Gioacchino Rossini

Bianca e Falliero

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Musikalische Leitung Simone di Felice

Inszenierung Tilmann Köhler

Bühnenbild Karoly Risz

Kostüme Susanne Uhl

Licht Joachim Klein

Dramaturgie Zsolt Horpácsy


Bianca Heather Phillips

Falliero Beth Taylor

Contareno Theo Lebow

Capellio Giovanni Battista Parodi

Priuli, Doge von Venedig Božidar Smiljanić

Ein Kanzler / Ein Offizier / Ein Gerichtsdiener Carlos Cárdenas

"Eine Stadt strebt die Weltmacht an, sie deckt Verschwörungen von spionierenden Botschaftern auf, besiegt ihre Feinde und isoliert sich aus Angst vor Bedrohung. Hinter seinen hohen Mauern unterdrückt der größenwahnsinnige Zwergstaat jegliche Form von Individualität, Gefühlen und Liebe. Das menschenverachtende System erstarrt. In dieser bedrückenden Atmosphäre spielt das Familiendrama „Bianca e Falliero“, Rossinis letzte für die Mailänder Scala geschriebene Oper, die zu seinen reizvollen, doch – zu Unrecht – selten gespielten Werken gehört. Der Librettist Felice Romani verbindet eine Spionage-Story mit einer Variante der Geschichte von Romeo und Julia, wobei sich die verfeindeten Familien diesmal in einem langjährigen Erbstreit befinden. Bianca, die Tochter des Senators Contareno, liebt heimlich den General Falliero, doch die politischen und finanziellen Interessen ihres Vaters bedrohen ihre Liebe. Bianca wird gnadenlos als Geisel der Familienfehde missbraucht. Falliero, der siegreiche Verteidiger des Staates, kehrt in dem Moment aus dem Krieg zurück, als eine Zwangsehe Biancas mit Capellio geschlossen werden soll. Die Konflikte sind vorprogrammiert, die Zerreißproben Biancas zwischen der Vaterliebe als  ursprünglicher Bindung und der versprochenen Hingabe an den Geliebten gaben Rossini Gelegenheit zur Erweiterung seiner vokalen wie orchestralen Ausdrucksmittel. Nicht zuletzt wegen der hohen vokalen Ansprüche konnte sich die Oper zu Lebzeiten des Komponisten nicht durchsetzen. Erst 1986 wurde das Werk wiederentdeckt und offenbarte seine außergewöhnlichen Qualitäten."
Zsolt Horpácsy

 

 

Diese Veranstaltung ist auch im Abo buchbar. Weitere Information finden Sie HIER.

Fr 08. Jul
18:00 Uhr → Festspielhaus
Sa 16. Jul
18:00 Uhr → Festspielhaus
So 24. Jul
15:00 Uhr → Festspielhaus

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Simone di Felice

Musikalische Leitung

Tilmann Köhler

Inszenierung

Karoly Risz

Bühnenbild

Susanne Uhl

Kostüme

Joachim Klein

Licht

Zsolt Horpácsy

Dramaturgie

Heather Phillips

Bianca

Beth Taylor

Falliero

Theo Lebow

Contareno

Giovanni Battista Parodi

Capellio

Božidar Smiljanić

Priuli, Doge von Venedig

Carlos Cárdenas

Ein Kanzler / Ein Offizier / Ein Gerichtsdiener


Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl


Simone
di Felice

Der italienische Dirigent Simone Di Felice ist als Kapellmeister an der Oper Frankfurt engagiert. 2014 leitete er die erfolgreiche Neuproduktion Monteverdis «L’incoronazione di Poppea». Es folgten eine Neuproduktion Händels «Radamisto und die Wiederaufnahme von Glucks «Ezio», sowie Vorstellungen in der Premierenserie Verdis «Rigoletto» und Repertoire-Vorstellungen von Rossinis «La gazza ladra». 2017 war eine sehr erfolgreiche Händel Neuproduktion «Rinaldo», mit dem Countertenor Jakub Józef Orliński in der Titelrolle, zu erleben. 2018 stand Simone Di Felice wieder für Repertoire-Vorstellungen von Verdis «Rigoletto» am Pult der Oper Frankfurt. In der Saison 2018/2019 dirigierte Simone di Felice die Wiederaufnahmen «Die Zauberflöte» und «Rinaldo» sowie die Neuproduktion «Satyricon» von Bruno Maderna. Im August 2019 eröffnet die Wiederaufnahme von Händels «Radamisto» die neue Spielzeit der Oper Frankfurt. In der Spielzeit 2019/2020 sind ein Sinfoniekonzert mit Werken von Britten und Williams mit dem Tonkünstler Orchester sowie eine Neuproduktion von Rossinis «La gazzetta» an der Oper Frankfurt geplant. Nachdem er bereits in Rossinis «La Cenerentola» (R: Antonio Latella) zu erleben war, kehrt Simone di Felice für Nachdirigate von Rossinis «Il barbiere di Siviglia» ans Theater Basel zurück.


Tilmann
Köhler

Tilmann Köhler wurde 1979 in Weimar geboren und studierte Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. 2005 ging er als Hausregisseur an das Deutsche Nationaltheater Weimar, seine Inszenierung Krankheit der Jugend von Ferdinand Bruckner wurde 2007 zum Theatertreffen eingeladen. Seit 2009 ist Köhler Hausregisseur am Staatsschauspiel Dresden, wo er im selben Jahr für seine Inszenierung Die heilige Johanna der Schlachthöfe mit dem Kurt-Hübner-Preis für junge Regie ausgezeichnet wurde. Weitere Arbeiten entstanden u. a. am Maxim Gorki Theater, Schauspielhaus Hamburg, an der Oper Frankfurt sowie beim Taipei Arts Festival und am MChAT Moskau.


Karoly
Risz

Geboren in Dresden. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung in den Theaterwerkstätten der Sächsischen Staatstheater und war an der Semperoper als Bühnentechniker angestellt. Daran schloss sich ein Studium im Fach Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden an. Seit 2005 ist er als selbstständiger Bühnenbildner tätig. Engagements führten ihn u. a. an das Schauspiel Hannover, an das Maxim Gorki Theater Berlin, an das Deutsche Theater Berlin, an das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, an das Düsseldorfer Schauspielhaus, an die Oper Frankfurt und an die Dresdner Semperoper. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Regisseur Tilmann Köhler, mit dem er auch internationale Produktionen in Taiwan, Korea, Brasilien und der Slowakei realisierte. 


Susanne
Uhl

Susanne Uhl wurde 1966 in Thüringen geboren. Sie studierte Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und arbeitet als freie Bühnen- und Kostümbildnerin vor allem mit den Regisseuren Christina Friedrich, Manuel Soubeyrand und Tilmann Köhler zusammen. Von 2003 bis 2006 war sie Dozentin an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin. Sie entwarf die Kostüme für zahlreiche Inszenierungen von Tilmann Köhler am Staatsschauspiel Dresden (u. a. für Shakespeares »Der Kaufmann von Venedig«, Christa Wolfs »Der geteilte Himmel«, Purcells »King Arthur«, Tschechows »Drei Schwestern«, Shakespeares »Maß für Maß«), am Schauspiel Stuttgart, am Deutschen Theater Berlin, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, der Oper Frankfurt, am Theater Basel, für Dürrenmatts »Das Versprechen« und zuletzt Ibsens »Stützen der Gesellschaft« am Düsseldorfer Schauspielhaus.


Joachim
Klein

Joachim Klein ist seit 1994 als Beleuchtungsmeister und Lichtdesigner an der Oper Frankfurt engagiert und leitet dort seit 2013 die Beleuchtungsabteilung. Dort arbeitete er mit namhaften Regisseuren wie Claus Guth, Johannes Erath, Brigitte Fassbaender, Stefan Herheim, David Hermann, Tilmann Köhler, Barrie Kosky, Peter Konwitschny, Tobias Kratzer, Harry Kupfer, Christof Loy, David McVicar und Benedikt von Peter zusammen. Gastengagements führten ihn u. a. zu den Osterfestspielen Salzburg, zum Glyndebourne Festival sowie an die Opernhäuser in Amsterdam, Barcelona, Göteborg, Graz, Hamburg, Kopenhagen, London, Los Angeles, Lyon, München, Madrid, Oslo und Wien.

Seine letzten Produktionen an der Oper Frankfurt waren Król Roger (Regie Johannes Erath), Manon Lescaut (Regie Àlex Ollé) sowie Salome (Regie Barrie Kosky).

Für das Lichtdesign zu Herzog Blaubarts Burg an der Oper Frankfurt sowie für Saul beim Glyndebourne Festival wurde ihm 2014 und 2016 der britische „Knight of Illumination Award“ verliehen. Ebenfalls für Saul erhielt er 2017 den australischen Helpmann Award für das beste Lichtdesign.


Zsolt
Horpácsy

Zsolt Horpácsy studierte Theaterwissenschaften an der Universität für Theater- und Filmkunst in Budapest und Musikwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin bei Prof. Dr. Gerd Rienäcker. Nach dem Abschluss seiner Studien war er an der Ungarischen Staatsoper Budapest und am Staatstheater Cottbus engagiert. Seit 1996 ist Zsolt Horpácsy als Dramaturg an der Oper Frankfurt tätig. 


Heather
Phillips

Die High-Lyric-Sopranistin Heather Phillips, deren Darbietungen von Opera News als „wunderschön“ und „schimmernd“ beschrieben wurden, wird weiterhin von Kritikern mit seriösen Darbietungen auf der Opern- und Konzertbühne gewürdigt.

Für die Spielzeit 2019 - 2020 gibt Frau Phillips ihr deutsches Debüt an der Oper Frankfurt in der Titelrolle von Rossini's Bianca e Falliero in einer Neuproduktion von Regisseur Tilmann Köhler. Frau Phillips wird im Sommer 2020 auch ihr österreichisches Debüt bei den Tiroler Festspielen Erl. In dieser Saison wird sie auch als Sopransolistin in Carmina Burana mit dem Brazos Valley Symphony Orchestra konzertieren.

In der Spielzeit 2018 - 2019 debütierte Frau Phillips mit der New Orleans Opera als Konstanze in Mozarts Die Entführung aus dem Serail, der Opera Naples als Micaëla in Carmen und dem Austin Symphony Orchestra sowie dem Oregon Music Festival als Solistin in Brahms 'Ein Deutsches Requiem . Frau Phillips kehrte auch als Sopransolistin in Händels Messiah und als Sopransolistin in Haydns Messe in der Kriegszeit an die Boise Philharmonic zurück. Im Herbst 2018 trat sie dem Künstlerliste der San Francisco Opera bei, als die Zweitbesetzung Strauss 'Arabella für die Titelrolle zu produzieren.

Während der Spielzeit 2017-2018 debütierte Miss Phillips mit der Austin Lyric Opera als Micaëla in Carmen und trat auf der Konzertbühne als Sopransolistin in Händels Messiah mit den Boise Philharmonic, als Sopransolistin in Carmina Burana mit den Boise Philharmonic und dem Valley auf Symphony Orchestra in Texas und gab ihr New York Philharmonic Debüt als Sopransolistin in Beethovens Choral Fantasy im Lincoln Center.

Während der Spielzeit 2016-2017 gab Frau Phillips ihr Debüt an der Arizona Opera als Nannetta in Falstaff und debütierte mit der Opera Philadelphia als Katie in Jennifer Higdons Cold Mountain, einer Rolle, die sie an der Santa Fe Opera kreierte und für den Grammy nominierte Originalbesetzung Aufnahme. Später in der gleichen Saison kehrte sie an die Opera Philadelphia zurück, wo sie die Komponistenworkshopserie Double Exposure aufführte. Auf der Konzertbühne trat sie als Sopransolistin in Mendelssohns Elijah mit dem von Grammy nominierten Ensemble True Concord auf und kehrte als Rezitalistin in Zusammenarbeit mit dem Pianisten Kevin Murphy zum Ravinia Festival und zum Tucson Desert Song Festival zurück. Weitere frühere Aufführungen waren Elvira in Rossinis L'italiana in Algeri an der Lyric Opera in Kansas City, Micaëla in Carmen mit der Kentucky Opera, Zerlina in Don Giovanni an der Opera Southwest, Musetta in La Bohème beim Crested Butte Music Festival und Barbarina in Le Nozze di Figaro in der Cincinnati Opera.

Ms. Phillips war ein Mitglied Santa Fe Opera-Lehrlingsprogramms für die Spielzeiten 2014 und 2015 als die Zweitbesetzung Micaela in Carmen und für Gilda in Rigoletto. Sie trat auch als Solistin in einem Liederabend mit Harry Bickett am Klavier für die Kammermusikserie Performance Santa Fe auf. In den Lehrlingsszenen der Santa Fe Opera war sie als Luisa (Luisa Miller von Verdi) und als La Contessa (Il Viaggio A Reims von Rossini) zu sehen. Während ihrer Zeit als Stipendiatin beim Aspen Music Festival sang sie die Rolle der Helena in Brittens Ein Sommernachtstraum unter der Leitung von Jane Glover.

Frau Phillips hat viele Auszeichnungen erhalten, unter anderem beim Internationalen Gesangswettbewerb Gerda Lissner 2015, der Licia Albanese-Puccini-Stiftung und dem Internationalen Gesangswettbewerb Giulio Gari. Sie ist auch die Empfängerin eines der herausragenden Preise für Sängerlehrlinge der Santa Fe Opera. Ebenfalls im Jahr 2014 nahm Frau Phillips an den Auditions des Metropolitan Opera National Council teil, gewann den Bezirk Connecticut und rückte in das Regionale Finale von New England vor, wo sie mit dem 3. Preis ausgezeichnet wurde. In den vergangenen Jahren erhielt sie auch Anerkennungen und Auszeichnungen von der George London Foundation, dem Lotte Lenya-Wettbewerb der Kurt Weill Foundation, der Marcello Giordani Foundation, dem Irma M. Cooper-Gesangswettbewerb, dem Schuyler Foundation-Wettbewerb für Karrierebrücken, dem National Opera Association-Gesangswettbewerb und Orpheus Vocal Wettbewerb, Violetta Dupont Vocal Competition und der Anna Sosenko Assist Trust. 2013 gab sie ihr Debüt in der Weill Recital Hall bei Carnegie Hall als Finalistin beim Nico Castel Master Singer Competition und wurde im selben Jahr ausgewählt, um die USA als Finalistin beim Queen Sonja International Vocal Competition im norwegischen Oslo zu vertreten.

​Frau Phillips erhielt sowohl ihren Master- als auch ihren Bachelor-Abschluss an der University of Cincinnati, College-Konservatorium für Musik. Bevor ihr Studium der Opernkunst begann, absolvierte Frau Phillips 10 Jahre lang eine Ausbildung als Pianistin und Flötistin. Sie trat als Jugendliche mit dem Canton Youth Symphony Orchestra als Flötistin auf und trat in der gesamten Gemeinde als ehrenamtliche Mitarbeiterin für Klavier, Flöte und Gesang auf mit dem McDowell Music Club ihrer Heimatstadt Canton, Ohio.


Beth
Taylor

Lauded for her “strong presence both dramatically and musically” (The Arts Desk) and the “intriguing depth” (MusicOMH) of her portrayals, Beth Taylor is at the onset of a major international career.

Performances of the 2019/20 season include Mozart's Krönungsmesse KV317 at the Concertgebouw of Amsterdam and in Utrecht, her role debut as Bradamante in a new production of Alcina in Nancy and Dijon led by Leonardo Garcia Alarcon as well as her role debut as Falliero in Rossini's Bianca e Falliero at the Tiroler Festspiele in Erl. Other future engagements include Mistress Quickly in a new production of Verdi’s Falstaff at La Monnaie de Munt, La Cieca in La Gioconda, Schwertleite in Die Walküre and Marchesa Melibea in Il viaggio a Reims at the Deutsche Oper Berlin as well as concerts with the Bach Collegium Vocale Gent under Philippe Herrweghe.

Recent engagements have led the young Scottish mezzo-soprano to Aix-en-Provence, where she made her festival debut in a new production of Rihm's Jakob Lenz, to the New Generation Festival in Florence, where she appeared as Marcellina in Le nozze di Figaro, to the Opéra de Lyon to perform Melanto, Anfinomo and Fortuna in Il ritorno d'Ulisse in patria, Arnalta in L’incoronazione di Poppea at the Longborough Festival, Rosmira in Partenope at the Iford Arts Festival, La Reine/Le Coucou/Le Chat in Respighi's La belle au bois dormant at the Opéra de Lyon, Fox/Dog/Hen in The Cunning Little Vixen at the Grimeborn Opera Festival and Olga in Eugene Onegin for Fife Opera.

Other operatic roles of her repertoire include Constanza (L’isola disabitata, Haydn), Ottone (Agrippina, Handel) Irene (Theodora, Handel), Cornelia (Giulio Cesare, Handel), Old Woman (The Day After, Dove) and Ramiro (La finta giardinera, Mozart).

Beth Taylor is a graduate of the Royal Conservatoire of Scotland and The Open University. She is currently refining her technique under the tutelage of Jennifer Larmore and Iain Paton. Beth has participated in masterclasses with renowned artists such as Sarah Connolly, Susan Graham, Sir Thomas Allen, Sophie Daneman and Dame Emma Kirkby.

Beth Taylor is the 3rd prize winner of the 2019 Wigmore Hall Competition and the winner of the 2018 Gianni Bergamo Classical Music Awards.


Theo
Lebow

THEO LEBOW ist derzeit an der Frankfurter Oper im Festensemble und sowohl in Nordamerika als auch in Europa tätig und festigte seinen Ruf als einer der besten jungen lyrischen Tenöre auf internationalen Bühnen. Seine Leistungen zeigen außergewöhnliche

Intelligenz und musikalisches Verständnis und sein schauspielerisches Können ergänzt seine technische Finesse und seinen schönen Klang.

Diese Eigenschaften haben es ihm ermöglicht, ein bemerkenswert vielfältiges Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart aufzubauen.

 

Der gebürtige Amerikaner aus Los Angeles tritt nun in seinem dritten Jahr als Ensemblemitglied der Frankfurter Oper auf. Das Repertoire reichte von Tamino in Mozarts Die Zauberflöte und Tom Rakewell in Strawinskys The Rake's Progress bis zur Tenorrolle von Massimo in Glucks Ezio. Ieiner kürzlich erschienenen Neuproduktion von Mozarts Betulia liberata waren die Kritiken von seiner Darstellung des Ozia begeistert.

 

Nach seinem Auftritt an der Boston Mid-Summer Opera als Almaviva in Il barbiere di Siviglia kehrte Lebow nach Frankfurt zurück. In seiner Saison 2018-2019 spielte er unter anderem in Ariadne auf Naxos, Satyricon, The Merry Widow, Dalibor und Die Zauberflöte. In den Jahren 2017-18 hörten ihn die Frankfurter Operngäste als Ruiz in Il Trovatore, Squeak in Billy Budd, Ein alter Gefangener in Janáceks From the House of the Dead sowie als Carlo in der Frankfurter Erstaufführung von Manfred Trojahns Enrico, und Krell in

der Weltpremiere von Arnulf Herrmanns Der Mieter. Theos Repertoire reicht vom Barock bis zur Gegenwart, umfasst bereits rund 20 Rollen in Opern, und er hat in sechs Sprachen gesungen.

 

Zu den Engagements gehörten Jupiter/Apollo in Händels Semele an der Seattle Opera; Picasso und F. Scott Fitzgerald in der Uraufführung von Ricky Ian Gordons Oper „27" neben Stephanie Blythe und Elizabeth Futral für das Operntheater von St. Louis (ebenfalls auf CD von Albany Records); Jaquino in Beethovens Fidelio beim Shippensburg Festival in Pennsylvania; Mr. Porcupine in Tobias Pickers Fantastic Mr. Fox für die Opera San Antonio und die Odyssey Opera in Boston sowie Fenton in Verdis Falstaff an der Opera Hamilton - seinem kanadischen Debüt -, wo er für seinen „plangent tenor with a sweet timbre“ (La Scena Musicale, Montréal) gefeiert wurde.

Theo wurde von der Santa Fe Opera mit dem Richard Tucker Foundation Award ausgezeichnet und wurde Teil des Young Artists Programms. Es folgten Einladungen an das prestigeträchtige San Francisco Opera Merola Summer Program und zum Young Artist Program der Seattle Opera.

Bei Konzerten zeichnen sich Theos Auftritte durch musikalische Beredsamkeit und kraftvolle Kommunikation des Textes aus, verbunden mit stimmlicher Schönheit. Er hat im Weill Recital Hall der Carnegie Hall gesungen; ein Schwabacher Debütkonzert in San Francisco; Konzerte mit dem New York Festival of Song im Terrace Theatre des Kennedy Center in Washington sowie in Caramoor und New York City; und nahm an einem Schubert und dessen Welt von vokaler Kammermusik beim Bard Music Festival in New York teil.

Theos Konzertengagements listen mehrere Auftritte auf der Hauptbühne der Carnegie Hall, insbesondere als Solist in Händels Messiah. Auf der gleichen Bühne hat er das Tenorsolo in Mendelssohns Symphonie Nr. 2 (Lobgesang) und Ausschnitte aus Verdis Rigoletto zusammen mit der Sopranistin Jennifer Zetlan gesungen.

Theo hatte auch die seltene Gelegenheit, 2011 mit Bryn Terfel, Stephanie Blythe und Angela Meade bei der Richard Tucker Gala in der Avery Fisher Hall im Lincoln Center zu singen.


Giovanni Battista
Parodi

Der in Genua geborene Bass studierte an der Accademia di Palazzo Ducale und wurde 1999 in die Accademia di perfezionamento des Teatro alla Scala di Milano aufgenommen, wo er u.a. unter Riccardo Muti in „Tosca“ und folgenden Opernproduktionen zu hören war: „Adriana Lecouvreur“, „La Boheme“, „Il trovatore“, „La Traviata“, „Un ballo in maschera“, „Il barbiere di Siviglia“, „Oberto conte di San Bonifacio“, „Otello“ und „Iphigenie en Aulide“. Weitere Engagements führten ihn an die wichtigen Opernhäuser der Welt, er arbeitete mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Riccardo Muti, Mstislav Rostropovic. Er stand erfolgreich in Verdis „Falstaff“ als Pistola in Amsterdam sowie dem Teatro alle Scala auf der Bühne und ist auch viel gebuchter Gast bei den Tiroler Festspielen Erl, wo er u.a. in Rossinis „Guglielmo Tell“, „L’italiana in Algeri“ und  „Ermione“ zu sehen war und im Winter  2018 den Rodolfo in „La Sonnambula“ singen wird.


Božidar
Smiljanić

Der Bassbariton Božidar Smiljanić ist seit 2018/19 im Ensemble der Oper Frankfurt. In der aktuellen Spielzeit übernimmt er Partien wie Ein Nachtwächter/Meister der Maskerade (Maskerade), Wirt (Königskinder), Zuniga (Carmen), Doge von Venedig (Bianca e Falliero), Der Einarmige (Die Frau ohne Schatten) und Fernando Villabella (La gazza ladra) sowie Konsul Sharpless (Madama Butterfly). Wichtige Aufgaben in Frankfurt waren bisher die Händelpartien Ariodate (Xerxes), Garibaldo (Rodelinda) und Farasmane (Radamisto) sowie Mozarts Figaro, Sprecher (Die Zauberflöte), Sergeant (Manon Lescaut) und Eumée (Pénélope). Der Absolvent des Harewood Artists Programme der English National Opera gab 2014 sein Debüt beim Glyndebourne Festival und war seitdem u.a. an der Scottish Opera, der Garsington Opera und mit Glyndebourne on Tour engagiert. Konzerte führten ihn als Masetto (Don Giovanni) mit den Bamberger Symphonikern unter Jakub Hrůša zusammen sowie in die Hamburger Elbphilharmonie, für La damnation de Faust mit dem Royal Liverpool Philhamonic Orchestra unter John Nelson, Gilbert & Sullivans Yeomen of the Guard mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter John Wilson und für Händels Messiah mit Hervé Niquet & Le Concert spirituel in die Philharmonie de Paris. Als Don Simone (La finta semplice) trat er unter Ian Page bei der Wiedereröffnung der Queen Elizabeth Hall in London auf. Während seines Studiums an der Londoner Royal Academy of Music tourte Božidar Smiljanić mit Bach-Kantaten unter Masaaki Suzuki in Europa und den USA.


Carlos
Cárdenas

Born in Bogotá, Colombia, tenor Carlos Cárdenas received his bachelor’s degree in music education from Universidad Pedagogica Nacional in 2014. He attended University of Notre Dame’s Sacred Music Program, where he studied with soprano Kiera Duffy. Mr. Cárdenas received third place in the 2012 National Singing Competition of the Philharmonic Orchestra of Bogotá, as well as the 2016 Cartagena Music Festival Scholarship. In 2017, Mr. Cárdenas received an encouragement award and was a finalist in the Gerda Lissner Foundation Lieder Competition in New York City, as well as the Metropolitan Opera National Council Auditions Encouragement Award for the Illinois district. Mr. Cárdenas performed Tamino last spring in University of Notre Dame’s production of Die Zauberflöte. Carlos was also a fellow at the Atlantic Music Festival during the summer of 2017. The Colombian tenor will play the role of Basilio this summer in the Music Academy of the West in Santa Barbara, California under the baton of James Conlon, and the role of Gustavo in the Spanish Zarzuela “Los Gavilanes” in Teatro Colon in Bogota, Colombia, under the baton of maestro Alejandro Roca.