Abschluss-konzert

CAMILLE SAINT-SAËNS
2. Klavierkonzert in g-Moll op. 22

SERGEI PROKOFJEW
Cinderella-Suite


Die Neue Züricher Zeitung attestierte ihrem herausragend virtuosen Spiel voller Konzentration, Imaginationskraft und Fantasie eine aus all diesen Merkmalen resultierende „Poesie der Interpretation“. In kaum einem Werk der Musikgeschichte kann Pianistin Claire Huangci eben diese so wunderbar und facettenreich zum Ausdruck bringen wie in Camille Saint-Saëns’ 2. Klavierkonzert in g-Moll op. 22. Ganze siebzehn Tage benötigte Camille Saint-Saëns im Frühjahr 1868, um sein zweites Klavierkonzert zu komponieren. Geschrieben wurde es für den großen russischen Pianisten Anton Rubinstein, der sich seinem Pariser Publikum mit diesem von ihm als „Schlachtross“ bezeichneten Werk als Dirigent präsentieren wollte. Das geschah dann auch in der Uraufführung am 13. Mai 1868 in der Pariser Salle Pleyel mit keinem Geringeren als dem Komponisten am Flügel. Da wir im kommenden Jahr bereits den 100. Todestag Camille Saint-Saëns’ feiern, haben wir uns mit Claire Huangci kurzerhand für die uns einzig würdige Alternative zum Komponisten für den Solopart entschieden. Am Pult des Orchesters der Tiroler Festspiele Erl wird Valentin Uryupin, Gewinner des 8. Internationalen Dirigentenwettbewerbs Sir Georg Solti 2017, nicht nur sicher durch das Klavierkonzert führen, sondern mit Prokofjews Cinderella-Suiten auch zeigen, dass die einzigartige Ballett-Musik des russischen Komponisten im Grunde gar keiner Tänzer, sondern nur viel Fantasie und Gestaltungswillen bedarf. Uryupin ist prädestiniert für diese Aufgabe. Er wird die Musiker des Orchesters auf ihren Instrumenten tanzen lassen.

Mi 06. Jan
11:00 Uhr → Festspielhaus