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Giuseppe Verdi: RIGOLETTO (konzertant)

Musikalische Leitung: Asher Fisch
Duca: Iván Ayón Rivas
Rigoletto (19.7.): Ludovic Tézier
Rigoletto (25.7.): Luca Salsi
Gilda: Julia Muzychenko
Giovanna: Camilla Lehmeier
Conte di Monterone: Andrew Hamilton
Conte Ceprano: Lukas Enoch Lemcke
Contessa Ceprano: Camilla Lehmeier
Marullo: Jolyon Loy
Borsa: Josip Švagelj
Sparafucile: Alexander Köpeczi
Maddalena: Deniz Uzun
Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Die TRILOGIA POPOLARE in Erl

Das kann nur böse enden: Wenn Sopran und Tenor einander lieben, platzt der Bariton dazwischen, der seinerseits „Besitzansprüche“ an den Sopran stellt. Logisch – man hat ihm schließlich keinen stimmlichen Widerpart (Mezzosopran oder Alt) zur Seite gestellt. Die Formel ist stark vereinfacht, aber sie greift: Verdi macht sich das Beziehungsmodell in „Rigoletto“, „Il Trovatore“ und „La Traviata“ zunutze und sorgt für waschechte Opernskandale.

 

Wo im Italien der 1850er Jahre ein überwiegend aristokratisches Publikum die Logen und Plätze in den Theatern füllt, stellt Verdi die gesellschaftlich Geächteten auf die Bühne und gibt ihnen eine Stimme, verkrustete Moralvorstellungen und Machtmissbrauch infrage zu stellen. Der Adel schnieft brüskiert, als sich ein singender Buckliger über die Bühne schleppt, als eine Prostituierte zur tragischen Heldin aufläuft. Was Violetta an den Rand der Gesellschaft treibt, hat Verdi am eigenen Leib erfahren: Die Bourgeoisie in Busseto reagiert empört auf Verdi, der mit der Sopranistin Giuseppina Strepponi, unverheiratet zusammenlebt – die noch dazu drei Kinder von verschiedenen Vätern hat. Strepponi ist nicht „gesellschaftsfähig“. Dass sie allein mit ihrem Gehalt den Unterhalt ihrer Kinder, ihrer Mutter und ihrer Geschwister bestreiten kann, erweicht das wohlhabende Bürgertum nicht zu einem „Freispruch“. Verdi hat genug von der Doppelmoral und zieht mit Strepponi aufs Land.

 

Wenn all die „Gefallenen“ schon nicht ohne Anfeindungen im Theater sitzen können, sollen sie zumindest auf der Bühne ihre Ruhe und die ungeteilte Aufmerksamkeit aller haben. Als wären seine Außenseiter-Portraits „Rigoletto“ und „La Traviata“ nicht Skandal genug, zündet Verdi mit „Il Trovatore“ ein hysterisch-schräges und allen psychologischen Tiefsinn niedertretendes Schau(er)stück. Es ist die Parteinahme für die Kreatur, die ihn antreibt. Die Figuren jagt er von einer zur nächsten Extremsituation in dieser eruptiven Partitur – Musik, die verhext. Angelockt von der surreal-schrillen Magie des Stücks hat sich Pretty Yende den Verdi-Zyklus in Erl für ihr Leonora-Debüt in „Il Trovatore“ ausgesucht. Überhaupt verspricht die „Trilogia popolare“ – im Konzert-Format – ein Festival der Stimmen zu werden. Mit Ludovic Tézier und Luca Salsi können die Festspiele die derzeit bedeutendsten Rigoletto-Interpreten in Erl vorstellen.

Team

Asher Fisch Musikalische Leitung

Asher Fisch is Chief Conductor of the West Australian Symphony Orchestra and has been Music Director of the Tiroler Festspiele in Erl since the beginning of the 2024/25 season. He is internationally recognized as one of the leading conductors and has an extensive repertoire that covers both opera and concert areas. He began his career as an assistant to Daniel Barenboim and as a conductor at the Berlin State Opera. Since then, he has conducted at major European opera houses, including Vienna, Milan, Munich, Paris and Madrid. As an acknowledged Wagner specialist, Fisch has recorded two complete "Ring" cycles as well as "Tristan und Isolde". In addition, he has intensively studied the Italian repertoire and recently released a Puccini album together with tenor Jonas Kaufmann, the new Artistic Director of the Tiroler Festspiele Erl.

As a concert conductor, Asher Fisch has led renowned US American and European orchestras such as the New York Philharmonic, the Chicago Symphony, the San Francisco Symphony, the Cleveland Orchestra and the Philadelphia Orchestra, the Berlin Philharmonic, the Munich Philharmonic, the Orchestre National de France and the London Symphony Orchestra. Asher Fisch is also active as a pianist and can be experienced in piano concerts, with chamber music and as a song accompanist.

Iván Ayón Rivas Duca

Iván Ayón Rivas, geboren 1993 in Peru, studierte Operngesang am Nationalen Musikkonservatorium in Lima und setzt derzeit seine Ausbildung in Italien bei Roberto Servile fort. 2021 gewann er beim Operalia Wettbewerb u. a. den Ersten Preis und den Don Plácido Domingo Ferrer Prize of Zarzuela. Der Tenor gastiert international bei namhaften Opernhäusern und Festivals. Zu seinen Engagements zählen Auftritte in La traviata in Venedig, Rimini, Florenz und Rom, Falstaff in Turin, L’Arlesiana in Berlin, I Capuleti e i Montecchi in Rom, La Bohème in Moskau, Turin, Venedig, Rom, Torre del Lago, Santiago de Chile und Palermo, L’elisir d’amore in Las Palmas und Bari sowie Rigoletto in Florenz, Turin, Palermo, Rom, Venedig, Tokio und Lüttich. Am Teatro alla Scala in Mailand debütierte er als Malcolm (Macbeth). An der Wiener Staatsoper war er als Lenski (Eugen Onegin) und Ruodi (Guillaume Tell) zu erleben und an der Semperoper Dresden als Il Duca di Mantova (Rigoletto).

Ludovic Tézier Rigoletto (19.7.)

Der weltweit gefragte französische Bariton Ludovic Tézier ist vor allem für seine Interpretation der großen Verdi-Partien bekannt. Sein umfangreiches Repertoire umfasst darüber hinaus u. a. die Titelpartien von Hamlet, Eugen Onegin und Werther (Bariton-Version) sowie Scarpia (Tosca), Wolfram (Tannhäuser), Amfortas (Parsifal), Athanaël (Thaïs) und Barnaba (La Gioconda). Er arbeitet an allen international wichtigen Opern- und Konzertzentren mit den bekanntesten Dirigenten und Regisseuren unserer Zeit zusammen. Zu den Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit zählen Neuproduktionen von Hamlet an der Opéra national de Paris, Aida und Il trovatore am Royal Opera House Covent Garden in London, Rigoletto am Teatro Real in Madrid, Tosca an der Bayerischen Staatsoper in München sowie die Saisoneröffnung am Teatro alla Scala in Mailand mit La forza del destino. In Liederabenden widmet er sich vorrangig dem französischen und deutschen Liedgut.

Luca Salsi Rigoletto (25.7.)

Der weltweit gefragte italienische Bariton Luca Salsi absolvierte sein Gesangsstudium am Conservatorio Arrigo Boito in Parma. Zu seinem sehr umfangreichen Repertoire gehören Partien wie Scarpia (Tosca), Carlo Gérard (Andrea Chénier), Giorgio Germont (La traviata), Il Conte di Luna (Il trovatore), Renato (Un ballo in maschera), Rodrigo (Don Carlo), Amonasro (Aida), Jago (Otello) sowie die Titelpartien in Rigoletto, Nabucco und Macbeth. Seine Karriere führte ihn an die bedeutendsten Bühnen der Welt, u. a. an die Metropolitan Opera in New York, das Teatro alla Scala in Mailand, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Bayerische Staatsoper in München, zu den Salzburger Festspielen, an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, das Teatro del Maggio Musicale Fiorentino, das Teatro dell’Opera in Rom, das Teatro di San Carlo in Neapel, das Concertgebouw in Amsterdam und das Teatro Real in Madrid.

Julia Muzychenko Gilda

Die Sopranistin Julia Muzychenko wurde 1994 geboren. Sie studierte am Konservatorium ihrer Heimatstadt St. Petersburg, an der Young Artist Vocal Academy der Houston Grand Opera und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe und verfolgt eine rege Karriere sowohl auf der Opern- als auch auf der Konzertbühne. Von 2019 bis 2021 war sie Mitglied des Jungen Ensembles der Semperoper Dresden. In der Saison 2023/24 gab sie ihr Debüt an der Deutschen Oper Berlin als Gilda (Rigoletto). Engagements führten sie u. a. mit der Partie der Violetta Valéry (La traviata) nach Busseto, Parma, Bozen, Bologna und Teneriffa. An der Opéra national de Montpellier gastierte sie mehrfach: als Gilda (Rigoletto), Nannetta (Falstaff), Norina (Don Pasquale) und Musetta (La Bohème). Als Amina (La sonnambula) war sie an den Opernhäusern von Vichy, Limoges, Clermont-Ferrand, Avignon, Metz und Reims zu erleben.

Camilla Lehmeier Giovanna

Munich-born mezzo-soprano Camilla Lehmeier studied at the University of Music, Theatre and Media Hannover. She was a scholarship recipient of Yehudi Menuhin's Live Music Now and participated in various master classes. In 2013, she began her first permanent engagement at the Schleswig-Holstein State Theatre, where she appeared on stage as Olga (Eugen Onegin), Orlofsky (Die Fledermaus) and Dorabella (Così fan tutte). Guest engagements took her to the Magdeburg and Bremerhaven theatres. In 2023, she performed as Mercédes (Carmen) at the Aalto Music Theatre Essen. Since the 2016/17 season, she has been a member of the ensemble of the Tiroler Landestheater, where she has appeared as La Muse/Nicklausse (Les Contes d'Hoffmann), Hänsel (Hänsel und Gretel), Nancy (Martha), Mignon, Zerlina (Don Giovanni), Giovanna and Maddalena (Rigoletto), Charlotte (Werther) and other roles.

Andrew Hamilton Conte di Monterone

Andrew Hamilton, born in Peterborough (England), studied at the University of Southampton and the Guildhall School of Music and Drama. From 2020 to 2022, the baritone was a member of the Opera Studio of the Bavarian State Opera in Munich and subsequently in their ensemble. There he sang roles such as Ping (Turandot), Silvano (Un ballo in maschera), Lesbo (Agrippina), Ottokar (Der Freischütz), Ned Keene (Peter Grimes), Schaunard (La Bohème), Aeneas (Dido und Aeneas), Morales (Carmen) and Ruffiack (Le Grand Macabre). In 2024, he made his debut at the Theater an der Wien as Pâris (Gounod's Roméo et Juliette).

Lukas Enoch Lemcke Conte Ceprano

Der Bass Lukas Enoch Lemcke stammt aus Regensburg und erhielt seine Ausbildung u. a. bei den Regensburger Domspatzen sowie bei Brent Lee Damkier. 2022 schloss er sein Gesangsstudium an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien ab und begann ein Masterstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. In der Saison 2021/22 debütierte er an der Wiener Staatsoper, wo er u. a. in Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria zu erleben war. 2023 gab er als Sarastro (Die Zauberflöte) sein Hausdebüt am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Seit der Spielzeit 2023/24 ist er Ensemblemitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München, wo er Partien wie Sarastro, Alidoro (La Cenerentola) und Leporello (Don Giovanni) interpretierte. Auf dem Konzertpodium war er u. a. in Pietro Mascagnis Messa di Gloria und Schuberts Messe B-Dur zu hören sowie bei den Tiroler Festspielen Erl in Bachs Weihnachtsoratorium und Matthäus-Passion.

Camilla Lehmeier Contessa Ceprano

Munich-born mezzo-soprano Camilla Lehmeier studied at the University of Music, Theatre and Media Hannover. She was a scholarship recipient of Yehudi Menuhin's Live Music Now and participated in various master classes. In 2013, she began her first permanent engagement at the Schleswig-Holstein State Theatre, where she appeared on stage as Olga (Eugen Onegin), Orlofsky (Die Fledermaus) and Dorabella (Così fan tutte). Guest engagements took her to the Magdeburg and Bremerhaven theatres. In 2023, she performed as Mercédes (Carmen) at the Aalto Music Theatre Essen. Since the 2016/17 season, she has been a member of the ensemble of the Tiroler Landestheater, where she has appeared as La Muse/Nicklausse (Les Contes d'Hoffmann), Hänsel (Hänsel und Gretel), Nancy (Martha), Mignon, Zerlina (Don Giovanni), Giovanna and Maddalena (Rigoletto), Charlotte (Werther) and other roles.

Jolyon Loy Marullo

British-Irish baritone Jolyon Loy was a choir singer at Magdalen College in Oxford and received his vocal training at the Royal Conservatoire of Scotland and the Royal Academy of Music. He won numerous prizes, including a special prize at the International Singing Competition Tenor Viñas 2023. He performed as a guest at the Garsington Opera, the Opera Holland Park, the Buxton International Festival, the Verbier Festival, the Wexford Festival Opera and Vache Baroque. His recent engagements include Paolo Albiani (Simon Boccanegra) at the Grange Park Opera, Earl of Morton (Thea Musgrave's Mary, Queen of Scots) at the English National Opera and the Grange Park Opera as well as Aye (Phelim McDermott's Akhnaten) at the English National Opera. At the Royal Opera House Covent Garden in London, he sang the role of Tarquinius (The Rape of Lucretia) and recently made his debut as Schaunard (La Bohème).

Josip Švagelj Borsa

Josip Švagelj wurde 1993 in Zagreb geboren. Der kroatische Tenor machte durch den Gewinn des Ersten Preises und des Großen Preises beim Internationalen Gesangswettbewerb Stojan Stojanov Gancˇ ev sowie weiterer Auszeichnungen auf sich aufmerksam. Als Mitglied des Opernstudios der Musikakademie Zagreb war er in Rimski-Korsakows Oper Mozart und Salieri als Mozart zu erleben. 2023 gab er sein Debüt an der Nationaloper Zagreb als Merkur in Boris Papandopulos Amfitrion. An der Kroatischen Nationaloper Zagreb verkörperte er außerdem Ferrando (Così fan tutte), Gastone (La traviata), Schmidt (Massenets Werther) und Normanno (Lucia di Lammermoor). Sein vielfältiges Repertoire umfasst weiters u. a. die Partien Rodolfo (La Bohème), Alfredo (La traviata), Der indische Gast (Rimski-Korsakows Sadko), Nick (La fanciulla del West), Lenski (Eugen Onegin) und Peppe (Pagliacci). Auf der Konzertbühne ist er regelmäßig in Kroatien und Montenegro zu hören.

Alexander Köpeczi Sparafucile

The Hungarian-Romanian bass Alexander Köpeczi began his musical training as a pianist and studied singing at the Gheorghe Dima Music Academy in Cluj-Napoca (Romania). In 2020, he won the special prize for the best Verdi interpretation at the International Tenor Viñas Singing Competition in Barcelona. In 2021, he participated in the Young Singers Project of the Salzburg Festival. As an ensemble member of the Bavarian State Opera, he sang roles including Monk (Don Carlo), Tom (Un ballo in maschera), Ramfis (Aida), Zuniga (Carmen) and Reinmar von Zweter (Tannhäuser). In 2022, he debuted at the Royal Opera House Covent Garden in London, where he has since appeared several times. Recent highlights include his performances as Alvise Badoero (La Gioconda) at the Teatro di San Carlo in Naples, Sarastro (Die Zauberflöte) at the Komische Oper Berlin and Colline (La Bohème) at the Metropolitan Opera in New York.

Deniz Uzun Maddalena

Mannheim native Deniz Uzun gave her first concert at the age of six. She completed her musical training at the Mannheim University of Music and the Jacobs School of Music (Indiana University). After one season in the Opera Studio of the Bavarian State Opera, she spent five seasons at the Zurich Opera House, where she made a name for herself with roles such as Hänsel (Hänsel und Gretel), L'Enfant (L'Enfant et les Sortilèges), Zelim (La Verità in Cimento), Ino (Semele) and Sonyetka (Lady Macbeth von Mzensk).

This was followed by roles such as Dido (Dido und Aeneas) at the Teatro Massimo in Palermo, Olga (Eugen Onegin) as well as Una Donna (Intolleranza 1960) at the Komische Oper Berlin, Carmen at the Salzburg State Theatre, 3rd Maid (Elektra) and other roles.

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles. Im Sommer 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele Erl erstmals – und nunmehr spielen Musiker aus 20 Nationen zusammen. Schon im ersten Jahr stellte sich der beispiellose Erfolg des Klangkörpers ein, der die Tiroler Festspiele Erl international bekannt machen sollte. Junge Spitzentalente, Musiker:innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist:innen und Dozent:innen kommen jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und im Frühling im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Unter der Leitung des Festspielgründers Gustav Kuhn gelang es dem Orchester, Lobeshymnen der internationalen Kritik zu ernten und seinen Ruf als eines der besten Wagnerorchester der Welt zu festigen. Mit Beginn der Intendanz von Jonas Kaufmann im September 2024 hat der im Opern- und im Konzertbereich international gefragte Dirigent Asher Fisch die Leitung des Orchesters übernommen.

Zum Repertoire des Orchesters gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires vom Barock bis hin zur Romantik sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen.

Chor der Tiroler Festspiele Erl

Der 2007 gegründete Chor steht dem Festspiel-Orchester als ebenbürtiger musikalischen Partner zur Seite. Der Fokus liegt dabei auf einer sorgfältigen Pflege der Einzelstimme. Im Rahmen der Festspiele werden mit den Sängerinnen und Sängern vielseitige Projekte von a-cappella-Programmen bis zu Konzert- und Opernproduktionen erarbeitet. Seit der Eröffnung des Festspielhauses Erl 2012 gilt ein weitere Schwerpunkt im Repertoire den Werken des Belcantos und den Opern Verdis.

Auch die Entwicklung eines barocken Chorklangs bei Bach und seinen Zeitgenossen bildet eine wichtige Aufgabe in der Arbeit des Ensembles, das seit 2009 auch eine enge Verbindung mit der Capella Minsk, dem Staatlichen Akademischen Chor der Republik Belarus, hat. Dieses 1940 gegründete Chorkollektiv hat sich die Bewahrung der belarussischen Volksmusik sowie die (Ur-)Aufführung der Werke moderner und zeitgenössischer Komponisten zur Aufgabe gemacht.

Der Chor zeichnet sich durch hohe Intonationssicherheit, Harmonie, Vielfalt und dynamischen Klang aus – Basis für zahlreiche Tourneen durch ganz Europa in den vergangenen Jahren. Das Repertoire umfasst Requien, Messen, Kantaten und geistliche Werke ebenso wie Opern. Nachdem die Qualität des Chors über viele Jahre von Lyudmila Yefimova erarbeitet und geprägt wurde, übernahm nach ihrem Tod 2018 Olga Yanum die Leitung des Ensembles.