Mendelssohns Reisen

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY (1809–1847)
„Hebriden“-Ouvertüre
Klavierkonzert g-Moll op.25
Sinfonie Nr. 4 „Italienische“

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Dirigent Dmitry Liss

Klavier Martin Stadtfeld


Die Inspiration für seine Ouvertüre „Die Hebriden“ fand Felix Mendelssohn auf seiner Reise nach England und Schottland: Die spektakuläre Natur rund um die sagenumwobene Meeresgrotte „Fingalshöhle“ beeindruckte ihn zutiefst. Kurz darauf reiste er in den Süden, wo er seine „Italienische Sinfonie“ konzipierte, die vor allem wegen ihres romantischen Charakters wie das Gegenstück zu seiner „Schottischen Sinfonie“ erscheint. In Rom entwickelte Mendelssohn gedanklich auch sein Klavierkonzert in g-Moll. Es dirigiert Dmitry Liss, Chefdirigent des Ural Philharmonic Orchestra und der Philharmonie Zuidnederland. Solist ist der vielfach ausgezeichnete Pianist Martin Stadtfeld.

Fr 08. Okt
19:00 Uhr → Festspielhaus

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Dmitry Liss

Dirigent

Martin Stadtfeld

Klavier


Orchester der Tiroler Festspiele Erl


Dmitry
Liss


Mit Energie und Musikalität überzeugt Dmitry Liss das Publikum nicht nur in Russland, wo er heute zu den wichtigsten Dirigenten gehört, sondern weltweit. Als Chefdirigent des Ural Philharmonic Orchestra (UPO) und der Philharmonie Zuidnederland entwickelt er beide Orchester mit untrüglichem Gestaltungswillen.

 

Seit 1995 hat Dmitry Liss das UPO als Chefdirigent und künstlerischer Leiter zu einem exzellenten und vielseitigen Klangkörper geformt. In Jekaterinburg, auf der Grenze zwischen Europa und Asien beheimatet, ist das 1936 gegründete Orchester sowohl kultureller Magnet der Oblast Swerdlowsk als auch musikalischer Botschafter mit internationaler Ausstrahlung. Unter der Leitung von Dmitry Liss folgte das UPO zahlreichen Einladungen ins Ausland und gastierte höchst erfolgreich in wichtigen Konzertsälen wie dem Kennedy Center Washington, dem Bunka-Kaikan Tokio, dem Concertgebouw Amsterdam, dem KKL Luzern, der Salle Pleyel Paris und der Tonhalle Zürich sowie beim Beethovenfest Bonn, beim Festival International de Piano de la Roque d’Anthéron, beim Montpellier Festival von Radio France und wiederholt bei La Folle Journée in Frankreich, Spanien, Japan und Russland.

 

Zum Beginn der Saison 2016/17 wurde Dmitry Liss zum ersten Chefdirigenten der Philharmonie Zuidnederland berufen. Als Gastdirigent hat er zudem mit renommierten Orchestern wie dem Orchestre National de France, Bergen Philharmonic Orchestra, Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, den Sankt Petersburger Philharmonikern, dem Tschaikowsky-Symphonieorchester des Moskauer Rundfunks, Orchestra del Teatro Comunale di Bologna, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, MDR Orchester Leipzig, den Dortmunder Philharmonikern und dem Naples Philharmonic, Slovenian Philharmonic Orchestra zusammengearbeitet.

 

Für viele große Solisten ist Dmitry Liss ein geschätzter musikalischer Partner. Mit Boris Berezovsky hat er sämtliche Klavierkonzerte von Sergej Rachmaninoff und Brahms‘ Klavierkonzert Nr. 2 für Mirare sowie die Klavierkonzerte von Chatschaturjan und Tschaikowsky für Warner Classics eingespielt. Dmitry Liss‘ Diskografie enthält mit Aufnahmen der Sinfonien von Galina Ustvolskaya und Nikolai Miaskovsky auch weniger bekanntes russisches Repertoire, für das er sich ebenso in seinen Konzertprogrammen einsetzt.

 

In der Saison 2020/2021 gastiert Dmitry Liss unter anderem beim Sankt-Petersburg Philharmonic Orchestra und beim Düsseldorfer Symphoniker. Außerdem zusammen mit dem Ural Philharmonic Orchestra geben sie Konzerte an der Zaryadye Concert Hall in Moskau und Mariinsky Concert Hall in St. Petersburg.

 

Dmitry Liss wurde in Balashov geboren und studierte zunächst Violine, Klarinette und Musikwissenschaften, bevor er am Tschaikowsky Konservatorium Moskau Dirigierschüler von Dmitri Kitajenko und schließlich dessen Assistent wurde. Er wurde mit zahlreichen russischen und internationalen Preisen geehrt, zuletzt 2011 mit dem Ehrentitel Volkskünstler Russlands, der höchsten nationalen Auszeichnung für künstlerische Verdienste.


Martin
Stadtfeld


Die Berufswahl Konzertpianist fällte „Echo“-Preisträger Stadtfeld bereits im zarten Alter von sieben Jahren.  Sein Konzertdebüt gab er mit neun, mit 14 begann er sein Musikstudium und sorgte in der Folge bei zahlreichen Wettbewerben für Furore. 2002 gewann er den Bach-Wettbewerb in Leipzig, für ihn ist Bach der Ausgangspunkt für alle Musik, die danach kommt. Nur wenigen gelingt es wie ihm, Bachs emotionale Dichte  zu spüren und zu transportieren. Inzwischen zählt Martin Stadtfeld er zu den führenden Interpreten der Werke Bachs. Er gastiert auf der ganzen Welt, tritt mit großen Orchestern auf und wird stets von begeistertem Medien-Echo begleitet. Dass er sich – ebenso wie die Tiroler Festspiele Erl - für das Heranführen von Kindern und Jugendlichen an klassische Musik stark macht, ist nur ein weiterer glücklicher Zufall.