Richard Wagner

Lohengrin

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Chor der KlangVerwaltung

Musikalische Leitung Titus Engel

Inszenierung Katharina Thoma

Licht Stefan Bolliger

Bühnenbild Johannes Leiacker

Kostüme Irina Bartels

Lohengrin AJ Glueckert

Elsa Christina Nilsson

Telramund Andrew Foster-Williams

Ortrud Dshamilja Kaiser

König Heinrich Andreas Bauer Kanabas

Heerrufer Domen Križaj

1. Brabantischer Edler Samuel Levine

2. Brabantischer Edler David Kerber

3. Brabantischer Edler Oliver Sailer

4. Brabantischer Edler Nicolas Legoux


GEDANKEN ZU LOHENGRIN

„Lohengrin“ ist ein Stück über den Glauben – einen Glauben, der Berge versetzen oder eben auch charismatische Retter herbeiimaginieren kann. Daher ist es äußerst reizvoll, dieses Stück an einem Ort zu inszenieren, der stark vom Glauben geprägt ist, ja der ohne den christlichen Glauben und den Wunsch, diesen plastisch zum Ausdruck zu bringen, gar nicht existieren würde. Elsa ist die visionäre, bedingungslos Glaubende. Von ihrer Überzeugung wird eine ganze Gesellschaft angesteckt, die Menschen werden verbunden durch das gemeinsame Erlebnis des Wunders von Lohengrins Erscheinen. Doch wer ist dieser Lohengrin? Kann man ihm vertrauen? Rationale Machtmenschen wie Ortrud und Telramund halten dagegen und schaffen Verunsicherung. Wie viel Kraft kann man Elsa abverlangen, dass sie die Zweifel unterdrückt und sich an das Gebot hält, Lohengrin niemals nach seiner Herkunft zu fragen? Nicht nur unser Spielort ist religiös geprägt – auch in der Kunst Richard Wagners liegt die Gefahr einer Ersatzreligion. Die mystische Aufladung und die betörende Klangwelt zielt darauf ab, dass wir uns ganz in Wagners Werk versenken und Glaubende werden – obwohl auch hier Zweifel und Hinterfragen der künstlerischen Beweggründe durchaus angebracht sind. Eine archaische, irrationale Welt trifft auf unser modernes Denken und auf unsere Sehnsüchte nach Überwältigung und Erlösung – in diesem Spannungsfeld bewegt sich unsere Produktion."

Katharina Thoma

 

€ 150,– | € 120,– | € 100,– | € 70,– | € 50,– | € 30,–

 

23. Juli & 31. Juli
Beginn: 17:00 Uhr
1. Pause: 18:05 Uhr
2. Pause: 20:05 Uhr
Ende: 21:45 Uhr

25. Juli
Beginn: 15:00 Uhr
1. Pause: 16:05 Uhr
2. Pause: 18:05 Uhr
Ende: 19:45 Uhr

Fr 23. Jul
17:00 Uhr → Passionsspielhaus
So 25. Jul
15:00 Uhr → Passionsspielhaus
Sa 31. Jul
17:00 Uhr → Passionsspielhaus

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Chor der KlangVerwaltung

Titus Engel

Musikalische Leitung

Katharina Thoma

Inszenierung

Stefan Bolliger

Licht

Johannes Leiacker

Bühnenbild

Irina Bartels

Kostüme

AJ Glueckert

Lohengrin

Christina Nilsson

Elsa

Andrew Foster-Williams

Telramund

Dshamilja Kaiser

Ortrud

Andreas Bauer Kanabas

König Heinrich

Domen Križaj

Heerrufer

Samuel Levine

1. Brabantischer Edler

David Kerber

2. Brabantischer Edler

Oliver Sailer

3. Brabantischer Edler

Nicolas Legoux

4. Brabantischer Edler


Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl



Chor der KlangVerwaltung

Der Chor der KlangVerwaltung wurde im Jahr 2000 von Enoch zu Guttenberg gegründet und setzt sich aus professionellen, erfahrenen, jungen Sänger/Innen zusammen. Darunter Mitglieder des Philharmonischen Chors München, des Chors des Bayerischen Rundfunks, des CollegiumVocaleGent und anderer renommierter Vokalensembles.

Ergänzend zum hochvirtuosen Orchester der KlangVerwaltung entstand damit ein adäquates Sängerensemble, mit welchem sich Werke für Chor- und Orchesterbesetzungen exemplarisch und stilsicher erarbeiten und aufführen lassen.

Bereits die ersten Aufführungen beim Bachfest im Jahr 2000 auf Herrenchiemsee bestätigten die in das neue Ensemble gesetzten Erwartungen, wie hohes Lob der Presse dokumentiert.

Seit 2001 tritt der Chor regelmäßig unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg bei den Herrenchiemsee Festspielen auf. Dort reiht er Erfolg an Erfolg, wie umjubelte Konzerte mit der Messe in e-Moll von A. Bruckner, J. Brahms` „Fest- und Gedenksprüche“, Beethovens „Chorfantasie“, von J. S. Bach die „h-Moll Messe“ und die „6 Motetten“ dokumentieren.

Aber nicht nur bei den Herrenchiemsee Festspielen macht sich der Chor der KlangVerwaltung einen Namen. Der Live-Mitschnitt von Beethovens „Missa solemnis“ im Herkulessaal München ist als CD erschienen. Mit diesem Werk gastierte das Ensemble auch beim Rheingau Musikfestival in Kloster Eberbach. Mit der Aufführung des Weihnachtsoratoriums in Stuttgart, aber insbesondere mit Beethovens 9. Symphonie in den renommiertesten Konzertsälen Deutschlands feierte der Chor der KlangVerwaltung große Erfolge.

Mit Bachs Matthäuspassion konnte das Ensemble 2018 zunächst in Madrid begeistern, und rief geradezu euphorische Reaktionen bei Publikum und Presse beim Konzert in Moskau in „The Grand Hall of the Moscow Conservatory“ hervor.

Zwei Konzerte in der Elbphilharmonie in Hamburg setzten den Erfolgskurs fort.


Titus
Engel

Offenheit für innovative Konzertformate im Verbund mit einer technischen Präzision sondergleichen zeichnen Titus Engel als einen der führenden kreativen Köpfe unter den Dirigenten seiner Genera­tion aus. Der in Berlin ansässige geborene Zürcher ist regelmäßiger Gast bei großen europäischen Orchestern und führenden Ensembles für zeitgenössische Musik. Neben seiner Beschäftigung mit neuester Musik und sinfonischen Werken des 19. und 20. Jahrhunderts hegt er eine tiefe Leidenschaft für Barockmusik und historische Aufführungspraxis. Immer bereit, in der Auseinandersetzung mit szenischen Konzepten am Pult neue Wege zu beschreiten, begreift er insbesondere Musiktheater als Experimentierfeld, auf dem auch gesellschaftliche Utopien gedeihen können.

Gastdirigate führten ihn unter anderem zum Orchestre de l'Opéra de Paris, Orchester der Deutschen Oper Berlin, Konzerthausorchester Berlin, Philharmonia Orchestra, Mozarteum­orchester Salzburg, SWR Sinfonieorchester, zum Mahler Chamber Orchestra sowie zu den Kammerorchestern in Zürich, München und Basel. Regelmäßig leitet er das Ensemble Modern, Ensemble Musikfabrik, Collegium Novum Zürich, Remix Ensemble und Klangforum Wien.

2000 gab er sein Operndebüt mit der Uraufführung von Benjamin Schweitzers Jakob von Gunten in Dresden. Seitdem leitete er unter anderem Monteverdis L‘Orfeo (Radialsystem Berlin, Theater an der Wien), Wagners Der Fliegende Holländer, Bergs Wozzeck und Béla Bartóks Herzog Blaubarts Burg (Oper Stuttgart), Offenbachs Fantasio (Komische Oper Berlin), Telemanns Orpheus und Mozarts Betulia Liberata (Oper Frankfurt), Humperdincks Hänsel und Gretel (Hamburgische Staatsoper), Glass‘ Akhnaten (Opera Vlaanderen Antwerpen/Gent), Nunez‘ La Douce (Staatsoper Berlin) und Verdis La Traviata (Theater Basel). Darüber hinaus dirigierte er zahlreiche Uraufführungen (Sergej Newski, Leo Dick, Olga Neuwirth, Michael Wertmüller, Rebecca Saunders, Bernhard Gander) bei den Salzburger Festspielen, den Berliner Festspielen, dem Lucerne Festival, am Wiener Konzerthaus.

Sein Debüt am Teatro Real Madrid, das er auf Einladung von Gérard Mortier 2011 mit der Uraufführung von Pilar Jurados La página en blanco gab, ließ Presse und Publikum jubeln. Es folgten dort ebenso erfolgreiche Uraufführungen von Charles Wuorinens Brokeback Mountain (2014) und Elena Mendozas La ciudad de las mentiras (2017). Gemeinsam mit Lydia Steier brachte er 2016 Stockhausens Donnerstag auf die Bühne des Theater Basel; die Produktion wurde vom Magazin Opernwelt zur Aufführung des Jahres gekürt. Uraufführung des Jahres wurde 2017 Chaya Czernowins Oper Infinite Now, die er an der Opera Vlaanderen, am National­theater Mannheim und an der Philharmonie de Paris dirigierte. 2018 war er mit Musik von Charles Ives in Christoph Marthalers Inszenierung Universe, incomplete bei der Ruhrtriennale und mit der Uraufführung von Michael Wertmüllers Oper Diodati. Unendlich in Basel zu Gast.

In die Saison 2019/20 startet Titus Engel mit der Schweizer Erstaufführung von Philip Glass‘ Oper Einstein on the Beach am Grand Théâtre de Genève. Mit Ravels L’Enfant et les Sortilèges debütiert er an der Opéra de Lyon und in Muscat (Oman), ehe er in Stuttgart Mussorgskis Boris Godunow dirigiert, in der Neuinszenierung von Paul-Georg Dittrich verzahnt mit der Uraufführung von Sergej Newskis Secondhand-Zeit. In Frankfurt ist er mit Debussys Damoiselle élue in Kombination mit Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher sowie mit Don Giovanni zu Gast. Daneben dirigiert er Konzerte mit dem Zafraan Ensemble in Berlin, mit dem Niedersächsi­schen Staatsorchester Hannover und mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken; beim Kölner Festival Acht Brücken leitet er wieder das WDR Sinfonieorchester mit Stockhausens Inori.

Titus Engel studierte Musikwissenschaften und Philosophie in Zürich und Berlin und erlernte sein Dirigierhandwerk in Dresden bei Christian Kluttig, ergänzt durch Förderungen des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats und David Zinmans American Academy of Conducting at Aspen sowie Assistenzen bei Sylvain Cambreling, Marc Albrecht und Peter Rundel. Er hat zahlreiche Werke für Rundfunk und CDs aufgenommen und ist Initiator der Akademie Musiktheater Heute sowie Herausgeber mehrerer Bücher zur aktuellen Oper.


Katharina
Thoma

Katharina Thoma ist eine Opernregisseurin von wachsender internationaler Reputation. Ihre Arbeit ist geprägt von Musikalität, psychologischer Durchdringung und ausgefeilter Personenregie und führte sie bereits an namhafte europäische Opernhäuser.

Sie inszenierte u.a. Madama Butterfly (Folkopera Stockholm), Hänsel & Gretel (Göteborg Opera), La Clemenza di Tito (Opéra national du Rhin, Straßburg), Strauss’ Ariadne auf Naxos (Glyndebourne Festival) und Un Ballo in maschera (Royal Opera House Covent Garden, London).

Außerdem hat sie viel in Deutschland gearbeitet: an der Oper Frankfurt inszenierte sie Martha von Flotow, Mozarts La finta giardiniera und Samuel Barbers Vanessa (eine Übernahme der Malmö Opera), am Theater Nordhausen Eugen Onegin, Rigoletto und Nabucco, am Staatstheater Kassel Die Zauberflöte und Saul. An der Oper Dortmund war sie von 2011–2014 Hausregisseurin, ihre Inszenierungen dort waren Eliogabalo, La Bohème, Boris Godunow, Il Trovatore und Carmen.

Zukünftige Projekte sind die Wiederaufnahme von Flotows Martha und eine Neuinszenierung von Wagners Tristan und Isolde an der Oper Frankfurt sowie Lohengrin bei den Tiroler Festspielen Erl.

Katharina Thoma studierte Klavier an der Musikhochschule Lübeck und legte dort das pädagogische sowie das künstlerische Diplom ab. Angeregt durch ihre musikalische Ausbildung und durch ihre Tätigkeit als Liedbegleiterin und Korrepetitorin, interessierte sie sich zunehmend für Oper und Opernregie und wurde Regieassistentin am Staatstheater Kassel (2002 -04), dann an der Oper Frankfurt (2004–2008), wo sie mit Regisseuren wie Richard Jones, Keith Warner und Christof Loy arbeitete.

2007 erhielt sie den 2.Preis beim Europäischen Opernregie-Preis der Camerata Nuova für ein Konzept zu Rusalka von Dvořák. Ihre ersten größeren Regiearbeiten waren die Uraufführung Piero – Ende der Nacht von Jens Joneleit bei der Münchener Biennale und Vanessa von Samuel Barber an der Malmö Opera (später nach Frankfurt übernommen).

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der szenischen Ausbildung junger Sänger für die Opernbühne. Von 2008–2012 war Katharina Thoma Dozentin für szenischen Unterricht an der Musikhochschule Mainz. 2018 hatte sie eine Gastprofessur an der Kunstuniversität Graz, und seit Oktober 2019 ist sie Professorin an der Hochschule für Musik Würzburg und Leiterin der dortigen Opernschule.


Stefan
Bolliger

Stefan Bolliger wurde in Zürich geboren. Nach ersten Engagements am Hamburger Thalia Theater und als Leiter der Beleuchtungsabteilung des Schauspielhauses Stuttgart ist er inzwischen freischaffend als Lichtdesigner tätig. Er gestaltete das Licht bei zahlreichen Inszenierungen von Andreas Kriegenburg in Hamburg, München, Berlin, Dresden und Tokio. Regelmäßig arbeitet er außerdem zusammen mit Tatjana Gürbaca, Hans Neuenfels und Michael Thalheimer. Bei den Salzburger Festspielen debütierte er 2003 als Lichtdesigner bei dessen Inszenierung von Büchners „Woyzeck“, 2009 folgte Händels „Theodora“ und 2011 Strauss’ „Die Frau ohne Schatten“ mit Christof Loy, 2012 Mozarts „Die Zauberflöte“ mit Jens-Daniel Herzog und 2017 Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ mit Andreas Kriegenburg. Weitere Engagements führen Stefan Bolliger u.a. an das Theater an der Wien (Strauss „Capriccio“ und „Die Ring-Trilogie“ nach Wagner im Dezember 2017), das Theater Basel, die Vlaamse Opera Antwerpen/Gent, die Bayerische Staatsoper (Wagner „Der Ring des Nibelungen“, Uraufführung Srnka „South Pole“), die Semperoper Dresden (Mozart „Don Giovanni“) und die Oper Oslo (Verdi „La traviata“). An der Deutschen Oper am Rhein war Stefan Bolliger zuletzt für „Otello“ (Verdi), „Arabella“ (Strauss), „Maria Stuarda“ (Donizetti) und Martin Schläpfers „Schwanensee“ tätig.


Johannes
Leiacker

Johannes Leiacker ist weltweit als Bühnen- und Kostümbildner im Opern- und Schauspielbereich tätig. Engagements führten Johannes Leiacker u.a. an die Wiener Staatsoper, die Opéra National in Paris, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Nationale Opera Amsterdam, die Metropolitan Opera in New York, die Los Angeles Opera sowie die Opernhäuser in Madrid, Brüssel, Kopenhagen, Helsinki, Moskau und Tokio. Bühnen- und Kostümbilder entstanden außerdem für die Festspiele in Salzburg, Bregenz und Baden-Baden. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet Johannes Leiacker mit den Regisseuren Peter Konwitschny (künftig u.a. Les Huguenots an der Semperoper in Dresden), Christof Loy (demnächst Don Pasquale am Opernhaus Zürich und Elektra am Royal Opera House in London), Dietrich Hilsdorf, Brigitte Fassbaender und Rolando Villazón. Die mit Christof Loy entstandene Produktion von Tristan und Isolde in Covent Garden wurde 2010 mit dem Laurence Olivier Award ausgezeichnet, Peter Grimes erhielt den International Opera Award als »Beste Produktion« 2016. Bis 2010 hatte Johannes Leiacker eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Dresden inne. 1996, 2009 und 2018 wurde er von der Zeitschrift Opernwelt zum »Bühnenbildner des Jahres« gewählt.


Irina
Bartels

Irina Bartels studierte in Hamburg Mode und assistierte an den Hamburger Kammerspielen, dem Thalia Theater, dem NDR und am Schauspiel Frankfurt. Seit 2004 ist sie als freischaffende Kostümbildnerin für Schauspiel und Oper tätig. Ihre Arbeiten waren u. a. am Schauspiel Frankfurt (»Fräulein Julie«), Schauspiel Essen (»Don Carlos«) und am  Schauspiel Bochum (»Der Besuch der alten Dame«, »Wunschkinder«) zu sehen. Weitere Produktionen führten Sie an die Oper Frankfurt (»L’heure espagnole«), Opéra Nice Côte d'AzurDeath in Venice«), Oper Dortmund (»L'Eliogabalo«, »Boris Godunow«), das Glyndebourne Opera Festival (»Ariadne auf Naxos«), die Göteborg Operan (»Hans och Greta«),  das Royal Opera House London (»Un ballo in maschera«) und die Opéra National du Rhin/Strasbourg (»La clemenza di Tito«).


AJ
Glueckert

AJ Glueckert ist Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt und war in 2016/17 in verschiedenen Hauptrollen zu hören. Zuerst mit der Partie des Bob Boles in einer neuen Keith Warner-Produktion von Peter Grimes unter Sebastian Weigle, sowie als Flamand in einer Neuproduktion von Strauss' Capriccio unter der Regie von Brigitte Fassbaender und der musikalischen Leitung von Sebastian Weigle. Zu seinen Rollendebüts in 2017/18 zählen Froh in Das Rheingold sowie als Skuratov in Aus einem Totenhaus. Im Sommer 2018 ist er als Pinkerton in Madama Butterfly an der Santa Fe Opera zu hören.
In 2016/17 gab AJ Glueckert sein Debüt an der Metropolitan Opera als Erik in Der fliegende Holländer unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. An der Oper Frankfurt war er als Lyonel in einer Neuproduktion von Flotows Martha unter der Leitung von Sebastian Weigle, Don José in Barrie Koskys gefeierter Produktion von Carmen, Raffaele in Stiffelio und Erik in Der fliegende Holländer zu hören. Sein Europa-Debüt gab er an Oper Frankfurt als Prinz in Rusalka, einer Partie, die er auch an der Minnesota Opera und New Orleans Opera sang.  Als Bacchus in Ariadne auf Naxos debütierte er kürzlich beim Glyndebourne Festival und zuvor am Opera Theatre of Saint Louis.

AJ Glueckert ist in besonderem Maße der San Francisco Opera als deren ehemaliger Adler Fellow und Teilnehmer des Merola Opera Program verbunden. Dort war er zuletzt als Beadle Bamford (Sweeney Todd), Normanno (Lucia di Lammermoor) und Kunz Vogelsang (Die Meistersinger von Nürnberg) zu erleben.
Sein Rollendebüt als Don José in Carmen gab er 2015 an der Pittsburgh Opera. An der Philadelphia Opera und der Minnesota Opera sang er in der Uraufführung von Kevin Puts' Stille Nacht. Er ist Absolvent des Young Artists Programms der Santa Fe Opera und Utah Opera. An der Utha Opera war er in der Rolle des Schwachsinnigen in Boris Godunow zu hören.

In Konzerten arbeitete AJ Glueckert bisher u.a. mit der Utah Symphony sowie dem Santa Clara und dem Sacramento Symphony Orchestra zusammen. Zweimal gewann der Absolvent des San Francisco Conservatory of Music regionale Wettbewerbe der Metropolitan Opera National Auditions.


Christina
Nilsson


Die junge schwedische Sopranistin Christina Nilsson debütierte nach ihrem Masterabschluss am University College of Opera in Stockholm 2018/19 in der Titelpartie von Ariadne auf Naxos an der Oper Frankfurt sowie an der Opéra de Lausanne. In der aktuellen Spielzeit wird sie ihr Debüt als Gräfin (Le nozze di Figaro) an der Royal Swedish Opera in Stockholm geben, nachdem sie dort bereits als Aida glänzte. Ebenso war sie bei Konzerten mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra sowie an der Opéra national de Lorraine in Nancy zu erleben. Zu ihren weiteren Engagements zählen u. a. Die Aufseherin sowie Cover der Chrysothemis (Elektra) an der Opéra de Lyon, The Magician (Son of Heaven von Moto Osada), Geltrude (Enrico di Borgogna) an der Vadstena Akademien sowie Donna Anna in Min bror är Don Juan von W. A. Mozart/Niklas Brommare, einer Kurzversion von Don Giovanni an der Royal Opera in Stockholm. Christina Nilsson gewann den 1. sowie den Publikumspreis bei der Wilhelm Stenhammar International Competition 2016 sowie den 1. Preis beim Renata Tebaldi International Voice Competition 2017. Sie ist mehrfache Stipendiatin, u. a. des Birgit Nilsson- (2014, 2015) und des Jenny Lind-Stipendiums, welches eine Konzerttournee durch die Vereinigten Staaten und Kanada beinhaltete, sowie der Royal Swedish Academy of Music (2013, 2014, 2015).
An der Oper Dortmund gibt sie in der Spielzeit 2019/20 ihr Debüt als Elsa (Lohengrin).


Andrew
Foster-Williams

Bass-baritone Andrew Foster-Williams enjoys a vibrant career on both the opera and concert stage and a vocal versatility that allows him to present repertoire ranging from the classics of Bach, Gluck, Handel and Mozart through to more recent masters such as Britten, Debussy, Stravinsky and Wagner. 

Andrew Foster-Williams’ career, initially built on his strong Baroque credentials, has in recent seasons found a new dramatic direction with successes as Pizarro (Fidelio) at Theater an der Wien and Philharmonie de Paris, and a unanimously praised debut as Telramund in Wagner’s Lohengrin under esteemed conductor Yannick Nézet-Séguin at the Festival de Lanaudière. A subsequent portrayal of Captain Balstrode in Christoph Loy’s divisive production of Peter Grimes at Theater an der Wien, alongside acclaimed performances as Nick Shadow (The Rake’s Progress), Donner (Das Rheingold) and Gunther (Götterdämmerung) have further enhanced an already highly-regarded operatic profile. Recent role debuts as Lysiart in Christof Loy’s new staging of Euryanthe at Theater an der Wien under Constantin Trinks and as Kurnewal in Tristan und Isolde at La Monnaie under Alain Altinoglu highlight a dramatic capacity that has earned the respect of many stage directors as he ​“holds the attention of the audience with the energy of someone who has great experience, and with sensational vocal ability, which he uses with total freedom…” (Opéra). 


Dshamilja
Kaiser

Die Mezzosopranistin Dshamilja Kaiser ist seit 2017 Ensemblemitglied am Theater Bonn, wo sie große Erfolge als Carmen, als Schoecks Penthesilea, Ortrud in „Lohengrin“ sowie als Santuzza in „Cavalleria rusticana“ feierte. In der vergangenen Spielzeit gab sie bei den Tiroler Festspielen Erl ihr Rollendebüt als Fremde Fürstin in Dvořáks „Rusalka“. 2021 singt sie hier Wagners Fricka und Ortrud. An der Oper Frankfurt debütierte Dshamilja Kaiser 2019 als Adalgisa in „Norma“, womit sie zuvor bereits an Den Norske Opera in Oslo gastiert hatte, und verkörperte 2020 Madame Flora (Menottis „The Medium“). Als Roßweiße in „Die Walküre“ unter der Leitung von Daniel Barenboim war sie an der Berliner Staatsoper zu erleben. Engagements der Spielzeit 2020/21 führten sie u.a. als Lisa in Weinbergs „Die Passagierin“ an die Oper Graz und als Lady Macbeth in der Deutschen Erstaufführung von Pascal Dusapins „Macbeth Underworld“ an das Staatstheater Saarbrücken. Dshamilja Kaiser, die auch zweimal bei den Bregenzer Festspielen gastierte, ist Preisträgerin des Österreichischen Musiktheaterpreises 2015 in der Kategorie „Beste Nachwuchssängerin“. Zahlreiche Konzerte im In- und Ausland ergänzen ihr künstlerisches Schaffen und führten sie u.a. in den Wiener Musikverein. Nach ihrem Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Detmold war Dshamilja Kaiser zunächst am Theater Bielefeld, anschließend von 2009 bis 2017 fest an der Oper Graz engagiert.


Rollen:

  • Ortrud in "Lohengrin", Theater Bonn 2018
  • Adalgisa in "Norma", Den Norske Oper Oslo 2018
  • Lucrezia in "Beatrice Cenci", Bregenzer Festspiele 2018
  • La Regina Gertrude in "Amleto", Bregenzer Festspiele 2016
  • Dorabella in "Cosí fan tutte", Volksoper Wien 2014

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • Antonín Dvořák & Jaroslav Kvapil: "Rusalka"

Andreas Bauer
Kanabas

Andreas Bauer Kanabas ist 2019/20 an der Oper Frankfurt als Philipp II. (Don Carlo), König Marke (Tristan und Isolde), Padre Guardiano (La forza del destino) und Komtur (Don Giovanni) zu erleben. Hier beeindruckte der Bass mit Wagner-Partien wie Daland oder Heinrich der Vogler sowie darüber hinaus als Sarastro (Die Zauberflöte), Jacopo Fiesco (Simon Boccanegra), Osmin (Die Entführung aus dem Serail), Don Pedro (L’Africaine), Escamillo (Carmen), Wassermann (Rusalka), Teiresias (Oedipus Rex), Ibn-Hakia (Iolanta) und in der Titelpartie von Herzog Blaubarts Burg auf. Andreas Bauer Kanabas, ehemaliges Ensemblemitglied der Staatsoper Berlin, gastierte international u.a. an der Mailänder Scala, an der Wiener Staatsoper, an der Opéra National und der Opéra Comique in Paris, am New National Theatre in Tokio, an der Semperoper Dresden, der Komischen Oper Berlin, an der Lettischen Nationaloper in Riga, am Bolschoi Theater Moskau, Théâtre du Capitole Toulouse sowie beim Edinburgh International Festival. Jüngste Konzertengagements waren Ernani im Moskauer Tschaikowski Saal und Herzog Blaubarts Burg in der Kölner Philharmonie. 2019/20 debütiert er als Sarastro am Royal Opera House Covent Garden in London sowie als Philippe II. (Don Carlos) an der Opera Vlaanderen in Antwerpen und kehrt als Zacharia (Nabucco) an die Deutsche Oper Berlin zurück.


Domen
Križaj

Der slowenische Bariton Domen Križaj studierte Musik und Medizin in Ljubljana und war Mitglied des Young Singers Project in Salzburg. 2016 sang er die Titelrolle in Peter I. Tschaikowskis Eugen Onegin bei der Sommeroper Alden Biesen sowie in Massenets Werther am Kroatischen Nationaltheater in Rijeka. Von 2017 bis 2019 war Domen Križaj zwei Spielzeiten lang Mitglied des Opernstudios OperAvenir Plus am Theater Basel. In dieser Zeit war er u.a. in Henry Purcells König Arthur, Viktor Ullmanns Der Kaiser von Atlantis sowie als Sharpless in Giacomo Puccinis Madama Butterfly zu erleben. Weitere Partien umfassen Barone Douphol in Giuseppe Verdis La traviata, Sam in Leonard Bernsteins Trouble in Tahiti, Albert in Dai Fujikuras Goldkäfer und Médecin in Claude Debussys Pelléas et Mélisande. Außerdem steht er regelmäßig als Lied- und Konzertsänger auf der Bühne, so mit den Wiener Philharmonikern und der Camerata Salzburg. Domen Križaj ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und gewann erste Preise beim Gesangswettbewerb Ferruccio Tagliavini 2012 sowie beim Ada-Sari-Wettbewerb 2017. Seit Beginn dieser Spielzeit ist Domen Križaj Ensemblemitglied am Theater Basel und wird dort u.a. als Marcello in La Bohème, in Al gran sole carico d’amore, Peter Grimes und in Le vin herbé zu hören sein. Im kommenden Oktober nimmt er als Finalist am Wettbewerb Neue Stimmen in Gütersloh teil. 


Samuel
Levine

Der amerikanische Tenor Samuel Levine wurde in Boston geboren und studierte an der Julliard School, Yale University, und Oberlin Conservatory.  Er arbeitet regelmäßig mit hochmodernen Regisseuren wie Yuval Sharon, David Hermann, Tatjana Gürbaca, James Darrah, RB Schlather, Matthew Ozawa, Robin Guarino, Tobias Heyder, und David Bobée zusammen, sowie Kulturveranstaltern, um neue Wege für die Aufführung des Standardrepertoires zu finden.

In 2009 gab er sein Debüt am Opera Theater of Saint Louis in THE TALES OF HOFFMANN und kehrte in der folgenden Spielzeit in der Partie Léon / THE GHOSTS OF VERSAILLES zurück. In dieser Rolle gab er seine in 2010 internationales Debüt bei der Wexford Festival Opera. Als freiberuflicher Kunstler wurde er danach zum u.a. Opera Philadelphia, Houston Grand Opera, Boston Lyric Opera, Virginia Opera, Chicago Opera Theater, Nashville Opera, West Edge Opera, Bard SummerScape, und Brooklyn Academy of Music eingeladen. Zu seinen Rollen zählen u. a. das Narraboth / SALOME, Lenskij / EUGENE ONEGIN, Kudrjas / KATJA KABANOVA, Le Mari / LES MAMELLES DE TERESIAS,  Testo / IL COMBATTIMENTO DI TANCREDI E CLORINDA, Male Chorus / THE RAPE OF LUCRETIA, Mambre / MOSE IN EGITTO, Don Ottavio / DON GIOVANNI, Geharnischter / DIE ZAUBERFLÖTE, Lurcanio / ARIODANTE sowie Oronte / ALCINA. Er sang auch viel zeitgenössische Musik, nahm an 12 Welt- und Nordamerikapremieren teil und spielte in den Titelrollen von DER PROTAGONIST von Kurt Weill und FRANKENSTEIN von Libby Larsen, sowie der amerikanische Schneider in Menottis THE LAST SAVAGE bei der Santa Fe Opera.

Seit 2017 ist er in Europe angezogen. Bei der Oper Frankfurt gab er sein Europadebüt als Bertoldo / ENRICO, und stand wieder als Der Alte Sträfling / AUS EINEM TOTENHAUS und Andy / LOST HIGHWAY auf dieser Bühne (alle Neuproduktionen). Sowie gastierte er al Kunz Vogelgesang / DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG bei der Nationaltheater Mannheim sowie als L’Oncle/L’Étranger / L’INVISIBLE bei der Staatstheater Braunschweig. In der Spielzeit  2019-20 wird er die Partien Walther von der Vogelweide / TANNHÄUSER bei der Stadttheater Klagenfurt, 3er Player/HAMLET (Brett Dean) bei der Oper Köln, John Adams / THE MOTHER OF US ALL bei der Rochester Philharmonic, und Jack Twist / BROKEBACK MOUNTAIN bei der Stadttheater Gießen, sowie Defense / BLIND INJUSTICE (Uröffnung) mit Cincinnati Opera singen. 

Konzerte führten Samuel Levine u.a. zum Houston Symphony, Carnegie Hall, und Chicago Symphony Center in solche Solopartie wie MESSIAS, 9ER SYMPHONY, und DAS LIED VON DER ERDE, sowie Liederabende von Schubert und französische Melodies in San Francisco, Boston, New York und Frankfurt. U.a. ist er Preisträger des Opera Index, Gerda Lissner, Metropolitan Opera National Council und Licia Albanese Wettbewerbe.


David
Kerber


Oliver
Sailer

Mag. art. Oliver Sailer wurde 1994 in Hall in Tirol geboren und begann bereits im Alter von sechs Jahren seine Gesangsausbildung bei den renommierten Wiltener Sängerknaben unter der Leitung von Prof. Mag. Johannes Stecher. Sehr bald wurde er als Sopransolist für Messen und Konzerte eingesetzt. Durch die Mitwirkung der Sängerknaben bei verschiedenen Opernaufführungen konnte er bereits früh erste Eindrücke am Theater sammeln.                                                                   

Reibungslos verlief der Übergang in das Bassregister und schon im Alter von 17 Jahren trat er erneut als Solist auf, sowohl bei geistlichen als auch weltlichen Konzerten, sowie bei CD-Aufnahmen. Dadurch hatte er nicht nur die Möglichkeit, sich ein weitgestreutes Repertoire anzueignen, sondern auch die Chance, bei Tourneen in Ländern wie Rumänien, Schweiz, Italien, Deutschland und Österreich zu singen. Zu hören war er bereits in Bachs Weihnachtsoratorium und Matthäuspassion, dem Messias von Händel, dem Requiem von Mozart, den Jahreszeiten von Haydn, sowie vielen weiteren Konzerten und Aufführungen.

2016 und 2019 reiste er mit den Wiltener Sängerknaben nach China und trat dort als Solist in einigen der größten Konzerthallen der Welt auf. Um einige zu nennen: Shenzen Concert Hall, Shanghai Poly Theatre, Shanghai Oriental Arts Center, Tianjin Grant Theatre, etc.. 2017 war er Solist beim Symphoniekonzert (Innsbruck) unter der Leitung von Aziz Shokhakimov sowie in der Mercatorhalle in Duisburg, begleitet von der Sinfonietta Duisburg. 

Derzeit studiert der junge Bass Konzertfach Gesang am Tiroler Landeskonservatorium und an der MDW (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) bei Prof. Mag. Johannes Stecher.

2020 schloss er das Lehramtsstudium im Fach Mathematik an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und im Fach Musikerziehung am Mozarteum Salzburg - Standort Innsbruck ab, wo er auch das künstlerische Hauptfach Gesang bei O.Univ.Prof. Peter Ullrich absolvierte.

​Er besuchte Meisterkurse bei KS Peter Schreier im Rahmen der Schubertiade in Schwarzenberg, mehrfach als Stipendiat der Academia Vocalis bei Univ. Prof. Karlheinz Hanser, bei KS Vesselina Kasarova, bei KS Prof. Olaf Bär, ebenfalls als Stipendiat der Eva Lind Musikakademie Tirol sowie bei Prof. Michelle Breedt im Rahmen des Eppaner Liedsommers.

​2018 war er 1. Preisträger beim Wettbewerb „Musica Juventutis“ und erhielt eine Einladung für einen Liederabend im Wiener Konzerthaus. Wegen seiner Leistungen bei diesem Konzert im März 2020 wurde ihm von „Musica Juventutis“ ein Sonderpreis verliehen, aufgrund dessen er eingeladen wurde, einen Liederabend im Konzerthaus Blaibach zu gestalten.


Nicolas
Legoux

Nicolas Legoux stammt aus Nantes (Frankreich). Er begann seine Gesangsausbildung in Paris und beendete seine Studien an den Musikhochschulen von Graz und Wien. Zu seinen wichtigsten Lehrern zählen Marjana Lipovsek und Eliane Coelho. In Meisterklassen arbeitete er mit unter anderem Thomas Hampson, Régine Crespin und Graham Johnson. 2006 interpretierte Nicolas Legoux die Partie des Dr. Bartolo in "Le Nozze di Figaro" auf einer Japan-Tournee in 20 verschiedenen Städten, u. a. in Tokyo, Kyoto und Osaka. 2007 sang er in Spanien den Angelotti in Puccinis "Tosca" und in Deutschland Comissario und Yamadori in einer Produktion von "Madama Butterfly". Im September 2007 kehrte er nach Japan zurück, diesmal für die Partie des Marchese d'Obigny in Verdis "La Traviata". Im April 2008 sang er den Nanni in Haydns "L'infedeltà delusa" in Strasbourg; im folgenden Sommer stand er als Gaudenzio in Rossinis "Il Signor Bruschino" auf der Bühne.

Nicolas Legoux singt weltweit die Bass- und Bariton-Soli in Messen und Oratorien von Brahms, Charpentier, Haydn, Mozart, Fauré, Saint-Saens, Schubert u. a. In den letzten Jahren sang er die Basspartien in Mozarts Requiem und der c-Moll-Messe in der Karlskirche und in Haydns "Die sieben letzen Worte unseres Erlösers am Kreuze" im Stephansdom sowie das Bariton-Solo in Brahms "Ein deutsches Requiem".

Im November 2009 debütierte Nicolas Legoux im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins mit der Hauptpartie in Gerhard Tracks Oratorium Abraham und Isaac. Seine erste CD-Aufnahme, die Ersteinspielung von Johann Strauß Operette "Die Göttin" der Vernunft, folgte im Dezember 2009. Tourneen führten ihn 2011/12 und 2012/13 mit dem Wiener Strauß Orchester nach China. Im Februar 2013 gab der Bassist sein Debüt als Ferrando in Verdis "Il trovatore", im Mai folgte Biterolf in Wagners "Tannhäuser" im Rahmen des Richard Wagner Festivals in Wels. Im Sommer 2013 trat er in Bizets "Carmen" beim Winslow Hall Opera Festival auf. 2014 stand Legoux als Angelotti in "Tosca" beim Longborough Festival und als Brabantischer Edler in "Lohengrin" bei den Wagner-Festspielen in Wels auf der Bühne.

Als Biterolf in "Tannhäuser" sowie Steuermann in "Tristan und Isolde"

stand er 2015 bei den Welser Wagner-Festspielen auf der Bühne und sang außerdem seinen ersten König Marke in "Tristan und Isolde" sowie Ceprano in "Rigoletto" beim Longborough Festival. Ab der Spielzeit 2015/16 war Legoux für zwei Spielzeiten fest am Staatstheater Darmstadt engagiert, wo seine Partien u.a. Daland in "Der fliegende Holländer", Don Alfonso in "Così fan tutte", Sparafucile in "Rigoletto" und Bartolo in "Le nozze di Figaro" umfassten. 2018 folgte Legouxs Hausdebüt an der Opéra Comique in Paris als Colline in "La bohème", wo er im selben Jahr auch als Polonius in "Hamlet" zu erleben war. Sein Debüt an der Oper Köln gab Nicolas Legoux in der Spielzeit 2018/19 als 5. Jude in "Salome" und stand dort in derselben Spielzeit auch als Baron Grog in "La Grande-Duchesse de Gérolstein" auf der Bühne. 2019 war er außerdem als Colline mit der Opéra Comique auf Tournée in Korsika und in Versailles.

Für 2022 ist unter anderem eine Wiederaufnahme von "Hamlet" an der Pariser Opéra Comique mit dem Bassisten als Polonius geplant.