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Zum Dreikönigstag laden die Tiroler Festspiele traditionell zu einer festlichen Matinee. Im Januar 2026 steht ein Werk von weltumspannender Kraft im Zentrum: Beethovens 9. Sinfonie – mit ihrer universellen Botschaft von Menschlichkeit und Brüderlichkeit möchten wir in Zeiten großer Herausforderungen in Gesellschaft und Privatleben unseren Gästen mit diesem musikalischen Vermächtnis Mut und Zuversicht schenken. Eröffnet wird das Konzert mit einer selten zu hörenden Rarität: dem Violinkonzert von Ferruccio Busoni. Mit Francesca Dego konnten wir eine der renommiertesten Interpretinnen dieses faszinierenden Werks gewinnen. Ein besonderer Konzertvormittag, der das neue Jahr klangvoll, kraftvoll und mit Optimismus begrüßt.

Ferruccio Busoni (1866–1924)
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35a

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Team

Daniele Rustioni Musikalische Leitung

Daniele Rustioni wurde 1983 in Mailand geboren und studierte dort Orgel, Komposition, Klavier und Dirigieren. Anschließend setzte er seine Studien in Siena sowie an der Royal Academy of Music in London fort. Er assistierte Antonio Pappano am Royal Opera House Covent Garden in London, wo er 2011 mit Aida debütierte. 2012 folgte sein Debüt am Teatro alla Scala in Mailand und 2017 jenes an der Metropolitan Opera in New York, deren Erster Gastdirigent er seit September dieses Jahres ist. Von 2017 bis 2025 war er Chefdirigent und Musikdirektor an der Opéra National de Lyon. An der Bayerischen Staatsoper in München war er von 2021 bis 2023 Erster Gastdirigent. Weitere Verpflichtungen führten den gefragten Dirigenten u. a. an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, die Opéra national de Paris, die Niederländische Nationaloper in Amsterdam, das Teatro Real in Madrid, das Opernhaus Zürich, zu den Festspielen in Aix-en-Provence und Salzburg sowie zu den BBC Proms nach London.

Francesca Dego Violine

Die italienisch-amerikanische Geigerin Francesca Dego ist eine der gefragtesten Instrumentalistinnen. 1989 in Lecco geboren, erhielt sie ihre Ausbildung in den USA und in Italien. 2008 errichte sie als jüngste Teilnehmerin und erste Italienerin seit 1961 die Finalrunde beim renommierten Premio Paganini. Seither verfolgt sie eine internationale Karriere und ist mit zahlreichen renommierten Orchestern aufgetreten, u. a. dem NHK Symphony Orchestra, Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, City of Birmingham Symphony Orchestra, London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Luxemburg Philharmonic und West Australian Symphony. Sie arbeitete mit namhaften Dirgenten wie Fabio Luisi, Philippe Herreweghe, Markus Poschner, Asher Fisch u. a. zusammen. Zu ihren Kammermusikpartner:innen gehören Francesco Piemontesi, Jan Lisiecki, Shlomo Mintz, Federico Colli, Mischa Maisky und Francesca Leonardi.

Meredith Wohlgemuth Sopran

Die amerikanische Sopranistin Meredith Wohlgemuth studierte an der Juilliard School in New York City. Im Jahr 2022 gab sie als Teilnehmerin von Renée Flemings SongStudio ihr Debüt in der Carnegie Hall in New York. Sie errang mehrere Auszeichnungen bei renommierten Wettbewerben. So gewann sie etwa 2023 die Metropolitan Opera Eric and Dominique Laffont Competition sowie den ersten Preis beim Internationalen Schubert-Wettbewerb Dortmund. Von 2023 bis 2025 war sie Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover, so sie u. a. Partien wie Giulietta (I Capuleti e i Montecchi), Adina (L’elisir d’amore), Sophie (Der Rosenkavalier), Titania (Brittens A Midsummer Night’s Dream), Gretel (Hänsel und Gretel), Euridice (Glucks Orfeo), Cordelia (Reimanns Lear) und Blumenmädchen (Parsifal) verkörperte. Als Lied- bzw. Konzertsängerin war sie u. a. mit Bruckners Te Deum mit der Deutschen Radio Philharmonie sowie mit einem Liederabend im Palau de la Música Catalana in Barcelona zu hören.

Manuela Leonhartsberger Alt

Die Mezzosopranistin Manuela Leonhartsberger stammt aus Linz und erhielt ihre musikalische Ausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie an der damaligen Konservatorium Wien Privatuniversität. Nach einem ersten Engagement bei der Neuen Oper Wien debütierte sie 2011 als Mercedes (Carmen) an der Volksoper Wien, deren Ensemble sie in Folge bis 2022 angehörte. Mit der Spielzeit 2022/2023 wechselte sie an das Landestheater Linz, wo sie ihr Opernrepertoire um Partien von Korngold, Wagner, Strauss, Puccini, Mascagni, Verdi u. a. erweiterte. Gastengagements führten sie auf Bühnen und zu Festivals in Europa und Japan. Neben ihrer Musiktheatertätigkeit erarbeitete sie sich ein breites Konzert- und Liedrepertoire, mit dem sie u. a. im Wiener Musikverein und Konzerthaus, im ORF Radiokulturhaus, beim Schleswig Holstein Musikfestival, beim Herbstgold Festival in Eisenstadt, beim Liszt Festival Raiding und in der Laeiszhalle in Hamburg zu hören war.

Matteo Ivan Rašić Tenor

Matteo Ivan Rašić wurde im Alter von sechs Jahren Mitglied der Wiltener Sängerknaben. Als Knabensopran trat er solistisch in zahlreichen Konzerten und im Tiroler Landestheater Innsbruck auf. Von 2018 bis 2023 studierte er Gesang am Tiroler Landeskonservatorium und ab 2019 Instrumental- und Gesangspädagogik an der Universität Mozarteum Salzburg. 2022 gewann der Tenor den Opera for Peace Prize beim Internationalen Stanisław-Moniuszko-Gesangswettbewerb am Teatr Wielki in Warschau und den Tiroler Klassik Sängerpreis. 2023 nahm er am Young Singers Project der Salzburger Festspiele teil und stand dort als Andonis (Martinůs The Greek Passion) auf der Bühne. Seit der Saison 2023/24 ist er Ensemblemitglied am Gärtnerplatztheater in München, wo er u. a. Tamino (Die Zauberflöte), Nemorino (L’elisir d’amore) und Fritz (Die Großherzogin von Gerolstein) interpretiert hat. Auf der Konzertbühne war er u. a. in Oratorien wie Bachs Weihnachtsoratorium und Matthäus-Passion zu hören.

Lukas Enoch Lemcke Bass

Der Bass Lukas Enoch Lemcke stammt aus Regensburg und erhielt seine Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen, bei Brent Lee Damkier sowie bei Manfred Equiluz an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. 2022 begann er ein Masterstudium bei Karlheinz Hanser an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und debütierte an der Wiener Staatsoper. 2023 gab er als Sarastro (Die Zauberflöte) sein Hausdebüt am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Seit der Spielzeit 2023/24 ist er Ensemblemitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München, wo er Partien wie Sarastro, Alidoro (La Cenerentola) und Leporello (Don Giovanni) interpretierte. Bei den Tiroler Festspielen Erl 2024/25 war er in Parsifal sowie in konzertanten Aufführungen von La traviata und Rigoletto zu erleben. Auf dem Konzertpodium war er u. a. in Pietro Mascagnis Messa di Gloria und Schuberts Messe B-Dur zu hören sowie wiederum in Erl in Bachs Weihnachtsoratorium und Matthäus-Passion.

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor steht dem Festspiel-Orchester als ebenbürtiger musikalischen Partner zur Seite. Der Fokus liegt dabei auf einer sorgfältigen Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden mit den Sängerinnen und Sängern vielseitige Projekte von a-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weitere Schwerpunkt im Repertoire den Werken des Belcantos und den Opern Verdis.

Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk, dem Staatlichen Akademischen Chor der Republik Belarus, hat. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponisten zur Aufgabe gemacht.

Der Chor zeichnet sich durch hohe Intonationssicherheit, Harmonie, Vielfalt und dynamischen Klang aus – Basis für zahlreiche Tourneen durch ganz Europa in den vergangenen Jahren. Das Repertoire umfasst Requien, Messen, Kantaten und geistliche Werke ebenso wie Opern. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach ihrem Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.

Bachchor Salzburg

Der Bachchor Salzburg, 1983 gegründet, ist eines der führenden Vokalensembles. Dank seiner variablen Besetzung und stilistischen Flexibilität kann er sich einem vielfältigen Repertoire widmen. Neben der Mozartpflege bildet die eigene Konzertreihe Chorage® einen Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit. Im A-cappella-Bereich umfasst das Repertoire über fünf Jahrhunderte. Der Chor ist regelmäßig bei den Salzburger Festspielen und den Osterfestspielen Salzburg zu Gast, zudem ist er künstlerischer Partner der Mozartwoche. Engagements führten ihn u. a. an den Wiener Musikverein, das Brucknerhaus Linz, das Concertgebouw in Amsterdam, das Konzerthaus Berlin, zu den Händel-Festspielen in Halle und Göttingen sowie nach Rumänien, Frankreich, Italien, Griechenland, Spanien, in die Türkei und die Schweiz. Der Chor ist unter herausragenden Dirigent:innen und mit renommierten Orchestern aufgetreten. Seit Jahresbeginn 2025 ist Michael Schneider sein künstlerischer Leiter.