J. S. Bach: MATTHÄUS-PASSION
Orchester und Chor der Tiroler Festspiele ErlMusikalische Leitung: Heinz Ferlesch
Evangelist: Paul Schweinester
Jesus: Lukas Enoch Lemcke
Sopran: Lydia Teuscher
Alt: Katrin Wundsam
Tenor: Johannes Bamberger
Bass, Pilatus: Daniel Gutmann
Schule für Chorkunst München
Johann Sebastian Bach
Matthäus-Passion, BWV 244
Parsifals Leiden ist nur das „Vorspiel“ zur Passion Christi, die Bach in seinem überbordend besetzten Werk auskomponiert hat. Felix Mendelssohn-Bartholdy hatte den richtigen Riecher und die nach Bachs Tod längst vergessene Matthäus-Passion wieder aufführen lassen. Seitdem gehört sie zu Ostern – wie „Parsifal“. Sogar einen selbst ernannten „Anti-Christen“ wie Friedrich Nietzsche hat die Matthäus-Passion beeindruckt (Wagners „Parsifal“ hingegen weniger, gelinde gesagt). Vielleicht auch deshalb, weil Bach (für damalige Gepflogenheiten) geradezu – unschicklich – opernhaften Treibstoff durch die Adern seiner Passion gepumpt hat.