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Gaetano Donizetti: ANNA BOLENA

Musikalische Leitung: Riccardo Frizza

Enrico VIII: Alexandros Stavrakakis
Anna Bolena: Marigona Qerkezi
Giovanna Seymour: Aigul Akhmetshina
Lord Rochefort: Paweł Horodyski
Lord Riccardo Percy: Jack Swanson
Smeton: Teresa Iervolino
Hervey: Sun Tianxuefei

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Anna Bolena erzählt die tragische Geschichte von Anne Boleyn, der zweiten Gemahlin Heinrichs VIII., deren Aufstieg und Fall zu den eindrucksvollsten Frauenschicksalen der Opernliteratur gehört. Mit diesem Werk gelang Gaetano Donizetti 1830 der internationale Durchbruch am Teatro alla Scala in Mailand. Die Oper gilt als ein Höhepunkt des Belcanto und wurde im 20. Jahrhundert durch Maria Callas eindrucksvoll wiederentdeckt. Seither messen sich die bedeutendsten Sopranistinnen der Welt an der anspruchsvollen Titelpartie.

In Erl ist das Werk konzertant zu erleben. Mit Marigona Qerkezi präsentieren die Tiroler Fest-spiele eine der spannendsten jungen Stimmen der Belcanto-Szene. An ihrer Seite debütiert Aigul Akhmetshina als Jane Seymour. Damit wird der er-folgreiche Belcanto-Zyklus nach / puritani und La sonnambula fortgesetzt.

Team

Riccardo Frizza Musikalische Leitung
Alexandros Stavrakakis Enrico VIII
Marigona Qerkezi Anna Bolena
Aigul Akhmetshina Giovanna Seymour

Aigul Akhmetshina studierte am Konservatorium in Ufa (Baschkortostan/Russland) sowie in Meisterklassen bei Ildar Abdrazakov, Barbara Frittoli und Delfo Menicucci. Im Alter von 21 Jahren sorgte sie als Carmen am Royal Opera House Covent Garden in London für Furore. Seither verkörperte sie Bizets Titelfigur auch u. a. an der Metropolitan Opera in New York, in der Arena di Verona, am Teatro di San Carlo in Neapel und an der Bayerischen Staatsoper in München. Sie trat an zahlreichen weiteren renommierten Opernhäusern auf, darunter die Wiener Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, die Staatsoper Hamburg, das Opernhaus Zürich, das Teatro Real in Madrid, die San Francisco Opera und die Opéra national de Paris. Bei den Salzburger Festspielen gab sie 2023 ihr Debüt in I Capuleti e I Montecchi. Ihr Repertoire umfasst u. a. Partien wie Rosina (Il barbiere di Siviglia), die Titelpartie in La Cenerentola, Maddalena (Rigoletto), Fenena (Nabucco) und Olga (Eugen Onegin).

Paweł Horodyski Lord Rochefort

Paweł Horodyski stammt aus Polen und studierte Gesang an der Karol-Lipiński-Musikakademie in Breslau. 2019 trat der Bass in die Akademie des Teatr Wielki in Warschau ein und 2021 dem Jungen Ensemble der Oper Breslau bei, bevor er im Folgejahr an der Polnischen Nationaloper in Warschau debütierte. 2023 war er Teilnehmer des Young Singers Project der Salzburger Festspiele und ab der Saison 2023/24 Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper in München, wo er u. a. Yakusidé (Madama Butterfly), Ein Gefängniswärter (Tosca), Erscheinung 1 (Macbeth) und Sergente (Manon Lescaut) sang. Mit der aktuellen Spielzeit wechselte er an das dortige Ensemble, wo er u. a. Partien wie Truffaldin (Ariadne auf Naxos, konzertant) und Baron Douphol (La traviata) interpretiert. Im Winter 2024/25 war er bei den Tiroler Festspielen Erl als Lord Gualtiero Walton (I puritani, konzertant) zu erleben und im Sommer 2025 als Masetto (Don Giovanni) beim Festival d’Aix-en-Provence.

Jack Swanson Lord Riccardo Percy
Teresa Iervolino Smeton
Sun Tianxuefei Hervey
Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor steht dem Festspiel-Orchester als ebenbürtiger musikalischen Partner zur Seite. Der Fokus liegt dabei auf einer sorgfältigen Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden mit den Sängerinnen und Sängern vielseitige Projekte von a-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weitere Schwerpunkt im Repertoire den Werken des Belcantos und den Opern Verdis.

Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk, dem Staatlichen Akademischen Chor der Republik Belarus, hat. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponisten zur Aufgabe gemacht.

Der Chor zeichnet sich durch hohe Intonationssicherheit, Harmonie, Vielfalt und dynamischen Klang aus – Basis für zahlreiche Tourneen durch ganz Europa in den vergangenen Jahren. Das Repertoire umfasst Requien, Messen, Kantaten und geistliche Werke ebenso wie Opern. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach ihrem Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.