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George Benjamin, Martin Crimp: PICTURE A DAY LIKE THIS

Orchester der Tiroler Festspiele Erl
in Zusammenarbeit mit "Schallfeld Ensemble"
Komposition: George Benjamin
Libretto: Martin Crimp
Musikalische Leitung: Corinna Niemeyer
Regie, Bühne, Lichtdesign, Dramaturgie & Licht: Daniel Jeanneteau
Regie, Bühne, Lichtdesign, Dramaturgie & Licht: Marie-Christine Soma
Szenische Einstudierung: Sérine Mahfoud
Kostüme: Marie La Rocca
Kostümadaptierung: Peggy Sturm
Licht: Laurent Irsuti
Video: Hicham Berrada
Woman: Xenia Puskarz Thomas
Zabelle: Mari Eriksmoen
Lover 1 / Composer: Beate Mordal
Lover 2 / Composer's Assistant: Paul Figuier
Artisan / Collector: George Clark
Schauspielerin: Lisa Grandmottet
Schauspielerin: Eulalie Rambaud
Schauspieler: Matthieu Baquey

Oper in sieben Szenen 

Weltpremiere am 5. Juli 2023 im Théâtre du Jeu de Paume, Aix-en-Provence
Gemeinsame Auftragskomposition von Festival d'Aix-en-Provence, Königliches Opernhaus Covent Garden, Opéra national du Rhin, Opéra Comique, les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Oper Köln und Teatro di San Carlo

Musik: George Benjamin
Text: Martin Crimp

Die Weltpremiere in Aix-en-Provence wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Karolina Blaberg Stiftung

Festival d'Aix-en-Provence

Diese Musik kann man atmen hören, so fein hat sie George Benjamin gewoben. „Picture a day like this“ hat das Zeug zum modernen Klassiker! Eine Mutter verliert ihr Kind und ihr Weg durch die Trauer blüht zu einer märchenhaften Odyssee auf.

 

George Benjamin und Martin Crimp lassen Töne und Worte hoffnungsvoll in der Dunkelheit leuchten – das hat bei der Uraufführung in Aix-en-Provence eingeschlagen. Auch international. Da versteht es sich von selbst, die junge Produktion nach Erl zu bringen. In Tirol hat schließlich die Musik der Gegenwart ihren festen Platz, nicht zuletzt in Erl, wo es seit der Gründung 78 Uraufführungen gab.

Es spielt das Orchester der Tiroler Festspiele in Zusammenarbeit mit „Schallfeld Ensemble“

Team

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

in Zusammenarbeit mit "Schallfeld Ensemble"

Schallfeld ist ein Ensemble für zeitgenössische Musik mit Sitz in Graz, das 2013 von Alumni des Klangforum Wien gegründet wurde. Aufmerksamkeit erregt das Ensemble sowohl durch spannende Programmgestaltung mit Fokus auf junge Komponist:nnen und innovative Konzertinszenierungen als auch durch seine Arbeit mit Live-Elektronik und kollektiven Improvisationen. Es engagiert sich zudem in pädagogischen und partizipativen Projekten. Neben einer eigenen Konzertreihe in Graz ist Schallfeld regelmäßiger Gast bei Festivals im In- und Ausland, u. a. bei Wien Modern, den Klangspuren Schwaz, Impuls Graz, dem ORF musikprotokoll im Steirischen Herbst, den Darmstädter Ferienkursen, Ensems (Spanien), Romaeuropa (Rom), den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik, Warsaw Autumn, Afekt (Estland) und dem Daegu International Contemporary Music Festival (Südkorea). Seit 2015 ist das Ensemble dem Institut für Elektronische Musik und Akustik Graz als Partner verbunden.

George Benjamin Komposition

George Benjamin wurde 1960 geboren. Er studierte Komposition bei Olivier Messiaen und Klavier bei Yvonne Loriod am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris sowie bei Alexander Goehr an der University of Cambridge. Seine Werke werden von bedeutenden Orchestern und Opernhäusern auf der ganzen Welt aufgeführt. Als Dirigent arbeitet er eng mit dem Mahler Chamber Orchestra, dem Ensemble Modern, der London Sinfonietta und dem Royal Concertgebouw Orchestra zusammen. Seit 2001 ist er Professor für Komposition am King’s College London. Zusammen mit dem Autor Martin Crimp schrieb er vier Opern: Into the Little Hill (2006), Written on Skin (2012), Lessons in Love and Violence (2018) und Picture a Day Like This (2023). Er ist Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres, Ehrenmitglied der Royal Philharmonic Society und wurde 2017 zum Ritter geschlagen. 2023 erhielt er den Ernst von Siemens Musikpreis.

Martin Crimp Libretto

Der englische Dramatiker, Übersetzer und Librettist Martin Crimp wurde 1956 geboren. Er erlangte 1997 internationale Bekanntheit mit seinem Stück Attempts on Her Life. Zu seinen weiteren Bühnenwerken zählen Definitely the Bahamas, Dealing with Clair, The Country, The City, Men Asleep, In the Republic of Happiness, Cruel and Tender und The Rest Will Be Familiar to You from Cinema, das 2019 seine französische Premiere im Théâtre de Gennevilliers und beim Festival d’Avignon feierte. Neben eigenen Werken ist er auch für seine Übersetzungen klassischer französischer Dramen, etwa von Molière oder Marivaux, bekannt. Seit 2006 entstanden gemeinsam mit dem Komponisten George Benjamin vier Opern, zu denen Martin Crimp die Libretti verfasste. Seine erste Soloperformance als Autor und Darsteller, Not One of These People, wurde 2022 beim Festival Carrefour international de théâtre de Québec mit großem Erfolg uraufgeführt.

Corinna Niemeyer Musikalische Leitung

Corinna Niemeyer studierte Orchesterleitung, Violoncello und Musikwissenschaft in München, Karlsruhe und Shanghai sowie Dirigieren in Zürich. Sie ist in einem breitgefächerten künstlerischen Spektrum tätig, das Alte Musik, Opern, symphonisches Repertoire, Uraufführungen und spartenübergreifende Projekte umfasst. Sie leitete u. a. das Orchestre de Paris, Danish National Symphony Orchestra, Hallé Orchestra, Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, BBC Philharmonic Orchestra, MDR-Sinfonieorchester, die Kammerakademie Potsdam und das Orquesta Sinfónica de Castilla y León. Regelmäßig arbeitet sie mit Les Siècles und dem Ensemble Modern zusammen. Von 2020 bis 2024 war sie Musikdirektorin des Orchestre de Chambre du Luxembourg. Zu ihren jüngsten Engagements zählen Debüts an der English National Opera (Suor Angelica) und an der Detroit Opera (Così fan tutte). Picture a Day Like This dirigierte sie bereits in Luxemburg und in London.

Daniel Jeanneteau Regie, Bühne, Lichtdesign, Dramaturgie & Licht

Der Regisseur und Bühnenbildner Daniel Jeanneteau stammt aus Creutzwald (Moselle) und absolvierte seine Ausbildung in Straßburg an der École supérieure des arts décoratifs und der École supérieure d’art dramatique du Théâtre national. Ab 1989 entwarf er gemeinsam mit Claude Régy 15 Jahre lang Bühnenbilder. Seit 2001 verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit mit Marie-Christine Soma. Zu seinen künsterischen Partner:innen zählen u. a. Catherine Diverrès, Jean-Claude Gallotta, Alain Ollivier, Nicolas Le Riche, Trisha Brown, Jean-François Sivadier und Pascal Rambert. Seit 2017 leitet er das Théâtre de Gennevilliers. 2006 inszenierte er die Uraufführung von George Benjamins und Martin Crimps erster Oper Into the Little Hill und 2023 jene von Picture a Day Like This. Weitere Regiearbeiten waren u. a. Crimps The Rest Will Be Familiar to You from Cinema (Festival d’Avignon, 2019) sowie Debussys Pelléas et Mélisande (Opéra de Lille, 2021).

Marie-Christine Soma Regie, Bühne, Lichtdesign, Dramaturgie & Licht

Marie-Christine Soma wurde 1958 in Marseille geboren und studierte Philosophie und Klassische Literatur, ehe sie sich 1985 dem Lichtdesign zuwandte. Sie arbeitete u. a. mit Regisseur:innen wie Marie Vayssière, François Rancillac, Éric Vigner, Arthur Nauzyciel, Catherine Diverrès, Marie-Louise Bischofberger, Jérôme Deschamps, Thomas Ostermeier und Benjamin Porée zusammen. Mit Daniel Jeanneteau verbindet sie seit 2001 eine künstlerische Zusammenarbeit. Gemeinsam brachten sie Produktionen wie Le Nain (Zemlinsky, Théâtre national de Strasbourg), Les Assassins de la Charbonnière (Franz Kafka/Eugène Labiche, Théâtre national de Strasbourg), Schere, Stein, Papier (Daniel Keene, Colline – théâtre national, Paris), Trafic (Yoann Thommerel, Maison de la Culture d’Amiens und La Colline) und Pelléas et Mélisande (Debussy, Opéra de Lille) auf die Bühne sowie 2023 die Uraufführung von Picture a Day Like This in Aix-en-Provence.

Sérine Mahfoud Szenische Einstudierung

Sérine Mahfoud absolvierte eine Klavierausbildung und studierte Literaturwissenschaft, Regie und Dramaturgie an der Université Paris Nanterre. 2022 nahm sie an der Akademie des Festivals d’Aix-en-Provence an einem von Katie Mitchell geleiteten Workskop für Operngestalterinnen teil. 2021 gründete sie ihre eigene Theaterkompanie Les Mains Sonores und schuf ihr erstes Stück Mademoiselle Else, das vom Théâtre de Gennevilliers unterstützt wurde. Regelmäßig arbeitet sie an Opern- und Theaterproduktionen mit. Sie assistierte Daniel Jeanneteau und Marie-Christine Soma 2023 bei der Uraufführung von Picture a Day Like This in Aix-en-Provence. 2024 war sie als Regieassistentin von Denis Marleau für das Stück Terrasses am La Colline – théâtre national tätig. In der aktuellen Saison arbeitet sie mit Opern und Theaterkompanien als künstlerische Mitarbeiterin und Bühnenbildnerin an verschiedenen Tournee-Aufführungen.

Marie La Rocca Kostüme

Die französische Kostüm- und Bühnenbildnerin Marie La Rocca studierte an der Pariser École Boulle und an der École du Théâtre national de Strasbourg. Für ihre Abschlussarbeit 2007 kooperierte sie mit dem Regisseur Alain Françon, für den sie ab 2016 erneut Kostüme zu zahlreichen Produktionen entwarf. Von 2010 bis 2015 gestaltete sie Kostüm und Bühnenbilder mit Célie Pauthe, seit 2014 entwirft sie Kostüme für Bühnenprojekte von Ludovic Lagarde sowie seit 2018 für Chloé Dabert. Opernkostüme entstanden u. a. für Marta an der Opéra de Lille und Le nozze di Figaro an der Opéra national du Rhin, Orfeo an der Opéra de Dijon, Il Nerone an der Académie de l’Opéra national de Paris, Salome an der Wiener Staatsoper, Andromaque an der Opéra de Saint-Étienne und L’Olimpiade am Théâtre des Champs-Elysées sowie für die Uraufführung von Picture a Day Like This beim Festival d’Aix-en-Provence. Im Filmbereich entwarf sie Kostüme für die Regisseurin Aurélie Reinhorn.

Peggy Sturm Kostümadaptierung
Laurent Irsuti Licht

Laurent Irsuti gestaltet seit mehr als 20 Jahren das Lichtdesign für Opern, Theater- und Tanzproduktionen. Er hat mit zahlreichen Regisseur:innen und Choreograf:innen zusammengearbeitet, darunter Ted Huffman, Joël Pommerat, Jean-Yves Ruf, Robert Lepage, Olivier Letellier, Richard Brunel, Jean-Pierre Vincent, Katie Mitchell, Silvia Costa, Daniel Jeanneteau, Jean-Louis Martinelli, Jean Bellorini, Sulayman Al-Bassam, Yonathan Levy, Angelin Preljocaj, Trisha Brown und Arco Renz. Darüber hinaus adaptierte er Lichtgestaltungen für Tourneeproduktionen von Bertrand Couderc, Éric Soyer, James Farncombe, Marie-Christine Soma, Étienne Boucher, Alain Poisson, Christian Dubet, Philippe Berthomé, Ian Maertens, Sébastien Revel, Omer Sheizaf und Dominique Bruguière. 22 Jahre lang arbeitete er für das Festival d’Aix-en-Provence. Seine Arbeit führte ihn an zahlreiche Opernhäuser Europas sowie nach Russland, Bahrain und Kanada.

Hicham Berrada Video

Hicham Berrada, 1986 in Casablanca geboren, lebt und arbeitet in Paris und Roubaix. Er verfügt über eine naturwissenschaftliche und eine künstlerische Ausbildung. In seinen bildnerischen Werken und Videoarbeiten visualisiert er Entstehungsprozesse und daraus resultierende Phänomene chemischer Reaktionen unter Verwendung von Substanzen wie Mineralien und Metallen. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u. a. am Louvre-Lens, in der Hayward Gallery in London, in der Punta della Dogana/Pinault Collection in Venedig, im Gropius Bau in Berlin, im Centre Pompidou in Paris, im Palais de Tokyo in Paris, am ZKM Karlsruhe, im Frankfurter Kunstverein, im Institute of Contemporary Arts Singapore und im Moderna Museet in Stockholm. An Biennalen nahm er in Taipeh, Riga, Lyon, Yinchuan, Genf und Yokohama teil. Performances realisierte er u. a. in Rom, Paris, Brüssel und Melbourne.

Xenia Puskarz Thomas Woman

Xenia Puskarz Thomas stammt aus Australien und studierte am Queensland Conservatorium der Griffith University sowie an der Juilliard School in New York. Von 2022 bis 2024 war die Mezzosopranistin Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper in München, wo sie u. a. die Partien Sandmännchen (Hänsel und Gretel), Küchenjunge (Rusalka), Flora (La traviata), Mercédes (Carmen) und Zweite Dame (Die Zauberflöte) sang. Bei den Salzburger Festspielen gab sie ihr Debüt 2024 in Krzyzstof Warlikowskis Inszenierung von Mieczysław Weinbergs Der Idiot. In der letzten Saison kehrte sie nach München als Gast für Die tote Stadt, Die Passagierin, Das schlaue Füchslein, Carmen und Thomas Larchers Das Jagdgewehr zurück. Auf der Konzertbühne tritt sie mit dem Twelfth Night Ensemble in Nordamerika, mit Juillard415, dem historischen Aufführungsorchester der Juillard School, in China und mit dem Philharmonischen Orchester Krakau in Händels Israel in Egypt auf.

Mari Eriksmoen Zabelle

Die norwegische Sopranistin Mari Eriksmoen studierte in Oslo, Paris und Kopenhagen. Ihre internationale Karriere begann 2010 mit ihrem Debüt als Zerbinetta (Ariadne auf Naxos) am Theater an der Wien, wohin sie als Olympia (Les Contes d’Hoffmann), Euridice (L’Orfeo), Servilia (La clemenza di Tito), Agilea (Teseo) sowie als Mozarts Susanna, Zerlina und Fiordiligi zurückkehrte. Internationale Engagements führten sie u. a. als Mélisande (Pelléas et Mélisande) nach Antwerpen, Genf, Luxemburg und Sevilla, als Pamina (Die Zauberflöte) nach Aix-en-Provence, Amsterdam, Zürich, Bergen und Basel, als Susanna (Le nozze di Figaro) und Sophie (Der Rosenkavalier) nach Oslo, als Waldvogel (Siegfried) nach Mailand, als Marzelline (Fidelio) nach Paris und als Blanche de la Force (Dialogues des Carmélites) nach Oslo. 2022 gab sie ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen als Isacco (Josef Myslivecˇ eks Abramo ed Isacco).

Beate Mordal Lover 1 / Composer

Beate Mordal stammt aus Norwegen. Sie schloss 2015 ihre Ausbildung an der Königlichen Dänischen Opernakademie ab. 2016 gab die Sopranistin ihr Debüt als Susanna (Le nozze di Figaro) an der Longborough Festival Opera. Ihre internationale Opernkarriere begann 2015 als Papagena (Die Zauberflöte) an der Königlichen Dänischen Oper in Kopenhagen. 2016 debütierte sie beim Festival d’Aix-en-Provence, wo sie seither regelmäßig zu erleben war, u. a. als Najade (Ariadne auf Naxos, 2018) sowie in den Uraufführungen Innocence von Kaija Saariaho (2021) und Picture a Day Like This von George Benjamin (2023). 2020 sang sie die Marie in Rufus Wainwrights Prima Donna an der Königlichen Schwedischen Oper in Stockholm. Kürzlich gab sie in Innocence ihr Debüt an der Metropolitan Opera in New York. Häufig stand sie an der Nationaloper Bergen auf der Bühne, zunächst als Artist in Residence. Darüber hinaus gastierte sie an Opernhäusern in Europa und den USA.

Paul Figuier Lover 2 / Composer's Assistant

Der französische Countertenor Paul Figuier studierte am Pariser Konservatorium und am Centre de Musique Baroque de Versailles, als dessen Mitglied er mit Dirigenten wie Christophe Rousset, Hervé Niquet und Jérémie Rhorer zusammenarbeitet. 2019 gab er sein Operndebüt in Cavallis Erismena an der Opéra de Lausanne, wo er auch als Oreste (La belle Hélène) und Mago cristiano (Rinaldo) zu hören war. An der Opéra national de Montpellier sang er unter Philippe Jaroussky die Partien Nireno (Giulio Cesare in Egitto) und Achille (Sartorios Orfeo). Beim Festival de Beaune trat er in Monteverdis Orfeo auf. In Monteverdis L’incoronazione di Poppea war er an der Opéra de Rennes als Arnalta und Nutrice zu erleben und an der Opéra de Toulon als Ottone. Zu seinen jüngsten Auftritten zählt jener als Disinganno (Il trionfo del Tempo e del Disinganno) unter René Jacobs beim Klangvokal Musikfestival Dortmund.

George Clark Artisan / Collector

Der Bariton George Clark wuchs in Cornwall auf und war Chorsänger an der Kathedrale von Truro. Von 2015 bis 2018 sang er als Bass-Chorstipendiat am York Minster und absolvierte ein Musikstudium an der University of York. Danach studierte an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf bei Konrad Jarnot, wo er u. a. in den Titelpartien von Ullmanns Der Kaiser von Atlantis und Weills Der Zar lässt sich photographieren auf der Bühne stand. In der Saison 2023/24 gab er sein Debüt an der Deutschen Oper am Rhein in Abrahams Märchen im Grand Hotel. Auch als Konzertsänger aktiv, gab er Liederabende mit dem Pianisten Eric Schneider und war u. a. in Mahlers Rückert-Liedern mit der Rumänischen Staatsphilharmonie Dinu Lipatti und Liedern eines fahrenden Gesellen am Orchesterzentrum NRW sowie in Brahms’ Die schöne Magelone am Düsseldorfer Schauspielhaus zu hören. Derzeit ist er Artist in Residence an der Queen Elisabeth Music Chapel.

Lisa Grandmottet Schauspielerin

Lisa Grandmottet wurde an der Folkwang Universität der Künste in Essen ausgebildet, wo sie Modernen Tanz und Tanztheater studierte. Sie ist seit 2019 als freischaffende Künstlerin europaweit tätig und wirkte an Produktionen renommierter Choreographen in Deutschland und Frankreich mit, etwa von VA Wölfl, Sita Ostheimer und Julio César Iglesias Ungo. Außerdem unterrichtet sie Amateure und Profis in zeitgenössischem Tanz und leitet künstlerische Aktionen mit ihrem eigenen Tanzprojekt in Schulen. Ihre Arbeitsweise mit Laien und Kindern basiert auf Improvisationen und technischen Übungen, in denen die Teilnehmer:innen die Beziehung zum eigenen Körper, zu anderen Personen und zum Raum erforschen können. In Ihrer tänzerisch-choreographischen Arbeit (u. a. gemeinsam mit Etienne Sarti) verschmelzen Theater, Tanz und Musikalität.

Eulalie Rambaud Schauspielerin

Eulalie Rambaud ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die die Bereiche Tanz, Musik, Theater und bildende Kunst miteinander verbindet. Sie erhielt ihre Ausbildung als Tänzerin bei verschiedenen französischen Kompanien sowie am Conservatoire national supérieur musique et de danse de Lyon und beim Jeune Ballet desoblique. 2020 erwarb sie ihr Diplom als Performerin und Tänzerin und trat als solche an der Opéra de Lyon in Tannhäuser in der Regie von David Hermann unter der musikalischen Leitung von Daniele Rustioni auf. Als Schauspielerin wirkte sie in der Uraufführung von Picture a Day Like This in Aix-en-Provence und bei Folgeaufführungen in London mit. Für choreografische Arbeiten kooperierte sie mit verschiedenen zeitgenössischen Tanzkompanien. Sie war assoziierte Künstlerin des Lumos Collective, das sich auf multidisziplinäre In-Situ-Performances spezialisiert hat. Darüber hinaus unterrichtet sie Tanz, Körperausdruck und Schreiben.

Matthieu Baquey Schauspieler

Matthieu Baquey stammt aus Frankreich. Er ist Schauspieler, Regisseur und Lichtdesigner. Nach einer Schauspielausbildung am Conservatoire de Bordeaux und einer Regieausbildung an der Université Paris Nanterre vertiefte er seine Kenntnisse im Bereich Beleuchtung am Centre national de formation professionelle aux techniques du spectacle in Bagnolet. 2022 wirkte er in Romeo Castelluccis Inszenierung Résurrection von Mahlers Zweiter Symphonie mit, die beim Festival d’Aix-en-Provence aufgeführt wurde, sowie in Lakmé unter der Regie von Laurent Pelly an der Opéra-Comique in Paris. 2023 stand er in der Uraufführungsproduktion von Picture a Day Like This in Aixen-Provence auf der Bühne sowie bei Folgeaufführungen in Paris, London und Luxemburg. 2024 inszenierte er das Projekt À travers les néons, das Theater und Performance verbindet und an mehreren Theatern im Raum Paris zur Aufführung kam.