Faust. In Frankfurt war Gerard Schneider, der bereits am Sydney Opera House, in der Carnegie Hall und im Rahmen der Recital Series an der Metropolitan Opera in New York gastierte, bisher als Der Hirte (Król Roger) und 1. Geharnischter (Die Zauberflöte) besetzt. Jüngst trat er als Rodolfo (La Bohème) an der Komischen Oper Berlin, in Mozart und Salieri sowie Die Zarenbraut beim Bard Music Festival und in Massenets Thaïs an der Minnesota Opera auf. Der mehrfach ausgezeichnete Sänger war zudem an der Washington Concert Opera, der Welsh National Opera, der Scottish Opera, beim Wexford Festival, bei den Wiesbadener Maifestspielen und im Bregenzer Festspielhaus engagiert. Als Mitglied des Young Artist Program der Salzburger Festspiele sang er 2014 in Il trovatore mit den Wiener Philharmonikern. Nach seinem Studium an der Guildhall School of Music, dem Mozarteum Salzburg und der Juilliard School wurde Gerard Schneider in das britische National Opera Studio aufgenommen.


Karen
Vuong

Die amerikanische Sopranistin Karen Vuong überzeugt durch ihre Wandlungsfähigkeit und Stimmgewalt. Bis vor Kurzem war sie ein Ensemble-Mitglied der Oper Frankfurt: Von 2013 bis 2019 übernahm sie Rollen in Neuproduktionen, sowie Wiederaufnahmen und verkörperte unter anderem die Gerhilde in "Die Walküre", die Gretel in "Hänsel und Gretel" und die Aleja in "Aus einem Totenhaus". Ihr Rollendebüt in der Titelrolle von "Rusalka" wurde begeistert aufgenommen. Ihr gefeiertes Debüt gab Karen Vuong als Susanna in "Le nozze die Figaro" an der Oper Santa Barbara und als Trang in der Weltpremiere von Daron Hagen's "Amelia" an der Seattle Opera. Als junge Sängerin erhielt sie ein Stipendium des "Domingo-Thornton Young Artist Program", einem Förderprogramm der Oper in Los Angeles, das talentierte KünstlerInnen unterstützt. Ihr Gesangsstudium hat sie an der renommierten Juilliard School in New York absolviert.


Rollen:

  • Almirena in "Rinaldo", Oper Frankfurt 2019
  • Rusalka in "Rusalka", Oper Frankfurt 2018
  • Aleja in "Aus einem Totenhaus", Oper Frankfurt 2018
  • Almirena in "Rinaldo", Oper Frankfurt 2017
  • Donna Elvira in "Don Giovanni", Oper Frankfurt 2017

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • Antonín Dvořák & Jaroslav Kvapil: "Rusalka"
  • Silvesterkonzert: Emmerich Kálmán, der Meister der Operette"
  • Neujahrskonzert: "Antonín Dvořák und Bedřich Smetana"

 


Iain
MacNeil

Der Bariton Iain MacNeil wechselte zu Beginn dieser Spielzeit vom Opernstudio ins Ensemble der Oper Frankfurt. Zu seinen Aufgaben gehören die Neuproduktionen von Lady Macbeth von Mzensk (Polizeichef), Tristan und Isolde (Melot) und Der Prinz von Homburg (Feldmarschall Dörfling) sowie die Wiederaufnahmen von Julietta, Martha und Rigoletto. Bisher war der junge Kanadier in Frankfurt bereits in wichtigen Partien wie Olivier (Capriccio), Werschinin (Eötvös’ Tri sestry), Tadeusz (Die Passagierin) und zuletzt Mozarts Figaro zu erleben, mit dem er auch an der Vancouver Opera gastierte. Vor seinem Frankfurter Engagement gehörte Iain MacNeil zum Opernstudio der Canadian Opera Company in Toronto und stand dort als Fiorello (Il barbiere di Siviglia), Marquis d’Obigny (La traviata) und Dancaïro (Carmen) auf der Bühne. Beim Toronto Summer Music Festival 2016 war er als Tarquinius (The Rape of Lucretia) und an der Saskatoon Opera als Don Giovanni zu hören. 2013 nahm der mit dem Emmerich Smola Förderpreis ausgezeichnete Sänger am Young Singers Project der Salzburger Festspiele teil. 2018 war er Stipendiat des Richard-Wagner-Verbands Frankfurt.


Katharina
Magiera

Katharina Magiera studierte zunächst Schulmusik mit Hauptfach Klavier, dem ein Studium bei Prof. Hedwig Fassbender in Frankfurt am Main und das Konzertexamen bei Prof. Rudolf Piernay in Mannheim folgten.

Sie war Stipendiatin der Villa Musica des Landes Rheinland-Pfalz, der Yehudi Menuhin-Stiftung Live music now, der Studienstiftung des deutschen Volkes und 1. Preisträgerin des Mendelssohn-Wettbewerbs.

Ihr breit gefächertes Konzertrepertoire umfasst die Passionen und zahlreiche Kantaten J. S. Bachs, die Requien von Mozart, Verdi, Duruflé, Dvořák, Schnittke und die Oratorien von Händel, Mendelssohn, Honegger und Szymanowski. Sie arbeitete unter anderem mit Dirigenten wie Paolo Carignani, Helmuth Rilling, Gabriel Garrido, Marko Letonja, Hans-Christoph Rademann, Alexander Liebreich, Kristjan Järvi, Constantinos Carydis, Ivor Bolton, Constantin Trinks, Sebastian Weigle, Ádám Fischer, Christian Thielemann, Jaap van Zweden, Andrés Orozco-Estrada, Leo Hussain, René Jacobs, Henrik Nánási, Sylvain Cambreling, Krzysztof Urbański, Teodor Currentzis und Robin Ticciati zusammen.
Als Liedinterpretin stellte sie 2016 bei OehmsClassics ein von der Presse gelobtes Soloalbum in Gitarrenbegleitung von Prof. Christopher Brandt vor.  Die Einspielung umfasst Goethe Vertonungen von F. Mendelssohn, H. Wolf, F. Hensel, J. Kinkel, J. Lang und R. Schumann in eigener Bearbeitung für Gesang und Gitarre.

Konzertengagements führten Katharina Magiera zu den Münchener Philharmonikern, dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks, dem Richard-Strauss Festival, dem MDR Symphonieorchester, den Salzburger Festspielen, der NDR Radiophilharmonie und dem DSO Berlin. Als Dritte Dame (Zauberflöte) gastierte sie an der Opéra National in Paris und am Theater an der Wien, als Hänsel (Hänsel und Gretel) an der Bayerischen Staatsoper in München, als Schwertleite (Die Walküre) an der Semperoper Dresden, der Opéra du Rhin in Strasbourg, beim Beijing Music Festival und den Salzburger Osterfestspielen.

Katharina Magiera gehört seit der Spielzeit 2009/10 dem Ensemble der Oper Frankfurt an, wo sie Partien der Alisa (Lucia di Lammermoor), Tisbe (La Cenerentola), Lisa (Die Passagierin), Maddalena (Rigoletto), Erda (Rheingold), Flosshilde / Schwertleite (Ring), Die Erzählerin / Heilige Katharina (La damoiselle élue / Jeanne D’Arc au bûcher), Nancy (Martha /CD bei OehmsClassics), Margret (Wozzeck), Marcellina (Le nozze di Figaro), Dritte Dame (Die Zauberflöte), Annina (Der Rosenkavalier), Altpartie in Händels Messiah, Hänsel (Hänsel und Gretel), Filosofia (LʼOrontea), Ježibaba (Rusalka), Cornelia (Giulio Cesare in Egitto), Dryade (Ariadne auf Naxos),Wanja (Iwan Sussanin) und Emilia (Otello) verkörperte. In 2018/ 19 wird sie mit drei Händel Partien debütieren: Amastre (Xerxes), Irene (Theodora) und Eduige (Rodelinda), sowie als Dritte Dame (Die Zauberflöte) beim Glyndebourne Festival zu hören sein.


Thomas
Gazheli

Der deutsche Bassbariton Thomas Gazheli gehört zu den international gefragten Interpreten des Helden- und  Charakterbaritonrepertoires. Zu seinen Partien zählen Alberich („Rheingold“ und „Siegfried“), Telramund, Kurwenal, Wotan, fliegender Holländer, Wanderer, Gunther, Papageno, Don Pizarro, Barnaba („La Gioconda“), Der Gefangene („Il prigioniero“) und Jochanaan („Salome“). Gastengagements führten ihn an die Opernhäuser weltweit, u. a. nach Tokyo, Sevilla, Marseille, Beijing,
Palermo, Kopenhagen, Dresden, Bonn, Leipzig, Budapest, Athen, Montréal, Detroit, Bari, Triest, Turin, Mailand und Rom. Thomas Gazheli wurde in Karlsruhe geboren, wo er seine musikalische Laufbahn mit Geigen- und Trompetenspiel begann. Noch während des Gesangsstudiums in Frankfurt wurde er von Donald Runnicles ans Theater Freiburg engagiert, wo er vier Spielzeiten blieb. Danach folgten Festengagements am Theater Basel und Staatstheater am Gärtnerplatz in München, wo er sich ein breites Repertoire erarbeitete. Darüber hinaus ist seine Stimme auf diversen CD-Aufnahmen zu erleben: u. a. als Dr. Pangloss in Loriots Fassung von Bernsteins „Candide“ mit dem Deutschen Sinfonie Orchester Berlin unter der musikalischen
Leitung von David Stahl. In der Saison 2018/19 verkörpert er die Rolle des Propheten Jochanaan in Richard Strauss’ Oper „Salome“. Im Sommer 2019 sang Gazheli die Rolle des "Prometheus" in Walter Braunfels' "Die Vögel" bei den Tiroler Festspielen Erl.


Jaeil
Kim

Jaeil Kim wurde in Südkorea geboren und hat in seiner Heimat zunächst eine Schauspiel-Ausbildung absolviert. An der „Hochschule für Musik und Theater“ in München schloss er 2017 den Masterstudiengang „Operngesang“ erfolgreich ab und gehört seitdem zum Ensemble des Opernstudios an der Oper Frankfurt.
Der junge Tenor besuchte Meisterkurse u.a. bei Renato Bruson, Francisco Araiza und Neil Schicoff. Zu seinem Repertoire gehören Partien von Claudio Monteverdi bis Leos Janácek, darunter Mozarts Tamino („Die Zauberflöte“), Don Ottavio („Don Giovanni“) und Ferrando („Così fan tutte“), Verdis Alfredo („La Traviata“) und von Gaetano Donizetti Nemorino („Der Liebestrank“) und Edgardo („Lucia di Lammermoor“).


Franz
Mayer

Franz Mayer war von 1977 bis 2016 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt und wurde 1993 zum Kammersänger ernannt. In dieser Saison kehrt er als Der Richter von Richmond (Martha), Anselmo in der Neuproduktion von Rossinis La gazzetta und als Notar (Der Rosenkavalier) zurück. Der aus Österreich stammende Bassbariton sang hier in jüngerer Zeit u.a. die Partien Mesner (Tosca), Antonio (Le nozze di Figaro), Pritschitsch (Die lustige Witwe), Benoît (La Bohème), Ein Notar (Der Rosenkavalier), Betto di Signa (Il trittico), Le Bailli (Werther), Lakai (Ariadne auf Naxos) und Der Ratsälteste (Königskinder; CD bei OehmsClassics). Zu seinem umfangreichen Repertoire gehörten Mozarts Figaro, Leporello / Masetto (Don Giovanni), Papageno und Don Alfonso (Così fan tutte), Fritz Kothner / Nachtwächter (Die Meistersinger von Nürnberg) und Angelo (Das Liebesverbot), Onkel Bonzo (Madame Butterfly), Monterone (Rigoletto), Jake Wallace (La fanciulla del West), Peter Besenbinder (Hänsel und Gretel), Erzbischof von Prag (Palestrina) und Unto (Sallinens Kullervo). Bei OehmsClassics sind zahlreiche Einspielungen unter seiner Mitwirkung erschienen. Franz Mayers besondere Liebe zum Konzertfach führte ihn mit Werken von Bach, Händel, Mahler, Mozart und Mendelssohn nach Wien, Hamburg, Stuttgart und München sowie Südamerika und Japan.


Oskar
Hillebrandt

Kammersänger Oskar Hillebrandt, Heldenbariton, absolvierte sein Gesangsstudium bei Kammersänger Professor Josef Metternich an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln. Seit seinem ersten Auftritt an der Württembergischen Staatsoper
Stuttgart erhielt er Engagements an allen großen europäischen Opernhäusern: Mailand, Rom, Florenz, Paris, Bordeaux, Toulouse, Marseille, Genf, London, Madrid, Barcelona, Valencia, Antwerpen, Oslo, Kopenhagen, Athen, Bukarest sowie an der Moskauer Bolschoi Oper. Im deutschsprachigen Raum sang er regelmäßig an der Deutschen Oper Berlin, u. a. den Hans Sachs in den „Meistersingern“, an, der Bayerischen Staatsoper München oder in Zürich unter der Leitung von Franz Welser-Möst in den Partien des Amfortas („Parsifal“) und Hans Sachs. An der Staatsoper Wien stand er mit Placido Domingo in der „Walküre“ auf der Bühne, dort sang er außerdem Telramund, Kurwenal, Amfortas, Holländer, Alberich, Klingsor, Mandryka. Aber auch  außerhalb Europas wurde er an viele Opern- und Konzerthäuser berufen. So sang er häufig am Teatro Colon in Buenos Aires, in Santiago de Chile, in Tokyo und in Neuseeland. Weitere Auftritte hatte er in Montreal und Ottawa, in Cleveland und in der Carnegie Hall in New York. Darüber hinaus wirkte er bei einer Reihe von internationalen Festspielen mit. Er arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Wolfgang Sawallisch, Gustav Kuhn, Claudio Abbado, Christoph von Dohnanyi, Daniel Barenboim, Christian Thielemann, Horst Stein oder Jeffrey Tate. Gesungen hat er mehr als 180 Rollen, darunter alle wichtigen Partien des Heldenbaritonsfaches von Richard Wagner, aber auch Mandryka („Arabella“), Jochanaan („Salome“),  Nabucco, Jago („Otello“), Falstaff oder Kaspar („Der Freischütz“). Rege Konzerttätigkeit führte ihn als Interpret der Bass-Baritonpartien in Oratorien, Messen und Symphonien durch die ganze Welt. Oskar Hillebrandt ist Dozent beim Internationalen Musikseminar in Wien und seit einigen Jahren auch Coach und Mentor der Tiroler Festspiele Erl. In Neubeuern, zwischen Salzburg und München, unterrichtet er Belcanto-Gesang in seiner eigenen Masterclass. Nach seinem Fliegenden Holländer in 2015 in Melbourne wurde er zum besten männlichen Sänger des Jahres in Australien nominiert. 


Kelsey
Lauritano

Die japanisch-amerikanische Mezzosopranistin Kelsey Lauritano gehört ab der Saison 2018/19 zum Opernstudio der Oper Frankfurt, wo sie zunächst als Dritte Waldelfe (Rusalka) ihr Deutschland-Debüt geben und weiterhin Eine Spanierin in der Premiere von Der ferne Klang verkörpern wird. Die junge Künstlerin, geboren in San Francisco, hat kürzlich ihr Studium an der New Yorker Juilliard School mit Auszeichnung abgeschlossen. Während ihrer Ausbildung war sie u.a. in Produktionen von Rameaus Hippolyte et Aricie, Doves Flight sowie als Kind in L’enfant et les sortileges beteiligt. Weiterhin gab sie ihr Rollendebüt als Cherubino (Le nozze di Figaro) an der Music Academy of the West unter James Conlon, sang Venus in Monteverdis Il ballo delle Ingrate unter William Christie und war beim Boston Early Music Festival, beim Virginia Arts Festival, am Opera Theatre of St. Louis, in der Alice Tully Hall New York sowie bei der Internationalen Meistersinger Akademie zu Gast. Neben Konzerten mit der New World Symphony und den Nürnberger Symphonikern trat Kelsey Lauritano beim New York Festival of Song im Lincoln Center und beim SongFest in Los Angeles auf.


Samuel
Levine

Der amerikanische Tenor Samuel Levine wurde in Boston geboren und studierte an der Julliard School, Yale University, und Oberlin Conservatory.  Er arbeitet regelmäßig mit hochmodernen Regisseuren wie Yuval Sharon, David Hermann, Tatjana Gürbaca, James Darrah, RB Schlather, Matthew Ozawa, Robin Guarino, Tobias Heyder, und David Bobée zusammen, sowie Kulturveranstaltern, um neue Wege für die Aufführung des Standardrepertoires zu finden.

In 2009 gab er sein Debüt am Opera Theater of Saint Louis in THE TALES OF HOFFMANN und kehrte in der folgenden Spielzeit in der Partie Léon / THE GHOSTS OF VERSAILLES zurück. In dieser Rolle gab er seine in 2010 internationales Debüt bei der Wexford Festival Opera. Als freiberuflicher Kunstler wurde er danach zum u.a. Opera Philadelphia, Houston Grand Opera, Boston Lyric Opera, Virginia Opera, Chicago Opera Theater, Nashville Opera, West Edge Opera, Bard SummerScape, und Brooklyn Academy of Music eingeladen. Zu seinen Rollen zählen u. a. das Narraboth / SALOME, Lenskij / EUGENE ONEGIN, Kudrjas / KATJA KABANOVA, Le Mari / LES MAMELLES DE TERESIAS,  Testo / IL COMBATTIMENTO DI TANCREDI E CLORINDA, Male Chorus / THE RAPE OF LUCRETIA, Mambre / MOSE IN EGITTO, Don Ottavio / DON GIOVANNI, Geharnischter / DIE ZAUBERFLÖTE, Lurcanio / ARIODANTE sowie Oronte / ALCINA. Er sang auch viel zeitgenössische Musik, nahm an 12 Welt- und Nordamerikapremieren teil und spielte in den Titelrollen von DER PROTAGONIST von Kurt Weill und FRANKENSTEIN von Libby Larsen, sowie der amerikanische Schneider in Menottis THE LAST SAVAGE bei der Santa Fe Opera.

Seit 2017 ist er in Europe angezogen. Bei der Oper Frankfurt gab er sein Europadebüt als Bertoldo / ENRICO, und stand wieder als Der Alte Sträfling / AUS EINEM TOTENHAUS und Andy / LOST HIGHWAY auf dieser Bühne (alle Neuproduktionen). Sowie gastierte er al Kunz Vogelgesang / DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG bei der Nationaltheater Mannheim sowie als L’Oncle/L’Étranger / L’INVISIBLE bei der Staatstheater Braunschweig. In der Spielzeit  2019-20 wird er die Partien Walther von der Vogelweide / TANNHÄUSER bei der Stadttheater Klagenfurt, 3er Player/HAMLET (Brett Dean) bei der Oper Köln, John Adams / THE MOTHER OF US ALL bei der Rochester Philharmonic, und Jack Twist / BROKEBACK MOUNTAIN bei der Stadttheater Gießen, sowie Defense / BLIND INJUSTICE (Uröffnung) mit Cincinnati Opera singen. 

Konzerte führten Samuel Levine u.a. zum Houston Symphony, Carnegie Hall, und Chicago Symphony Center in solche Solopartie wie MESSIAS, 9ER SYMPHONY, und DAS LIED VON DER ERDE, sowie Liederabende von Schubert und französische Melodies in San Francisco, Boston, New York und Frankfurt. U.a. ist er Preisträger des Opera Index, Gerda Lissner, Metropolitan Opera National Council und Licia Albanese Wettbewerbe.


Valerie
Eickhoff

Die junge deutsche Mezzosopranistin Valerie Eickhoff wurde in Herdecke geboren und absolvierte ein Gesangsstudium an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Diverse Akademien, Stipendien und Meisterkurse boten ihr die Gelegenheit zur weiteren musikalischen Aus- und Weiterbildung. Innerhalb von Hochschulproduktionen war sie als Prinz Orlofsky (Strauß „Die Fledermaus“), Lisetta (Haydn „Il mondo della luna“) und Angelina (Rossini „La Cenerentola“) zu erleben. In der Spielzeit 2018/19 war Valerie Eickhoff Mitglied im Opernstudio Niederrhein. Mit Beginn dieser Saison ist sie neu im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein und steht dort u.a. als Schäfer (L’enfant et les sortilèges), Sandmännchen (Hänsel und Gretel), Annina (La traviata) und Kate Pinkerton (Madama Butterfly) auf der Bühne. Im Oktober 2019 erreichte Valerie Eickhoff das Semifinale des internationalen Gesangswettbewerbs „Neue Stimmen“ in Gütersloh.